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Europäische Presse zu den Piraten: "Offenheit kann eine Parteilinie nicht ersetzen"
dapdAls angehende dritte Kraft hinter CDU und SPD bekommen die Piraten in Europas Presse immer mehr Aufmerksamkeit. "Deutschland war bereit für frische Ideen", meint die Londoner "Times". Sie punkten vor allem mit ihrer "Offenherzigkeit", schreibt die Bukarester "România libera".
http://www.spiegel.de/politik/auslan...827320,00.html
- #1 13.04.2012 13:10 von
Ich lach mich eckig! Die kapieren alle tatsächlich nicht, daß die Piraten eine gewaltige Protestwelle sind. Und demzufolge ist es auch logisch, daß sie in Skandinavien bereits wieder verschwunden sind, dort gibt es sehr viel weniger Gründe, zu protestieren, als hier. Und wo wir dann hier sind: Abseits der Jubelarien, die in der Presse tagtäglich zum ach so tollen Zustand und der Stabilität der Wirtschaft und des Arbeitsmarktes gesungen werden, gibt es inzwischen Millionen Menschen, die stinksauer sind, weil all der Erfolg auf ihren Knochen gebaut und aus einem schamlosen Griff in ihre Lohntüten finanziert wird. Darum ist der Zuspruch gerade hierzulande so groß!
Aber wiegt euch nur weiter im Sonnenschein und redet euch ein, daß 40% der Wähler nicht zur Wahl kommen, weil das Wetter zu schön/schlecht war, oder der Termin ungünstig, oder was weiß ich warum ... aber nicht, weil sie das Gefühl haben, keine Wahl zu haben! Das wird ein böses Erwachen geben, spätestens wenn die die Lunte anzünden. Den Sprengstoff, der dann hochgeht, habt IHR mit euren Asozialreformen aufgetürmt! - #2 13.04.2012 13:40 von
Wir sind nicht doof
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Jede Partei ist für das Volk da und nicht für sich selbst. (Konrad Adenauer)
Leider haben das CDU/CSU/SPD/FDP/Die Grünen/Die Linken schon lange aus ihren Parteibüchern gestrichen. Und weil wir, das Volk, doch nicht so doof sind, wie Politiker gemeinhin denken, werden die Piraten noch sehr viele Wählerstimmen gewinnen. - #3 13.04.2012 13:54 von
Der Adenauer-Spruch war schon damals falsch, und er ist heute noch viel falscher. Ihm liegt eine irrsinnige völkische Vorstellung zugrunde, derzufolge sich Politiker für das Gemeinwohl zu interessieren hätten. Letztlich ist das Nazi-Denke.
Schon im Wort "Partei" steckt drin, dass sie unmöglich das ganze Volk repräsentieren kann. Parteien haben den allerersten Zweck, durch Abgrenzung von anderen Parteien parteiliche Interessen zu verfolgen. Politik in einer demokratischen Gesellschaft ist nur durch diese parteiliche Interessenvertretung denkbar. - #4 13.04.2012 14:00 von
ohne Titel
rtricker Wenn eine aufstrebende Partei von sich selbst behauptet, sie habe zu wichtigen Problemen noch zu wenig an Erkenntnissen, dann schreckt mich diese Aussage ab, und ich wäre mit dem Klammerebeutel gepudert, diese Partei zu wählen.
Unsere Strickerinnen und Stricker hatten als Gründungsmitglieder der Grünen feste Ziele im Auge gehabt. - #5 13.04.2012 14:06 von
Genau deswegen. Aber eines ist schon heute klar, sobald sie sich von einer anderen Partei zu einer Koalition bequatschen lassen, ist es mit ihnen aus. Die Piraten könnten sich ebenso auch "Nichtwähler-Partei" nennen und versprechen, nur als Wahlalternative für Protestwähler da zu sein und auch keine Abgeordneten in die Parlamente zu entsenden, was zur faktischen Verkleinerung des Parlaments führen würde - dann wäre sie sogar für mich eine Wahlalternative.
- #6 13.04.2012 14:06 von
- #7 13.04.2012 14:09 von
Unbekanntes Wesen Nichtwähler
Das größte Wählerpotential der Piraten liegt wohl bei der Wählergruppe, die man hierzulande als Nichtwähler bezeichnet. Da sich bis dato wohl noch niemand wirklich Gedanken über deren Wahlverhalten gemacht hat, ist man in den sogenannten „Volksparteien“ jetzt ziemlich verwirrt über ihre Mobilisierung durch die Piraten.
Die Annahme, dass der Begriff „Politikverdrossenheit“ das Verhalten der Nichtwähler beschreibt ist einfach nur falsch. Der Begriff „Politikerverdrossenheit“ passt da schon um einiges besser.
Die Reaktion unser Politiker auf aktuelle Ereignisse bringt jeden mitdenkenden Wähler, in Bezug auf die Fachkompetenz der jeweiligen Akteure, regelmäßig ins Grübeln.
Wenn die Piraten nicht mehr den „4-Jahres-Plänen“ (Parteiprogrammen) den Vorzug geben, sondern sich über die Meinung der Bevölkerung über den tatsächlichen Handlungsbedarf informieren wollen (hier wecken Sätze wie „Demokratie durch Transparenz und Beteiligung“ entsprechende Erwartungen), ist genau das der Punkt, der einen mitdenkenden Wähler an die Wahlurne bringt.
Die Medien haben mit dieser neuen Denkweise auch noch gewisse Probleme, aber bekanntlich ist der Mensch ja lernfähig. - #8 13.04.2012 14:15 von
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Liebe Journalisten beim Spiegel und in Europa: man kann vielleicht nicht mehr ohne Facebook und Twitter Journalist sein, Pirat sein funktioniert dagegen schon ohne Selbstentblössung
- #9 13.04.2012 14:50 von
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"Offenheit kann eine Parteilinie nicht ersetzen"
na und? Verlogenheit kann Vertrauen nicht ersetzen...
die Leute haben die Zäsur, den Paradigmenwechsel immer noch nicht begriffen...
die Parteilinie ist die Meinung des Volkes, und die ist nicht fixierbar...
gewöhnt euch also an den Zustand, dass es jetzt eine Partei gibt die versucht, das umzusetzen was das Volk, der Souverän möchte, und nicht wie die etablierten Parteien in starren Dogmatiken alles vor die Wand fährt ohne den Wandel der Zeit zu bemerken...
wer zu spät kommt, den bestraft das Leben...
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