Euro-Untergangsszenarien: Der Preis des Ausstiegs

Immer häufiger wird über ein Auseinanderbrechen der Euro-Zone spekuliert - oder sogar über ein komplettes Aus*der Gemeinschaftswährung. Das klingt oft so, als sei es nicht allzu schlimm*für Deutschland. Dabei wären die Folgen katastrophal.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...800461,00.html
  1. #20

    Nicht der EURO wird untergehen...

    ...aber die EU so sicher wie die Erde eine Scheibe ist.
    Wenn keine Abgrenzung der Schuldenländer ggb. den Gläubigernationen geschaffen wird ist ein Zusammenschluss nicht nur hirnrissig sondern hochgefährlich.

    Denn nach Portugal, Italien, Spanien, Polen u.div.a. ist das Konstrukt gar nicht mehr haltbar.

    Das wissen die Verantwortlichen und versuchen nur den Prozess zu verlangsamen um die Schäden allgemein gering zu halten und den Lobby-Besitzständlern Vorsprung im Rückzug zu geben.
    So einfach ist das. So kulturell wie wirtschaftlich andersartige Länder unter einen Hut zu bringe war von vorneherein Irrsinn. Irrsinn mit Kalkül. Denn Brüssel hat viele der wenigen Jahrzehnte sattgemacht. Schlimm.
  2. #21

    Toll

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Immer häufiger wird über ein Auseinanderbrechen der Euro-Zone spekuliert - oder sogar über ein komplettes Aus*der Gemeinschaftswährung. Das klingt oft so, als sei es nicht allzu schlimm*für Deutschland. Dabei wären die Folgen katastrophal.

    http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...800461,00.html
    Für diesen Artikel bekommen Sie, Herr David Böcking, von den tatsächlichen Profiteuren des Euro eine Eins mit Sternchen. Bravo!
  3. #22

    Gegenrede !

    Also hätte dem Spiel schon mehr zugetraut,als immer die gleichen Reflexe wenn es um den Euro-Ausstieg geht. Die arme Export-Wirtschaft würde leiden etc. Immer dieselben Argument. Nichts Neues.
    Gegenrede:
    Es muss gesagt werden, dass die Exporte in den EU-Raum seit der Euro-Einführung gesunken sind (werden immer unwichtiger). Wichtiger sind die neuen Märkte (China, Russland, Brasilien etc.)
    Was auch angeführt werden muss, ist dass sich die deutschen Waren über die Qualität und nicht über den Preis definieren. In einer Abwärtsspirale mit dem günstigsten Preis darf und soll sich Deutschland nicht messen. Vielmehr müssen deutsche Waren auf Ihre bekannte Qualität achten. Dies setzt auch wieder neue Produktivität frei und man kann sich um so mehr zukunftssicherer und fit machen. Dies würde heissen,dass ein immenser Innovationsschub bei Wiedereinführung der DM ausbrechen würde.
    Was hier im Artikel überhaupt nicht aufgeführt wird, sind die billigen Einfuhrpreise für Waren. Wenn wir die DM wieder hätten, würde der Ölpreis immens sinken und die Deutschen könnten wieder günstig tanken. Da Öl in US-Dollar abgerechnet wird, würde die DM gegenüber dem Dollar aufwerten. Die Produkte zur Produktion (Einfuhr) würde viel billiger werden und man könnte im Gegenzu die Preis senken!
    Für Frau Mustermann wird der Urlaub im Ausland wieder (sehr viel) billiger. Man wäre wieder was im Ausland. Die Leute würden einen wieder mit grossen Augen anschauen, wenn wir die DM wechseln (so wie früher). Da machte es Spass im Ausland. Da bekam man noch was für seine DM (Geld).
    Ergo: Deutschland würde die Wiedereinführung der DM gut schultern und gestärkt in die Zukunft gehen!
  4. #23

    Unbeherrschbar

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Immer häufiger wird über ein Auseinanderbrechen der Euro-Zone spekuliert - oder sogar über ein komplettes Aus*der Gemeinschaftswährung. Das klingt oft so, als sei es nicht allzu schlimm*für Deutschland. Dabei wären die Folgen katastrophal.

    http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...800461,00.html
    Diese Krise wird noch all ihre Kinder auffressen, sie scheint unbeherrschbar zu sein, aber das liegt eben nicht nur am €uro, sondern am System und damit ist man an seinen Grenzen gestoßen.
    Aber warum traut es sich keiner von diesen klugen Leuten das laut zusagen?
    Jeden Tag hören wir neue schlechte Nachrichten, jeden Tag versucht man irgendwie auch nur neues Öl ins Feuer zu gießen, keiner weiß was man imgrunde verändern sollte, denn sie alle trauen sich nicht weiter zu denken, sie sind die Gefangenen, die kein Mut haben aus der Krise und somit einen anderen Weg zu gehen, sie halten an den Spielregel ihres System fest und können damit nur untergehen.
    Die Welt steckt in der Schuldenfalle und Deutschland die imgrunde ein gutes Wirtschaftsjahr und somit auch gute Steuereinnahmen verzeichnen können machen trotzdem noch 25 Millarden neue Schulden, diesen Politikern ist wirklich nicht mehr zu helfen.
    Auch von der ersten Weltmacht den USA hört man nichts gescheites, sie zeigen nur mit ihren schmutzigen Fingern nach Europa und von Europa können sie nichts mehr positives erwarten, denn ihre eigene Wirtschaftspolitik ist gescheitert.
    Das einzige was in den USA noch läuft sind Spekulationsgeschäfte, oder die Geschichten mit dem Internetmedien, aber die schaffen nun mal keine Werte, die Wertschöpfung läuft in anderen Bereichen und die haben die USA in fremden Ländern abgegeben.
    Also kommt aus den USA nur erneut ein Geschrei, man steckt den Kopf in den Sand und hofft auf bessere Zeiten, aber die gibt es nicht mehr.
    Und so schlittert die gesamte Welt in einer noch nie dagewesenen tiefen Krise.
  5. #24

