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Europas Schuldenkrise: Aufräumarbeiten im Finanz-Fukushima

Überfordert und erschöpft mühen sich die Politiker ein weiteres Mal, den maroden Reaktor des Kapitalismus zu retten. Dabei lautet die einzige Lehre aus dieser Kernschmelze: Abschalten! Schützt die Staaten endlich vor den Märkten!

http://www.spiegel.de/politik/deutsc...794313,00.html
  1. #250

    Finazpolitischer Unsinn

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Überfordert und erschöpft mühen sich die Politiker ein weiteres Mal, den maroden Reaktor des Kapitalismus zu retten. Dabei lautet die einzige Lehre aus dieser Kernschmelze: Abschalten! Schützt die Staaten endlich vor den Märkten!

    http://www.spiegel.de/politik/deutsc...794313,00.html
    Ich habe selten einen solchen finanzpolitischen Unsinn wie in dem Beitrag von Herrn Augstein gelesen.
    Im Prinzip lautet sein Rezept, einfach das Geld zu drucken, das für die wünschenswerten Staatsaufgaben benötigt wird.
    Vielleicht sollte er mal in den Geschichtsbüchern nachlesen, wie oft dies bereits erfolglos versucht wurde?
  2. #251

    Staatsversagen.

    Zitat von Thomas Ernst Beitrag anzeigen
    Zitat J. Augstein:"Schützt die Staaten endlich vor den Märkten!"
    Es wäre wesentlich intelligenter, die Märkte vor den Staten zu schützen.
    Märkte benötigen Spielregeln und Aufsicht. Das.....
    Richtig. Man darf auch nie vergessen, wer die Immobilienkrise in den USA ausgelöst hat. Es war der Staat, der Immobilienkredite subventionierte.
  3. #252

    Fakten vs. Ideologie

    Zitat von Traumschau Beitrag anzeigen
    Flassbeck ist bei der UNTAD - nicht bei den Nachdenkseiten.
    Wie die Experten bei der UNO entlohnt werden, weiß ich nicht. Vermutlich haben die ein eigenes Besoldungssystem.
    Ist doch auch egal!! Es geht doch um die .....
    Das ist alles richtig, aber erwarten Sie nicht zu viel. Mit Fakten und Logik können Sie die Neoliberalen, Marktsektierer und anderen Betonköpfe in diesem Forum sowieso nicht beeindrucken.
    Die halten an ihrer Ideologie eisern fest. Wenn sie keine Sachargumente haben, verwenden sie irgendwelche persönlichen Dinge gegen Leute wie Augstein oder Flassbeck.
    Das ist zwar unehrenhaft, aber egal. Wenigstens hat man bei der Fahrt in den Untergang die Augen schön fest zugedrückt.
  4. #253

    Es ist unsäglich wie ein...

    ...gewisser Herr Augstein mit seinem mehr als zweifelhaften ökonomischen Sachverstand hier die Krise des Finanzkapitalismus als Krise des gesamten Kapitalismus ausmacht. Das ist beinahe Bild-Niveau nur andersrum!

    Der Finanzkapitalismus funktioniert gerade deshalb nicht mehr, weil es gar kein Kapitalismus mehr ist. Die den Kapitalismus tragende Korrelation zwischen Gewinn und Risiko (Insolvenz) ist zerstört durch die too-big-to-fail Problematik. Deswegen gehört das Finanzsystem - aber auch nur dieses - international stark reguliert, wofür im Übrigen auch sehr viele liberale Ökonomen sind. Dass aber der Kapitalismus jenseits des Finanzsystems die Menschen so unterjocht hätte wie Hr. Augstein dies behauptet bleibt eine zweifelhafte These, wenn nicht bloßer Unsinn.

    In einem System, in dem die 40-Stunden-Woche Realität ist, der einfache Arbeiter BMW fährt und die Sozialversicherungssysteme für jedermann halbwegs funktionieren, fehlt es mir am Vorstellungsvermögen, wie man dieses System grundsätzlich in Frage stellen kann. Es gibt kein System, welches in der westlichen Welt mehr breiten Wohlstand geschaffen hätte. Wir können natürlich auch zu einem System - namens Sozialismus - zurück, wo alle gleich arm sind. Mir egal: dann wandern die Leistungsträger dieses Landes eben aus und Herr Augstein kann Sonntagsreden darüber schwingen, wie die Schere zwischen Arm und Reich wieder geringer wird (aber nur weil alle ärmer werden). Wenn es das ist, was er will - es sei ihm gegeben.
  5. #254

    Die Sozis?

    Zitat: # 9 ....die Sozis haben damit angefangen.
    Unfug, soweit ich mich erinnern kann, war es FJS als Finanzminister 1965, der mit Schuldenmachen den ganzen Schlamassel eingeführt hat, nachdem die Rentenkassen geplündert worden sind.
  6. #255

    schön einfach

    Zitat von elster2 Beitrag anzeigen
    Natürlich haben wir ein Ausgabenproblem ! Wir leben im Westen seit den siebziger Jahren über unsere Verhältnisse. Damals haben die Sozis die "Wirtschaft auf ihre Leistungskraft überprüft". Zweistellige Gehaltsteigerungen im öffentlichen Dienst und erheblicher Ausbau des Sozialstaates und der Renten. Damals begann die Verschuldung ! Und seitdem verbrauchen wir mehr als wir einnehmen. Das weiß Herr A.natürlich sehr wohl. Nur paßt es ihm nicht, daß die Sozis dies angefangen haben.
    Deswegen sollen ja jetzt die "mutigen Ideen" der LINKEN umgesetzt werden und die EZB einfach Geld drucken ... so einfach ist Welt die Linken ... :-)
  7. #256

    .

