Zitat von
UweZ
Möglicherweise war meine NICHT bierernst gemeinte Einlassung zu provokativ formuliert, um die darin schlummernde Ironie unmittelbar erkennen zu lassen...:-)
Deshalb zur Klarstellung meiner Position: Nach meiner unmassgeblichen Meinung hat Bayern, wie jedes andere Bundesland auch, die jahrzehntelangen Zahlungseingänge aus dem verfassungsgemässen Länderfininanzausgleich mit voller Berechtigung erhalten und schuldet dadurch, wie jedes andere Bundesland auch, NIEMANDEN etwas.
Würden solcherlei Ausgleichzahlungen im marktwirtschaftlichen Kontext als Schuld begriffen, würde sich deren Betrag ja selbst bei moderat schlappen 5 % Schuldzinsen mittels Zinseszins alle 15 Jährchen verdoppeln.
Und kein Nehmer käme bei jedwelchem "Finanzausgleich" aus dem damit effektiv erzeugten Schuldenloch mehr raus.
Der Sinn eines (geographisch-ökonomischen) Finanzausgleiches besteht doch in erster Linie darin, Entvölkerung auf der Nehmer- und Übervölkerung auf der Geberseite zu verhindern. Denn wenn alle dahin rennen müssten, wo's tempoär (z.B. wegen eines Technologiesprungs) gerade ökonomisch besser brummt (wobei lokal selbst schicksalhafter Unbill wie Naturkatastrophen o.ä. solcherlei Gradienten erzeugen können) dann wäre dies enorme Resourcenverschwendung.
Quasi ein Rückfall in die Wirtschaftsform der Jäger und Sammler...:-)
Da sich die Arbeitsteilung unter ihrerseits stationär verankerten Wertschöpfenden jedoch aus mannigfachen Gründen als Quelle des "Wohlstand der Nationen" erwiesen hat, sollten die Menschen wenn möglich doch sesshaft bleiben und einen Wirtschftsraum auch komplett besiedeln. Denn morgen dreht ja vielleicht der Wind und die heutig benachteiligten Regionen sind dann plötzlich bevorteilt. Der Sinn eines Finanzausgleiches liegt doch darin, solchen Schwankungen auch volkswirtschaftlich folgen zu können, auf dass kein Fleckchen (temporär) Ertrag Bringendes unbeackert bleibe.