SPIEGEL ONLINEDas autoritär regierte Aserbaidschan, Gastgeber des Eurovision Song Contest in diesem Jahr, geht in die Offensive gegen seine Kritiker. Die Botschaft in Berlin beklagt, Deutschlands Politiker und Medien wie der SPIEGEL würden eine systematische Kampagne zur Verunglimpfung des Landes führen.
http://www.spiegel.de/kultur/gesells...830802,00.html
sondern auch gegen Syrien und die Ukraine. Oder gegen Grass oder Gaddafi.
Die deutschen Medien können doch gar nichts anderes mehr als Diffamierungskampagnen. Auch ohne Reichskulturkammer.
Ich kann die Klage der Botschaft unterstreichen.
Feudalmächte, die die Belange ihrer Bürger mit Füßen treten, wie z.B Saudi-Arabien oder Bahrain werden in echten Menschenrechtsverletzungen noch bestärkt.
Die Botschafter sollten stärker in die Öffentlichkeit gehen und können durchaus mit Zustimmung rechnen.
Ich bin mit Sicherheit kein Diktatorenfreund und plump herum lügen tue ich ebenfalls nicht. Ich sehe Sachen nur gerne etwas differenzierter als das die Deutsche Medienlandschaft tut...
Hier sind Gorbatschows Worte übrigens nachzulesen:
Russland: Gorbatschow: "Deutsche Presse ist die bösartigste überhaupt" - International - Politik - Tagesspiegel
... ist die Ausstrahglung ausländischer Fernsehserien/-shows in Aserbaidschan verboten - angebloich um die heimische Unterhaltungsindustrie zu fördern ... Konsequenterweise hätte man den Eurovision-Contest dann auch absagen müssen ...
Aserbaidschan auch? Oder ist das eine Nachricht von dem Journalisten Borat.
Wo liegt das überhaupt. Doch nicht in Europa.
Schon merkwürdig, wenn alle das gleiche berichten. Vermutlich heißt das Freiheit.
Gut sind die Piraten und die NASA und Google. Und die Aserbeidschaner sind böse. Man stelle sich nur vor, das sind Moslems. Und die haben Öl und wollen es nicht umsonst hergeben. Das ist eine Zumutung und sonst nichts. Wahrscheinlich alte Kommunisten. Die sollten mal ihre Löffel aufsperren und registrieren, wie es den eigenwilligen Sozialisten Hussein oder Gaddafi ergangen ist, und demnächst dem Sozialisten Assad ergehen wird. Das Imperium schlägt zu. Der Spiegel ist nur ein Stiefellecker, der die Aktionen medial vorzubereiten hat.
Die Aserbeidschaner werden die Seidenstraßenstrategie zur Genüge kennen, und sie haben vergleichsweise vertrauenswürdige Partner, die Russen der Vergangenheit wegen, die Perser wegen der Nachbarschaft, die Türken wegen der Sprache. Und sie sind trotz ihrer Unbildung bestrebt, den für sie besten Weg zu gehen.
Und jetzt wüßte ich doch zu gern, wo die hunderte von Milliarden abgeblieben sind, die dem libyschen Volk von Gaddafi gestohlen worden sind. Davon hört man so gar nichts.
1. bitte lesen Sie erst mal bevor Sie lange Auszüge zitieren. Ich rede von der Präsidentschaftswahl 2008 und diese war im Vergleich zu den vorangegangenen Wahlen und vor allem im Vergleich zu den Wahlen in den Nachbarländern und Russland friedlich und frei von Wahlfälschungen etc...Der Wahlgang entsprach daher weitestgehend demokratischen Anforderungen. Was nicht demokrat. Standards entspricht, ist die mangelnde Möglichkeit der Opposition im Vorfeld Kundgebungen zu halten und der Zugang zu MEdien etc. Genau deshalb schreibe ich, dass man Aserbaidschan nicht als demokratisch bezeichnen kann! Die OSZE sagt übrigens auch folgendes: "There were notable improvements in the conduct of this election, but additional efforts are necessary to meet crucial international commitments, especially those related to pluralism, the fairness of the campaign environment, and the media," said Ambassador Boris Frlec, Head of the OSCE/ODIHR election observation mission.
2. Sie sind offensichtlich Armenier (wegen des Namens), dann werden Sie die UN-Resolutionen wohl kennen. Es handelt sich um die Resolutionen 822, 853, 874, 884.
3. In Russland kam es zu massiven Wahlfälschungen. Die OSZE beklagt dies in drastischen Worten. In Aserbaidschan kritisiert die OSZE vor allem die mangelnde Versammlungsfreiheit und den mangelnden Zugang zu Medien für die Opposition nicht aber massive Wahlfälschungen. Ich würde aber Russland übrigens auch nicht als brutale Diktatur bezeichnen. Im Nachbarland Armenien wurden bei den letzten Parlamentswahlen 8 oppositionelle Demonstranten erschossen, sowas gibt es in Aserb. nicht.
4. Nein Russland und Aserb. sind nicht befreundet. Es herrscht ein kühles Klima. Aserb. hat mit dem Jahrhundertvertrag die Anbindung an den Westen gesucht und hat sich mit dem Nabuccopipelineprojekt bzw. TANAP deutlich gegen Russland gestellt. .
5. Nein, entgegen Ihrer Darstellung ist Gazprom bei weitem nicht einer der wichtigsten Abnehmer aserbaidschanischen Gases. Aserbaidschan hat 2011 25 Mrd Kubikmeter Gas produziert. Davon nahm Gazprom nur 2 Mrd. Kubikmeter ab. An der Erschließung des großen Shah-Deniz II Feldes ist Gazprom überhaupt nicht beteiligt auch nicht an den großen Pipelineprojekten Nabucco oder TANAP. Das Gas wird völlig unabhängig von Russland nach Europa transportiert. Ein großes Ärgernis für Gazprom!
7. Die aserb. Elite beschäftigt sich zwangsmäßig mit dem Thema "Demokratisierung", da der Demokratisierungsprozess vom Europarat gefordert und geprüft wird. Eine demokratische Stagnation über einen längeren Zeitraum kann zu einem Ausschluss aus dem Europarat führen. Aserbaidschan möchte aber Teil Europas sein und Mitglied des Europarates. Natürlich befindet sich Aserbaidschan erst am Anfang einer demokratischen Entwicklung. Ich hoffe, dass diese Entwicklung voranschreitet. Sollte es aber zu einer deutlichen Annäherung an Russland kommen, besteht die Gefahr, dass dieser langsame und schwere Prozess völlig gestoppt wird.
8. Russland ist der Schlüssel zur Lösung des Karabachkonfliktes. Russland hält mehrere Militärbasen in Armenien. Die armenische Infrastruktur befindet sich fast vollständig in russischer Hand. Ohne Russland wird Armenien die völkerrechtswidrige Besetzung nicht aufrecht erhalten können.