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Europa braucht Kurswechsel: Volle Kraft zurück!

dpaFrische Milliarden für Griechenland liegen bereit, doch die Politik setzt damit ihre fatale Strategie fort. Europa braucht jetzt einen radikalen Kurswechsel: Weg vom Rettungsgeschacher, zurück zu nationaler Autonomie in der Finanzpolitik und zur Vertragstreue.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...818027,00.html
  1. #10

    Deuropa

    das gleiche sollte für die verteidigung gelten und für auslandseinsätze.
    man sollte das thema verteidigung vor geostrategische himmelfahrtskommandos stelle.
  2. #11

    Es ist eine

    perfekte Analyse in diesem Artikel.

    Und nationale Währungen mit nationalen Geldverantwortlichkeiten stehen einer gemeinsamen Währungspolitik nicht entgegen. Denn genau das hatten wir schon einmal bevor es mit dem Verarmungsgeld aus Brüssel losging.
    Die Notenbanken der nördlichen Stabilitätsstaaten (Bundesbank, Notenbanken der NL, AUT, CH und Dänemark) koordinierten ihre Geldpolitik. Ganz ohne große Politik, auf freiwilliger Basis und mit der Möglichkeit jederzeit zu diesem Club dazuzustoßen bzw. wieder aus ihm auszuscheiden bzw. auch mal gemeinsame Vorgehensweisen national anzupassen oder auch mal auszulassen).
    Und das klappte vorzüglich und ohne Probleme. Und was anderes kommt auch heute nicht in Frage. Denn eine politische Union wird EWG-Land tatsächlich nie werden weil es keiner will bzw. zu viele Staaten nur auf ihre eigenen Vorteile und die Absatzmärkte im EWG-Raum erpicht sind.
  3. #12

    Kurzfristig richtig

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Frische Milliarden für Griechenland liegen bereit, doch die Politik setzt damit ihre fatale Strategie fort. Europa braucht jetzt einen radikalen Kurswechsel: Weg vom Rettungsgeschacher, zurück zu nationaler Autonomie in der Finanzpolitik und zur Vertragstreue.

    Europa braucht Kurswechsel: Volle Kraft zurück! - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Wirtschaft
    Sicherlich kann es mittelfristig nicht so weitergehen, wie es im Moment läuft. Aber ich halte den Weg zurück in die nationale Autonomie nicht für den richtigen. Stattdessen sollte die EU radikal umgebaut werden, und zwar hin zu mehr Transparenz und Demokratie und weniger Bürokratie. Die EU wird von den Bürgern nicht als Autorität akzeptiert, weil sie nichts davon mitbekommen, und wenn, dann geht es um schon Beschlossenes.
    Das hat allerdings auch mit den Medien zu tun: Themen werden erst aufgegriffen, wenn es um die Umsetzung von Richtlinien in nationale Gesetze geht, und nicht im Entscheidungsprozess in der EU. Somit ist die EU für die Bürger wenig sichtbar, sie fühlen sich übergangen, sie haben nicht den Eindruck selbst zu herrschen (was in einer Demokratie ja sein sollte).
    Die EU muss also das Vertrauen der Bürger gewinnen, dazu sind meiner Meinung nach Reformen notwendig, aber auch ein stärkerer Fokus der Medien auf europäische Entscheidungen. Ist dies geschafft, können weitere Kompetenzen von den Nationalstaaten abgegeben werden.
  4. #13

    Raus aus der Währungsunion

    Jeder verpasste Tag wird uns weitere Milliarden kosten. Lasst uns die Währungsunion möglichst schnell verlassen.

    Sanieren kann sich jedes Land nur selbst - und das aber nur dann, wenn die Bevölkerung sich ihrer jeweiligen Lage bewusst ist und die Sanierung mitträgt.
  5. #14

    Man glaubt ....

    ... seinen Augen nicht, sowas in SPON ? Bisher waren das nur " Verschwörungstheoretiker " und " EURO-Verweigerer " die solche Meinung vertreten haben,. Aber was sol es . Meine Anerkennung für diese Leistung . Damit ist der Weg frei für weitere Erkenntnisse und natürlich dann auch für TATEN !
  6. #15

    Respekt, Respekt!

    Der Kommentar spricht mir aus dem Herzen.
    Wenn sich irgend etwas nicht mehr logisch begründen lässt, schiebt man inzwischen halt politische Gründe vor. Guter Wille eben, aber mehr auch nicht!
    Aber mit gutem Willen allein, lassen sich handfeste Probleme nunmal nicht lösen.
    Und die Fakten liegen doch für den Interessierten auf dem Tisch, nur werden die ausgeblendet, weil sie den gegenwärtigen Akteuren nicht ins Bild passen.
    Ein klarer Fall, wo guter Wille sich ins Kontraproduktive wandelt.
    Goethe hat es natürlich schöner ausgedrückt:
    Die Kraft die Gutes will und Böses schafft.
    Allerdings dürfte es mittlerweile ein wirklich schwieriges Unterfangen sein, die gigantischen Bürgschaften auch nur halbwegs unter Kontrolle zu halten. Für ein reines Zurückrudern dürfte es zu spät sein, allerdings
    nicht für ein "Schluss mit dem Quatsch", wir schlagen eine neue Richtung ein.
    Es wird natürlich eine Weile dauern, bis sich die Politik da ran traut, aber unterschwellig wage ich Anzeichen dafür auszumachen, das ein Umsteuerungsprozeß in die Wege geleitet wird.
    Aber bitte, fragen Sie mich nicht nach Quellen, ich könnte Ihnen tausend nennen, oder gar keine, das ist eher mein Gefühl.
    Ich zumindest hoffe, dass mein Gefühl mich nicht trügt!
  7. #16

