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Europa braucht Kurswechsel: Volle Kraft zurück!

dpaFrische Milliarden für Griechenland liegen bereit, doch die Politik setzt damit ihre fatale Strategie fort. Europa braucht jetzt einen radikalen Kurswechsel: Weg vom Rettungsgeschacher, zurück zu nationaler Autonomie in der Finanzpolitik und zur Vertragstreue.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...818027,00.html
  1. #120

    Kein Sirtaki

    Zitat von desmoulins Beitrag anzeigen
    Echt? Die Tatsache, dass Deutschland mehr hochqualitative (=teuere) Produkte auf internationalen Maerkten absetzten muss ist nicht relevant? Ist ja einfacher, ueber BMW- (0der VW-)fahrende Griechen zu schimpfen, als sich Gedanken darueber zu machen, was eigentlich hierzulande passieren wuerde, wenn die allesamt die "angemesseneren" Billigautos kaufen und fahren wuerden. Aber keine Angst, China hat eben angekuendigt, eine Autofabrik in Bulgarien zu bauen - und dann werden wir ja sehen...
    Haben Sie gestern die Zahlen von Audi gehört? Rekordumsätze! Und wo wurden die meisten Audi verkauft? In China. Soviel zu Ihrer Theorie. Griechenland ist für die deutsche Autoindustrie ein zu vernachlässigender Markt. Die Musik für BMW, Daimler, Audi und VW spielt keinen Sirtaki.
  2. #121

    Und

    Zitat von desmoulins Beitrag anzeigen
    Echt? Die Tatsache, dass Deutschland mehr hochqualitative (=teuere) Produkte auf internationalen Maerkten absetzten muss ist nicht relevant? Ist ja einfacher, ueber BMW- (0der VW-)fahrende Griechen zu schimpfen, als sich Gedanken darueber zu machen, was eigentlich hierzulande passieren wuerde, wenn die allesamt die "angemesseneren" Billigautos kaufen und fahren wuerden. Aber keine Angst, China hat eben angekuendigt, eine Autofabrik in Bulgarien zu bauen - und dann werden wir ja sehen...
    was soll nun dgl. Ausstülpung in all ihrer inhaltlich ebenso neben der Sache liegenden wie zum Ausdruck gebrachten aggressiven Ungehaltenheit ob einer anderen Meinung zur Horizonterweiterung beitragen?
  3. #122

    Nicht nur die demokratishen Rechte

    Zitat von margacon Beitrag anzeigen
    Ich frage mich, warum sich diese Logik nicht schon lange durchgesetzt hat. Wie lange soll es noch so weiter gehen. Es ist offenkundig, dass der bisher eingeschlagene Weg nicht zu Erfolg führen kann. Trotzdem scheint er aus den finanziellen Verstrickungen irgendwann kein Zurück mehr zu geben. Es muss ein Bürgerprotest her, der diesem Irrsinn jetzt Einhalt gebietet. Niemals haben deutsche Bürger sich mit einer Politik der EZB einverstanden erklärt, wie sie zur Zeit betrieben wird. Die demokratischen Rechte werden hier mit Füßen getreten.
    werden "mit Füßen getreten", sondern es herrscht ob der ständigen Rechtsbrüche des Maastricht-Vertrages eine Form von demokratischer Tyrannei,.
    Denn die polit. Entscheidungsträger und die Bankenhörigen verstoßen mit Wissen und Wollen gegen einen Vertrag, der wie alle Verträge abgeschlossen wurde, um ihn einzuhalten.

    Die Finanzoligarchie nutzt den €uro ausschl. für ihre Interessen und findet in der Politik willige Unterstützer.
    Für die Rechte der Steuerzahler setzt sich niemand ein.
  4. #123

    @blackmole

    Zitat von blackmole Beitrag anzeigen
    Sicherlich kann es mittelfristig nicht so weitergehen, wie es im Moment läuft. Aber ich halte den Weg zurück in die nationale Autonomie nicht für den richtigen. Stattdessen sollte die EU radikal umgebaut werden, und zwar hin zu mehr Transparenz und Demokratie und weniger Bürokratie. Die EU wird von den Bürgern nicht als Autorität akzeptiert, weil sie nichts davon mitbekommen, und wenn, dann geht es um schon Beschlossenes.
    Das hat allerdings auch mit den Medien zu tun: Themen werden erst aufgegriffen, wenn es um die Umsetzung von Richtlinien in nationale Gesetze geht, und nicht im Entscheidungsprozess in der EU. Somit ist die EU für die Bürger wenig sichtbar, sie fühlen sich übergangen, sie haben nicht den Eindruck selbst zu herrschen (was in einer Demokratie ja sein sollte).
    Die EU muss also das Vertrauen der Bürger gewinnen, dazu sind meiner Meinung nach Reformen notwendig, aber auch ein stärkerer Fokus der Medien auf europäische Entscheidungen. Ist dies geschafft, können weitere Kompetenzen von den Nationalstaaten abgegeben werden.
    Im Prinzip richtig, aber es dauert zu lange und ist nicht zu finanzieren. Allein die Wiedervereinigung hat uns 1,6 Billionen EUR gekostet und wir brauchten bis heute 23 Jahre; wobei der Prozess immer noch nicht abgeschlossen ist und unsere Staatsverschuldung deutlich in die Höhe getrieben wurde. Wir haben es hier aber mit 27 Staaten zu tun mit z.T. komplett unterschiedlichen Staatsstrukturen. Das lässt sich unmöglich erzwingen; nicht mal kriegerisch, wie der 2. Weltkrieg auf leidvolle Weise bewiesen hat und auch nicht finanzieren. Wer das glaubt und uns das weismachen will ist entweder ein Träumer ohne wirtschaftlichen Sachverstand oder er lügt und schiebt das Ganze vor, weil er ganz anderes im Schilde führt; Dinge die mit einer Demokratie nichts mehr zu tun haben.
  5. #124

