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Euro-Untergangsszenarien: Der Preis des Ausstiegs

Immer häufiger wird über ein Auseinanderbrechen der Euro-Zone spekuliert - oder sogar über ein komplettes Aus*der Gemeinschaftswährung. Das klingt oft so, als sei es nicht allzu schlimm*für Deutschland. Dabei wären die Folgen katastrophal.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...800461,00.html
  1. #10

    Ach was?

    All diese Szenarien haben die ach so realitätsfremden Linken schon länger beleuchtet, inklusive der katastrophalen Folgen, schön daß es nun auch die konservative Seite endlich begreift.
    Dabei ist das eigentliche Problem des Euro lediglich an die Frage gekoppelt, wie lange man sich von der Finanzindustrie noch erpressen lassen will. Denn nichts anderes passiert hier gerade, die Banken nötigen den Staaten über ihre Freunde von den Ratingagenturen für geliehenes Geld plötzlich 4 bis 5 Prozent Zinsen, statt vorher 2 bis 3 ab. Das Risiko eines Ausfalls ist dabei genauso groß wie vorher. Da man somit aber einen finanziellen Mehrbedarf erzeugt, steigen die Zinsen weiter (mehr Risiko). Und da die EU bisher darauf reinfällt (oder es willig zuläßt), werden auch noch Sparprogramme durchgedrückt, die die Wirtschaft abwürgen und noch mehr Risiko produzieren. Und schon zahlt man 7 bis 8 Prozent Zinsen und der Zahlungsausfall wird noch wahrscheinlicher. Wenn das so weitergeht werden die Finanzhaie irgendwann auch vor unserer Tür stehen - die letzte Platzierung deutscher Staatsanleihen hatte übrigens schon Problem, Käufer zu finden, Hauptgrund vermutlich, weil die Erträge zu mager werden. Wer investiert schon in 1.7% Zinsen, wenn er 7 haben kann und das mögliche Ausfallrisiko am Ende doch von dem gedeckt wird, der ansonsten nur die 1.7% zahlen würde! Und wir werden zahlen, auf die ein oder andere Weise. Das ist die Quittung für das rücksichtslose Lohndumping und die exportfixiertheit der Politik der letzten Jahrzehnte! Schlimm ist nur: Die Schuldigen werden sich wie immer irgendwo verkriechen und mit dem Finger auf andere zeigen. Und das Volk ist auch weiterhin so blöd und fällt darauf rein.
  2. #11

    Euro ist nicht gleich Europa

    Zitat von Woolloomooloo Beitrag anzeigen
    in DM-Zeiten hat es Deutschland nicht nur geschafft über viele Jahre Exportweltmeister zu sein, sondern man konnte quasi nebenbei die höchsten Goldreserven neben den USA ansammeln.

    Im Ausland war man als Deutscher wg der Kaufkauft ein König.
    In der Tat: solche Zustände kann man niemand zumuten...
    Das sehe ich genau so. Und EU ist nicht gleich Euro.Solange jeder noch seine eigene Währung in Europa hatte, konnte man den Kurs an der Kaufkraft messen. Dass das mit dem Euro in die Hose geht, war doch von Anfang an klar. Was hilft es, wenn wir in andere Euro-Länder massenhaft exportieren, aber keiner von denen kann es zum Schluss bezahlen. Vernünftige Wechselkurse hätten den Schlammassel verhindert. Deshalb ist noch lange nicht der Gedanke über ein gemeinsames Europa hinfällig, wie es uns manche Poliker weiß machen wollen.
  3. #12

    Ausstieg nicht vorgesehen!

    Ich verstehe ehrlichgesagt nicht das Problem. Es ist richtig, dass ein Ausstieg in den Verträgen nicht vorgesehen ist. Dann müsste man eben die Verträge brechen. Dies wird doch schon seit Jahren immer da, wo es der Politik gerade passt. Daher müsste es doch ohne Problem auch hier gehen.
  4. #13

    Nützlinge

    In Europa werden 37,1 Billionen Vermögen verwaltet.
    Nun sag mir bloß keiner, da wäre kein Geld da! Wenn man(n)/frau aber will, dass die EU mit samt dem € untergehen sollen, dann bitte schön. Die erlauchten EU-Billionäre haben es dann aber auch gewollt, Frau Merkozy! An jedem Untergang verdienen welche sich dumm & dä..., das ist systemimmanent! Und,by the way, von allen CasinoPlayern gewusst, das gehört quasi dazu! Und das Volk? Tja, was soll`s, mal wieder Pech gehabt!
  5. #14

    -

    Wenn die beiträge dieses Forums ein Spiegelbild der gesellschaftlichen Kompetenz zum Euro darstellen hoffe ich sehr das es einen Volksentscheid zum Euro niemals geben wird.
  6. #15

    Narretei

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Immer häufiger wird über ein Auseinanderbrechen der Euro-Zone spekuliert ... Dabei wären die Folgen katastrophal.

    http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...800461,00.html
    Deutschland war zu DM Zeiten Exportweltmeister. Jetzt haben wir den Euro und hinken hinterher.
    Das Scheitern des Euro wäre für die faulen Pleitstaaten katastrophal. Für Deutschland ein Freudentag.

    _ Glühbirnenverbot
    _ Bürokratie
    _ drohendes EU Tempolimit
    _ Irrsinnssummen deutscher Steuergelder
    Deutschland hat speziell vom Euro und der EU Bürokratie nur Nachteile.

