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Evolutionsbiologie: Warum Männer früher sterben sollten

Warum nur leben Männer fast so lang wie Frauen? Aus Sicht der Evolution werden sie viel zu alt - ab einem bestimmten Alter sie sind in monogamen Gesellschaften einfach nutzlos. Omas dagegen braucht man immer: Sie sorgen für gesündere Enkel.

http://www.spiegel.de/wissenschaft/m...497320,00.html
  1. #1

    se gibt viele Dinge zwischen Himmel und Erde,

    die wir bisher nicht verstehen. Soweit ich die Evolutionsbiologie bisher verstanden habe, optimiert sich das System selbst. Wenn es also keine Vorteil für die Art Mensch gäbe, Männer so lange leben zu lassen, dann wäre dies aus evolutionsbiologischer Sicht schon lange korrigiert worden. Dass die Forscher/innen den Grund bisher nicht gefunden haben, liegt nicht an der Evolutionsbiologie und nicht an den Männern/Opas.
  2. #2

    Das Gute siegt über die Nülpen;o)

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Warum nur leben Männer fast so lang wie Frauen? Aus Sicht der Evolution werden sie viel zu alt - ab einem bestimmten Alter sie sind in monogamen Gesellschaften einfach nutzlos. Omas dagegen braucht man immer: Sie sorgen für gesündere Enkel.

    http://www.spiegel.de/wissenschaft/m...497320,00.html
    Die Evolution kann ja nicht in die Zukunft schauen und weil hin und wieder doch ein netter Opa auf der Welt ist, kann man nicht alle ausmerzen, so zu sagen vorsichtshalber. So retten einige nette Opas Millionen und aber Millionen von Nülpen das Leben;o).

    MfG. Rainer
  3. #3

    Jäger und Sammler in urzeitlichen Wäldern...

    Wer, so möchte ich etwas polemisch fragen, sichert eigentlich das Überleben der Evolutionsbiologen? Ich habe den vagen Verdacht, dass es nicht ihre Forschungsergebnisse sind. Diese Steinzeitperspektive, mit der Phänomene betrachtet werden (Verbreitung der Gene etc.), kommt mir, ehrlich gesagt, nicht sehr hilfreich vor. Das Besondere am Menschen ist ja gerade, dass er - trotz weitgehender Konstanz des genetischen Materials - einen "kulturellen Überbau" entwickelt hat, der große Bedeutung erlangt hat und unsere genetische Disposition relativiert. Dies alles scheinen die Damen und Herren Evolutionsbiologen aber geflissentlich auszublenden. Sich schnell wandelnde politische und wirtschaftliche Strukturen, dynamische gesellschaftliche Sicherungssysteme, veränderte Rollenmuster, neue Familienstrukturen usw. - wie wär's mit einem Blick darauf? Nö, brauchen wir nicht, wir zählen die Zahl der Enkel und werten dies schlicht als "Erfolg". Nach dieser Logik ist dann die deutsche Gesellschaft eine erfolglose Gesellschaft (wenig Babys), und wir sollten einen Blick nach Indien werfen, um deren Erfolgsrezepte zu kopieren. Diese eindimensionale Betrachtung der Mann-Frau-Thematik mit Kennwerten der Steinzeit empfinde ich schlicht als irrelevant.
  4. #4

    Was ist mit solchen Informationen zu tun?

    Wie aber sollte die Gesellschaft mit dem Ergebnis eines solchen Forschungsberichts umgehen:
    Die kranken Opas durch den "sanften Entzug" von Krankenversicherungsleistungen und deren gesunde Exemplare durch "Abschöpfung und Verwertung" dezimieren
    oder
    das Undenkbare denken und sich von der Monogamie endgültig offiziell verabschieden.
    Warum sollten Familien nicht dem Modell von Firmen folgen können und in sich mit mehrheitlicher Zustimmung der gegenwärtigen Partner beliebig viele neue Partner aufnehmen können? Staatlicherseits werden sie ja ohnehin schon lange als reine Versorgungsgesellschaften betrachtet.
  5. #5

    Ausgefülltes Sommerloch?

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Warum nur leben Männer fast so lang wie Frauen? Aus Sicht der Evolution werden sie viel zu alt - ab einem bestimmten Alter sie sind in monogamen Gesellschaften einfach nutzlos. Omas dagegen braucht man immer: Sie sorgen für gesündere Enkel.

    http://www.spiegel.de/wissenschaft/m...497320,00.html
    Ich fürchte, Ihnen macht das Sommerloch zu schaffen. Die Aussage, Männer seien ab einem bestimmten Alter nutzlos, passt man gerade so hinein ins Sommerloch - fast aber ist es schon zu klein für solch groben Unfug.

    Gruß DELAN
  6. #6

    Wieso Gene?

