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Eurokrise: Wirtschaftsweise warnen vor übereilter Bankenunion

REUTERSMit kurzfristigen Lösungen ist es nicht getan: Die Wirtschaftsweisen sprechen sich in einem Gutachten gegen eine übereilte Bankenunion aus. Zunächst müsse dafür gesorgt werden, dass neben gegenseitiger Haftung auch gegenseitiger Kontrolle stehe. Der Euro stecke in einer "systemischen Krise".

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...843096,00.html
  1. #1

    Schuldentilgungsfonds?

    Auch die "Wirtschaftsweisen" scheinen langsam aber sicher "ihren Geist aufzugeben" (soweit überhaupt vorhanden, denn ihre ständigen Fehleinschätzungen sind schon Legende)!

    Eine Sozialisierung der Schulden, die letztendlich überwiegend zu Lasten des deutschen Steuerzahlers erfolgen würde?! Nein, und nochmlas nein!

    Aber man kann langsam aber sicher einen Exodus beobachten: Immer mehr gut ausgebldete Jugendliche verschwinden aus Deutschland, der Mittelstand sucht sich auch schon öfter Plätze außerhalb der "Eurowahnzone", vor allem im IT-Bereich, wo es auf den Standort absolut nicht ankommt!

    Und wer soll dann den ganzen Schwachsinn zahlen?

    Es sieht mehr ao aus, als würde die Eurorettung Europa nicht stabilisieren, sondern endgültig entzweien - denn "vereint" war dieses Europa noch nie und wird es auch niemals werden! Das ist Wolkenkuckuckucksheimdenken völlig neben der Realität lebender Politiker, die nicht einmal merken, dass der Zorn des Volkes immer mehr steigt ud keiner mehr Lust hat, den Zahlmeister für ein kaputtregiertes Europa zu spielen und alles, was er sich hart erarbeitet hat, durch die Unfähigkeit dieser dubiosen Politiker zu verlieren!

    Nur sollte sich das deutsche Volk langsam darauf besinnen, dass es immer noch eine Nation und der wahre Souverän dieses Landes ist. Weder die gewählten Volksvertreter und noch vieil weniger fremde Politiker der EU, die niemand gewählt hat und die niemand will!
  2. #2

    Exakt

    Zitat von kritiker111 Beitrag anzeigen
    Aber man kann langsam aber sicher einen Exodus beobachten: Immer mehr gut ausgebldete Jugendliche verschwinden aus Deutschland, der Mittelstand sucht sich auch schon öfter Plätze außerhalb der "Eurowahnzone", vor allem im IT-Bereich, wo es auf den Standort absolut nicht ankommt!


    Es sieht mehr ao aus, als würde die Eurorettung Europa nicht stabilisieren, sondern endgültig entzweien - denn "vereint" war dieses Europa noch nie und wird es auch niemals werden! Das ist Wolkenkuckuckucksheimdenken völlig neben der Realität lebender Politiker, die nicht einmal merken, dass der Zorn des Volkes immer mehr steigt ud keiner mehr Lust hat, den Zahlmeister für ein kaputtregiertes Europa zu spielen und alles, was er sich hart erarbeitet hat, durch die Unfähigkeit dieser dubiosen Politiker zu verlieren!
    Sehr guter Beitrag.
    Erstens misstrauen viele Unternehmen vernünftigerweise jedweder Cloud-Lösung, was aber nicht heißt, dass nicht viele Outsourcing und/oder Near- und Offshoring mit ihren standardisierbaren IT-Vorgängen beitreiben.

    Zweitens ein SKANDAL allererster Güte von diesem Juristen und seiner Physikern, über 160 gestandene Ökonomen als nicht kompetent hinstellen zu wollen, die zum Teil erhebliche Privatvermögen erarbeitet haben und die Märkte durchaus kennen. (SPON könnte mal die Hintergründe der Unterschreibenden beleuchten)

    Drittens ist die UdSSR nicht umsonst auseinandergebrochen - weil sie ein Vielvölker-Gefängnis war. Wozu also die EU zusammenbasteln? Was für ein Unfug! Sicherlich müssen wir uns gegen BRIC oder BRICT zur Wehr setzen können, aber dazu brauchen wir qualifizierte Teilnehmer aus Kern- und Nordeuropa und keine Hungerleider aus dem Süden und Südosten, die nicht wettbewerbsfähig werden wollen und die öffentlichen Kassen mehr plündern als alles andere.

