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Europa in der Krise: Union der Scheinheiligen

Sie schwärmen von der politischen Union - und plündern die Gemeinschaft aus, wo immer es geht. Die Europäer, lautet das düstere Fazit des britischen Romanciers*Tim Parks, verweigern der eigenen Schöpfung zynisch die Loyalität und rauben ihr damit die Zukunft.

http://www.spiegel.de/politik/auslan...737521,00.html
  1. #1

    Europa in der Krise

    eine sehr zutreffende Zustandsbeschreibung, insbesondere "Union der Scheinheiligen" trifft den Nagel auf den Kopf.

    Was sollte die Konsequenz sein?
    - Abrücken vom Europäischen Superstaat, hin zu einem nationalstaatlich organisierten Europa
    - zurückstutzen der EU zur EWG
    - Abschaffung der (Zangs-)währungsunion
  2. #2

    Hm...

    [QUOTE=pitcapital
    Was sollte die Konsequenz sein?
    - Abrücken vom Europäischen Superstaat, hin zu einem nationalstaatlich organisierten Europa
    - zurückstutzen der EU zur EWG
    - Abschaffung der (Zangs-)währungsunion[/QUOTE]

    -Den euopaeischen Superstaat _relaisieren_. Den gibt es naemlich nicht, das ist Problem.
    -Dumm und bringt uns zu dem zurueck was man nicht haben will. Nationen. Die auch mal gerne in Konkurrenz zueinander Krieg fuehren.
    -Dumm. Nationalwaehrungen der euopaeischen Kleinstaaten (denn das sind wir alle, auch Deutschland) sind auf der Welt zur Bedeutungslosigkeit veruruteilt.
  3. #3

    Oder anders herum...

    Zitat von pitcapital Beitrag anzeigen
    ...
    Was sollte die Konsequenz sein?
    - Abrücken vom Europäischen Superstaat, hin zu einem nationalstaatlich organisierten Europa
    - zurückstutzen der EU zur EWG
    - Abschaffung der (Zangs-)währungsunion
    Oder eine endgültige Zerschlagung der Nationalstaaten?
    Vielleicht auch mit einen neuen Start?
    Frankreich, BeNeLux und Deutschland schaffen einen echten europäischen Bundesstaat. Wer die Bedingungen erfüllt und die Verfassung akzeptiert darf zu feststehenden Konditionen als Bundesland beitreten.
    Zur Wahrung der kulturellen Identität kann die Schweiz als Vorbild dienen.
    Ich wär dabei…
  4. #4

    konfus

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Sie schwärmen von der politischen Union - und plündern die Gemeinschaft aus, wo immer es geht. Die Europäer, lautet das düstere Fazit des britischen Romanciers*Tim Parks, verweigern der eigenen Schöpfung zynisch die Loyalität und rauben ihr damit die Zukunft.
    http://www.spiegel.de/politik/auslan...737521,00.html
    Ja es ist deprimierend, noch deprimierender ist allerdings, so ein konfuses Geschreibsel, wo sich ein innerer Widerspruch an den nächsten reiht, lesen zu müssen.
  5. #5

    .

    Ein wunderbarer Kommentar! So treffend.
    Einen Ausweg sehe ich darin, die EU ein Stück weit zurück zu fahren, Europa muss sich untereinander wieder etwas mehr separieren.
    Die Egoismen der einzelnen Staaten sind natürlich und gesund, wenn sie nicht überhand nehmen und ins Chauvinistische abgleiten.
    Auf das gesunde Maß kommt es an, hier wie immer und überall.

    Vergessen wir nicht, die EU wurde als Vision entwickelt, als Europa noch zwischen den beiden großen Weltmächten der Nachkriegszeit zerrieben zu werden drohte. Damals mag die Zusammenfügung Europas zu einem dritten starken Block richtig gewesen sein, inzwischen hat aber die Geschichte gelehrt, dass diese großen Tanker fast manövrierunfähig sind.

