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Euro-Rettung: Finanz-Guru Soros attackiert Merkels Krisenpolitik

APGeorge Soros hält überhaupt nichts vom Krisenmanagement der deutschen Kanzlerin. Sie zeige Führungsstärke, führe Europa aber in die falsche Richtung, sagte der Multimilliardär dem SPIEGEL. Statt Sparmaßnahmen bräuchten die klammen Länder Finanzspritzen. "Das versteht Angela Merkel einfach nicht".

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...814732,00.html
  1. #260

    Zitat von abtg.d Beitrag anzeigen
    Kann mir das mal jemand erklären, ich glaube, ich habe da irgendwie was verwechselt? Also Soros (wie auch wieder Bofinger in der heutigen FTD) warnen davor, die Wirtschaft kaputtzusparen, es müssten staatliche Ausgabeprogramme her. Soweit richtig?
    Aber wie war das noch. Deutschland, Finnland, die NL... haben relativ bescheidene Haushaltsdefizite (im Vergleich), geringe .......
    Sie sollten einmal nicht als "Ich krieg meinen Lohn und die anderen haben zu kuschen denken, sondern darüber nachdenken wie das mit Geld ist"!
    Deutschland als Export-Nation spielt die Rolle eines Verkäufers - und ein Verkäufer will "Geld von den Kunden" .. Das ist aber ein bissle Schwierig wenn die Keines haben. In der EU haben alle die "gleiche Währung" und damit geht auch einher das die "Geldmenge" begrenzt ist - sprich, das was der "Verkäufer hat" - können die Käufer nicht "verwenden"!

    Die Folge - weil die anderen nichts haben - haben die mit Schuldscheinen bezahlt - oder .. Da wo sie gejubelt haben "Export-Überschüsse" da haben Sie darüber gejubelt das die anderen dummerweise seit 10 Jahren eben kein geld hatten - Und sie deshalb alle Waren verschenkt haben!

    Staaten treten immer als "Konsumenten und Produzenten auf" - und zwar zwangsweise überkreuz! Und wenn man das nicht einhält das man genausoviel kauft wie verkauft , dann betrügt man sich selber nur!

    Kurz, wenn sie im Aussenhandel "gewinnen" also Überschüsse fahren, dann haben die anderen zwangsweise "Defizite" und umgekehrt!

    Tja, und jetzt hat die Kanzerlin verkündet - Leute "spart alle" was nichts anderes ist als wenn sie sich in den "Laden Export an die Tür Gestellt hat und ruft" Leute bleibt alle zuhause, wir wollen nix mehr verkaufen - spart , spart ,spart!

    Die Frau hat einfach keine Ahnung - Volkswirtschaften können nicht an "Geld sparen" - sie erzeugen ihr Geld selber - und wenn man dann nicht begreift das man dabei Langfristig nicht gewinnen kann durch "Überschüsse" - weil man am Ende keine Kunden mehr hat, dann ist man leider am Ende am A.....

    Sparen können nur die "kleinen Wirtschaftsobjekte" in einer Volkswirtschaft, bei den Grossen ist das tödlcih - für alle!
  2. #261

    Zitat von Jom_2011 Beitrag anzeigen
    Kommen wir zum Ursprung der Debatte zurück: ;-)

    - Schuld an der Misere Griechenlands sind unsere dorthin mit Billiglohn produzierten Exportgüter

    Diese Behauptung habe ich bezüglich Billiglohn widerlegt. Hätte GR überhaupt die Möglichkeit hinreichend gleichwertige Güter selber zu produzieren ? Wenn ja, warum macht man es nicht ? Wenn nein, niemand zwingt GR unsere Waren zu importieren.
    Wieso zwingen? Die Banken haben doch denen das Geld extra gedruckt - und SIE haben mit Riesterrente, Lebenssversicherung und Sparbuch denen doch auch das Geld hinterhergeworfen - sie brauchten es doch scheinbar nicht!

