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Europäische Schuldenkrise: Italien wappnet sich gegen das Griechen-Virus
Die Finanzmärkte*blasen zur*Hatz auf Italien: Investoren wetten, dass die Regierung in Rom ihren riesigen Schuldenberg nicht abtragen kann. Doch die Spekulanten dürften sich an dem Land die Zähne ausbeißen - es ist schlicht eine Nummer zu groß.
http://www.spiegel.de/wirtschaft/unt...773777,00.html
- #1 11.07.2011 18:46 von
- #2 11.07.2011 18:48 von
- #3 11.07.2011 18:49 von
o_o
""Allein deutsche Banken hatten Ende März insgesamt 116 Milliarden Euro nach Italien verliehen.""
116 Milliarden? Ja sind denn unsere Politiker eigentlich noch zu retten? - #4 11.07.2011 18:52 von
Italien.
Bevor Italien auch noch am Tropf hängt - DEUTSCHLAND raus aus dem Euro!
Dazu muss mal konsequent gewählt werden. - #5 11.07.2011 18:52 von
$$
Eine Nummer zu groß?? Blödsinn, es gibt kein too big to fail.
- #6 11.07.2011 18:53 von
Jawohl
[QUOTE=sysop;8257700]Die Finanzmärkte*blasen zur*Hatz auf Italien: Investoren wetten, dass die Regierung in Rom ihren riesigen Schuldenberg nicht abtragen kann.
Doch die Spekulanten dürften sich an dem Land die Zähne ausbeißen - es ist schlicht eine Nummer zu groß.
Immer positiv denken denn die Hoffnung stirbt zuletzt - #7 11.07.2011 18:55 von
Heute - morgen
So heißt es heute.Doch die Spekulanten dürften sich an dem Land die Zähne ausbeißen - es ist schlicht eine Nummer zu groß.
Mal sehen was die Presse morgen oder in naher Zukunft über Italien verkünden wird... - #8 11.07.2011 18:58 von
Real
Italien hat wenigstens noch etwas mehr Realwirtschaft als Oliven und Steine.
Aber wer weiss wie sehr Berlusconi das Land schon heruntergewirtschaftet hat. Frisierte Bilanzen - eine Sache, die zu Italien passen würde, eher als zu Griechenland.
Wo kann ich wetten das wir im Zweifelsfall auch Italien auszahlen? Möchte auch mal gewinnen beim Euro-Poker. ;) - #9 11.07.2011 19:00 von Michael Giertz
Italien und Griechenland
So ein Unfug. Es gibt kein Land das "zu groß" wäre, um nicht irgendwann an der eigenen Schuldenlast zusammenzubrechen. Die Frage ist nur wann und mit welchem Einfluss auf die Weltwirtschaft.
Wenn wir bedenken, welche Horrorszenarios an die Wand gemalt wurden (und werden), sollte Griechenland bankrott gehen (ein bekanntnermaßen kleines Land mit Mini-Wirtschaft im Vergleich zu den fünf größten EU-Mitgliedern), ist kaum auszudenken, was passiert, wenn eine wirklich einflussreiche EU-Nation das Handtuch wirft.
Nur: die Griechenlandkrise wäre womöglich gar nicht so sehr ausgewachsen, hätte man von Anfang an statt neuer Schulden lieber den notwendigen "Haircut" angesetzt oder die Schuldzinsen reduziert. In beiden Fällen wäre der große Posten "Schuldzinszahlungen" im Griechenlandhaushalt geschrumpft, die Regierung handlungsfähig geblieben. So aber wurde nichts erreicht - nur der Tag des Griechenlandbankrotts, den hat man rausgezögert.
Und Italien? Hier sieht's doch, in viel größerem Maßstab, ähnlich aus wie in Griechenland: Korruption und ein zu aufgepumpter öffentlicher Dienst. Hinzu kommen mafiöse Strukturen und Gefälligkeitsnetzwerke, die von Regierungsmitglieder hinein in die Mafia reichen.
Statt hier also Milliarden Euro reinzupumpen, sollte vielleicht in Italien die Misswirtschaft beseitigt und im Erfolgsfalle ein Teil der Schulden gestrichen werden. Hauptsache, der Posten "Schuldzinszahlung" sinkt. Denn der macht JEDE Regierung handlungsunfähig auf Dauer.
Vorteil bei diesem System des Schuldenabbaus: kein anderes EU-Mitglied muss für die Verschwendung eines Mitgliedstaates einstehen und Milliarden überweisen. Statt dessen könnten die defizitären Mitgliedsstaaten sich selbst aus dem Schuldenteufelskreis ziehen - und die einzigen "echten" Verlierer wären die bisher unangetasteten Gewinner: Spekulanten, Banken und Versicherungen: Private Unternehmer, die über den Schuldzins jeden Staat quasi enteignen.
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