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Europa-Vergleich: Deutschland führt bei Antibiotika-Einsatz in der Tiermast
DPAKein Land in Europa setzt auch nur annähernd so viel Antibiotika in der Tiermast ein wie Deutschland - im vergangenen Jahr waren es 1,7 Millionen Kilogramm. Das kann zu Resistenzen auch beim Menschen führen sowie auf mangelnde Hygiene und nicht artgerechte Haltung in den Ställen hinweisen.
http://www.spiegel.de/wirtschaft/ser...-a-858092.html
- #1 26.09.2012 14:05 von
- #2 26.09.2012 14:17 von
Was soll so kompliziert an der Sache sein? Ich meine die Reduktion des Antibiotikaeinsatzes in der Fleischproduktion? Der erste Schritt muss das vollständige Verbot präventiver Gaben sein. Schwere Strafen müssen dieses Verbot bewehren, weil seine Übertretung im Prinzip den Rang einer Körperverletzung hat. Wer unter solchen Bedingungen nicht mehr produzieren kann muss eben vom Markt verschwinden.
Es ist einfach notwendig Regeln zur Geltung bringen, die eine artgerechte Tierhaltung stark nahelegen. Die dafür erforderlichen Lebensbedingungen der in "Produktion befindlichen Fleischmasse" müssen durch das Aushebeln medizinischer Kompensations- und Begleitmittel erst einmal hergestellt werden. - #3 26.09.2012 14:27 von
passend dazu
bei Focus:
Post-antibiotisches Zeitalter angebrochen: Antibiotika verlieren ihre Wirkung
Gibt es vielleicht einen Zusammenhang? Mögen sich die Leser ihre eigenen Gedanken dazu machen. - #4 26.09.2012 14:31 von
lecker!
Jeder, der sich bewusst Gedanken zu seiner Nahrung macht, sich fragt "was esse ich eigentlich?" sollte eigentlich nicht mehr in der Stimmung sein, Tiere aus Massenhaltung verzehren zu können. Mann muss schon beide Augen zumachen und sein Gewissen ausknipsen um dieses verseuchte Fleisch von gequälten Hähnchen, Schweinen und Rindern zu verzehren.
- #5 26.09.2012 14:37 von
Wie bei der Beschneidung
muß auch hier abgewogen werden: zwischen Menschenleben und Eigensucht. Bei unserer Gesellschaftsordnung hat der Götze Profit Vorrang, die Starken werden sich schon durchsetzen, das nennt man Auslese, Evolution.
- #6 26.09.2012 14:43 von
Absolut und relativ
Das stimmt nicht notwendigerweise. Man muss die absolut eingesetzte Menge an Antikiotika in Relation zur Zahl der Tiere setzten UND mit den Zahlen aus unseren Nachbarländern vergleichen. Dann und nur dann bekommt man aussagekräftige Daten.
Das z.B. in Holland weniger Antikiotika eingesetzt werden, war schon wegen der viel geringeren Größe des Landes zu erwarten. - #7 26.09.2012 14:52 von
Die Politik hat die Komplexität des Problems nicht erkannt
Ein durch Kredite erstellter Hühnerzuchtbetrieb ist per Ver-
trag mit seiner Bank zum Erfolg verurteilt: Keine Bank storniert Kreditraten, nur weil die Hühner krank waren. Folge: Polytoxomanie bei Hühnern und bei Verbrauchern. Schon beschuldigt die Politik Ärzte einer zu hohen Antibiotikaverordnung, beobachtet jedoch nur die Resistenzentwicklung bei Problemkeimen. Im Fall einer Borrelioseerkrankung kann der Genuß zweier Pharma-Hühner die Laborergebnisse mit der Folge einer Fehldiagnose verfälschen. Auch ist denkbar, dass der zusätzliche Genuß einiger Pharma-Hühner bei gleichzeitiger ärztlicher oraler Antibiotikagabe die Gefahr einer pseudomembranösen Kolitis erhöhen kann. Oder der Effekt
im Fall stillender Mütter. Solange die Politik jedoch immer nur "Wettbewerbsreserven" heben möchte, wird dieser
Mißstand nicht behebbar werden. - #8 26.09.2012 14:54 von
Sicher
Natürlich besteht da ein Zusammenhang (bin selbst Mikrobiologe!). Resistenzen werden in Bakterien nur an die nächste Generation weiter gereicht, wenn ein entsprechender Evolutuionsdruck da ist, sprich: Antibiotika. Sonst schmeissen sie den Gene wieder raus.
Was da von der Industrie (by the way: Pharmaindustrie) betrieben wird ist im besten Falle schwere Körperverletzung geht aber schon in den Bereich fahrelässige Tötung. Dass unsere Politik das akzeptiert (es geht um viel Geld) ist ein absoluter Skandal. Es ist mir absolut unverständlich, warum ussere Ärzteschaft nicht aufschreit, die regen sich sonst über jedes Zäpfchen Penicilin zuviel auf, aber wahrscheinlich kapieren die die Zusammenhänge mal wieder nicht. Man sollte die Hersteller und die Politiker verklagen! - #9 26.09.2012 14:54 von
Pro kg produziertem Fleisch wird in Holland etwa doppelt soviel Anti-
biotika eingesetzt wie in Deutschland. Selbst die Schweiz, die ja
nicht gerade für ihre Massentierhaltung bekannt ist, verbraucht
auf diese "Vergleichsgröße" umgerechnet mehr an Antibiotika.
Im übrigen ist es ein Trugschluss zu glauben, das in der Ökoland-
wirtschaft keine Medikamente eingesetzt werden.
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