    Austritt eines Landes aus dem Euro

    Zitat von kroetenstein Beitrag anzeigen
    Eine fast perfekte Zusammenfassung der Situation, bis auf den letzten Absatz: "Europa braucht den Euro".... Ganz im Gegenteil, der Euro hat viel zu viele Konstruktionsfehler und ist deswegen heute im Begriff Europa zu zerstören anstatt es zu verbinden.
    Die Frage ist, ob diese Konstruktionsfehler dem damaligen politischen Geschacher geschuldet waren und korrigiert werden können oder nicht. Eine einheitliche Währung hätte schon Vorteile für Europa - wenn sie denn funktioniert!

    Wenn der Euro-Vertrag allerdings den Austritt eines Landes aus der Währungsunion von vorneherein als Möglichkeit zuläßt, dann bedeutet dies, daß die Umwandlung von Staatsanleihen dieses Landes in die Landeswährung bei Euro-Austritt von Vorneherein Teil des Kaufvertrages dieser Staatsanleihen sein müssen, ebenso wie bei Gehältern in Arbeitsverträgen oder Mieten in Mietverträgen. Daß sich damals die Südländer degegen gewehrt haben, ist verständlich. Hätte dies doch die Zinsen für ihre Anleihen erhöht. Und die politische "Elite" in Brüssel glaubte ja in einem Zustand geistiger Umnachtung, Italien oder Griechenland würden die Zinsersparnisse bei ihren Staatsanleihen (die auch aus dem Erpressungspotential durch ihre Mitgliedschaft gegenüber dem Norden entstehen) zum Schuldenabbau oder für nachhaltige Investitionen nutzen.

    Bei einem Euro, der Austritte zuläßt, müßte also bei jedem Vertrag in Euro direkt mit angeben werden, daß er automatisch zum offiziellen Kurs in die Landeswährung umgewandelt wird, sollte das entsprechende Land austreten.
  8. #17

    Kommentare ändern nichts

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Frische Milliarden für Griechenland liegen bereit, doch die Politik setzt damit ihre fatale Strategie fort. Europa braucht jetzt einen radikalen Kurswechsel: Weg vom Rettungsgeschacher, zurück zu nationaler Autonomie in der Finanzpolitik und zur Vertragstreue.

    Euro-Debatte: Volle Kraft zurück! - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Wirtschaft
    Dieser Kommentar des ehemaligen Chefredakteurs von SPIEGEL und manager magazin ist richtig - auch was die Einschätzung anbelangt, dass er EURO bleiben muss. Das so gezimmerte Europa ist die beste Garantie für Frieden. Seit 67 Jahren ist zumindest in Mitteleuropa mit den irrwitzigen Kriegsspielchen Schluss. Doch Kommentare mit Einzelmeinungen ändern nichts. Das deutsche Volk kann zu 70 Prozent gegen die immer größeren Rettungsschirme sein - die Politiker machen ihren Stiefel weiter. Das ist ein Haufen Lemminge. Wenn man sich im Bundestagsradar mal ansieht, wo die sogenannten Abweichler bei CDU, CSU, FDP, SPD und Grünen bei der letzten Abstimmung zum 130 Milliarden Euro-Schirm sitzen, so sieht man: Alle waren Hinterbänkler!
    Sobald diese Geistesgrößen weiter nach vorn rutschen, ist es aus mit dem Denken. Dann schlägt das Lemmingverhalten voll durch. Und wenn dann schon mal ein Minister meint, Griechenland solle doch selbst aus dem Euro austreten, dann wird er von der Bundeskanzlerin so zusammengestaucht, dass er sich in die Hosen macht. Wenn doch nur ein paar Geistesgrößen das Ruder rumreißen könnten. Kommentare allein werden es nicht tun.
  9. #18

    nope

    nachdem die historiker im beitrag schon angesprochen worden, und ich mich ebenfalls dazu zählen darf, darf ich auch sagen, dass uns die geschichte lehrt, dass ein zurück ausgeschlossen ist. ein zurück ist eine größere utopie als der schritt in einen gesamteuropäischen staat. die augen davor zu verschließen und sich in eine vision zu flüchten, die stabilität und wohlstand durch rückzug suggeriert, ist gefährlich. der blick muss nach vorne gehen, mit mut und geist, dann klappts auch mit einer guten zukunft für europa
  10. #19

    Vielen, vielen Dank

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Frische Milliarden für Griechenland liegen bereit, doch die Politik setzt damit ihre fatale Strategie fort. Europa braucht jetzt einen radikalen Kurswechsel: Weg vom Rettungsgeschacher, zurück zu nationaler Autonomie in der Finanzpolitik und zur Vertragstreue.

    Euro-Debatte: Volle Kraft zurück! - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Wirtschaft
    für Ihren Beitrag.
    Wie wohltuend der realistische Blick auf das unwürdige Rettungsgeschacher.
    Ganz das Gegenteil zu dem romantischen Geschwafel eines sogenannten "Wirtschaftsweisen".
    Ja, die Bürger unseres Landes sind in großer Gefahr erwürgt zu werden, denn die Bürgschaften werden fällig, da hat der Stammtisch (das Volk) das richtige Gespür.


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