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Euro-Zone in der Krise: Griechen raus - und dann?

Werft Griechenland aus dem Euro - diese populistische Forderung macht sich allmählich die Politik zu eigen. Doch wenn die Griechen gehen müssen, werden auch Frankreich und Italien nicht mehr zu halten sein. Und am Ende? Besteht die Eurozone womöglich nur noch aus Deutschland und Österreich.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/ser...833487,00.html
  1. #40

    Argumentation unzureichend

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    An diesem ungemütlichen Punkt müssen wir uns entscheiden, ob wir über Griechenland hinaus noch weitere Austritte in Kauf nehmen, oder ob wir den Rest der Eurozone mit einer Fiskalunion zusammen halten wollen. Dann stellt sich natürlich noch die Frage, was der Rest ist: Die Eurozone minus Griechenland? Minus Griechenland, Portugal und Irland? Minus Spanien und Italien ? Und was ist mit Frankreich? Ein germanischer Rumpf-Euroraum? Wir und Österreich?

    Münchau warnt vor Ausschluss von Griechenland aus Euro-Zone - SPIEGEL ONLINE
    Es ist geradezu infam, die Eurozone ohne Griechenland, Portugal, Spanien, Irland und Italien als "germanischen Rumpf-Euroraum" zu bezeichnen und mit der Nennung von Deutschland und Österreich, wenn auch nur unterschwellig, eine Verbindung zu unseligen Nazi-Zeiten (Unterstelluing: es entstehe quasi ein Großdeutscher Euroraum) herzustellen.
    Fakt ist, dass die Eurozone Länder enthält, die wirtschaftlich dort nicht hinein gehören, die eigentlich niemals in diesen Währungsverbund gehört hätten. Ob mit einem Austritt bzw. einem stillschweigenden Herausgehen der Griechen (was rein juristisch nicht definiert wurde, kann rein politisch sehr wohl durchgeführt werden, Herr Münchau) wirklich eine weitere Austrittswelle kommen wird, wird man abwarten müssen. Es gibt viele Ökonomen, die das nicht so sehen, wie Herr Münchau, und schon lange einen Austritt Griechenlands aus dem EUro fordern.
    Aber nochmals zurück zum unterstellten germanischen Rumpf-Euroraum des Herrn Münchau. Selbst wenn man alle Länder, die Herr Münchau nennt vom Euroraum abzieht und noch Zypern dazu nimmt, das ja offenbar auch nicht sehr stabil zu sein scheint, verbleiben noch folgende Länder:
    Deutschland,
    Belgien,
    Niederlande,
    Luxemburg,
    Malta,
    Österreich,
    Finnland,
    Estland,
    Slowakei,
    Slowenien.
    Das sind ja alles ur-germanische Staaten, nicht wahr, Herr Münchau? Vor allem die Luxemburger, Niederländer ud Belgier werden frohlocken, wenn sie von einem deutschen Journalisten so über einen Kamm geschoren werden. In Finnland und Estland wird man sich auch freuen seit neuestem "germanisch" zu sein. Und in Slowenien und der Slowakei erst.
    Ihr einziges Ziel scheint zu sein, dass Deutschland sich endlich bereit erklären soll, die Schulden von Krisenstaaten in der Eurozone erst über Bürgschaften abzusichern, später dann ganz zu begleichen. Dass das weder ökonomisch durchführbar noch politisch durchsetzbar noch verfassungsrechtlich machbar ist, wollen Sie nicht sehen.
  2. #41

    Griechenland

    Mir gefällt ihr Artikel gut, denn ich bin auch ein Befürworter von Griechenland raus, weiß aber die Konsequenzen als Ökonom ganz gut einzuschätzen. Wenn wir hier alles durchgehen lassen, so sehe ich die Risiken, dass die anderen Länder im Süden auch nicht reformieren und sparen wollen. Aber einer muss nachher zahlen. Wir können ja gerne zu den Banken gehen, aber einer muss uns Geld für die Refinanzierung geben. Dies impliziert auch ausländische Investoren, ob Pensionsfond aus der USA, Staaten wie China, Hedgefonds, Versicherungen etc,,die unsere Staatsanleihen kaufen sollen. Ich finde es aber nicht gut, dass die Medien nicht sagen, ihr Griechen habt nun die Wahl: Basisdemokratie und Entscheidung Volk für beides, wie Nichtsparen und Euro, was nie realistisch ist, oder Euro behalten und Solidarität von den EU -Staaten. Das kann der Spiegel auch nicht. Ich habe es erlebt. 5 Minuten Zeit für eine Entscheidung mit weitreichenden Konsequenzen für das Team und Unternehmen.
  3. #42

    Und womöglich hätten dann einige

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Werft Griechenland aus dem Euro - diese populistische Forderung macht sich allmählich die Politik zu eigen. Doch wenn die Griechen gehen müssen, werden auch Frankreich und Italien nicht mehr zu halten sein. Und am Ende? Besteht die Eurozone womöglich nur noch aus Deutschland und Österreich.