    Beweis

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Frische Milliarden für Griechenland liegen bereit, doch die Politik setzt damit ihre fatale Strategie fort. Europa braucht jetzt einen radikalen Kurswechsel: Weg vom Rettungsgeschacher, zurück zu nationaler Autonomie in der Finanzpolitik und zur Vertragstreue.

    http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...818027,00.html
    10 Jahre haben bewiesen, daß der Euro NICHT funktionieren kann. Begründung: Weil KEIN Mensch sich an die Regeln hält und jeder versucht, sich nur seinen Vorteil zu sichern. Politiker halten sich an keine Abmachungen, wenn es um ihren politischen Vorteil geht.
    Jeder Politiker, der uns das weismachen will, ist entweder weltfremd oder lügt, weil er uns manipulieren will bzw. einen persönlichen Vorteil bezweckt.
    Meine persönliche Erfahrung ist die: Immer wenn sich alle Politiker in kürzester Zeit einig sind, herrscht oder droht Krieg oder es sind persönliche Interessen im Spiel; um es mal vorsichtig auszudrücken. Der Umstand, daß uns seit Jahrzehnten eine Volksabstimmung vorenthalten wird, macht mich nicht unbedingt zuversichtlicher. Beim Studium der ESM -Vertragsnormen leuten bei mir sämtliche Alarmglocken. Jeder der sich nur ein wenig im Vertragsrecht auskennt wird mir Recht geben. Jeder möge sich folgende Frage stellen: Würde er einen solchen Vertrag unterschreiben, wenn er mit dem Nachbarn in Vertragsverhandlungen stünde. Oder macht folgenden Test nehmt diesen ESM Vertragstext geht zu einem Anwalt und fragt diesen, ob er solch einen Vertrag unterschreiben würde; es dürfte Euch schwerfallen einen solchen zu finden.
  6. #125

    jaja

    Zitat von elikey01 Beitrag anzeigen
    werden "mit Füßen getreten", sondern es herrscht ob der ständigen Rechtsbrüche des Maastricht-Vertrages eine Form von demokratischer Tyrannei,.
    Denn die polit. Entscheidungsträger und die Bankenhörigen verstoßen mit Wissen und Wollen gegen einen Vertrag, der wie alle Verträge abgeschlossen wurde, um ihn einzuhalten.

    Die Finanzoligarchie nutzt den €uro ausschl. für ihre Interessen und findet in der Politik willige Unterstützer.
    Für die Rechte der Steuerzahler setzt sich niemand ein.
    ......

    Es gibt ja gar keine einheitliche Euro-Rettung: Die schwachen Länder versuchen irgendwie durchzukommen, die größeren, vorneweg Frankreich, versuchen ihre Banken zu stabilisieren und ansonsten geschieht, was die Wirtschaft wünscht. Es ist ja nicht ein Cent der vermeindlichen Rettung an Projekte für griechische Bürger geflossen, bezahlt wurden bislang lediglich Aufwendungen für Alt-Schulden, für die gleich neue entstanden. Und das auch nur, um Banken und Finanzsystem nicht über Gebühr zu belasten.
    Von Konzepten für die Zukunft wird viel geredet, aber zu sehen sind nur Lippenbekenntnisse und Willenserklärungen.
    Die gab es allerdings schon immer.
    rabenkrähe
    Geändert von ( um Uhr)
    Es gibt ein Leben vor dem Tod. Der wahre Pazifist ist bereit, mit der Waffe für seine Überzeugung zu kämpfen.....
  7. #126

    ne credite ! traut ihnen nicht !

    alles, was mir vom euro versprochen wurde war gelogen. jedes wort, jede silbe, jeder einzelne buchstaben. sogar der punkt am satzende.

    wenn mir die traurigen gestalten, von denen wir uns regieren lassen, sagen, sie lögen, so glaube ich das nicht, weil ich es für gelogen halte.

    wem nützt das, was die da machen? mir nicht, den griechen nicht, keinem menschen in €land. den banken auch nicht wirklich. man verteilt die verschwendeten werte einfach nur auf eine größere geldmenge. das ist alles nur augenwischerei.

    jeder weiß, daß diese "mengenmäßige erleichterung" nicht ewig funktionieren kann.

    mit sicherheit werden nicht nur die griechen bei den nächsten wahlen extremistisch wählen. und dann?

    wem nützt das ?


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