Jetzt kommen sie alle aus ihren Löchern. Etwas spät. Hätte diese Reue auch stattgefunden ohne einen überführten Armstrong?
Getty ImagesNächstes Geständnis im Dopingskandal um Lance Armstrong: Matt White hat zugegeben, als Fahrerkollege des Superstars beim früheren US-Rennstall US Postal gedopt zu haben. Derweil hat der bereits überführte Dopingsünder Tyler Hamilton die UCI im Fall Armstrong erneut schwer belastet.
http://www.spiegel.de/sport/sonst/ex...-a-861158.html
Jetzt kommen sie alle aus ihren Löchern. Etwas spät. Hätte diese Reue auch stattgefunden ohne einen überführten Armstrong?
... wenn er das jetzt zugibt (müsste er ja nicht). Es gibt offenbar Fahrer, denen es peinlich, was sie taten. Darin unterscheiden sie sich von vielen, die sogar im BT sitzen, gelt Herr Gysi?
Ich denke mit dem zeitlichen Abstand, dem Ende des psychischen Drucks
und finanziellen Abhängigkeit lässt sich das erklären, das hat für mich so etwas wie den Domino Effekt, fällt der erste, fallen alle!
Für mich ist das glaubhaft und nachvollziehbar, vor allem weil ich bei den späten Bekennern den Druck nicht sehe noch etwas zu verheimlichen, die aktive Zeit ist beendet!
Das ist Wunderbar, endlich geben es alle zu. Das Beste ist, dann auch noch jeder gegen jeden. Jungs auf den Drahteseln macht weiter so. Der ganze Rad-Profi-Sumpf muss auffliegen. Das freut mich, aber für mich leider viel zu Spät. Nie wieder schaue ich in eure geheuchltren Gesichter von Schmerz und harten Kampf in den Bergen an. Radsport ist tot. Wenn man es neu erfinden könnte, wäre es wieder zu akzeptieren. So nie und nimmer...Die größten Sportbetrüger sitzen auf Rennräder.
Warum ist dieser Betrüger noch nicht angeklagt?
Jedweder Fan kann das machen, auch jedweder Sponsor.
ist übrigens der verlinkte Bericht, sowie die zusätzlich bereitgestellten eidesstattlichen Erklärungen der Zeugen. Da gewinnt man einen tiefen Einblick, wie die Dinge generell abliefen, wenn ein neuer Fahrer zum System Armstrong dazustieß. Auch war da sicher nicht jeder skrupellos, höchstens alternativlos. Persönlich macht mich die Verstrickung der Funktionäre eigentlich am meisten betroffen. Hein Verbruggen z.B. ist heute noch hochrangiger (und sicherlich gutdotierter) Sportfunktionär, fällt in den Zeugenaussagen aber eigentlich nur durch Beteiligung an der Verschwörung auf.
Das können nur Leute schreiben, die keine Ahnung vom Leistungssport haben. Von den 11 Goldmedaillen in London, war eine aus dem Radsport (Teamsprint der Frauen).
Falvio Briatore (Formel 1) ist lebenslang gesperrt worden, nachdem rauskam, dass er den Grand Prix in Singapore manipuliert hatte. Durch eine Crash seines zweiten Fahrers, Nelson Piquet Jr., wurde Fernando Alonso "Überraschungssieger". Dem Team Toyota hat dieser Crash Millionen gekostet, weil sie in der Team-Wertung abrutschten. Im Jahr 1995 war Briatore schon mit Tricksereien am Auto von Michael Schumacher (u.a. Bodenplatte in Spa) aufgefallen.
Die Chinesen lieben Wetten und Glücksspiel. Deshalb sind die Chinesischen Ligen uninteressant, weil der Sieger schon im Wettbüro feststeht. Deshalb lockt man gerne Stars aus den Europäischen Top-Ligen, die sich für "Peanuts" nicht manipulieren lassen.
An den Erfolgen von Carl Lewis bestehen mittlerweile auch Zweifel. Bei den "Trials" 1988 (Qualifikation für die Olympiade in Seoul) wurden bei ihm drei verbotene Substanzen gefunden. Ironischerweise ging Ben Johnson als erster, großer Dopingfall in die Sportgeschichte ein. Im Gegenzug erhielt Carl Lewis die Goldmedaille über 100 m - irgendwie auch ironisch.