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Europäische Zentralbank: Panik*paralysiert Prinzipien

Sind die*Deutschen*das geldpolitische Gewissen*der westlichen Welt? Nein, diese Zeiten sind vorbei.*In der*Dauer-Krise*haben klassische Prinzipien der Bundesbank keine Chance mehr. Das kurzfristig Notwendige hat über das langfristig Richtige gesiegt - mit drastischen Konsequenzen für uns alle.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...779500,00.html
  1. #20

    Alle Leute sind schlau

    manche vorher, manche nacher.
    Von der Kategorie 2 tummeln sich besonders viele in den Medien, oft mit einem ganzen Sack voller Ratschläge.
    Die Probleme die wir heute haben kommnen von:

    1. Einer hemmungslosen (und teilweise verfassungswidrigen)
    Verschuldungspolitik der Industrieländer.
    2. Einer Finanzindustrie der jegliche Ethik
    abhanden gekommen ist und die nicht länger ein
    Marktplatz für Kapital ist sondern ein Spielkasiono ist.
    3. Rating Agenturen deren Geschäftsaktivitäten
    Grundzüge der organisierten Kriminalität aufweisen.
    4. Einer politischen Kaste in Europa die aufgrund der
    Privilegien die die Finanzindustrie in England und den
    USA geniesst mit dieser kuschelt.

    Wo waren denn diese Leute als es noch nicht so (und hoffentlich nicht zu) spät war ?

    1. Wie konnte so verantwortungslos Finanzpolitik betrieben
    werden und wie konnte ein Verfassungbruch einfach so
    hingenommen werden ?

    2. Wie kann es sein das deutsche Banken für hunderte von
    Milliarden Euro ungesicherte Kredite vergaben und es so
    gut wie keine personellen Konsequenzen gab ?

    3. Wie kann es sein das gegen die Rating Agenturen nicht
    ermittelt wird obwohl z.B. am Fall der Kaupting Bank
    selbst ein Blinder sehen kann das da Kriminelle am Werk
    sind ?

    4. Wie kann es sein da wir keine ausreichenden Reformen
    wie z.B. Verbot von Eigenhandel, Leerverkäufen usw. in
    der Finazindustrie umgesetzt haben ?
    Wenn Spekulanten eine zweite Wirtschaftskrise auslösen wird diese biblische Ausmaße annehmen da kein Geld für ein zweites Konjunkturprogramm vorhanden ist.
    Diese zu verhindern ist oberstes Gebot der Stunde denn sie bedroht unsere sozial-politische Ordnung in Europa.
    Ein Prozent Inflation mehr oder weniger spielen da keine Rolle, es geht um mehr.
    Hoffentlich sind diesmal alle vorher schlau.
  2. #21

    Zusammenhänge

    Zitat von Tom-d Beitrag anzeigen
    Was hat das mit dem Kapitalismus zutun?. Was gescheitert ist, ist die Einbildung, man könne ungestraft immer mehr Schulden anhäufen
    Die Frage ist die: Kann Kapitalismus ohne schuldeninduziertes Wachstum existieren?

    Wir brauchen keine Antwort darauf zu finden. Wie immer müsste dies erst mal empirisch scheitern.
  3. #22

    Die Rettungsaktionen

    in dieser Schuldenkrise kommen mir vor wie die verzweifelten Versuche die geschmolzenen Brennstäbe von Fukushima zu kühlen... Auch die Beschwichtigungen der Politiker ähneln den Botschaften der Fukushima Verantwortlichen in ihren blauen Uniformen. Am Ende werden wir wohl für die Schuldenkrise eine Sarkophaglösung brauchen.
  4. #23

    Endlich mal jemand,

    Zitat von einszweidrei Beitrag anzeigen
    Gestern sagte ein britischer Finanzanalyst im Wirtschaftssender CNBC (sein Name ist mir leider entfallen), dass das Balance Sheet der Deutschen Bank rund 80% der Wirtschaftsleistung Deutschlands ausmacht.
    Das soll nicht unbedingt eine Kritik sein, sondern ein Versuch der Klarstellung der Machtverhältnisse in Deutschland. Ob eine solche Machtkonzentration im Ergebnis gut oder schlecht ist, kann ich nicht abschließend beurteilen.
    der "auf dem Teppich" bleibt und nicht den Vollversteher gibt. Sehr angenehm.
    Zum Thema: "Wenn die Schulden das Problem simd, warum macht man dann immer neue?" (Zitat, Verfasser unbekannt)
    Ich habe jedenfalls reagiert und agiere: Keine Kredite mehr, kein Auto auf Pump, Disco zurückzahlen. Fertig. Tolle Sache.
    Klappt im Kleinen.
    Klappt auch im Großen.

