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Europa-Vergleich: Warum der Norden den Süden gnadenlos aussticht

Die Schuldenkrise in*Europa deckt*schonungslos auf, wer derzeit die beste Wirtschaftspolitik macht. Während die Südstaaten in den meisten Statistiken Schlusslichter sind, punkten die nordischen Länder fast überall. Was steckt hinter*ihrem großen*Erfolg?

http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,777007,00.html
  1. #90

    Einschnitte in das soziale Netz

    Zitat von Palmstroem Beitrag anzeigen
    Kapital sucht sich immer eine Hintertür und meist führt das zu einer Spekulationsblase wie bei der Bankenkrise in Schweden und Finnland in den 80ern. Am Ende gab es harte Einschnitte in das soziale Netz und den Abgang der Sozialdemokraten, die bis dahin immer regiert hatten!
    Warum nicht das ganze soziale Netz kappen. Weg mit den ganzen "Versicherungen". Weg mit Wohngeld und ALG. Für die wirklichen Härtefälle können die Kirchen sorgen. Dann hätten die wenigstens noch eine sinnvolle Aufgabe.
    Aber dann auch kein Netz mehr für die Banken. Die sollen halt zusammenkrachen. Früher gab es auch keine Banken.
  2. #91

    Kommunistenphobie?

    Zitat von n.holgerson Beitrag anzeigen
    Aber ihre Vorschläge sind mal wieder typisch für die Kommunisten. Weil dahinter ja immer das gleiche System steckt. Erstmals den Karren in den Dreck fahren, die Schuld allen anderen geben und dann sinnfreie Vorschläge machen.
    Wo sind denn die Kommunisten, die „den Karren in den Dreck“ gefahren haben?
    Zitat von n.holgerson Beitrag anzeigen
    Die Spitzensteuersätze erhöhen? Ich glaube die Reichen wären da zwar nicht begeistert, aber ich persönlich glaube, da würde sich niemand wehren.
    Wenn man wartet, bis die FDP auf 0% ist, - möglich, aber eher unwahrscheinlich. :-)
    Zitat von n.holgerson Beitrag anzeigen
    Das Problem was Typen wie sie immer wieder übersehen ist, Deutschland hat kein Einnahmeproblem sondern ein Ausgabeproblem.
    Das aber unter anderem, weil Typen wie Sie die schönen Einnahmen verbrennen, um Banken zu stützen und durch ergänzendes Hartz IV Teile der Lohnkosten auf 3.te Welt Niveau herunter subventionieren. So wird Staatsverschuldung eingesetzt, um zu verschleiern, dass das „Deutschland“, welches von ungezügelter EU-Erweiterung und ungeregelter Globalisierung profitiert, aus einer kleinen, aber von einer parteiübergreifenden Lobby politisch erlesen vertreten Gruppe besteht.

    PS: Der aus Ihrer Sicht wohl letzte Kommunist, der Deutschland regiert hat, war Gerhard Schröder. :-)
    Er hat die Spitzensteuern gesenkt, Kopfprämien erhöht. Zusätzlich hat er die Zeitarbeit von sozialen Fesseln befreit, die Folgen durch kreditfinanzierte ergänzende Sozialleistungen verschleiert und so den gesellschaftlichen Protest begrenzt. Also alles asoziale Wohltaten für den Geldadel, die sich die schwarzgelbe Vorgängerregierung unter Kohl nicht getraut hat, - oder nicht umsetzen wollte.
  3. #92

    :)

    Zitat von Rockker Beitrag anzeigen
    Ganz richtig.
    Deshab sind die Vergleiche mehr oder weniger unsinnig.

