Ex-Bundespräsident: Wulff will Büro und Mitarbeiter für 280.000 Euro im Jahr

dapdZusätzlich zu den 199.000 Euro Ehrensold könnte Christian Wulff die Steuerzahler künftig weitere 280.000 Euro im Jahr kosten: Nach SPIEGEL-Informationen will der ehemalige Bundespräsident das gleiche Recht wie seine Vorgänger - und fordert ein Büro inklusive Mitarbeiter.

http://www.spiegel.de/politik/deutsc...819172,00.html
  1. #720

    Super

    Zitat von semaphil Beitrag anzeigen
    Wulffs persönliche Charaktereigenschaften sind nun jedem hinlänglich bekannt. Kein Hahn kräht mehr nach dem, was der Bundespräsident a.D. so absondert.

    Höchst bedenklich stimmt aber die Reaktion der politischen Klasse auf das unübersehbare Bürgerbegehren, der Selbstbedienung, dem Pomp und der Ausplünderung der öffentlichen Hand einen Riegel vorzuschieben: Nichts da, wir machen weiter so.

    Es ist so, als wollte die Politik dem Bürger eindeutig klarmachen, was sie von ihm hält - nämlich gar nichts. Das "weiter so" ist der signifikante Ausdruck dieser Haltung. Die Politik braucht das Volk nicht mehr. Sie kann allein entscheiden. Sie ist der neue Souverän.

    Die Finanzwirtschhaft hat offensichtlich den ersten Kampf um die Systemführerschaft gewonnen. Da wittert die Politik Morgenluft und legt in der Selbstein- und ~überschätzung gewaltig zu. Gibt es dafür nachvollziehbare Gründe? Nun, bisher kann man nicht von einer angemessenen Antwort der Regierten auf das Geschehen rund um die Finanzkrise sprechen. Während die Politik im Separee an einem nicht mehr national verfassten Europa ohne demokratische Legitimation zimmert - frei nach dem Wahlspruch "divide et impera" - gibt es keine ernst zu nehmende Gegenbewegung, die mit dem klaren Bekenntnis zum "Wir sind das Volk" einen Gegenpol darstellen könnte.

    Wir erleben also jetzt die Geburt eines neuen Klassenkampfs, den die herrschende Klasse mit der Ablösung des bisherigen Souveräns eingeleitet hat. Das kann kaum prägnanter ausgedrückt werden, als in der aktuellen Krise, in der mit der Installation des ESM ein erstes unübersehbares Zeichen gesetzt werden wird. Die Begleiterscheinungen sind:

    + Gleichschaltung der politischen Parteien
    + Erosion der parlamentarischen Kontrollfunktionen
    + Offene Mißachtung des Verfassungsgericht, das zunehmend ( aber unvollkommen ) die Kontrollfunktionen des Parlaments übernimmt
    + Unverhohlene Einflußnahme auf die politische Aueinandersetzung in Partnerstaaten.
    + Mißachtung jeglichen allgemein anerkannten politischen Anstands.

    Den führenden Vertretern der Politik ist dieser absolute Bruch mit der eigenen Bevölkerung offensichtlich nicht bewusst, denn sie riskieren hier tatsächlich den Ausbruch offenen Aufruhrs und somit den Niedergang eines ganzen Systems, zu deren Profiteuren sie unzweifelhaft gehören. "Wir sind das Volk" wird in kurzer Zeit wieder skandiert werden. Dann aber geht es nicht um Stuttgart, sondern wie schon einmal um ein ganzes System.
    Sie haben es auf den Punkt gebracht.
  2. #721

    @hebru

    Zitat von hebru Beitrag anzeigen
    Wie wäre es, wenn da TAUSENDE hingingen und während der Intonation seines Abschiedsliedes (er hat angeblich "Ebony and Ivory" ausgewählt) sich das GESAMTE Puplikum demonstrativ umdreht und ihm zumindest den Rücken besser noch den blanken Hintern zudrehte ???
    Besser kann man nicht demonstrieren, was man von dieser verkommenen Kaste / erbärmlichen Show hält.... Ich bin dabei !!!
    Darauf beanspruche ich das Copyright - grins

    siehe Beitrag 488
  3. #722

    anscheinend

    will er den Rest seines Lebens hören wie abstossend und falsch sein Verhalten ist.

    Denke, das wird zur Folge haben, dass alle Politikerbezüge und -privilegien genauestens untersucht und angepasst werden.

    Regelmäßige Demos. Und zwar um zu zeigen, dass Selbstbedienermentalität und Kuscheln mit der Wirtschaft, um sich persönlich zu bereichern vom Wähler nicht toleriert wird. Vorschlag an die Internetgemeinde: Wikis einrichten und Bezüge, Verbindungen und politisches Verhalten von Politikern transparent machen und so mögliche Zusammenhänge und Überversorgungen offenlegen.
  4. #723

    Zitat von Baghira08 Beitrag anzeigen
    Darf ich kurz daran erinnern: Der Ehrensold und das Büro werden auf LEBENSZEI gestellt... danach braucht die Mitarbeiterin / der Mitarbeiter im Regelfall keinen Job mehr... das Risiko ist also insgesamt für einen Referenten jenseits der 35 überschaubar...
    Ja,richtig und er wird sich vor Bewerbern kaum retten können,denn Jobsicherheit und Einkommen sind garantiert.

