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Euro-Skepsis: Britisches Schulbuch ätzt über EWG-Beitritt
Getty ImagesWird den Briten die Europa-Skepsis schon in der Schule eingeimpft? In einem Geschichtsbuch teilt ein Historiker ordentlich gegen die Europäische Einigung aus, mit "Täuschung" seien die Briten in die Gemeinschaft gelockt worden. Der Verlag sieht kein Problem, Lehrer könnten die Darstellung relativieren.
http://www.spiegel.de/schulspiegel/e...-a-884926.html
- #20 22.02.2013 17:28 von
optional
Wenn ich bedenke, was in deutschen Schulbüchern teilweise für dumm-beschönigende Dinge stehen - also da ist mir solch eine unverfälsche britische EU-Haltung sympathischer.
- #21 22.02.2013 18:25 von
Die EU-Bürger wurden getäuscht
Die Briten und mit Ihnen auch alle übrigen EU-Bürger wurden tatsächlich hinsichtlich der politischen Implikationen getäuscht. Stets wurde vom Europa der Vaterländer gesprochen. Stets wurde die Eigenverantwortlichkeit der einzelnen Mitgliedsstaaten betont. Und heute wird plötzlich ganz offen die Notwendigkeit einer Transferunion und einer europäischen Nation proklamiert. Hätte man bereits für 50 Jahren die Fakten auf den Tisch gelegt, dann wären die Briten nie beigetreten, und auch die Bürger vieler anderer Staaten hätten sich einer tieferen Integration widersetzt.
- #22 22.02.2013 18:37 von
wozu britannien
die Briten sollen endlich aus der EU austreten. Europa braucht nur Laender, die an einer europäischen Idee interessiert sind. GB gehört nicht dazu.
- #23 22.02.2013 18:46 von
In Wirklichkeit ist ja die Mehrheit der deutschen Bürger ebenfalls zutiefst EU-skeptisch. Wenn es nach den von Demoskopen erhobenen Stimmungsbildern ginge, wäre seit Jahrzehnten jede weitere Vertiefung der europäischen Integration gnadenlos abgelehnt worden. Dies ist auch der Grund, warum es in Deutschland nie eine Volksabstimmung zu derartigen Fragestellungen geben wird: Die politische Elite weiß genau, dass die Mehrheit der deutschen Bürger kein Interesse an einem europäischen Superstaat hat.
- #24 22.02.2013 18:52 von
- #25 22.02.2013 19:15 von
Nun
es war eine freiwillige Entscheidung. Da sollte man hinterher nicht so tun, als wärn die andern Schuld. Ich würde es begrüßen, wenn Großbritannien die EU wieder verlässt, so wie Cameron das vorhat. Und Deutschland sollte am besten gleich hinterher. Eine Freigandelszone sollte es aber geben. Aber dazu braucht man die EU mit ihren bürokratischen Monsterapparaten nicht.
- #26 22.02.2013 20:30 von
Selber Denken
In bundesdeutschen Schulbüchern wird dagegen in Euro-Euphorie gebadet. Wie wäre es dagegen mal wieder zu versuchen die Schüler zu eigenständig denkenden, kritischen Menschen zu bilden?
- #27 22.02.2013 22:29 von
- #28 22.02.2013 23:13 von
Thatcherism
Nachdem die Euroskepsis der Briten ja eher ein geriatrisches Phänomen ist, gegen das naturgemäß die Zeit arbeitet, hat sich vielleicht jemand bemüßigt gefühlt einzugreifen.
- #29 22.02.2013 23:46 von
Ein für mich sehr interessanter Beitrag. Die Notwendigkeit der Zuwendung zu Frankreich und deren Intensität bis heute hat wohl viele Briten desavouiert. Die prinzipielle britische Zuneigung zur deutschen Kultur und das wohlwollende Einwirken als Besatzungsmacht nach 45 wurde möglicherweise im Eifer der deutsch-französischen Aussöhnung offiziell zu wenig gewürdigt um im krisengeplagten GB jener Zeit wahrgenommen zu werden. Die hier ja vorhandene, große Sympathie für die Briten ist vielen deshalb nicht bewusst.
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