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Everest-Besteiger Ueli Steck: "So viele Leute am Berg, das war wirklich krass"

uelisteck.ch Gipfelsturm ohne Fixseile und Flaschensauerstoff: Extrembergsteiger Ueli Steck war in diesem Jahr einer der Ersten, die den Mount Everest bestiegen. Der Schweizer über den Massentourismus am höchsten Berg der Welt - und warum ihm eine falsche Entscheidung fast das Leben gekostet hat.

http://www.spiegel.de/reise/fernweh/...835677,00.html
  1. #10

    Ich bin da ganz bei Ihnen...

    Zitat von alfredjosef Beitrag anzeigen
    Ich bin nicht sehr für dieses Bergsteigen /Bergwandern. Zwei gute Freunde habe ich dadurch verloren. Ich habe nachgelesen (Wiki):
    2005 in Österreich 416 Tode bei Alpinunfällen (mehr als doppelt soviele wie durch Rauschgift). Am Mount Everest bereits 216 Tode (bei 3057 erfolgreichen Besteigungen). Todesrate: 7%.

    Sowas zu verherrlichen ... finde ich daneben. Tut mir leid, so sind eben meine Erfahrungen.

    aj
    wenn beim Badeurlaub an der Ostsee mit 7% Sterblichkeit gerechnet werden müsste - das wär ein Geschrei.
    Andererseits sind das alles erwachsene Menschen, die wissen was sie tun !?
    Von einem Berg zu fallen ist für einen persönlich schlimm.

    Aber immer noch besser, als sich in der Freizeit mit einem Motorrad in einen Kleinwagen zu bohren.
    So muß der gelangweilte Mitteleuropäer sich halt seinen besonderen "Kick" suchen.
    Kommt er zurück gibts ne Diashow- wenn nicht, dann halt nen schwarzen Rand in der Lokalzeitung.
  2. #11

    Trottel??

    Zitat von levitian Beitrag anzeigen
    Doch, die Rettungsmannschaften, die diese Trottel aus dem Berg holen müssen!
    Leute wie Steck und Messner als Trottel zu bezeichnen, ist schon mehr als Selbstüberschätzung. Kommentieren Sie doch lieber Artikel über Golfen, Briefmarken sammeln oder Schnorcheln. Bitte.
  3. #12

    Egal mit oder ohne Unterstützung das ist schon eine tolle Leistung so ein Gipfel zu bezwingen um nur einige Augenblicke zu verweilen.

    Wer nucht gerade toll wie tollwütig ist kann seine Zeit sicher besser verwenden. Zumal den besten Ausblick nicht der Gipfel bietet sonder ein gutes Stück darunter gegenüber.

    Habe ich aus googleearth selbst gesehen, ganz ohne Sauerstoffzelt und Scherpas.
  4. #13

    Zitat von alfredjosef Beitrag anzeigen
    Ich bin nicht sehr für dieses Bergsteigen /Bergwandern. Zwei gute Freunde habe ich dadurch verloren. Ich habe nachgelesen (Wiki):
    2005 in Österreich 416 Tode bei Alpinunfällen (mehr als doppelt soviele wie durch Rauschgift). Am Mount Everest bereits 216 Tode (bei 3057 erfolgreichen Besteigungen). Todesrate: 7%.
    Zum Glück endet nicht jede erfolglose Besteigung mit dem Tod. Meines Wissens gab es bis 2006 etwa 14.000 Bestechungsversuche. Das ergibt bei 216 eine Todesrate von ca. 1,5%. Immer noch hoch, aber nicht mehr ganz so erschreckend.

    Ja, Bergsteigen ist lebensgefährlich. Trotzdem würde ich nicht darauf verzichten. Ich gebe zu, für die Hinterbliebenen ist der Tod schwerer als für den Umgekommenen selbst. Dennoch sollte das jeder für sich entscheiden dürfen.
  5. #14

    jannu

    Zitat von jannu Beitrag anzeigen

    Dass sich andere Menschen ständig anmaßen müssen zu urteilen, was andere dürfen und was nicht...
    Die dürfen doch, bloß soll keiner rumheulen, wenn es schiefgeht!
  6. #15

    Die meisten Beiträge in dieser Diskussion sind typisch für unsere vollreglementierte Vollkaskogesellschaft. Es soll bloss keiner ein unnötiges Risiko eingehen und vielleicht dabei auch noch sein Leben geniessen. So etwas gehört verboten, wo kämen wir denn hin, wenn jeder einfach mit seinem Leben macht was ihm gefällt. Wenn es demnächst Tote beim Wildwasserrafting gibt, so sollte es verboten werden. Ich glaube nicht, dass einer der verunglückten Bergsteiger unser Mitleid haben möchte. Sie haben versucht sich einen Traum zu verwirklichen und sind dabei gestorben, aber wenigstens haben sie den Hintern von der Couch hochbekommen und haben selber versucht etwas zu erreichen, was andere maximal als DVD kennenlernen.
  7. #16

    Zitat von damtschweli Beitrag anzeigen
    Diese erbärmlichen Touris, die sich quasi vom Sherpa hochtragen lassen, sollen zuhause bleiben oder an Berge gehen, denen sie gewachsen sind.
    Was ist das denn für ein "Gipfelerfolg", wenn einer vor mir her Seile spannen und meine Sauerstoffflaschen schleppen muß? Erbärmlich.
    willkommen in der spaßgesellschaft - nichts geht mehr, ohne sich nicht andauernd in besonderer weise hervorzutun.

    muss ja auch unbedingt jeder halbtrainierte mal einen marathon gelaufen haben, und wenns ihn oder sie die gesundheit kostet. wenn ich bis 40 nicht abteilungsleiter bin, krieg ich sowieso ein geschwür, und der erste in der kolonne auf der autobahn muss um jeden preis ich selbst sein!

    das leben in der westlichen zivilisation war noch nie so wirtschaftlich sicher und komfortabel wie heute, und doch rennt die spaß- und feiergesellschaft in panischer angst vor der mittelmäßigkeit ihrer eigenen existenz auf und davon. in der juristerei nennt man das wohl untauglicher versuch.

    da hilft nur: machen lassen. touri-ansammlungen weit umfahren. nicht mitmachen, sich ein ruhiges plätzchen suchen, und drüber lachen.

    viel schlimmer noch als die massenversammlungen am everest selbst finde ich das müll-problem. wer hier nicht anfängt nachzudenken, dem ist auch am boden nicht mehr zu helfen, geschweige denn in über 8000m höhe.


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