Was ist eine*Award-Verleihung wert, zu*der nicht mal die*Sieger kommen? Beim Europäischen Filmpreis fehlten Colin Firth und Tilda Swinton - beide als Beste Schauspieler geehrt - und Lars von Trier, der gleich drei Trophäen verliehen bekam. Warum diese Ignoranz*ein Jammer*ist, erklärt Jenni Zylka.
http://www.spiegel.de/kultur/kino/0,1518,801583,00.html
"das innere Tanzen" - Respekt! Was für eine blumige Fomulierung für eine Veranstaltung, die letztendlich doch vor allem für die Bunte- und Gala-Leserin konzipiert ist. Ich finde es immer etwas albern wenn eine Szene sich selbst feiert, von mir aus können die Preise auch mit der Post verschickt werden.
Die Behauptung, CK sei der beste Film aller Zeiten, ist in etwa so dämlich wie die Behauptung van Goghs Sonnenblumen seien das beste Gemälde aller Zeiten.
Natürlich kann man objektiv die verwendeten Stilmittel aufzählen, die verwendet wurden, aber sie dann als qualitativ besser als andere Stilmittel zu klassifizieren, ist extrem subjektiv. Wenn mir Rembrandt nun mal besser gefällt, dann ist das so (und ich habe beide in Amsterdam gesehen).
also ich kaufe mir oder leihe mir sehr wohl Filme aus, die von europäischen Filmfesten oder Veranstaltungen bewertet werden. Ich bin da noch niemals schlecht gefahren damit. Ein Oskar verlockt mich jetzt nicht so zum Kauf.
Wenn ich da nur an die absoluten "Gähn-Filme": Trainingday und Erbarmungslos denke. Wobei letzterer von Clint Eastwood gedreht wurde und ich dessen Filme liebe. Nur ich muss sagen das alle anderen die er gedreht hat eigentlich "europäischer" sind. Obwohl er amerikanische themen behandelt. Vielleicht ist europäisch der falsche Ausdruck. "Independent" gefällt mir besser und das soll der europäische Film auch bleiben. Wenn dann große Namen fern bleiben, nun gut ist halt so. In vielen Augen ist es halt nur eine Kopie...ich denke aber Clint wäre schon alleien aus Höflichkeit gekommen, wenn er ausgezeichnet werden dürfte.
Warum Citizen Cane in der Filmkunst so hoch angesehen wird, ist am Besten hier nachzulesen. Der Film ist 50 Jahre alt und verwendet Abläufe die ja erst das Kino in den letzten 15 Jahren voll ereicht hat. Darunter einige Oskarauszeichnungen. Auch die Kameraführungen von Hitchkock sind immer noch richtungsweisend, jahrzente nach seinen ersten Filmen. Die Ausführung der Technik hat sich verbessert die Technik selbst ist alten Ursprungs und da ist Orson Wells Citizen in vielen Bereichen richtungsweisend. Was Hans Dampf nicht erkennt aber halt derjenige der das studiert oder ständig damit arbeitet. Aber erst mal drauf losschlagen. Eigentlich typisch für SPON.
http://www.phil-fak.uni-duesseldorf..../cit_kane1.htm
Ach, die Melancholie - dieser Quellpunkt Europas. Dieser Fixpunkt der Kunst wie in Dürers Kupferstich. Und nun - das Ende Europas und seiner großen Kunst. Das Aus seiner Kultur und Zivilisation. Es ist ja fast schon blanke Mimesis, ausgerechnet dieses Werk europäisch auszuzeichnen.
Aber es zeichnet eben auch das Vermögen aus, welches Europa immer noch dazu befähigt, atemberaubende Kunst zu schaffen. Mit Melancholia wird der Tod ausgezeichnet, dem ein Leben ohne Kunst vorzuziehen ist. Was für eine europäische Botschaft!