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Europa-Talk bei Maischberger: Das Ende der Demokratie?

DPAAlle gegen Merkel? Bei ARD-Talkerin Maischberger ging es um die Folgen der Wahlen in Griechenland und Frankreich. In der Seniorenrunde trafen historisch versierte Haudegen aufeinander. Die unterhaltsamste Front verlief zwischen Peter Scholl-Latour und Arnulf Baring.

http://www.spiegel.de/kultur/tv/0,1518,832147,00.html
  1. #1

    Warum sollen wir eigentlich die Banken zufrieden stellen und ihnen nicht den Kopf abschlagen. Immerhin bringen sie uns alle vollkommen ohne Not in existenzielle Gefahr. Der Sparterror verhindert ja nicht nur aktuell wichtige Investitionen, sondern blockiert auch Forschung, Entwicklung und Umweltschutz. Wir sind es ja mittlerweile leider gewohnt, daß das Geld regiert, aber den Banken die volle Kontrolle zu geben wäre eine Tyrannei von besonderer Heimtücke, mit der nichts - NICHTS! - bisher dagewesenes vergleichbar ist. Jeder Mensch würde nur noch anhand seines ökonomischen Wertes beurteilt und entsprechend behandelt, für die meisten bedeutet das, daß sie als beliebig austauschbare Ware auf das notwendige Minimum gestutzt werden. Das ist nichts, was ein normal denkender Mensch jemals unterstützen würde.
    Die Wahlen in Frankreich und Griechenland zeigen, daß die Menschen zu demokratischen Reaktionen fähig sind, wenn sie merken, daß sie bedroht werden. Die Gefahr ist hierbei, daß sie radikal reagieren und ganz ernsthaft, der Weg in Richtung Sozialismus wäre da für die Masse der Menschen noch das kleinste Übel!
    Verursacht haben das die Brandstifter in Berlin und Brüssel - und jetzt wollen sie einfach die Demokratie abschaffen, weil ihnen die Entscheidung des Volkes nicht gefallen. Das ist nicht nur der falsche Weg, sondern dieser wird auch noch gnadenlos brutal enden. Es wird Zeit, auf das angeblich liberal-konservative Gesocks zu zeigen und zu rufen "Ihr SEID das Problem!"
  2. #2

    ist ja nix neues, diese balkon-szene aus der muppet-show.

    das wird doch dauernd so zelebriert. bei ernsthaften zukunftsthemen, zu denen die spd, union und fdp nichts substanzielles beizutragen haben, werden nur zu gerne deren older statesmen ausgegraben. wobei der verdacht erwächst, dass die zwar von lobbyismus befreiten, aber nicht mehr auf der höhe der zeit befindlichen altvorderen ausschließlich zur rettung der reputation ihrer parteien und der meinungsverwirrung der zuschauer herbeigerollt werden.

    der oberzombi allerdings muss sich nicht in die niederungen einer talkrunde begeben und kann seine verqualmten kommentare viel effektiver über schlichte statements ins mediengewirr pusten. leider, leider hat helmut schmidt immer noch eine unglaubliche reputation in der bevölkerung. dabei hatte er den ost-west-konflikt bis an den rand des atom-krieges gepokert und ist zudem der erste große vorantreiber der staatsverschuldung.
  3. #3

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Alle gegen Merkel? Bei ARD-Talkerin Maischberger ging es um die Folgen der Wahlen in Griechenland und Frankreich. In der Seniorenrunde trafen historisch versierte Haudegen aufeinander. Die unterhaltsamste Front verlief zwischen Peter Scholl-Latour und Arnulf Baring.

    Menschen bei Maischberger: Europa in Gefahr? - SPIEGEL ONLINE
    Island kann in der Tat ein gutes Vorbild sein, denn es hat einen gesunden Umgang mit seinem Bankensystem gefunden.

    Der politische Dualismus zwischen Deutschland und Frankreich war in der Vergangenheit immer positiv für Europa, mit Sarkozy und Merkel hatte sich dieser leider aufgelöst.
  4. #4

    optional

    Ha ... Spiegel, wie er leibt und lebt. Mal eben mit lockerer Ironie alles was andere glauben, sagen oder meinen ins Lächerliche ziehen. Nun, ich glaube, diese Männer dort hatten etwas zu sagen, WEIL sie etwas erlebt oder geleistet haben in ihrem Leben. Etwas, was man von dem Autor dieser Zeilen wohl schlecht behaupten kann.
  5. #5

    Schön und gut!

