Die Kanzlerin wird sich hüten, in Kommunikation mit den Bürgern auf Sachfragen einzugehen. Denn damit erhielten die Bürger ja die Chance, die Schlüssigkeit der Euro-Rettung auf Kosten der Steuerzahler, obschon aus Laiensphäre, ein wenig zu überprüfen. Das wäre gefährlich, könnte nämlich die Stimmung kippen. Merkel wird daher weiter dabei bleiben, "harte" Standpunkte zu vertreten, dann in Brüssel nachzugeben, den dort jeweils erzielten "Kompromiß" als völlig richtig und prinzipienfest auszugeben und im übrigen zu signalisieren: Ich habe das Beste gewollte, aber leider, leider waren die Verhältnisse nicht so. Mit dieser Salamitaktik (rechts blinken, links fahren) ist sie doch prima durchgekommen: wird ernst genommen und respektiert, zumal die Massenmedien mitspielen, da niemand will, daß EUROPA als Objekt der postnationalen libidinösen Begierde irgendwelchen Schaden nimmt. Ja, unsere Kanzlerin ist eben schlau, gell?
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