    Die nord-westlichen europäischen Länder waren schon immer wirtschaftlich besser entwickelt als die südlichen und östlichen. Sie haben diesen Vorteil seit vielen Jahrhzehnten schon, lange bevor es EU überhaupt gab und sie haben ihn beibehalten, was auch nicht schwer war.
    Die südlichen Länder können ihren Rückstand so schnell und so leicht nicht nachholen.
    Vergessen wir nicht daß Portugal, Spanien und Griechenland noch bis vor ca. 35-40 Jahren, sehr rückständige, arme Länder waren, überwiegend mit der rückständigen Landwirtschaft und Fischerei, sonst nichts. Kaum Industrie und den Massentourismus von heute, hat es damals noch nicht gegeben.
    Während die Nord-Westländer ihre festen wirtschaftlichen und industriellen Strukturen schon lange gehabt haben.
    Wir sehen doch auch bei den neuen EU-Ländern aus dem Osten. Die haben versucht in den letzten 20 Jahren, seit der Wende, den 45-Jahre-Rückstand aus der Zeit des Kommunismus, nachzuholen, aber sie laufen dabei, den alten EU-Ländern atändig hinterher in jeder Hinsicht...und kämpfen alle, mehr oder weniger, mit enormen Schwierigkeiten... So einfach ist es also nicht.
    Und das beste Beispiel ist doch West- und Ostdeutschland... 20 Jahren nach der Wiedervereinigung existieren immer noch faktisch zwei Staate in einem Staat und die Unterschiede in der Entwicklung sind noch groß und sichtbar. Der Osten Deutschlands läuft immer noch hinterher... Der Rückstand ist so schnell und so einfach nicht nachzuholen. So ähnlich ist es bei den südlichen und östlichen Ländern...Bei allen Fehlern dort...

    Interessante Diskussion, was ich soweit bei Ihnen und den Vorgängern lesen kann.
    Zum Ost-West-Vergleich:
    Ich denke, das wird noch ein Weile so weiter gehen, bis kein Vergleich mehr gezogen werden kann. Meiner Meinung nach konzentriert sich der Osten richtiger Weise auf Cluster, die größeren Städte, wie Dresden, Halle-Leipzig, Jena. Die vielen kleineren werden nicht "zu halten sein", es sei denn man liegt im Pendlerumland.
    Wenn also weite Teile "entvölkert" sind, ergibt ein Ost-West-Vergleich keinen Sinn mehr, weil dann die Strukturen zu verschieden sind...
    Die Oster-Cluster mischen, wie SPON gezeigt hat, jetzt schon fast an der Spitze mit
  4. #93

    Steuern, und echte Bürger-Orientierung

    Es liegt doch auf der Hand warum die Nordländer erfolgreicher sind, auch wenn manche immer noch krampfhaft daran vorbei zu schielen versuchen:
    Jahrzehnte solider, vor allem (wirklich) sozialdemokratisch geprägter Politik für ein möglichst breit aufgestelltes Bürgertum. Das heisst dass durch Bildung und Sozialleistungen sozial Schwache nach oben gehievt werden, und obszöner Reichtum durch Steuern verhindert wird. Das gibt die breite Basis auf der gute Arbeit, Innovationen, usw. gedeihen. Denn der Erfolg einer Volkswirtschaft wird nicht durch Schaumschläger in Politk und Konzernen erzielt sondern ist die Summe von Millionen EInzelleistungen von Menschen die ihren Job gut machen. Wobei man erwähnen sollte dass dem Menschen die würdige Existenz nicht ermöglicht werden soll damit die Wirtschaft brummt, sondern es dieser mit hoher Wahrscheinlichkeit auch gut geht, wenn den Rechten jedes Einzelnen genüge getan wird.
  5. #94

    Im Grunde genommen richtig, aber.....

    Zitat von Psycho Dad Beitrag anzeigen
    Völliger Quatsch Soros als Kronzeugen heranzuziehen. Der sagt das, was seiner EIGENEN Position am meisten nutzt. Frag den Metztger ob die Wurst schmeckt....
    Wie kann das Verbot von CDS, was Soros fordert, Hedgefonds helfen?

    Kann mir das mal einer erklaeren?
  6. #95

    aha...

    Zitat von n.holgerson Beitrag anzeigen
    Die Spitzensteuersätze erhöhen? Ich glaube die Reichen wären da zwar nicht begeistert, aber ich persönlich glaube, da würde sich niemand wehren. Das Problem was Typen wie sie immer wieder übersehen ist, Deutschland hat kein Einnahmeproblem sondern ein Ausgabeproblem. Was würde denn passieren, wenn der Spitzensteuersatz angehoben wird. Ich würde alles darauf wetten, dass genau so Typen wie sie sich dann hinstellen würden und neue Ausgaben (ALG 2) erhöhen, fordern würden.
    Ihren Jargon führe ich mal fort...