    Münchau warnt vor Ausschluss von Griechenland aus Euro-Zone - SPIEGEL ONLINE
    Berufsoptimisten ihr Gesicht verloren, weil genau das eingetreten ist was ein paar kluge Köpfe und ein Großteil der Bevölkerung vor der Euroeinführung eingewendet haben. Und einige werden ihre dicken Konten verlieren die sie mit Herrschaftswissen illegal gefüllt haben. Ich habe nichts zu verlieren. Nur zu! Ein einiges Europa braucht keine einheitliche Währung. Der Traum von einem Gegenpol zum Dollar ist seit dem ungehemmten Wachstum Chinas und anderer BRICS Staaten eh ausgeträumt.
    Wir brauchen ein pluralistisches Europa mit nationalen und kulturellen Eigenheiten, keinen Einheitsbrei mit deutschen Spezialitäten am spanischen Strand oder echter Sangria und Jamon Iberico und Tapas in der Frankfurter Innenstadt. Für ein Tellerchen Tapas in Frankfurt zu exorbitanten 8 Euro (fast 16 DM) habe ich in Spanien noch 1987 locker die ganze Familie mit Tapas abgefüttert. Leider haben das die Meisten nicht miterlebt oder schon wieder vergessen.
    Kranke Politiker, habgierige Wirtschaft/Banken und sonstiges Gesindel haben uns das lebenswerte Europa kaputt gemacht. Nur weiter so! Ich kann die Menschen in Griechenland, Spanien, Portugal und Irland verstehen wenn sie ihrer Staatsmacht an den Kragen gehen.
    Ich hätte auch lieber einen DM-Schein im Portmonnaie als diese schei... Euro der Augenwischer!
  4. #43

    intellektuell

    Das Wort taucht in dem Artikel auf. Das intellektuelle Niveau dieses Artikels mach mich allerdings fassungslos. Eine Pampe auch nicht belegten Behauptungen und Annahmen zu einer Schlussfolgerung zu führen, ist schon kühn.
    Natürlich werden die Griechen den Euro nicht aufgeben.
    Wir werden ihn aufgeben müssen.
  5. #44

    Deutschland muss raus..

    Zitat von localpatriot Beitrag anzeigen
    Die Eurozone OHNE Deutschland koennte ueberleben. Mit D ueberhaupt nicht.
    Herr Muenschau. Schreiben sie das doch einmal. Als Volkwirt sollte ihnen diese Erkenntnis nicht schwer fallen.
    Genau so ist es. Griechenland passt in die Eurozone, Deutschland ist das Problem.
    Bei einem Austritt Deutschlands aus der Eurozone würde der Euro massiv abwerten. Für viele Länder wäre die Bedienung ihrer Euro-Schulden, dann ein kleineres Problem. Der Euro (und damit die Schulden) sind nur deshalb so überbewertet, weil Deutschland in der Eurozone ist und scheinbar für alle haftet.
  6. #45

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Werft Griechenland aus dem Euro - diese populistische Forderung macht sich allmählich die Politik zu eigen. Doch wenn die Griechen gehen müssen, werden auch Frankreich und Italien nicht mehr zu halten sein. Und am Ende? Besteht die Eurozone womöglich nur noch aus Deutschland und Österreich.

    Münchau warnt vor Ausschluss von Griechenland aus Euro-Zone - SPIEGEL ONLINE
    Das haben wir Bürger schon verstanden. Die Bank- und Finanzmanager bekommen vielleicht das hundertfache eines normalen Einkommens, mehr Ahnung was in dieser Krise zu tun ist haben sie deshalb aber auch nicht.

