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Ex-Boxer Charly Graf: "Es ist nie zu spät, etwas richtig zu machen"

NDR/ Herbert MehrensCharly Graf war Boxprofi und Rotlichtgröße, Deutscher Meister und Knast-Kumpan des früheren RAF-Terroristen Peter-Jürgen Boock. Er war ganz unten, hat sich herausgekämpft - ganz oben hielt es ihn nie lange. Eine Annäherung.

http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,837588,00.html
  1. #1

    ..

    was ich bei derlei Geschichten, so gut/traurig sie auch sein mögen sehe, ist das es sehr gefeiert wird wenn jemand aus dem Schlamassel heraus kommt. Wenn er es selber schafft. Solche Leute werden zu leuchtenden Beispielen ernannt, besonders wenn sie sich dann noch sozial engagieren.

    schön schön...

    Viel besser und ehrbarer sind m.E. diejenigen, die sich gar nicht erst etwas zu Schulden kommen lassen, die nicht andere über den Tisch ziehen, kriminell werden und ihr Leben riskieren.

    Auch in diesem Artikel werden seine schlechten Seiten von damals eher nebensächlich erwähnt. Viel interessanter als die Entwicklung des Übeltäters selbst ist doch was aus seinen Opfern geworden ist. Aber nein, die werden nicht wirklich erwähnt, aber er ist toll weil er sich losgesagt hat. Im Grunde zieht er immer noch Gewinn aus seinen damaligen Taten.

    also, alles schön für ihn, aber eine großartige Leistung ist es dennoch nicht.
  2. #2

    Zitat von every_day Beitrag anzeigen
    was ich bei derlei Geschichten, so gut/traurig sie auch sein mögen sehe, ist das es sehr gefeiert wird wenn jemand aus dem Schlamassel heraus kommt. Wenn er es selber schafft. Solche Leute werden zu leuchtenden Beispielen ernannt, besonders wenn sie sich dann noch sozial engagieren.

    schön schön...

    Viel besser und ehrbarer sind m.E. diejenigen, die sich gar nicht erst etwas zu Schulden kommen lassen, die nicht andere über den Tisch ziehen, kriminell werden und ihr Leben riskieren.

    Auch in diesem Artikel werden seine schlechten Seiten von damals eher nebensächlich erwähnt. Viel interessanter als die Entwicklung des Übeltäters selbst ist doch was aus seinen Opfern geworden ist. Aber nein, die werden nicht wirklich erwähnt, aber er ist toll weil er sich losgesagt hat. Im Grunde zieht er immer noch Gewinn aus seinen damaligen Taten.

    also, alles schön für ihn, aber eine großartige Leistung ist es dennoch nicht.
    Das sehe ich anders wie Sie. Er wurde in eine Umgebung hinein geboren, in der sein jugendliches Verhalten "normal" war. Da heraus zu kommen, mit den Knasterfahrung im Rucksack, ist eigentlich unmöglich. Nebensächlich? "Hochgradig asozial" sind G.´s Worte. Was kann man da noch drauf setzen?

    Ich bin selbst Mannheimer und bekomme den von ihm eingeschlagenen Weg seit Jahren mit, und ich kann nur sagen: Hut ab!!!

    Charly Graf, eine Mannheimer Ikone!!!
  3. #3

    Das hört sich mal wieder...

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Charly Graf war Boxprofi und Rotlichtgröße, Deutscher Meister und Knast-Kumpan des früheren RAF-Terroristen Peter-Jürgen Boock. Er war ganz unten, hat sich herausgekämpft - ganz oben hielt es ihn nie lange. Eine Annäherung.
    Boxer Charly Graf: Das Leben des früheren deutschen Meisters - SPIEGEL ONLINE
    nach einer richtig guten Dokumentation an. Nur leider halte ich das Sendekonzept der ARD für kontraproduktiv, ja fahrlässig.
    Unter der Woche werden solche guten Produktionen um 23:45 (!!!) gesendet. Welcher normale Mensch hat denn die Zeit sich dann noch vor den Fernseher zu setzten. Da kommt man doch erst um 1 Uhr ins Bett.
    Ich finde es sehr schade, dass die hochqualitativen Dokus auf diesen Sendeplatz geschoben. Warum nicht wieder um 21 Uhr?
    Davor etwas seichtes Abendprogramm, danach politisches/Verbraucher- Magazin und Tagesthemen.
  4. #4

    kurze Anmerkung:Charlie arbeitet nicht als Sozialarbeiter-sprich er hat keinen Studienabschluß oder ähnliches. Er selbst nennt sich nur so. Schade, dass dies so undifferenziert übernommen wird. Charlie ist ein netter und gutmüdiger Kerl, aber aus eigener beruflicher Erfahrung (mit ihm) kann ich berichten, dass die Arbeit mit ihm und Jugendlichen oft zusätzlicher (fachliche) Unterstützung benötigt. Er hat es selbst sehr schwer und ist oft (bei seiner Arbeit), auch überfordert.
  5. #5

