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Euro-Rettungsschirm: Bundesbank-Chef weist Monti in die Schranken

REUTERSItaliens Premier Mario Monti drängt darauf, dass die Europäische Zentralbank aus den Mitteln des Euro-Rettungsschirms Anleihen der europäischen Krisenstaaten kauft. Bundesbank-Chef Jens Weidmann weist die Forderungen nun scharf zurück: Monti höhle damit die Währungsunion aus.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...840531,00.html
  1. #1

    Er hat aber recht!

    Die Fed macht das seit Jahren und wenn Sie es nicht tun würde hätten wir Amerika längst einen vollkommenenen Staatsbankrott.
    Wer soll den bitte sonst jedes Jahr 1.500.000.000.000 $ Staatsschulden aufkaufen?

    Wo also ist das Problem wenn die EZB das gleiche mit 100-200 Milliarden im Jahr tut?
  2. #2

    Monti EZB

    Das italienische Innenministerium hat in einem Bericht festgestellt, daß die "Mafia" das einzige Unternehmen in Italien ist, daß noch investieren kann. Anscheinend möchte Herr Monti die Finanzierungskosten für die "Mafia" senken, auf Kosten der Staaten im germanischen Gürtel der EU. Herr Monti glaubt, daß Herr Draghi/EZB ein "hervorragender Umsetzer" für ein solches Projekt wäre. Herr Weidmann hat recht, wenn er die wahren Motive dieser Forderung klar benennt und dieses Ansinnen von Herrn Monti ablehnt.
  3. #3

    Ich habe eine Bitte...

    "Der Vorschlag Montis läuft auf eine durch die EU-Verträge verbotene Staatsfinanzierung durch die Notenpresse hinaus", sagte Weidmann in der "Süddeutschen Zeitung".

    an Spon und/oder die Mitforisten.

    Obigen Satz von Weidmann kann ich glauben oder nicht, prüfen kann ich ihn nicht, da mir Zeit und Wissen fehlt, wo ich die entsprechenden Verträge nachlesen kann.

    Wie wäre es, wenn jeder, welcher Bezug auf solche Verträge nimmt, immer angibt, wo man diese finden und nachlesen kann.
    Optimal wäre eine entsprechende Datenbank, welche zu diesen Quellen auch noch Fach-Kommentare beinhaltet.

    Ich lese immer nur, wer was darüber gesagt hat.
    Wissen will ich aber, was Fakt ist.
  4. #4

    Gleiches Recht für alle!

    Ich würde mich auch gern durch Drucken meiner eigenen Banknoten finanzieren. Schadet doch niemandem, und fällt heutzutage gar nicht mehr auf.
  5. #5

    Einsame und isolierte Position!

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Italiens Premier Mario Monti drängt darauf, dass die Europäische Zentralbank aus den Mitteln des Euro-Rettungsschirms Anleihen der europäischen Krisenstaaten kauft. Bundesbank-Chef Jens Weidmann weist die Forderungen nun scharf zurück: Monti höhle damit die Währungsunion aus.

    Bundesbank-Chef Weidmann weist Vorschläge von Monti zu EFSF zurück - SPIEGEL ONLINE
    Hr. Weidmann befindet sich nunmehr in der gleichen Situation und Position wie Axel Weber und Jürgen Stark. Eine nachhaltige und dauerhafte stabilitätsorientierte Geld- und Währungspolitik ist in dieser ssehr schwachen Minderheitenposition im EZB-Rat kaum mehr durchsetzbar.

    Tages- und Festgeld: Inflation frisst Zinsen auf - Geldanlage - Finanzen - Wirtschaftswoche
    Finanzkrise: Sinn: Deutschland kann Europas Banken nicht retten - Europa - Politik - Wirtschaftswoche
    ESM-Rettungsschirm: Nachhilfe für die Retter - Europa - Politik - Wirtschaftswoche
  6. #6

    Die EZB ist längst eine Müllhalde, hat Forderungen gegen die PIIGS in Höhe von mehr als 600 Mrd. EURO, die sie nie wiedersehen wird. Kein Wunder daß die EZB keinen Bock auf noch mehr davon hat.
    Achja, Herr Monti, wo bleiben eigentlich Ihre Reformen?
  7. #7

    Zitat von dingodog Beitrag anzeigen
    Ich würde mich auch gern durch Drucken meiner eigenen Banknoten finanzieren. Schadet doch niemandem, und fällt heutzutage gar nicht mehr auf.
    Zumindest nicht bei der Druckgeschwindigkeit der in Privathaushalten üblichen Druckern. Allenfalls hätten Sie Erklärungsbedarf, wenn Sie einen Porsche vor Ihrem Haus parken ;-)
  8. #8

    Wer soll alle die Anleihen der Defizitstaaten noch kaufen wollen?