    Man kann auch ohne diese nutzlosen EU Beamtenhäufen freidlicher Nachbarschaft pflegen.
  7. #16

    Es ist alles möglich, ...

    Zitat von micky2 Beitrag anzeigen
    Ein Volksbegehren und Volksentscheid ist auf Bundesebene nicht möglich, soweit ich weiß! :(
    wenn man nur will. Nur die Politiker wollen das nicht, denn dann müssten sie Entscheidungsmacht abgeben und das tut kein Politiker freiwillig.
  8. #17

    ...

    Zitat von the lucky one Beitrag anzeigen
    Hallo!
    Bin leider kein bewanderter Politologe. Daher meine wohl "dumme" Frage: Wie kann man den deutschen Bürgern ermöglichen, über einen Euro-Ausstieg zu entscheiden?
    Ganz einfach - gar nicht! Man darf hier zwar über einen Provinzbahnhof abstimmen, bei existenziellen, die gesammte Nation betreffenden Fragen wie Krieg und Frieden in AFG oder eben die Eurodebatte liegt die Entscheidung aber einzig in den "bewährten" Händen unserer Berufspolitiker.

    Zitat von the lucky one Beitrag anzeigen
    Wir haben hier Volksbegehren und Volksentscheid, aber wie kann man so ein Projekt auf Bundesebene starten?
    Tja, da bleibt wohl nur bei den nächsten Wahlen Abschied von liebgewordenen Gewohnheiten nehmen und mal andere Parteien wie z.B. "Die Freiheit" wählen.
  9. #18

    Aufhören! Sofort!

    Es nervt, weiter nichts.
    SPON trommelt seit Monaten, mindestens seit dem Phantom-Crash des DAX im August, mal offen, mal versteckt, für den Untergang des Euro.
    Ständig wird gemunkelt, "gewarnt", spekuliert, vermutet, Nachrichten zum Nachteil des Euro werden bis zum Platzen aufgeblasen, solche, die ihn stützen, klein gemacht und relativiert.
    Warum?

    Ist es die Sehnsucht nach der DM, nach der alten Bundesrepublik, dem "Rheinischen Kapitalismus"? Ist es irgendwie im Interesse von Bertelsmann? Oder stecken womöglich Auftraggeber dahinter, die den USD stärken wollen?

    Die Schuldenkrise ist etwas allgemeines, kein Land und keine Währung sind davon ausgenommen. Sie ist Ausdruck der allgemeinen Krise des Finanzkapitalismus. Und diese Krise ist es, die man journalistisch behandeln und diskutieren sollte.
  10. #19

    Sehr pessimistisch beurteilt, das Ganze !

    "Offen wäre auch, was mit den Schulden eines Landes geschieht, wenn es die Euro-Zone verlässt."
    Was soll geschehen, werden in der neuen nationalen Währung bezahlt, wollen die Gläubiger das nicht, können sie ihre Forderungen in den Wind schreiben.

    "Es sei "praktisch unmöglich, sich ein Auseinanderbrechen ohne schwere soziale Konsequenzen vorzustellen". Gewalttätige Massenproteste in Europa? Ein Alptraumszenario."
    Richten Sie ihre Beschwerden an Herrn Dr. Helmut Kohl.
    "Zugleich würde die EU ohne den Euro in der Welt schlagartig an Einfluss verlieren. Nicht nur das Bemühen um eine gemeinsame Außen- und Sicherheitspolitik wäre also sinnlos - selbst bevölkerungsreiche Staaten wie Deutschland würden ohne den Euro "kaum mehr als ein Flüstern auf der Weltbühne" zustandebringen,"
    Quatsch.

    "Demnach hat die Mitgliedschaft in der Währungsunion Deutschland allein in den vergangenen zwei Jahren einen Gewinn von 50 bis 60 Milliarden Euro gebracht."

    Also, 25 - 30 Milliarden Euro Gewinn per anno ?

    Dagegen runde 231 Milliarden Euro Garantien für die Währung, voher schon 500 Milliarden Euro Garantien für die Banken, dafür kann aber eine alte Oma lange am Eurostrumpf stricken, mein lieber Jolly, die Argumente ziehen aber mal gar nicht.

    "Würde Deutschland die Euro-Zone verlassen, wäre dieser Vorteil schlagartig verschwunden. Die wieder eingeführte D-Mark dürfte gegenüber dem Euro deutlich aufwerten, UBS-Chefökonom Deo hält einen Anstieg von 40 Prozent für realistisch. Die Folge: Exporte würden dauerhaft teurer. Falls ein starkes Land die Euro-Zone verlasse, schreibt Deo, "würde es letztlich seine Exportindustrie abschreiben". Für Deutschlands Wirtschaft wäre das ein desaströses Szenario"

    Die 40 % Aufwertung würden eine Schuldentilgung von 800 Milliarden Euro auf Schlag ermöglichen, 60 % Staatsverschuldung erreicht. Die Prognose Exportwirtschaft tot stimmt nicht, Probleme ja, kaputt nicht. Die Importe würden sich verbilligen. Die Börsenreaktionen sehe ich nicht so negativ wie der Autor. Die beruhigen sich in wenigen Wochen.

    Alle Szenarien sind besser als die weitere Zahlerei in der Multinationalwährung. Die Aussichten des Autors sind sehr negativ aufgestellt.








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