Wegen der paar erzkatholischer Hanseln wird es keinen Kulturkampf geben. Diese Typen gabs schon immer, sie haben jetzt nur eine Galionsfigur. Und Eva Herman demontiert sich gerade selbst.
Die gefeuerte NDR-Moderatorin Eva Herman hat eine neue Rolle: Sie wird zur Kulturfigur des katholischen Konservatismus. Bei einer Rede in Fulda sprach sie deutliche Worte zum Thema Familie und Erziehung. Kinder, bricht ein neuer Kulturkampf aus?
http://www.spiegel.de/kultur/gesells...510315,00.html
Wegen der paar erzkatholischer Hanseln wird es keinen Kulturkampf geben. Diese Typen gabs schon immer, sie haben jetzt nur eine Galionsfigur. Und Eva Herman demontiert sich gerade selbst.
Ich verstehe die Aufregung nicht. Ist es für die Journaille so schlimm, dass es Andersdenkende gibt? Übrigens sind gewisse Gruppen, für die immer alle Verständnis haben sollen, hundertmal so "radikal", aber die dürfen das ja auch. Nur bei Deutschen ist so was unerträglich.
Regt sich doch keiner auf. Eva Herman ist da gelandet, wo sie sich offenbar wohlfühlt: bei einem Grüppchen engstirniger Fanatiker.
Diese Leute können - wie wir alle - denken was sie wollen. Sie dürfen es auch laut sagen. Und wenn jemand seine Meinung öffentlich macht, riskiert er/sie eben auch, daß diese Meinung nicht von allen mit Beifall bedacht wird.
"gewisse Gruppen"... klingt nach ein wenig Paranoia...
...engstirnige Fanatiker klingt auch nach Paranoia ;o)
Ich begrüße es, wenn polarisierende Persönlichkeiten Diskussionen anstossen, die ein bißchen neben dem Mainstream liegen. Warum sich nicht ganz offen mal die Frage stellen (lassen), ob etwas weniger Spaßgesellschaft und etwas mehr Wertegesellschaft (uns) ganz gut täte?
Da fällt mir ein nicht ganz ernst gemeintes, doch nicht unmögliches Dillemma: Frau Herman wäre doch ein idealer Gast für den Mastermind des ultrakonservativen Radio Marija, Pater Rydzyk. Derweil gilt der polnische Star-Katholik aber als extremer Nationalist und hierbei besonders deutschfeindlich. Preisfrage: Wird Herr Rydzyk Frau Herman einladen?
Die Frage kann man stellen, ist ja auch in Ordnung. Wenn Eva Herman der Meinung ist, die Familie kommt in unserer Gesellschaft zu kurz, kann sie das äussern und zur Diskussion stellen. Dabei bekommt sie halt auch Antworten die ihr nicht gefallen. Und wenn sie daraufhin auch noch die nationalsozialistische Familienpolitik bemüht... na vielen Dank auch. Diese Art von Wertegesellschaft brauche ich nicht.
Was die Fanatiker betrifft: wie würden Sie jemanden bezeichnen, der die von Gindert dargelegten Thesen vertritt? Einen weltoffenen Liberalen?
Warum soll nur der Islam Fundamentalisten haben!?
Nur schade das niemand so mutig ist zu sagen, dass diese Irren genauso weltfremd rückwärtsgewandt und ignorant sind wie die anderen ...
Denn 'unsere' Fundamentalisten sind für C-Parteien und den rechten Rand natürlich potentielle Wähler!
Seit ca. 2 Jahrzehnten versuche ich die Entwicklung unserer Gesellschaft zu verstehen und zu erkennen, wo sie hingeht. Mir ist dabei aufgefallen, wie wichtig intakte Familien für eine intakte Gesellschaft sind. Sie sind gewissermaßen das Fundament. Aber dafür zu werben ist in dieser Gesellschaft offensichtlich verdammenswert. Man wird zu rückständigen Spießern erklärt oder noch schlimmer verunglimpft. Für mich ist dies auch ein Zeichen für unser mangelhaftes Demokratieverständnis. Dazu dann noch die cool-schnodrige Sprache der Medien - tut mir leid Ihr Spiegelschreiber, aber das muß mal gesagt werden - "Kultfigur für Katholiken", igitt, verstaubter gehts nicht mehr. Warum setzen wir uns nicht mit Argumenten auseinander? Das Thema ist meiner Meinung nach zu wichtig, als daß wir es schnodrigen Spöttern überlassen könnten. Meinungsvielfalt ist nicht nur normal, sie ist Grundlage einer funktionierenden Demokratie. Laßt uns wegkommen von den Massenpsychosen, den etablierten Meinungen und den politisch korrekten Sprüchen. Lernen wir Meinungsvielfalt zu nutzen, um zu besseren Entscheidungen zu kommen.