DPAJetzt steht es fest: Die Fußball-EM 2020 findet in 13 Städten in 13 europäischen Ländern statt. Die Uefa will nun die Bewerbungsrunde starten. Auch Deutschland kann auf Spiele hoffen - allerdings nur an einem Austragungsort.
http://www.spiegel.de/sport/fussball...-a-879727.html
So einen "Hauptgewinn" hatte ich bei der WM 1974 auch mal.
Weil die Bundesrepublik gegen die DDR in der Vorrunde 0:1 verloren hatte, gab es dann in Gelsenkirchen Holland-DDR. Die Stimmung war aufgrund der vielen Oranjefans trotzdem gut.
Und na ja, wahrscheinlich wären wir nicht Weltmeister geworden, wenn die BRD in dieser Gruppe gespielt hätte (NL, DDR, Bras, Arg).
Also hatte es doch etwas Gutes...
Ottonormalbürger fährt sonst normalerweise nirgendwo hin, um sich vor Ort ein EM- oder WM-Spiel anzuschauen. Das machen vielleicht einige Zehntausend Menschen in ganz Europa. Die restlichen 700 Millionen Europäer, sofern sie Interesse daran haben, schauen sich die Spiele sowieso zu Hause in der Freundesrunde oder beim Public Viewing an. Da spielt's absolut keine Geige, in welchem Land oder Stadion das Spiel grad stattfindet.
Abgesehen davon können Sie andere Länder auch ergründen, ohne dass da grad ein Turnier stattfindet.
Ich finde die Idee gut. Sie ist extrem kostengünstig, da man vorhandene Infrastruktur und vorhandene Stadien nutzen kann. Und man muss nicht in irgendeinem europäischen Entwicklungsland 7 oder 8 Riesen-Stadien für teuer Steuerzahlergeld aus dem Boden stampfen, in dem dann nach der EM nur noch der örtliche Drittliga-Verein vor 800 Zuschauern spielt.
Sie sollen nicht, Sie wollen. Abgesehen davon kriegen Sie sowieso nicht für mehr als ein oder zwei Spiele ein Karte, egal ob die EM nun in einem oder in 13 Ländern stattfindet. Und die Stadien werden auch so voll sein.
Ja, echt schlimm, wenn plötzlich tatsächlich das Spiel im Mittelpunkt steht. Da erkennt man den echten "Fan".
Auf der anderen Seite spart man sich aber die Aber- und Abermilliarden Steuerzahlergeld, die ansonsten für Aus- und Neubau der Infrastruktur und zahlreicher Stadien nötig wären, in denen dann nach der EM womöglich sowieso nur noch ein Drittliga-Verein vor 1.000 Zuschauern spielt. In den meisten Fällen rausgeschmissenes Geld.
Man sollte es einfach mal ausprobieren und wenn das Konzept nicht überzeugt, kann man ja danach wieder den alten Modus verwenden.
Ich stehe der UEFA-Entscheidung über geografisch aufgeteilte Spielaustragungen skeptisch gegenüber. Wo bleibt dann der Flair, der eine EM einzigartig macht? Viele begeisterte Fussballfans aus Europa kommen in einem Land zusammen und feiern gemeinsam die Spiele der EM. Man trifft viele verschiedene Fans aus verschiedenen Ländern und feiert zusammen mit ihnen. Die EM-2020 wird dadurch eine Art Europa League, nur eben mit Länderspielmannschaften. Es gibt viele Leute, die nur Fussballspiele der EM oder WM sehen und keine anderen, Dies tuen die meisten deshalb, weil sie von der mitreißenden und packenden Stimmung, die im austragenden Land herrscht, angesteckt werden. Die Atmosphäre ist einzigartig, wenn Leute aus 16 Ländern an einem Platz zusammen kommen.
ins Jahr 1968. Wo bitte bleibt der Charme und der Turniercharakter, wenn die Spiele wieder wie damals dezentral ausgetragen werden?! Dieser Platini mit seinen Kapriolen geht mir schon lange auf den Zeiger.