    War ja klar, dass Typen wie Sie mal wieder auf ALG2-Empfänger einschlagen. Hat zwar mit dem Thema in erster Linie nichts zu tun, aber ist schön einfach und entspricht ihrem immer wieder gezeigten, sehr einfach strukturiertem Weltbild.

    Das Problem was "Typen" wie Sie nicht kapieren ist, dass ein ALG2-Epmfänger das erhaltene Geld wieder ausgibt und sofort dem Wirtschaftskreislauf zuführt, Nachfrage schafft etc. - zweifellos der Sinn des Geldes.

    Aber das sind volkswirtschaftliche und soziale Zusammenhänge die Typen wie sie in diesem Leben nicht mehr begreifen werden.
  7. #96

    So habe ich das noch gar nicht gesehen

    Zitat von gewgaw Beitrag anzeigen
    Schreibt doch einfach mal ohne Umwege "die Wahrheit":
    die Südländer sind einfach faule, hinterhältige Betrüger.
    Baden-Württemberg und Bayern als faule und hinterhältige Betrüger.
  8. #97

    Klingt gut

    Zitat von MünchenerKommentar Beitrag anzeigen
    Leider geht der Artikel nicht wirklich auf die Gründe ein, warum sich die nördlichen von den südlichen Ländern in einer Reihe von statistischen kriterien unterscheiden. Der einzige wirklich grundlegende Unterschied ist (von Sonderfaktoren wie Erölvorkommen abgesehen) das Klima. Die Verbindung zwischen Klima könnte man eventuell dadurch knüpfen, dass man annimmt, dass es in den südlichen Ländern generell leichter ist, einen Lebensstandard zu erreichen, der ein einigermaßen bequemes Leben ermöglicht, als im Norden. Im Süden braucht ein Haus keine Heizung, es reicht ein relativ primitives Dach über dem Kopf, um das ganze Jahr über nicht zu erfrieren. Die Landwirtschaft ist im Süden einfacher, da die Wachstumsperioden länger sind. Im Norden muss man sich also von Anfang an mehr anstrengen, um den niedrigsten akzeptablen Lebensstandard zu erreichen. Man kann sich vorstellen, dass sich diese nötige Anstrengung in der Kultur der Menschen, die dort leben, niederschlägt und der höhere "Schwung" auch heutzutage zu einer besseren Wirtschaft führt, auch wenn die heutige Wirtschaft weniger vom Klima abhängt.
    Klingt vernünftig. Tatsächlich scheinen die Menschen immer dort am Fortschrittlichsten gewesen zu sein, wo die Umwelt ihnen am wenigsten Vorteile brachte - früher war das genau umgekehrt. In Mitteleuropa war leicht Ackerbau zu betreiben, daher lebte man hier in der Technischen Steinzeit, während woanders ausgeklügelte Wasserversorgungen gebaut werden mussten, und Hochkulturen entstanden (Ägypten z.B.). Andererseits zeigt das Beispiel Spanien, wie man sich durch Immensen importierten Reichtum aus den Kolonien ins wirtschaftliche Abseits manövrieren kann. Wer massenhaft Südamerikanisches Gold hat, braucht keine eigene Wirtschaft.
  9. #98

    Ein kleiner Tip

    Das Warum ist ziemlich dürftig erklärt.
    Ich gebe noch einen Tip dazu:

    Im Süden ist dafür die Frömmigkeit hoch und die Macht der jeweilig dominierenden Religion ebenso.

    Die Marienverehrung treibt seltsame Blüten, und die jeweiligen Faschismusepisoden hatten auch sehr viel mit dieser Frömmigkeit und mit dieser noch kaum gebrochenen Pfaffen- und Popenmacht zu tun.
  10. #99

    mnnnm

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die Schuldenkrise in*Europa deckt*schonungslos auf, wer derzeit die beste Wirtschaftspolitik macht. Während die Südstaaten in den meisten Statistiken Schlusslichter sind, punkten die nordischen Länder fast überall. Was steckt hinter*ihrem großen*Erfolg?

    http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,777007,00.html
    Unsinn.Nordländer wie GB, Belgien oder Irland haben mehr Schulden als Spanien......


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