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Überfordert und erschöpft mühen sich die Politiker ein weiteres Mal, den maroden Reaktor des Kapitalismus zu retten. Dabei lautet die einzige Lehre aus dieser Kernschmelze: Abschalten! Schützt die Staaten endlich vor den Märkten!

    http://www.spiegel.de/politik/deutsc...794313,00.html
    Lieber Sozialist,
    Griechenland ist nicht pleite, weil es Banken gibt, sondern weil es mehr ausgegeben hat, als es einnahm. Wie die DDR...
  8. #257

    .

    Zitat von Bundeskanzler20XX Beitrag anzeigen
    ...
    Sie sind es, die in all den vergangenen Jahren das Geld aus der Wirtschaft und Finanzwelt gezogen haben um es auf ihren Konten zu parken....
    Wenn das so stimmen würde, wären die Vermögenswerte nicht so gestiegen. Die "Reichen" lassen ihr Geld "arbeiten", aber sicher nicht auf einem Konto.
  9. #258

    Beiträge dieser Art ...

    Zitat von Bundeskanzler20XX Beitrag anzeigen
    Deshalb sollen ja auch die Reichen mit ihren horenden Vermögen die Schulden "übernehmen".
    Sie sind es, die in all den vergangenen Jahren das Geld aus der Wirtschaft und Finanzwelt gezogen haben um es auf .....
    ... beschreiben ein riesiges Problem unserer Zeit, nämlich das umfassende Nichtverstehen wirtschaftlicher Zusammenhänge.

    Man kann nicht Geld aus der Wirtschafts- und Finanzwelt entziehen, indem man es auf Konten parkt. Man kann einzelnen Unternehmen Kapital entziehen, indem man sich hohe Gehälter genehmigt. Aber damit, dass das Geld auf dem eigenen Konto ist, steht es trotzdem dem Finanzcasino zur Verfügung.

    Haben "die Reichen" zu hohe Vermögen? Mag sein, aber die zunehmende Vermögensspreizung liegt in der Natur der Sache. Wenn ein Teil der Bevölkerung große Teile seines Einkommens gleich wieder ausgeben muss, und andere große Teile "sparen" können, muss das logischerweise auf Dauer zu einer Vermögensaggregation bei diesen führen. Trotzdem wäre es falsch die hohen Einkommen zu besteuern. Nicht den Versuch reich zu werden sollte man "bestrafen", sondern sich erst am Erfolg beteiligen - durch Vermögensteuer!

    Aber kein noch so hohes Steuerniveau scheint geeignet unsere Politiker dazu bewegen zu können mit den Einnahmen auszukommen - nur das ist das Problem! In Griechenland extremer, aber auch in allen anderen westlichen Staaten.

    Wenn man die "kleinen Leute" am Produktivgewinn der Wirtschaft beteiligen möchte, wird das nicht dirigistisch funktionieren, sondern die müssen sich das holen! Mit den guten, alten Mitteln des Arbeitskampfs, nicht anders. Und gerade deshalb ist es wichtig, dass den Vermögen der Reichen kein "sicherer Hafen" für ihr Geld in Form von Staatsanleihen geboten wird - die sollen gefälligst in Firmen und Unternehmensbeteiligungen investieren - in Arbeitsplätze, statt Steuern! Aber ich bin bereit jede Wette darauf einzugehen, dass die Aufräumarbeiten "am System" rechtzeitig genug vor diesem Trend beendet werden. Weil das keiner will: die Kleinen nicht, denen Arbeitskämpfe zu mühsam sind, die Reichen nicht - also warum sollten es Politiker in der Demokratie wollen?
  10. #259

    Was ist Einmischung, was ist Regelfestlegung?

    Zitat von Thomas Ernst Beitrag anzeigen
    Märkte benötigen Spielregeln und Aufsicht. Das ist eine wichtige Aufgabe der Staaten. Aber dabei haben sie kläglich versagt.

    Statt dessen haben die Staaten eifrig mitgemischt in den Marktgeschehen und haben zusätzliches Chaos und zusätzliche Fehlentwicklungen ausgelöst.
    Viele fassen schon die Festsetzung der Spielregeln und die Aufsicht als Einmischung in den Staat auf.

    Nehmen wir die Problematik des Mindestlohns. Ein Festlegung einer Lohnuntergrenze wird als Einmischung verstanden, die teilweise Bezahlung des Lohns durch den Staat aber nicht.

    In meinen Augen ist es genau umgekehrt. Die Festlegung einer Lohnuntergrenze ist eine Spielregel, das Aufstocken eine Subvention derjeniger Unternehmen die sich ohne Sozialdumping nicht auf dem Markt halten könnten.








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