    Viertens, fünftens... usw.
  3. #3

    Der Sachverständigenrat ...

    ... gibt den Befürchtungen der Professoren um Prof. Sinn einerseits Recht, was direkte Hilfen und Kontrolle von Euro-Banken angehen würde. ABER kommt dann mit ihrer "Lieblingsnummer", dem gemeinsamen Schuldentilgungsfonds ab 60 % Staatsverschuldung vom BIP.
    Dass es sich bei dieser Euro-Bad Bank um "Einlagen" von Billionen Euro handelt, haben diese Dame und die Herren des Sachverständigenrates wohl nicht nachgezählt.
    Was würde sich dabei für die Euro-Südschiene denn ändern, ein bisschen weniger Zinsen - vielleicht - bei diesen unsicheren Kantonisten, ABER für das bisher solide Deutschland viel höhere Zinsen und im Katastrophen-Fall (Euro-Pleite) die Totalhaftung der noch solventen (?) restlichen Steuerzahler.
    Die Krise geht jetzt in ihr fünftes Jahr und hat sich trotz eifriger Lösungsbemühungen (Kompliment an Frau Merkel!) nur noch verschlimmert.
    Die einzig wirkliche Lösung schlägt u.a. Warren Buffet, einer der reichsten und erfolgreichsten Männer der Welt vor: Vermögensabgabe der Millionäre ab 1 Mio. Euro z.B., davon 10 %, höhere EkSt. auf hohe Einkünfte, eine Finanztransaktions-Steuer, eine VermögenST, Trennung von sog. Investmentbanken in Geschäftsbanken und dazu der schon beschlossene Fiskalpakt mit automatischen Kontrollen und Sanktionen (Sperrung von EU-Subventionen).
    ALLES andere wird - leider - zu NICHTS führen, ausser zu weiterer Bereicherung der verantwortungs-losen Zocker-Banken. Wetten, dass ... ?
  4. #4

    Nur die Ruhe

    Zitat von kritiker111 Beitrag anzeigen
    Auch die "Wirtschaftsweisen" scheinen langsam aber sicher "ihren Geist aufzugeben" (soweit überhaupt vorhanden, denn ihre ständigen Fehleinschätzungen sind schon Legende)!
    ...
    Nur sollte sich das deutsche Volk langsam darauf besinnen, dass es immer noch eine Nation und der wahre Souverän dieses Landes ist. Weder die gewählten Volksvertreter und noch vieil weniger fremde Politiker der EU, die niemand gewählt hat und die niemand will!
    Die fünf Mitbürger die hier als Wirtschaftsweise" bezeichnet werden, haben das gleiche Recht wie Sie und ich, ihre Meinung zu sagen.Das war es dann aber auch schon. Ansonsten machen die, ebenso wie der Rest der Bevölkerung, ihr Kreuzchen bei der favorisierten Partei.Man sollte das also nicht überbewerten.
  5. #5

    Systemkrise? Meine Herren, das kann nicht ihr Ernst sein, :-))

    Alter Schwede, da bin jetzt aber wirklich von den Socken,
    das die "GUTEN" Wirtschaftswissenschaftler, festgestellt haben, das der Euro in einer Systemkrise steckt.
    Also ich bin nur ein kleiner Bürgerhobbit, habe mich bis vor einem halben Jahr nicht für Politik und Wirtschaft wirklich gross interessiert, weil ich glaubte, die labern eh nur blöd herum, ich als kleiner Bürger kann da eh nichts ändern. Durch die Grichenlandkrise und durch andere Umstände habe ich angefangen mal zu versuchen, hinter die Kulissen zu schauen. Ich will nur damit sagen, man sollte sich ernsthaft mit den Grundlagen des globalen Finanzsystem beschäftigen. Klar sind wir in einer Systemkrise und zwar aus meiner Sicht in einer globalen Finanzkrise. Also wenn ich die grundlegenden Dinge in ein paar Monaten verstanden habe, frage ich mich, was haben tollen Wirtschaftsexperten eigentlich die Jahre gemacht? Vom Herrn Scheuble finde ich es empörent, das er es "empörent" fand, das die kritischen Ökonomen panik verbreiten würden. Finde ich nicht , richtige Aufklärung ist der bessere Weg für eine insgesamt bessere Welt.
    Die Bürger verkraften das schon, also ich bin einer davon,
    ich habe die Wahrheit auch verkraftet, zuerst ist man ohnmächtig, dann gehen die Emotionen rauf und runter, tja und dann kommt Gelassenheit.
    So, wenn wir nun eine Systemkrise haben, plädieren diese Wirtschaftswissenschaftler für Eurobonds? Also,wenn wir eine Systemkrise haben,dann sollten wir nicht nur an der Oberfläche kratzen,sondern über eine Änderung des Geldsystems nachdenken. Es muss hier niemand auf der Welt verelenden. Es ist genug da. Wir sollten die Spielregeln ändern :-)))
  6. #6