    @lensenpensen: wer ist denn heutzutage noch auf feste programmzeiten angewiesen? die doku wird es nach ausstrahlung garantiert in der ARD mediathek geben.. (unter reportagen & dokumentationen)
  6. #6

    Zitat von frank4finger Beitrag anzeigen
    kurze Anmerkung:Charlie arbeitet nicht als Sozialarbeiter-sprich er hat keinen Studienabschluß oder ähnliches. Er selbst nennt sich nur so. Schade, dass dies so undifferenziert übernommen wird. Charlie ist ein netter und gutmüdiger Kerl, aber aus eigener beruflicher Erfahrung (mit ihm) kann ich berichten, dass die Arbeit mit ihm und Jugendlichen oft zusätzlicher (fachliche) Unterstützung benötigt. Er hat es selbst sehr schwer und ist oft (bei seiner Arbeit), auch überfordert.
    Wenn schon kleinkariert dann aber bitte richtig...
    Sozialarbeiter ist jeder der in diesen Bereichen tätig ist und kann sich auch als solcher bezeichnen.
    Was anderes ist es mit einem "staatlich anerkannten Sozialarbeiter". Das allein ist eine geschützte Berufsbezeichnung.

    Btw.: Zeigen Sie mir einen einzigen Sozialarbeiter, ob nun anerkannt oder nicht, der nicht bei seiner Arbeit überfordert wäre.
  7. #7

    @signaturen

    Dies ist nicht richtig. Nicht jeder der mit Kindern/Jugenlichen irgendwie "arbeitet"ist Sozialarbeiter. Richtig ist, dass dieser Begriff nicht geschützt ist, jedoch assoziiert man im allgemeinen damit,eben den staatlich anerkannten Sozialarbeiter. So wirkt es doch zumindest irritierend, wenn dieser Begriff, dann so für die eigene Tätigkeit verwendet wird. Mit überfodert meine ich nicht die Arbeitsbelastung an sich, sondern dass ich (während meines Praxissemesters an der gleichen Schule)Herrn Graf quasi im Auftrag des Rektors
    mit beaufsichtigen musste, damit "niemand verletzt wird" oder "verloren geht".
  8. #8

    Prinzipiell...

    Zitat von lasterfahrer Beitrag anzeigen
    @lensenpensen: wer ist denn heutzutage noch auf feste programmzeiten angewiesen? die doku wird es nach ausstrahlung garantiert in der ARD mediathek geben.. (unter reportagen & dokumentationen)
    Natürlich ist mir die Mediathek bekannt und ich weiß sie auch zu nutzen.
    Es ging mir natürlich bei meinem Post auch darum, das Sendekonzept als solches zu kritisieren.
    Wenn sich ARD & ZDF eben auch darauf berufen, sie seien durch ihren "Informations- und Bildungsauftrag" dazu legitimiert entsprechende Gebühren zu erheben, dann sollten sie Information und Bildung auf einen prominenteren Platz setzen. Und nicht kurz vor Mitternacht "verklappen".
    Vor allem weil viele Dokus so eine Qualität aufweisen, dass sie es verdient hätten auch zur "Prime-Time" zu laufen.
  9. #9

    manipulation im boxsport

    diese sendung in der ard hat mich geschockt, aber auch tief berührt. charly graf hatte wirklich keine reale chance als neger zur damaligen zeit. er wurde nach strich und faden beschissen, nur weil er eine braune hautfarbe hat. classen hat ihm die medailie für den deutschen meister zurückgeben, so wie er sie damals eben auch verdient hätte. dies wirft kein gutes licht auf den sauerland stall, und es gilt es zu hinterfragen, wieviele ergebnisse wilfried sauerland mit seinem einfluss manipuliert hat.


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