Forum: Blogs
Ex-Barclays-Manager packt aus: Diamond soll Zins-Manipulation angeordnet haben
APIn der Affäre um manipulierte Libor-Zinsen hat ein ehemaliger Mitarbeiter der britischen Bank Barclays den zurückgetretenen Chef Bob Diamond schwer belastet. Die Trickserei hatte offenbar System - die Anweisungen dazu kamen von ganz oben.
http://www.spiegel.de/wirtschaft/unt...844761,00.html
- #1 17.07.2012 07:36 von
Ackermann & Co.
gehören in den Knast wie Madoff der bekam für sein Schneeballsystem 150 Jahre was ist der Libor Zins anderes.
Die Investoren wurden geschädigt und der Kleine Deutsche der jetzt auch noch diese Banken retten soll.
Verkehrte Welt. Ackermann & Co. gehören in den Knast und das für lange Zeit. - #2 17.07.2012 07:51 von
Verniedlicht
Zins-Manipulation - das klingt irgendwie harmlos, fast niedlich. Die Zinsen steigen und fallen dauernd, was schadet da schon ein bisschen Manipulation bei den Werten hinterm Komma? Tatsächlich ist diese Manipulation krimineller als die Mafia und sollte so bezeichnet werden: Kapital-Verbrechen. Hier passt der Begriff mal zu 100 Prozent!
- #3 17.07.2012 08:02 von
Markt*GESETZE*!!!
Diese ganze Geschichte reicht aus, um das Gerede von den "ehernen Markt*GESETZEN*, an denen niemand vorbei könne (H. W. Sinn, z. B.) als das zu entlarven, was sie sind: Waffen im Kampf der Finanzwelt (un d derer, die von ihr profitieren) gegen den Rest der Gesellschaft. Wer immer noch nicht begriffen hat, wie Recht B. Brecht mit seinem Diktum über die Gründung einer Bank hatte, dem ist nicht zu helfen.
- #4 17.07.2012 08:15 von
Finazkapital
Das ist nicht die Tat eines Einzelnen, es ist geboren durch die Allmacht des Finanzkapitals und es scheint so als könnte es keiner mehr kontrollieren.
Aber das haben Philosophen und Ökonomen schon vor weit 150 Jahren beschrieben dass es soweit kommen wird.
Keiner wollte sich damit wirklich auseinandersetzen und haben das nur als Spinnereien abgetan.
Wir können uns doch umschauen wo wir wollen, in allen Teilen der Welt hat fast ausschließlich nur noch das Finanzkapital das Sagen und sie entscheiden wie die Welt vorangeht.
Dabei stürzen sie alles in der Ruin, nur wenn sie einen schellen €uro/Dollar dabei gewinnen können.
Manipulationen und spekulieren ist das was sie als einzigstes können, das schafft zwar keine Wertschöpfung, dafür aber viel Leid und Elend.
Es ist nicht nur eine Bank dabei vertreten, auch viele andere machen dabei gerne mit, denn sie alle haben keinen Verstand und von einem Gewissen kann man erst gar nicht sprechen.
HR - #5 17.07.2012 08:27 von
Märchen
gibt es tatsächlich jemanden, der glaubt, dass Manipulationen an so einem bedeutendem Instrument auf die Idee von irgendwelchen Angestellten aus dem mittleren Führungsmanagement stammen? Dass diese das umsetzen "dürfen" ist klar; aber die ANweisung kommt von woanders. Darüber wird man wohl auch selten oder nie etwas schriftliches finden (außer da war tatsächlich mal jemand ungeschickt; was bei diesen Eliten aber leider sehr selten vorkommt)
- #6 17.07.2012 08:27 von
Die Gier, die Macht und die globalen Banker
"Gier" - oder im psychologischen Sinne „Selbstbereicherung“ - ist eine Facette des Machtbedürfnisses (oder Einflußbedürfnisses), das in jedem Menschen von Natur aus vorhanden ist. Dieser Machtantrieb wird in der gesunden Psyche durch einige andere natürliche Antriebe ausbalanciert, die in eine andere Richtung drängen, insbesondere durch das Bedürfnis, den Mitmenschen keinen Schaden zuzufügen und die Regeln der Gemeinschaft nicht zu verletzen (Konformitätsbedürfnis).