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Italiens Premier Mario Monti drängt darauf,
    dass die Europäische Zentralbank aus den Mitteln des
    Euro-Rettungsschirms Anleihen der europäischen Krisenstaaten
    kauft.
    Frankreichs Präsident Hollande unterstützt den italienischen
    Vorschlag: Bei zu hohen Zinsen für Staatsanleihen soll der
    ESM Staatsanleihen kaufen, um die Zinsen zu drücken.

    Da damit die einen Euro-Staaten den anderen bei deren
    Staatsfinanzierung helfen, wäre dies ein Bruch der
    im Lissabon-Vertrag festgelegten No-Bail-Out-Klausel.

    Allerdings könne es keine Lösung der Krise geben,
    ohne dass sich alle Länder zu ein und demselben Zinssatz
    refinanzieren. (Soros)

    Zum Teil auf dem Markt, zum Teil von der EZB.
    Dafür könnte die EZB ein Verfahren entwickeln,
    indem sie zusätzlich zu dem privaten Anteil
    einen weiteren Teil der Anleihen den Staaten
    zinsfrei zur Verfügung stellt.

    Die FED macht das schon seit langem,
    die EZB wird in Zukunft auch nicht anders können.
  9. #9

    Immer schön den leichten Weg.

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Italiens Premier Mario Monti drängt darauf, dass die Europäische Zentralbank aus den Mitteln des Euro-Rettungsschirms Anleihen der europäischen Krisenstaaten kauft. Bundesbank-Chef Jens Weidmann weist die Forderungen nun scharf zurück: Monti höhle damit die Währungsunion aus.

    Bundesbank-Chef Weidmann weist Vorschläge von Monti zu EFSF zurück - SPIEGEL ONLINE
    Mir ist es ehrlich gesagt ein Rätsel, wofür in Europa Verträge geschlossen werden, wenn niemand bereit ist, sich daran zu halten!
    Unser ehemaliger Bundespräsident Köhler und der damalige Finanzminister Waigel mussten beim Entwurf zur Ausgestaltung der EZB wie Löwen darum kämpfen, explizit in den Statuten zu verankern, dass direkte Staatenfinanzierung durch die EZB ausgeschlossen wird.
    Genau das, was die Südländer über Jahrzehnte praktizierten und was deren Währungen so weich machte.

    Die Forderungen der Kanzlerin zu diesem Komplex liegen seit Monaten auf dem Tisch und sie lässt daran nicht rütteln:
    Bringt eure Haushaltsdefizite durch Strukturanpassungen in Ordnung und kommt mir nicht mit Gelddrucken, das letztendlich alle europäischen Sparer enteignet.
    Was machen unsere Freunde aus der Südperipherie?
    Lassen die Strukturreformen eben Strukturreformen sein und dringen stattdessen permanent und unter ständig neuen Überschriften auf Vergemeinschaftung der Schulden und Staatenfinanzierung durch die Zentralbank, weil das der leichteste, aber eben auch am wenigsten nachhaltige Weg ist. Wen interessieren da Verträge?

    Die Forderungen Montis und der Südländer überhaupt laufen lediglich auf eine kurzfristige Beruhigung der Krise hinaus. Beseitigt wird sie dadurch nicht, bestenfalls wird also Zeit gewonnen. Wofür, dass sagen die Montis Europas nicht, denn die Strukturreformen scheinen überall zu scheitern.
    Ohne Strukturreformen, und mit Staatenfinanzierung durch die EZB wird der Euro inflationieren und zur Weichwährung, was durch die Verträge zu seiner Einführung unbedingt verhindert werden sollte. Das Ende wird die Explosion des Euro sein, entweder weil die Schuldner- oder aber die Geberländer die Nase schlicht voll vom jeweils anderen haben!
    Genau das will die Kanzlerin verhindern, dafür bin ich ihr sehr dankbar.

    Im Gegensatz zu den USA, wo alle Bürger gemeinsam für den US-Dollar einstehen, sind die Lasten in Europa jedoch auf 17 souveräne Staaten verteilt, deren einziger verbliebener Stützpfeiler die Bundesrepublik ist.
    Was die Montigruppe letztendlich verlangt, ist eine deutliche Abwertung des Euro, was ihren Staaten eine deutliche Entlastung verschafft. Das ist aus ihrer Sicht prima, aus deutscher Sicht aber ein Verlust in Billionenhöhe, bei dem ein Ende nicht abzusehen ist.

    Was möchten die Montis denn noch so schönes? Ach ja, direkte Bankenrettung durch EFSF und ESM. Ich habe mich mal Sachkundig gemacht und habe dabei unter vielen anderen einen aktuellen Artikel gefunden, den ich Ihnen nicht vorenthalten möchte:

    Finanzkrise: Sinn: Deutschland kann Europas Banken nicht retten - Europa - Politik - Wirtschaftswoche

    12,5 Billionen ist der Umfang der Schulden, deren Sicherungen die Montigruppe letztlich von Deutschland verlangt!
    Ein recht kühnes Unterfangen, so etwas einem einzelnen Staat zuzumuten und sich dabei nicht für unverschämt zu halten!








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