    Wirtschaftsweise nehmen Stellung zu dem Euro-Schuldenproblem....

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die Euro-Staaten sollen laut dem Pakt gegenseitig für einen
    Teil ihrer Verbindlichkeiten gemeinsam einstehen
    und sich zugleich verpflichten, die Schulden auf 60 Prozent
    der jährlichen Wirtschaftsleistung abzubauen.
    Dazu sollen nationale Schulden, die die 60-Prozent-Marke
    übersteigen, in einen gemeinsamen Tilgungsfonds
    ausgelagert werden. Für den Tilgungsfonds würden alle
    Euro-Mitglieder gemeinsam haften.
    Die Wirtschaftsweisen lehnen die EU Gipfelbeschlüsse zur Lösung
    der europäischen Schuldenkrise und insbesondere die
    "übereilte Einführung einer Bankenunion" entschieden ab.

    Rekapitalisierung spanischer Banken sei kurzfristig nicht
    möglich, sondern erst nach Erfüllung von Vorbedingungen.

    Der "Teufelskreis aus Bankenkrise, Staatsschuldenkrise
    und makroökonomischer Krise" sei nicht durchbrochen worden.

    Viele Fragen, aber keine Antworten. Der Stab Merkels hat
    versagt. Soweit die Analyse - so gut.

    Was wäre die Problemlösung für die Schuldenkrise?
    ---------------------------------------------------------------------
    Eurobonds seien die Lösung!
    Dass Eurobonds die einzige Lösung seien, das hat uns der
    SPON Kolumnist Herr Münchau auch Woche für Woche
    erklärt.

    Back2Basics (Back to Basics)...
    ---------------------------------------------------------------------
    - Wer kann die Zinsen für die Eurobonds zahlen?
    (20 Billionen €, Zinsen pro 1 %= 200 Mrd. € pro Jahr)
    .... ???
    ... Sollen die Besserverdienenden etwa mehr Steuern zahlen?
    ... Wann werden die Reichen im Süden anfngen Steuern zu
    ... zahlen?

    Und last not least...
    Wer soll die Eurobonds denn kaufen?
    -----------------------------------------------------------------------
    ... Wer ist so blöd? Wer hat noch nicht, wer will noch mal?
    ... Die Dummen gibt es wohl. Werden Merkels
    ... Jubelperser die Eurobonds kaufen? Oder die rot/grünen
    ... Wähler? Die Chinesen wollen die Eurobonds leider nicht.

    Die Wirtschaftsweisen sagen uns das nicht!
    ----------------------------------------------------------------------
    Fazit: Am Ende des Tages werden die Eurobonds wohl
    Zwangshypotheken auf das Vermögen der deutschen
    besitzenden Klasse sein müssen:

    Was schon heute zu einem tiefen Zerwürfnis wegen eines
    Interessenkonfliktes in der deutschen Oberschicht
    und oberen Mittelschicht geführt hat.

    Bildungsbürger auf lukrativen Posten und
    mittelständische Unternehmer gegen
    die Topmanager der Großindustrie und der Banken.