    Da man kein Land zwingen kann, aus dem Euro auszutreten, werden die Griechen oder andere Südländer das auch nicht freiwillig tun. Ich habe daher einen anderen Vorschlag:

    Wir treten aus. Zusammen mit einigen Nordländern, wie Holland, Finnland, Österreich und Luxemburg und gründen den Nord-Euro.
  7. #46

    Nationalwährungen wieder einführen

    Als Einheitswährung ist der Euro total verfehlt, weil es keine Wirtschafts- und Sozialunion in der Eurozone gibt. Als gemeinsame Außenhandelswährung der Euroländer mit nationalen Währungen kann der Euro aber bleiben.
  8. #47

    tsss

    Zitat von thepunisher75 Beitrag anzeigen
    Ich kann den Autor gut nachvollziehen, was das ganze soll mit dem "Griechenland raus" Getue habe ich bis jetzt nicht kapiert. Hoffen die meisten Deutschen Griechenbasher, das wenn Griechenland aus dem EURO fliegt die EU zusammenklappt und sie wieder ihre alte DM wieder bekommen ?
    Können oder wollen sie nicht verstehen das der Euro nicht die EU ist ?
    Die EU hat vor dem Euro existiert und sie wird auch nach dem Euro weiterexistieren. Wollen sie nicht einsehen das man nur Dinge transferieren kann die man auch hat , das kein einziges EU Land Überschüsse erzielt und es dementsprechend nichts zu verteilen gibt ?
    Wieviele kommende Generationen wollen sie noch zu Schuldsklaven degradieren , denn nichts anderes wird dabei herauskommen wenn man Geld das man sich leihen muss umverteilt ?
    Bedenken sie überhaupt das Inflation vor allem die Geringverdiener, Renter und Bezieher von Staatsleistungen treffen wird ?
    Bedenken sie das Eurobonds für nichts anderes sorgen werden als das bisherige AAA Länder deutlich mehr an Banken zahlen dürfen und das dieses Geld irgendwoher kommen muss ?
    Haben sie auch vergessen das Deutschland bereits das Hochsteuerland schlechthin ist , wieviel neue Steuern sollen es denn bitteschön noch sein ?
    Kommt ihnen vielleicht in den Sinn das die niedrigen Zinsen für die Südländer erst zu der Schuldenarie führten und indem man sie nun künstlich niedrig halten will via Eurobonds wieder mit demselben Kopf vor dieselbe Wand gerannt wird ?

    Und hören sie mit diesem unsinnigen Reichenbashing auf, denn die sind es die den grössten Teil des Umverteilungswahnsinns in Deutschland finanzieren . Wenn man reich ist wird man in vielen Ländern ausserhalb der Eurozone mit Kusshand genommen, und wenn man reich ist dann ist man kaum auf einen Arbeitsplatz angewiesen und kann wegziehen wenn man das will.
  9. #48

    Leider

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Werft Griechenland aus dem Euro - diese populistische Forderung ...
    ist es so wie Herr Muenchau schreibt. Griechenlands Ausscheiden waere nur der Anfang vom Ende des Euro, und sicher auch ein Ende der EU. Eine Renationalisierung der gesamten europaeischen Politik waere die Folge, nationale Waehrungen, nationale Grenzen, ... Endlich wieder Zollbeamte, Schlagbaeume, und, ach ja, Zoelle fuer Made in Germany. Danach wuerde sich D wehmuetig erinnern, wie toll die Exporte waren zu EU und Euro Zeiten - ohne Zoelle.
  10. #49

    Da simme ich Ihnen

    Zitat von Olaf Beitrag anzeigen
    Da man kein Land zwingen kann, aus dem Euro auszutreten, werden die Griechen oder andere Südländer das auch nicht freiwillig tun. Ich habe daher einen anderen Vorschlag:

    Wir treten aus. Zusammen mit einigen Nordländern, wie Holland, Finnland, Österreich und Luxemburg und gründen den Nord-Euro.
    100 % zu!

    Einen anderen Weg sehe ich z. Zt. nicht, da politisch nicht umsetzbar.
    Der Süden hätte wieder Luft zum Atmen und Deutschland könnte seine Währung zunächst den eigenen Bedürfnissen anpassen.
    Ein festes Währungssystem unter einander könnte man, nach dem sich die ersten Turbulenzen gelegt haben, auch wieder installieren.
    Und je nach dem, wie sich die Sache entwickelt, könnten einzelne Länder durchaus dem einen oder anderen Bündnis beitreten, gerade so, wie es sich gerade entwickelt hat.








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