    Aber Achtung: Weh tut's schon....;-)
  5. #24

    Argentinien`s Weg?

    Zitat von kck Beitrag anzeigen
    Die schmutzigste aller schmutzigen Lösungen wird sein, angesichts der gigantischen Schuldenberge, die Staatsanleihen über Nacht plötzlich wertlos zu machen.
    Europa wird und kann nicht den Weg von Argentinien gehen. Man schaue sich das mal genauer an: dort wurden bestimmte Anleihen plötzlich nichts mehr wert. Im übrigen mit dem gleichen Argument, das heute die jetzigen Politiker so gerne schwingen: "Der Verleiher müsse an der Staatsrettung beteiligt werden - schliesslich habe dieser zuviele Zinsen verlangt." (So als würde einfach mal vergessen, dass ein Geldverleiher geradezu gezwungen wäre, diese Anleihen zu kaufen - was ein Quatsch).
    Das wird sehr wahrscheinlich nicht geschehen. Was aber geschehen wird, kann sehr gut der wirtschaftliche Untergang Europas sein. Wie so ähnlich von Grossbritannien nach dem 1.Weltkrieg: den Krieg gewann man zwar, war aber danach keine Weltmacht mehr.
  6. #25

    Chance vertan

    Zitat von fruchtfit Beitrag anzeigen
    in dieser Schuldenkrise kommen mir vor wie die verzweifelten Versuche die geschmolzenen Brennstäbe von Fukushima zu kühlen... Auch die Beschwichtigungen der Politiker ähneln den Botschaften der Fukushima Verantwortlichen in ihren blauen Uniformen. Am Ende werden wir wohl für die Schuldenkrise eine Sarkophaglösung brauchen.
    in seriösen medien gibt es eineAntwort:
    http://www.ftd.de/politik/konjunktur...70.html?page=2
    Früher oder später werden wir usn daran gewöhnen müssen, dass unser aller Ansprüche an die Zukunft zumindest teilweise abgeschrieben werden müssen. In 2008 hat man dazu eine einmalige Chance vertan...nun haben wir den Salat.
  7. #26

    ...

    Die Politik hat doch mit ihren Gesetzen regelrecht dafür gesorgt, dass der Karren in den Dreck fährt! Nachdem man dann zu spät merkte, was sich da aufgetürmt hat, wurde zuerst die Marktwirtschaft durch eine Bankenrettung ausgehebelt, dannach wurden die Stabilitätsanker des Währungsverbundes hemmungslos gebrochen (Masstricht, Lissabon) und jetzt muss angeblich die EZB - wie nach einem Reaktorunfall - plötzlich für Stabilität sorgen. Nein meine lieben, die Richtung der Bundesbank ist genau die richtige gewesen und hat uns viele Jahre Wohlstand und ein gutes miteinander gegeben. Dieses Prinzip funktioniert nur aus einem Grund nicht mehr, weil alle anderen Rahmenbedingungen ungestraft aufgegeben wurden!
  8. #27

    Kapitalismus

    Der viel gescholtene Kapitalismus funktioniert sehr gut. Es gibt Spielregeln an die sich jeder halten muss sonst darf er nicht mehr mitspielen, naja das waere der Idealfall.
    Was wir zur Zeit haben hat absolut nichts mit Kapitalismus zu tuen. Es handelt sich hier um eine Mischung aus Faschismus und Kleptokratie. Die Finanzeliten und die Politiker versuchen so viel wie moeglich von der Industrie und den Buergern zu stehlen, das hat aber auch ueberhaupt nichts mit Kapitalismus gemeinsam. Im Kapitalismus gibt es zum Beispiel keine Subventionen, Bailouts oder Rettungsschirme. Wer schlecht wirtschaftet geht pleite, und das ist/waere auch gut so. Wer sein Geld leichtfertig an marode Firmen/Staaten verleiht der geht das Risiko ein einen (grossen) Teil seines Geldes zu verlieren. Auch das ist gut so, daempft die Risikobereitschaft. Zur Zeit sind alle Prinzipien des Kapitalismus ausser Kraft gesetzt, genau deshalb fliegt uns das System bald um die Ohren.
  9. #28

