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Eurovision und Menschenrechte: Unser Eklat für Baku

APZu Gast bei Schurken? Party beim Diktator? Aserbaidschan gilt als autoritäres Regime, doch die Verantwortlichen des Eurovision Song Contest wollen davon wenig wissen. Der deutsche Grand-Prix-Chef vom NDR schießt lieber gegen jene, die sich um die Menschenrechte dort sorgen.

http://www.spiegel.de/kultur/tv/0,1518,815249,00.html
  1. #1

    Nur peinlich...

    Dieses überhebliche und verlogene Menschenrechtsgesäusel des Herrn Niggemeier ist nur peinlich.
  2. #2

    Ich bin im September l.J.

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Zu Gast bei Schurken? Party beim Diktator? Aserbaidschan gilt als autoritäres Regime, doch die Verantwortlichen des Eurovision Song Contest wollen davon wenig wissen. Der deutsche Grand-Prix-Chef vom NDR schießt lieber gegen jene, die sich um die Menschenrechte dort sorgen.

    Eurovision*und Menschenrechte: Unser Eklat*für Baku - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Kultur
    in Aserbaidshan gewesen. Baku ist ein hübsche Stadt am Meer. Überall wird gebaut und renoviert. Aber, alles passiert mit einem ekelhaften Protz, man soll sehen, dass hier Geld im Überfluß zu Hause istl.
    Aber kaum geht man drei Straßen weiter, ist alles abgewrackt und in bitterster Armut. In der Provinz gar sieht man verfallene Dörfer, bettelnde Kinder, denen die Mangelernährung ins Gesicht geschrieben steht. Insbesamt hatte unsere Reisegruppe den Eindruck, dass man hier nicht tot überm Zaun hängen möchte.
    Und der Präsident grüßt von überall her überlebensgroß. Er und seine Familie haben politisch und wirtschaftlich das sagen, ihnen gehören große Betriebe, und sie bestimmen auch, ob jemand ein Business machen darf oder nicht. Herausgeberin der Vogue: Des Präsidenten Töchterchen usw., usw.
  3. #3

    Was solls...

    ...wir alle stimmen mit den Füßen - oder in diesem Fall mit dem Einschaltknopf - ab.
    Ich persönlich schaue mir diese Sendungen sowieso nicht an, unabhängig davon , ob sie in Berlin stattfinden oder in Baku.

    Den meisten Fernsehzuschauern ist es doch egal, ob irgendjemand irgendwo auf der Welt geknechtet wird. Der satte Deutsche will Brot und Spiele, andere Ansprüche habe ich bei einem sehr großen Teil der Bevölkerung noch nicht entdeckt.

    Sich für Schwache in der Welt einsetzen, ist ja nunmal nicht eine deutsche Tugend. Aber wenn ich so richtig drüber nachdenke, es ist so gar keine Tugend, die man einer Nation zusprechen kann.
  4. #4

    ???

    Zitat von günterjoachim Beitrag anzeigen
    Dieses überhebliche und verlogene Menschenrechtsgesäusel des Herrn Niggemeier ist nur peinlich.
    Ähhmm, könnten Sie konkretisieren, was genau peinlich und verlogen ist? Als Laie und Betrachter aus der Ferne erscheint mir eigentlich eher das "Frida-Gold-irgendjemand-tut-man-immer-unrecht" oder das NDR-Eintreten für-Menschenrechte-verstösst-gegen-die-Regeln-Gerede peinlich (euphemistisch gesagt).
  5. #5

    Die Gedanken der EBU

    "Nach China 2008, sollte sich bei einem reinen Unterhaltungswettbewerb (in einem vergleichsweise kleinen und unbedeutenden Land) die Aufregung doch in Grenzen halten ... verdammtes Journalistenpack!"
  6. #6

    Verlogen?

    Zitat von günterjoachim Beitrag anzeigen
    Dieses überhebliche und verlogene Menschenrechtsgesäusel des Herrn Niggemeier ist nur peinlich.
    Verlogen wird eher das sein, was die Welt anlässlich dieser Veranstaltung von Aserbaidschan zu sehen bekommen wird.

    Das wird werden wie die Olympischen Spiele in Berlin 1936. Vorher ordentlich aufräumen, sich dann der Weltöffentlichkeit als gar nicht so schlimm präsentieren, und hinterher umso brutaler zuschlagen.
  7. #7

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Zu Gast bei Schurken? Party beim Diktator? Aserbaidschan gilt als autoritäres Regime, doch die Verantwortlichen des Eurovision Song Contest wollen davon wenig wissen. Der deutsche Grand-Prix-Chef vom NDR schießt lieber gegen jene, die sich um die Menschenrechte dort sorgen.