    Mit einem kleinen Augenzwinkern möchte ich die Diskussion ergänzen. Schon seit ich ein kleiner Junge war, habe ich mir die Frage gestellt, weshalb Frauen im Schnitt fünf, sechs Jahre älter werden als Männer. Meine höchstwissenschaftlichen Untersuchungen zu diesem Thema haben schließlich, abweichend von den finnischen Erklärungen zur Evolution, folgendes ergeben:
    Die Mehrheit der Menschheit ist trotz vereinzelter Abweichungen heterosexuell orientiert. Und auch wenn die partnerschaftliche Treue variabel ausgeprägt sein sollte, so ist es doch so, dass wir mehrheitlich mit einem Partner des anderen Geschlechts zusammen leben.
    Diese Tatsache birgt die Lösung des Problems bereit in sich. Da Frauen mit Männern zusammen leben, die, wie wir seit Mario Barth wissen, in der Regel primitiv aber glücklich sind, erfahren sie, wie leicht diese zu berechnen sind und wie ausgeglichen das Leben mit ihnen verläuft. Folglich bedeutet dieses gemeinsame Leben mit uns kaum Stress für das etwas schönere Geschlecht. Was Wunder also, dass sie ein gesegnetes Alter erreichen? Dem Manne sei Dank!

    Aber wie ist es umgekehrt? Als Heteromänner leben wir in aller Regel mit einer Frau zusammen. Aber ist diese Partnerschaft vergleichbar mit dem komplikationslosen Zusammenleben mit einem primitiven aber glücklichen Manne?
    Ich behaupte nein. Das Leben mit einer Frau ist zwar schon allein aufregend wegen der biologischen Reize dieses Geschlechtes. Die Krönung aber erfährt diese Aufregung durch die vielen zwiegespaltenen Facetten des weiblichen Wesens. Für einen Mann bedeutet dies höchste Anforderungen an seine Anpassungsfähigkeit (und bei manchen unseres Geschlechts ist diese nicht so ausgeprägt). Zugleich muss er in seiner Partnerin lesen, sie (hoffentlich richtig) interpretieren, deuten, voraus ahnen, um Fehlverhalten (in den Augen der Partnerin) zu vermeiden. Man(n) nimmt dies in Kauf, weil diese Aufregung in Teilen auch einen angenehmen Thrill erzeugt. Gleichzeitig bedeutet sie aber auch, regelmäßig widerfahrend, einen nicht unerheblichen, dauerhaften Stress. Diesem Stress muss unser Geschlecht dann leider mit einer geringeren Lebenserwartung Tribut zollen. Aber seien wir ehrlich: Der Spaß, den uns dies alles bis zu unserem früheren Ende bereitet, ist uns die Sache, Verzeihung, dieses Geschlecht allemal wert.
    Es tut mir leid, liebe finnischen Evolutionsforscher, aber Ihr seid auf der völlig falschen Spur!
  7. #7

    Unterirdisch

    Wer ernsthaft die finnische Gesellschaft im 18. und 19. Jahrhundert, sowie die deutsche und japanische vorindustrielle Gesellschaft heranzieht, um Evolutionsvorgänge zu erklären, die mehrere Millionen bzw. mehrere Hunderttausend Jahre zurückliegen und die sich unter völlig anderen Bedingungen vollzogen, dem sollte man die Forschungsgelder streichen. Der Ansatz ist ebenso unwissenschaftlich wie billig. Nur ein Argument - da die Menschen bzw. ihr evolutionären Vorgänger wohl sehr selten in die fünfziger kamen, konnte gar kein Evolutionsdruck auf diese Altersgruppe entstehen. Aber was solls - ernsthafte geisteswissenschaftliche Forschung ist doch gegenwärtig eher selten s. die Stadtforscherin, die die Bordelle erforscht, um Stadtentwicklung zu begreifen).
  8. #8

    Zweckfrei

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Warum nur leben Männer fast so lang wie Frauen? Aus Sicht der Evolution werden sie viel zu alt - ab einem bestimmten Alter sie sind in monogamen Gesellschaften einfach nutzlos. Omas dagegen braucht man immer: Sie sorgen für gesündere Enkel.

    http://www.spiegel.de/wissenschaft/m...497320,00.html
    Wer finanziert solche studien und zu welchem Zweck? Ich meine, wo ist der Erkenntnisgewinn? Daß Kindererziehung im 18. und 19. Jahrhundert überwiegend Frauensache war ist doch nicht wirklich strittig oder? Abgesehen davon, bezweifele ich, daß man allein vom Sterbedatum des Opas und der daraus folgenden Entwicklung des Kindes vernünftige Schlußfolgerungen auf den Einfluß des Opas ziehen kann.

    Das reicht ja fast schon an den Schwachsinn Börsenanalysen heran. Kaffeesatzleserei.
  9. #9

    Einseitige Betrachtung

    Das ist doch eine sehr einseitige, weibliche Sicht der Evolution. Als ob die Reproduktion das einzig wichtige ist. Und also ob die Evolution Monogamie überhaupt berücksichtigt. Der ganze Ansatz der Studie ist doch an den Haaren herbeigezogen.

    Immerhin können Männer sich bis ins hohe Alter reproduzieren, was für die Evolution mindestens genau so wichtig ist, wie sich um seine Enkel zu kümmern. Die Frage sollte doch eher lauten, warum Frauen solange leben.








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