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Evolution im Zeitraffer: Blumen verlieren Schutzschild gegen Insekten
Marc JohnsonWenn Pflanzen ihre Abwehr gegen gefräßige Insekten nicht mehr brauchen, bauen sie diese einfach ab. Forscher haben jetzt gezeigt, dass die Veränderung schon innerhalb von nur drei Generationen passiert - Evolution zum Zuschauen.
http://www.spiegel.de/wissenschaft/n...-a-859626.html
- #1 05.10.2012 12:33 von
Das ist erschreckend ...
weil die Abwehrstrategie so schnell verloren geht. Wenn die Insekten zurückkommen, kann sich die Evolution nicht mehr an die schützenden Chemikalien "erinnern" und dann dauert es wahrscheinlich Jahrhunderte, bis sich der Abwehrmechanismus neu entwickelt.
- #2 05.10.2012 12:49 von
Mir faellt dazu die Produktion von Giften bei Akazien ein.Wenn ein Baum sehr angefressen wird, beginnt er Giftstoffe zu produzieren und gibt diese Information an die benachbarten Baeume weiter.Dies wurde entdeckt, als in einem eingezaeunten Wildpark,Tiere, die sich von den Blaettern dieser Baeume ernaehren,krank wurden und sogar starben.Da das Gebiet begrenzt war, hatten alle Baeume diese Stoffe produziert.Ich persoenlich halte es fuer bedenklich ,wenn der Mensch in diese natuerlichen Schutzmechanismen der Natur eingreift.
- #3 05.10.2012 13:23 von
Keine echte Evolution
Das Genmaterial dafür geht vermutlich nicht verloren, sondern wird nur inaktiv. Die Selektion mag es wieder zum Vorschein bringen.
- #4 05.10.2012 13:24 von
Use it or loose it!
Die Abwehrmechanismen verschwanden offenbar durch natürliche Selektion, die Pflanzen mit weniger stark ausgeprägten Verteidigungsfähigkeiten setzten sich in der geschützten Umgebung erfolgreich durch.
Möglicherweise ist die Entwicklung von Abwehrmechanismen mit 'Kosten' verbunden oder die Exemplare mit Abwehrmechanismen sind nicht so fruchtbar. - #5 05.10.2012 13:24 von
Hmm... hab ich mir auch schon überlegt, aber...
dazu müsste geklärt werden ob bestimmte Lebensformen zu bestimmten Mutationen tendieren.... Vielleicht ist es für die Nachtkerze im Zuge der Evolution in wenigen Schritten möglich eine Resistenz gegen bestimmte Insekten zu bilden, eine Entwicklung hin zu einem blauen Leuchten der Pflanze könnte aber wesentlich mehr Mutationen / Schritte benötigen.... die müssten den Versuch nochmal umkehren und danach nochmal mit anderen Tieren/Insekten durchführen. - #6 05.10.2012 13:34 von
- #7 05.10.2012 13:38 von
Probleme über Probleme
Dann würden sich sehr viele Nutzpflanzen wohl am liebsten wünschen, der Mensch würde niemals von der Erde verschwinden. ;)
Aber was bei Pflanzen im Zeitraffer funktioniert, das funktioniert beim Menschen ähnlich. Dem eigenen Nachwuchs mit der Flasche Sagrotan den Weg zu ebnen hat nunmal gewisse Konsequenzen in Sachen schwaches Immunsystem und Allergien. Ist mehr oder weniger nichts anderes als diese Beobachtung.
In der Natur herrscht nunmal ein immer währendes Wettrüsten und der Mensch wird niemals als Sieger daraus hervor gehen. - #8 05.10.2012 13:44 von
...
Ich bin kein Biologe, und ganz sicher kein Anhänger des Kreationsimus oder von "intelligent Design", aber ich frage mich immer, ob Evolution = Darwinismus heißen muß. Ist es nicht denkbar, daß die "blinde" Evolution ala Darwin bei manchen Lebewesen die Fähigkeit hervorbringt, eine Art "Feedback" zu entwickeln, daß die Evolution selbst steuert? Wenn eine Spezies so etwas entwickeln würde, wäre das im darwinschen Sinne doch eine excellente Methode die eigene Art zu erhalten...
Ist diese Vorstellung albern, oder gibt es da sogar entsprechende Theorien? Bin auf dem Gebiet leider ein völliger Laie... - #9 05.10.2012 13:55 von
Evolution im Sinne Darwins = das Lebewesen, was sich anpassen kann hat höhere Chancen zu überleben.
"Survival of the fittest" wird oft fälschlicherweise mit "Überleben des Stärkeren" übersetzt.
Und in diesem Sinne "reagieren" alle biologischen Organismen auf äußere Einflüsse und passen sich an. Die das nicht tun sterben halt.
Wie Carl Sagan schon mal sagte: Alles was Evolution braucht ist Zeit und der Tod.
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