    Die Superreichen wollen natürlich nicht zahlen ...*LOL*
  7. #7

    Der Schuldentilgungsfonds scheint mir nun unter allen Vorschlägen der übelste Betrug am Steuerzahler zu sein.
    Da werden die Schulden der Krisenländer in gute und schlechte (uneinbringliche) Schulden eingeteilt. Die guten, also tragbaren Schulden belässt man in der Hand der Krisenstaaten und damit im Finanzierungsbereich der Finanzindustrie, die uneinbringlichen Schulden, den Schrott, den Müll lässt man durch die Steuerzahler anderer Staaten finanzieren. Wie idiotisch ist denn so ein System und was ist von unseren Politikern zu halten, die das befürworten?
    Vielleicht verstehe ich das ja auch falsch, wenn nicht, dann ist das ein Spitzbubenplan ohne Beispiel. Dann hoffe ich, dass die Politiker, die diese Pläne befürworten, einfach nicht wissen, was sie tun. Andere Erklärungen wären schlimmer.
  8. #8

    mal wieder das Pferd von hinten

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Mit kurzfristigen Lösungen ist es nicht getan: Die Wirtschaftsweisen sprechen sich in einem Gutachten gegen eine übereilte Bankenunion aus. Zunächst müsse dafür gesorgt werden, dass neben gegenseitiger Haftung auch gegenseitiger Kontrolle stehe. Der Euro stecke in einer "systemischen Krise".

    Wirtschaftsweise warnen in Gutachten vor übereilter Bankenunion - SPIEGEL ONLINE
    Alles Blödsinn. Die uns vorgespiegelte Forderung nach konsequenter Kontrolle in der Bankenunion ist doch in dieser EU gar nicht realisierbar.

    Griechische Buchhaltungstricks, EU-Betrügereien (Olaf) u.a.ä. Haushaltstricks sind doch in dieser EU Alltag. Wer träumt denn da von regiden Kontrollen. Ach ja, und was war das mit den Zinsmanipulationen in England?

    Konsequent wäre, wenn jeder Staat seine Banken sprich Pappenheimer selber kontrolliert. EURO-weiter gleicher Standard in der Bankenbeschneidung ist natürlich in den Euro-Staaten zwingend erforderlich.

    Anstatt von einer Bankenunion zu träumen, sollte man lieber das Augenmerk auf eine Neuorganisation des Bankensektors legen.
    Zockerbuden sind nicht systemrelevant. Dieser Gedanke muss sich erst durchsetzen, alles andere kann dann folgen.
  9. #9

    ????

    Wo soll das alles hinführen ? Wir schütten seit nunmehr Jahren
    gutes Geld dem schlechten hinterher, es wir nie besser sondern immer noch mehr Schulden die diese Länder eh nicht mehr abzahlen können.

    Rettungsschirme,Schuldentilgungsfonds,ESM,Fiskalun ion,Bankenunion,.... Was noch alles lassen sich die Bankster einfallen um uns über den Tisch zu ziehen ?
    Warum sollen wir das mit unseren Geldern bezahlen ?
    Wenn ich bei der Bank meinen Kredit nicht mehr bezahlen kann, dann ist auch mein Haus weg. So waren ja auch Sicherheiten
    notwendig um zB einen Kredit in Griechenland zu gewähren ?

    Warum sollen wir da jetzt bezahlen ?
    Ich möchte keinen ESM. Ich möchte keine Fiskalunion, ich wollte keinen tEuro,... wer hat uns gefragt ? Wozu haben wir die Politiker eigentlich gewählt ? Sie sollten eigentlich die Stimme des Volkes vertreten ? Stattdessen werden wir nur verschaukelt.

    Schöne neue Welt.

    Ich weiss nicht mehr - habe ich morgen noch einen Job ?
    Ich weiss nicht mehr - was ist im Alter wenn ich krank werde ?
    Ich weiss nicht mehr - reicht meine Rente später zum leben ?
    ...
    Ich weiss nicht mehr - was wird aus meinen Kindern bei den Zuständen ?

    Alles ist nur noch unsicher - No Future.

    Alles in Allem : Es macht einfach keinen Spass mehr !
    Danke an die Volks-ver-treter !

    Wo bleibt der Rettungsschirm des "kleinen Mannes" - der dies alles jetzt beahlen soll ?

    Fortschritt war gestern - jetzt bewegen wir uns wieder rückwärts in Richtung Feudalismus/Skalverei.

    Denk ich an Europa in der Nacht, so bin ich um den Schlaf gebracht.


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