    Anzumahnen an die Gegenwart zu denken, klingt erstmal schön und gut. Nur bin ich überzeugt, daß das Geschehen der Gegenwart nur einordnen kann, wer in historischen Dimensionen denkt, Gegegnwart als fortgesetzte Geschichte begreift und Geschichte auch versteht.

    Ein Befolgen der Forderung an die Gegenwart zu denken ohne die Geschichte zu berücksichtigen, führt zu kurzfristigen Lösungen, die keine sind und den Keim des Scheiterns schon in sich tragen - meine ich...
  6. #6

    Nervig, nervig, nervig

    Diese Talkshow-Geißeln wie Baring, Scholl-Latour etc. sind einfach nur noch unerträglich. Zum erweiterten Kreis dieser nervigen Dauergäste gehören übrigens auch noch die Herren Henkel, Lauterbach, Friedman, Gysi, Niebel, Grupp, Trittin, Lindner, Jörges, Köppel sowie Frau Künast.
    Vor allem Herr Baring scheint sehr viel Zeit übrig zu haben, ist er doch regelmäßig auf sämtlichen Kanälen präsent, und es gibt praktisch kein Thema zu dem er im TV nicht lautstark seine Meinung kundtut. Möglicherweise leidet er auch - selbst im hohen Alter - einfach nur an Profilneurose - wer weiß das schon? Ich jedenfalls schalte erst gar nicht mehr ein, wenn ich eine dieser Personen auf der "Gästeliste" sehe
  7. #7

    sonderbar

    Leider kann ich weiten Teilen dieses Artikels nicht zustimmen. Scheinbar habe ich gestern eine andere Sendung gesehen. Für mich war Baring top! Augstein wirkte hingegen über weite Strecken naiv bis unbelehrbar... Schade, eigentlich ein sehr intelligenter mensch.
  8. #8

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Alle gegen Merkel? Bei ARD-Talkerin Maischberger ging es um die Folgen der Wahlen in Griechenland und Frankreich. In der Seniorenrunde trafen historisch versierte Haudegen aufeinander. Die unterhaltsamste Front verlief zwischen Peter Scholl-Latour und Arnulf Baring.

    Menschen bei Maischberger: Europa in Gefahr? - SPIEGEL ONLINE
    ich hätte dazu wirklich mal eine Frage:
    Warum soll man zu solchen Talkrunden überhaupt noch etwas sagen?
    Es sind fast überall die gleichen Gesichter mit den selben Sprechblasen.
    Das, was eine Talkrunde wirklich beleben könnte: die Vorstellungen und Meinungen des normalen Bürgers als Diskutanten wird nicht gewünscht.

    Der Beweis dafür zeigt sich uns immer wieder, wenn wir uns die "Meinung der Medien und Politiker" betrachten und dazu die Meinung der Bevölkerung.
    Diese Schere klaft gewaltig.
  9. #9

    Europa der Jugend

    Die fast geisterhaft anmutende Sendung der Greise stand im totalen Gegensatz zur Bastille am Sonntagabend: Die Mehrheit der feiernden Jung- Pariser haben bis jetzt nur rechte UMP-Regierungen/Präsidenten gekannt. Ihr Schrei nach Veränderung hat den französischen Wahlkampf entschieden. Es geht also zuerst um ihr junges Leben, das sie zu gestalten und zu meistern versuchen. Schon de Gaulle ist für sie dermassen weit entfernte Geschichte- die Zukunft zählt. Die Exkursionen des Trios PS-L, RvW und Baring waren manchmal köstlich, von echten Visonen für Europa sind sie aber meilenweit entfernt. Augstein hatte bei soviel Historie einen schweren Stand, allerdings kann man davon ausgehen, dass die Wahlen in NRW und die Parlamentswahlen in Frankreich die polische Karte in Europa weiterhin Richtung Sozialdemokratie verändern werden. In diesem Sinne ist die junge Generation dabei, das 'post-Merkelsche' Europa anzusteuern, die Abwahl Sarkozys sollte ihr zu denken geben !


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