    Daraus müssen wir unsere Lehren ziehen, ehe das die absehbare Entwicklung der Welt für uns tut.
  6. #6

    Nöööööö

    Zitat von C_K99 Beitrag anzeigen
    Oder eine endgültige Zerschlagung der Nationalstaaten?
    Vielleicht auch mit einen neuen Start?
    Frankreich, BeNeLux und Deutschland schaffen einen echten europäischen Bundesstaat. Wer die Bedingungen erfüllt und die Verfassung akzeptiert darf zu feststehenden Konditionen als Bundesland beitreten.
    Zur Wahrung der kulturellen Identität kann die Schweiz als Vorbild dienen.
    Ich wär dabei…
    Ich nicht! Schon bei der Schaffung des "neuen Deutschlands" 1990 galt: Außer Spesen nix gewesen. Und zum Thema feststehende Konditionen: Das gabs schon mal als es darum ging, der Eurozone beizutreten...Griechenland lässt grüßen.....
  7. #7

    Das kann so nicht gut gehen.

    Zitat von pitcapital Beitrag anzeigen
    ...
    Was sollte die Konsequenz sein?
    - Abrücken vom Europäischen Superstaat, hin zu einem nationalstaatlich organisierten Europa
    In der Tat, denn dieser Staat kann nicht so funktonieren, wie er sollte. Es ist schlicht unmöglich, dieses Monster demokratisch und sozial auszurichten.
    http://www.youtube.com/watch?v=BtInXIHfxeM
    - zurückstutzen der EU zur EWG
    - Abschaffung der (Zangs-)währungsunion
    Den Euro wieder abzuschaffen, dürfte schwierig werden.
    http://die-linke.de/nc/die_linke/nac...-katastrophal/
    Bleibt nur noch die Hoffnung auf eine vernünftige, abgestimmte Wirtschaftspolitik. Die derzeitige neoliberale, ja geradezu autistische Politik hierzulande ist da allerdings äußerst kontraproduktiv, wie das Jean-Claude Juncker, und Andere, ja schon oft genug unmissverständlich dargelegt haben.
  8. #8

    Titel

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Sie schwärmen von der politischen Union - und plündern die Gemeinschaft aus, wo immer es geht. Die Europäer, lautet das düstere Fazit des britischen Romanciers*Tim Parks, verweigern der eigenen Schöpfung zynisch die Loyalität und rauben ihr damit die Zukunft.

    http://www.spiegel.de/politik/auslan...737521,00.html
    Ich verstehe diese Ungeduld nicht.
    Europa ist kein Melting-Pot in dem sich jeder fügt, weil er weiss, daß er selbst nur ein Einwanderer ist.

    Europa braucht Zeit. Mehrere Generationen.
    Keine selbstverliebten Darsteller, die sich mit fatalen Folgen für ganze Völker ins Gechietsbuch schreiben wollen.
  9. #9

    Sorry to say: That's bull!

    Zitat von C_K99 Beitrag anzeigen
    Oder eine endgültige Zerschlagung der Nationalstaaten?
    Vielleicht auch mit einen neuen Start?
    Frankreich, BeNeLux und Deutschland schaffen einen echten europäischen Bundesstaat. Wer die Bedingungen erfüllt und die Verfassung akzeptiert darf zu feststehenden Konditionen als Bundesland beitreten.
    Zur Wahrung der kulturellen Identität kann die Schweiz als Vorbild dienen.
    Ich wär dabei…
    Europa war immer eine Kopfgeburt, selbst als es nach dem Krieg sehr populär war -die Gründe der verschiedenen Gruppen und Nationen sollte man auch mal reflektieren-, waren es v.a. Intellektuelle, rheinische Katholiken und Vertreter der Wirtschaft die Europa promoteten. Wenn ein Volk seine Regierung nicht versteht, wenn es den Reden im Parlament nicht 100% folgen kann (oder verlassen Sie sich zu 100% darauf, dass z.B. der Ungar korrekt übersetzt wurde?), dann wird es bei diesem Gebilde auch nicht mit ganzem Herzen dabei sein!

    Und... eine europäische Sprache wollen Sie den Europäern doch nicht von oben aufoktroieren, oder?


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