    Aus der EU austreten wäre sehr billig, denn

    dann wären urplötzlich die Nettozahlungen an die EU weg, die DM wäre stark und damit die Kaufkraft im Ausland hoch (Öl, Rohstoffe etc. wären billiger) und eine starke DM hat dem Exportweltmeister Deutschland noch nie geschadet, denn Qualität kostet eben Geld und das wissen die Kunden aber unterm Strich sind z.B. teure Maschinen wieder billiger, weil sie länger halten, weniger anfällig sind, bessere Qualität produzieren etc.
    Es kennt doch jeder chinesische Produkte...billig aber zum Wegschmeissen.
  6. #25

    s21

    Zitat von the lucky one Beitrag anzeigen
    Hallo!
    Bin leider kein bewanderter Politologe. Daher meine wohl "dumme" Frage: Wie kann man den deutschen Bürgern ermöglichen, über einen Euro-Ausstieg zu entscheiden?
    Wir haben hier Volksbegehren und Volksentscheid, aber wie kann man so ein Projekt auf Bundesebene starten?
    kastortransporte....
    das volk muss sich zeigen und für mehr demokratie kämpfen. nur so bekommt es sein ursprungliches recht als primat der politik zurück.

    deutschland ist keine nation mit demokratischen wurzeln. demokratie war erzwungen. nach dem 1. wk als flucht und furcht vor dem bolchewismus, nach dem 2. wk als schutz vor dem ostblock. in beiden fällen wurde es nicht vom volk gewollt, was ja darin endete, das wir 12 jahre totalen wahnsinn in unseren geschichtsbüchern stehen haben bzw. uns vorschreiben lassen mussten, unter welchen bedingungen die wiedervereinigung (z.b. euro) gestaltet wird.

    deutschland ist eine erkaufte demokratie, die mit wohlstand im gleichgewicht gehalten wird. ich bin mal gespannt wieviele demokraten man noch findet, wenn dieser wohlstand verschwunden ist.......
  7. #26

    Die Exportlüge

    Seit JAhren erzählen uns Medien und Politik, dass wir als Exportnation vom Euro profitieren, ja unser ganzer Wohlstand davon abhängt. Das ist eine Lüge!

    Tatsache ist, dass wir derzeit für Exporte nach Griechenland, Spanien, Italien, Irland und Portugal nicht nur nichts bekommen, wir schießen auch noch Geld nach.

    Selbst wenn einzelne Unternehmen vom Euro profitieren, heißt das noch nicht, dass auch die Bürger davon profitieren. Es gibt keinen Automatismus wonach der Profit eines Unternehmens automatisch seinen Mitarbeitern oder gar der gesamten Volkswirtschaft zugute kommen. Vielmehr haben die Deutschen während der letzten Jahre im Außenverhältnis einen massiven Kaufkraftverlust durch den Euro hinnehmen müssen.

    Und schließlich wäre eine Rückkehr zur D-Mark nicht das Ende der Exportnation Deutschland. Denn die deutsche Industrie bietet eine ganze Reihe von Produkten an, die weltweit einzigartig sind. Volkswirtschaften wie die BRIC-Staaten sind auf unsere Produkte angewiesen, egal in welcher Währung.

    Vielmehr wird der Euro uns in eine Hyperinflation führen. Zum einen durch die Gelddruckerei der EZB. Zum anderen, weil der Euro durch die Krise gegenüber dem Dollar weiter an Wert verliert. Das bedeutet, besonders Öl und Gas werden immens viel teurer. Und da gerade Energie der Inflationstreiber Nummer 1 ist, wird das Leben in Deutschland mittelfristig sehr viel teurer und auch die energieträchtige Industrie (Export!) wird darunter massiv leiden.

    Aber Hauptsache, wir alle glauben an das schöne Exportmärchen. Denn dem sei Dank, geht es uns allen ja so gut.
  8. #27

    das wäre daran so schlimm.

    Zitat von paretooptimal Beitrag anzeigen
    denn an einem Ausstieg aus der EURO-Währung für Deutschland so schlimm sein? Ist doch totaler Blödsinn. Gute Produkte und Know-How verkaufen sich immer. Egal ob in EURO oder in DM-Mark.
    Genau darum haben die Schweizer erst kürzlich ihren Franken an den € gekoppelt. Durch die Aufwertung des Franken war die Schwitz nicht mehr Wettbewerbsfähig, genau das würde Deutschland wohl auch passieren.
  9. #28

    Frage

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Dabei wären die Folgen katastrophal.
    Ich frage mich immer öfter, wie wir überhaupt in der Vor-Euro-Zeit überleben konnten? Wenn man den Artikel liest, kann man glauben, erst mit dem Euro wäre der Wohlstand nach Deutschland gekommen .....
  10. #29

    am besten gestern Ausgestiegen

    jeder halbwegs vernünftig denkende Mensch muss erkennen dass ein Ausstieg nicht nur geboten ist, sondern längst überfällig.
    Jeden Tag länger in dieser Katastrophalen Währungsunion und es wird immer teurer.
    Jedes Volk soll seine eigene Währung haben, gerade in Europa!
    Im Binnenmarkt kann man ja durchaus eine Verrechnungseinheit einführen, den wir schon einmal hatten, den ECU
    alles darüber hinaus Gehende ist Unsinn!

    Eine EU die uns Vorschriften macht brauchen wir ebenfalls nicht, die Glühbirnenverordnung ist so ein krasses Beispiel für verfehlte Binnenmarktpolitik.