    l

    Zitat von Rodelkoenig Beitrag anzeigen
    Die finanzielle Kernschmelze weltweit ist nicht mehr aufzuhalten. Die Notenbanken und die Politik versuchen nur noch, ein bisschen Zeit zu gewinnen ... wofür auch immer ... aber am Ende steht der Zusammenbruch des weltweiten Finanz- und Bankensystems.
    Aber davon geht die Welt nicht unter. Wir werden weiterhin was zu essen haben und ein Dach über'm Kopf. Und nach ein oder zwei Jahren Rezession wird sich auch die Realwirtschaft wieder erholen ... im Rahmen eines neuen Finanzsystems ... wenn wir Glück haben, sogar ein wesentlich gerechteres und nachhaltigeres, das ohne Spekulationen, Zockerei und Staatsverschuldung auskommt.

    Viele Grüße
    Ich fürchte diesmal könnte es anders sein. Es wird nicht wieder gut werden. Der Wohlstand in den Industrienationen wird immer weiter sinken. Es wird weitere solche Krisen geben in den nähsten Jahren, und mit jeder Krise wird der Wohlstand weiter sinken. Die Schwellenländer werden in Zukunft wohl das Sagen in der Welt haben und die jetzigen Industrienationen an Bedeutung verlieren
  10. #29

    Schon die Prinzipien sind irrwitzig

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Sind die*Deutschen*das geldpolitische Gewissen*der westlichen Welt? Nein, diese Zeiten sind vorbei.*In der*Dauer-Krise*haben klassische Prinzipien der Bundesbank keine Chance mehr. Das kurzfristig Notwendige hat über das langfristig Richtige gesiegt - mit drastischen Konsequenzen für uns alle.

    http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...779500,00.html
    Wer glaubt, dass man die Wirtschaft mit Geld versorgt, indem man es via Banken ins System pumpt, irrt! Oder käme jemand auf die Idee den Hausbau zu fördern, indem man die Makler mit Geld versorgt?

    Wer glaubt, dass man die Stabilität der Währung sichert, indem Wertguthaben auf Konten garantiert werden, irrt! Zum Kapitalismus gehört "das Recht auf Pleite" - die Selbstvernichtung von Geld durch Abschreibung von Forderungen ist integraler Bestandteil des Systems.

    Eine "Kernschmelze der Weltwirtschaft", die von den Finanzgurus als Drohung in den Raum gestellt wird, kann es gar nicht geben: So lange Menschen leben, werden sie immer wirtschaften! Sie wird nicht zum Erliegen kommen, wenn es mal kein Geld gibt.

    Wie Schimmelpilze haben sich die Bankster in die Fundamente des Kapitalismus gefressen und drohen damit, dass, wenn sie kaputtgehen, der Kapitalismus stirbt. Das Gegenteil ist der Fall - es gibt Mittel und Wege diese Parasiten loszuwerden, ohne "das System" zu zerstören - man muss nur wollen!

    Banken produzieren nichts - sie erbringen "nur" eine Dienstleistung. Diese lässt sich problemlos auch durch diejenigen bewältigen, die selbst Güter herstellen. Eine Gesellschaft, die es sich nicht zutraut, auf Banken verzichten zu können, ist ähnlich dekadent wie jemand, der ohne Dienstboten verrecken würde.

    Dabei ist die Bundesbank nicht besser als die restlichen Gelddealer. Sie tut ja nur so, als ob sie gegen die allgemeine Front Partei ergreifen würde und weiß dabei genau, dass sie es doch nicht machen würde. Und dieser Artikel fällt auch noch auf diese Theatralik herein!


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