    Eurovision*und Menschenrechte: Unser Eklat*für Baku - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Kultur
    Es ist positiv, dort den ESC aufzuführen und teilzunehmen, denn es findet ein Austausch statt. Die Einwohner lernen Ausländer kennen und die Besucher merken, dass nicht alle gleich abgeknallt werden, wie es uns unsere völlig unbeeinflusste, freie Presse einbleuen will. Ich kann dieses ganze Schurken und Diktator Genöhle nicht mehr hören. Hier bereichert sich doch die Oberklasse genauso. Und hier ist in den Großstädten in der City auch Pomp angesagt und drei Strassen weiter ist es dunkel. Und auf dem Land will hier auch keiner überm Zaun hängen. Was soll also dieses einseitige Geschreibsel?
  8. #8

    Ihre Beschreibung passt auch auf EU-Länder

    Zitat von iskin Beitrag anzeigen
    in Aserbaidshan gewesen. Baku ist ein hübsche Stadt am Meer. Überall wird gebaut und renoviert. Aber, alles passiert mit einem ekelhaften Protz, man soll sehen, dass hier Geld im Überfluß zu Hause istl.
    Aber kaum geht man drei Straßen weiter, ist alles abgewrackt und in bitterster Armut. In der Provinz gar sieht man verfallene Dörfer, bettelnde Kinder, .....
    Ich war vergangenen Sommer in Bulgarien (EU).Sofia ist ein hübsche Stadt . Überall wird gebaut und renoviert. Aber, alles passiert mit einem ekelhaften Protz (z.B. VERTU-Läden) , man soll sehen, dass hier Geld im Überfluß zu Hause ist.
    Aber kaum geht man drei Straßen weiter, ist alles abgewrackt und in bitterster Armut. In der Provinz gar sieht man verfallene Dörfer, bettelnde Kinder, verschmutze Gebiete. Insbesamt hatte meine Reisegruppe den Eindruck, dass man hier nicht tot überm Zaun hängen möchte usw etc usw....

    Aserbaidschan ist erst seit etwa 20 Jahren unabhängig. 20 % der Territorien sind durch Armenien besetzt und eine Millionen Flüchtlingen leben in Aserbaidschan bei 8 Mio. Einwohner. Ihre Beschreibungen bezgl. des Landes passen auch auf Bulgarien und Rumänien. Ich kenne die Verhältnisse in Bulgarien der 90er Jahre bis 2000 und ich kenne Aserbaidschan. Ich kann Ihnen versichern, dass die Korruption in Bulgarien der 90er im nichts der Korruption Aserbaidschans nachsteht und die Bulgarische Mafia, die große Teile der heutigen Politik regiert versprüht immer noch Angst und Schrecken. Dennoch ist dieses Land jetzt Teil der EU. Der Umgang mit Minderheiten in Aserbaidschan ist besser als der Umgang mit Minderheiten in Ungarn. Dennoch ist Ungarn in der EU.

    Hier wird mit einer Arroganz und Ignoranz über dieses Land gesprochen, die unglaublich ist. Selbstverständlich soll man über die Menschenrechtsproblematik in diesem Land sprechen. Aber Aserbaidschan ist nicht Weißrussland!
  9. #9

    Die praktische Schizophrenie der Medien

    Zitat von jewgeni rose Beitrag anzeigen
    "Nach China 2008, sollte sich bei einem reinen Unterhaltungswettbewerb (in einem vergleichsweise kleinen und unbedeutenden Land) die Aufregung doch in Grenzen halten ... verdammtes Journalistenpack!"
    Seitdem feststeht, dass der Eurovision Song Contest in Baku stattfindet, gibt es dutzende kritische Berichte der Medien über die
    Menschenrechtssituation dort. Vorher hat sich niemand dieser selbstgerechten Medienschaffenden auch nur im Geringsten über die Situation dort aufgeregt, keine Reportagen, absolut Null Berichterstattung. Es ist also absolut moralisch grenzwertig, wenn sich jetzt Journalisten über die Veranstalter und Teilnehmer des ESC
    erregen. Sie sollten in den Spiegel schauen und sich fragen warum
    sie erst so ein Ereignis brauchen, um kritisch zu berichten. Kritische
    Berichterstattung und der Einsatz für Menschenrechte ist zuerst die
    Aufgabe der Journalisten. Wobei die Kritik sich in erster Linie an das
    Regime dort richten sollte, nicht an Deutsche, die mit dem ESC beschäftigt sind. Herr Niggemeier , Sie sollten sich schämen. Statt
    Informationen über die Situation vor Ort, mokieren sie sich selbstgefällig über die ARD. Wann haben Sie eigentlich vor dem Sieg
    von Azerbeidschan in Düsseldorf jemals z.B. über politische Gefangene
    in Baku berichtet??????








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