Nun gab es und gibt es immer Menschen, die von Natur aus und durch ihre Erziehung bedingt einen viel stärkeren Machtantrieb besitzen als andere. Das ist an sich weder gut noch schlecht und die Gesellschaft bietet diesen Menschen in vielen Bereichen (z. B. im sportlichen oder beruflichen Bereich) legale Möglichkeiten sich "auszutoben".
Der Haken an der Sache ist, dass sich der Machtantrieb im Kern nur um sich selbst dreht (Macht um der Macht willen) und sich von ganz alleine immer weiter in die Höhe schraubt, und damit konformes Verhalten immer schwächer wird, wenn er gesellschaftlich nicht strikt eingehegt wird.
Das Ausleben des inneren Machantriebs hängt auch ab von Gelegenheiten der Umwelt/Situation. Je mehr Macht oder Einfluss eine Funktion oder Position erlaubt, desto anfälliger macht sie auch dafür, Macht ungehemmt auszuleben, sich über die Regeln der Gemeinschaft hinwegzusetzen und Schäden für andere billigend in Kauf zu nehmen.
Das rohe Ausleben von Macht, das ungehinderte Schwelgen in eigener Größe und Stärke, verbunden mit ungehemmter Selbstbereicherung kann man prototypisch an allen Diktatoren der Menschheitsgeschichte studieren.
Geld ist DAS Symbol und DAS Mittel für Macht und Einfluß. Und deshalb zieht gerade der Bereich der Finanzwirtschaft die Machthungrigen wie magisch an. Junge Leute, die nichts anderes im Sinn haben, als irgendwann einmal „on top of the world“ zu sein. Das Bewegen von Milliarden macht diese Menschen „high“. Sie berauschen sich an ihrer eigenen „Größe“ und „Bedeutsamkeit“. Der globale Finanzsektor ist voll von Leuten, die kein anderes Ziel verfolgen, als noch größer und noch mächtiger zu werden. Die gesellschaftlichen Regeln einzelner Länder sind bei diesem Spiel lediglich Störfaktoren, mögliche Schäden für Menschen in einzelnen Ländern oder in ganzen Weltregionen werden billigend in Kauf genommen.
Der große historische Fehler der westlichen Politik ist es, ihre eigene Macht zurückgenommen, die Zügel für dieses Treiben gelockert und zum Teil ganz weggeworfen zu haben.
Die Situation, in der wir uns jetzt befinden, ist gewiß nicht einfach. Aber es bleibt der Politik nur genau ein Weg übrig, der von ihr früher oder später begangen werden muss. - #7 17.07.2012 08:31 von
- #8 17.07.2012 08:36 von
Wie immer
haben Sie Recht!
Wundert uns das, dass skrupellose Zocker sich so verhalten?
Nein, das wundert uns nicht.
Was mich aber nicht nur wundert, sondern ebenso zornig wie hilflos zurücklässt, ist, dass die Politik diese Bande weiter gewähren lässt und sich mit diesem Pack gemein macht. - #9 17.07.2012 08:37 von
Schäuble und Diamond warnen vor Verwerfungen!
"Zuvor hatte bereits Diamond selbst angedeutet, die Bank of England könnte die Manipulationen geduldet haben, um Verwerfungen an den Finanzmärkten zu vermeiden. Laut Dokumenten der US-Notenbank Fed haben die amerikanischen Aufseher ihre britischen Kollegen bereits 2008 vor Manipulationen beim Libor gewarnt."
Gibt es da Absprachen und Anleitungen unter den Bankstern und ihren Befehlsempfängern in den Regierungen zur Kommunikation mit der Öffentlichkeit?
Die aktuellen Top-Themen
Antworten / Zitieren