    Ganz wichtig ist, er muß Linientreu sein und vom Grunde her korrupt, sowie ohne moralische Skrupel sein.
    Ein richtiger leibhaftiger Kalfaktor mit Schmiss.

    Von dieser Sorte gibt es genügend.
  5. #724

    Stimme Ihnen insofern zu, wozu braucht ein Ex das?

    Zitat von schupfeli Beitrag anzeigen
    Der Mann lässt nichts aus. Und die Begründung ist sehr originell! Nicht etwa, weil es eine sachliche Notwenigkeit gäbe, sondern weil die anderen es auch haben. Erinnert mich an den Kindergarten: ich will auch so ein Schüppchen haben.
    Kann mir übrigens jemand erklären, warum ein Ex-Bundespräsident einen D i e n s twagen, einen Fahrer, ein Büro und eine Bürokraft braucht?
    Man sollte diese Kosten Frau Merkel anlasten, die ja den Herrn Wulff unbedingt ins Amt hieven musste.
    Aber, das gilt dann ja wohl auch für die anderen Bundespräsidenten! Wenn man schon anfängt sich darüber Gedanken zu machen, dann aber auch richtig. Büro und Personal, Dienstwagen, Fahrer und auch noch Personenschutz (der ja aus einem ganz anderem Topf bezahlt wird). Hier geht ja wohl einiges in die völlig falsche Richtung. Die Bevölkerung ist aufgerufen, gegen dieses anmassende Verhalten von Politiker anzugehen!
  6. #725

    Zur Verteidigung seiner körperlichen Unversehrtheit

    braucht Wulff von allen Vergünstigungen, die ihm hinterher geworfen bekommt, am dringendsten die Leibwächter, um seine körperliche Unversehrtheit vor des Volkes Zorn zu schützen.

    Verdient hat er diesen Schutz nicht!
  7. #726

    amt beschädigt

    Zitat von benutzer10 Beitrag anzeigen
    Nur darum geht es, ich stimme Ihnen zu. Sich an Wulff abzuarbeiten darüber, dass er so ist, wie er ist, geht am Thema völlig vorbei.

    Er ist in dieses Amt gebracht worden, OBWOHL er so ist, wie er ist. Und der Zorn darüber geht nicht Richtung Wulff.
    *** richtig: ursächlich hat merkel schon vor 2 jahren sehenden auges (jeder wusste dass wulff eine denkbar schlechte wahl war) und wg. innerparteilichen konkurrenzkämpfen/taktischen erwägungen das amt des bp beschädigt, indem sie wulff! dafür ausgewählt hat. diese art der kandidatenfindung (was hilft mir?) im gegensatz zu (was ist gut für das land?) ist klar merkels versagen bei dieser angelegenheit. sie hat das amt damit zum abstellgleiss degradiert und DAS ist jetzt dabei beinahe folgerichtig herausgekommen. enttäuscht bin ich aber auch von der rolle der abtauchenden opposition.
  8. #727

    Hallali

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Zusätzlich zu den 199.000 Euro Ehrensold könnte Christian Wulff die Steuerzahler künftig weitere 280.000 Euro im Jahr kosten: Nach SPIEGEL-Informationen will der ehemalige Bundespräsident das gleiche Recht wie seine Vorgänger - und fordert ein Büro inklusive Mitarbeiter.

    Ex-Bundespräsident: Wulff will Büro und Mitarbeiter für 280.000 Euro im Jahr - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Politik
    Einfach nur charakterlos dieser Herr Wulff .
    Blasen wir weiterhin zum „ Hallali „ .
    Dieser Mensch versteht nur eine Sprache – Druck.

    Am besten es wird ein Verfahren eröffnet und
    mindestens eine Bewährungsstrafe verhängt.

    Das ist einfach zuviel für den Durchschnittsbürger.
  9. #728

    Der Bürgerprotest muß sichtbar werden

    Zitat von hasekater Beitrag anzeigen
    Diese E.mail habe ich an das Büro der Bundeskanzlerin (Frau Carsten gesandt), die Antwort darauf war mit Verweis auf das Bundespräsidialamt nur peinlich. Die Ursprungsmail stelle ich Interessenten gern zur Verfügung....

    Ich habe diese E.mail gleichzeitig an die von Ihnen benannte Adresse des Bundespräsidialamtes sowie an einschlägige Medien versandt.

    Danke
    Hoffe, dass Ihrem Beispiel von weiteren Bürgern gefolgt wird. Auch ich habe mit Hinweisen auf die nicht stichhaltige rechtliche Begründung des Bundespräsidialamtes zu den angeblich politischen Gründen des Rücktritts eine ähnliche Aktion durchgeführt.

    Je mehr Bürger den Mut fassen, sich per E-Mail an Politiker/Medien zu Wort zu melden, ("E-Mail Demonstration"), desto mehr Hoffnung bleibt, dass Politiker die Bürgermeinung nicht nach altbekannter Weise weiter ignorieren können.

    "Zarte" Hoffnung, aber besser als der vollständige Verlust derselben.
  10. #729

    "Aus dem Amt gejagt"

    Zitat von HeCaRe Beitrag anzeigen
    Wer zeigt diesem Menschen endlich einmal seine Grenzen auf?
    Aus dem Amt gejagt zu werden reicht anscheinend nicht.
    ist eindeutig ein politischer Grund ;-)