    Wer etwas verschenkt sollte da nicht mosern - Es ist unhöflich Geschenke zurückzufordern!
  3. #262

    Insbesondere

    Zitat von mottasvizzera Beitrag anzeigen
    Wenn es der Multimilliardär so besser weiss - warum setzt er denn nicht seine Milliarden dort ein ?
    vor dem Hintergrund, dass er seine Milliarden mittels Hedgefonds - selbstverständlich steueroptimiert - erworben hat, ist seine Auffassung natürlich nachvollziehbar:
    Die Steuerzahler der Geberländer müssen weiter ausgenommen und zur Kasse gebeten werden, die "klammen" Länder zu pämpern, damit wiederum die Krisengewinnler dort das Geld abschöpfen können.
    Richtig liegt Soros h.E. mit dem rep. PR-Bewerber Romney, wenn er feststellt, dass der mehr Jobs vernichtet als geschaffen hat. Insofern sind dessen Versprechen auch nur was für naive US-Wähler glaubwürdig. Darüber hinaus hat Romney sein Millionenvermögen (geschätzt +-300 Mio) auch steuergünstig (Satz unter 15 %) "aufgebaut", nicht zuletzt durch Arbeitsplatzabbau.

    Soris sollte mal nach dem sozialsistisch regierten Venezuela schauen, Inflationsrate derzeit ~ 28 % bei 2 % Wirtschaftswachstum:
    Trotz dessen enormen Reichtums an natürl. Rohstoffen (Mineralien, Öl), weist das Land geringere Wachstumsraten auf als Länder mit weniger Rohstoffvorkommen.
    Als Ursache kann insb. der Verlust an internat. Wettbewerbsfähigkeit angesehen werden. Andere Gründe sind Missmanagement und dem Rent-seeking-Verhalten der politischen Staatsklasse.

    Soros als US-Staatsbürger wird gewiss kein Geld in das marode GR stecken - und wird wissen, warum.

    Warum sollten dann andere €uro-Länder immerzu weiter das Geld ihrer Steuerzahler in dieses bodenlose Chaotenfass korupter Regierungscliquen pumpen, dessen Bürger derzeit gerade dabei sind, mit ihren Streiks und gewalttätigen Protesten u.a. den Rest von Werten abzufackeln.
  4. #263

    Erfolgreiche griech.Geschäftsleute

    [QUOTE=msmt;9618255]
    Zitat von lemmy01 Beitrag anzeigen

    [...]
    Das nur als Beispiel dafür, wie es z.Zt. aussieht. Es müsste also neue Ideen geben, die auch umgesetzt werden können. Griechen sind in anderen Ländern durchaus sehr erfolgreiche Geschäftsleute. Vielleicht sollte man sich zur Abwechslung einmal daran erinnern. Anstatt ein ganzes Land in Grund und Boden zu stampfen, sollten seine Möglichkeiten und Reserven zum guten Gesamteuropas und vor allem zum guten Deutschlands mobilisiert werden.
    ... im Ausland: Das sind u.a. jene, die ihre €uros längst aus GR raus schafften, die (gewollte?) staatliche Schwache zur Steuereintreibung nutzen und/oder ihr "steueroptimiertes" Geld in deutsche Luxusimmobilien anlegen, z.B. in Berlin.

    Das machen (neben mafiösen russischen Oligarchen) auch andere reiche Südländer.
    Doch das griech. Volk hat unter "Aufsicht" seiner dynastischen Regierungsqliquen ein Fakelaki-System etabliert - und leider hat die EU tatenlos zugesehen, indem sie immerzu weiter Geld der Steuerzahler in dieses Panoptikum Korruptika hineinpumpte - gepumpt im wahrsten Sinne des Wortes, denn die €uro-Staaten sind selbst beängstigend überschuldet.

    Einige scheinen jedoch in der Lage, innovativ und durch Wirtschafts- und Tatkraft der Bürger/Bürgerinnen den Staat am Funktionieren zu halten.
    Dieses Stadium hat GR längst hinter sich gelassen.
    Es kann nur noch sein Fakelaki-Dasein aufgeben und die Konsequenzen seines jahrelangen Wohlstands auf Pump tragen.
    Jede weitere Finanzspritze ohne drastische Reformen incl. des Aufbaus eines funktionierende Verwaltungs- und Fiskalsystems wäre nicht nur völlig verantwortungslos gegenüber denen, die das Geld erarbeiten, sondern auch zukunftsorientiert nutzlos für das griech. Volk.
    Das griech. Einnahmeproblem ist - neben den Ausgaben- und strukturellen Problemen Teil des Desasters.

    Dass unter solchen Voraussetzungen (die Mentalität dürfte auch eine Rolle spielen) Griechen vor allem im Ausland erfolgreiche Geschäftsleute sind, ist nur allzu verständlich.

    Dass selbst das nach Ihrer Darlegung in und für GR vorbildliche Lidl-Geschäftsmodell unter den derzeitigen Demos und gewalttätigen Auseinandersetzungen nicht dennoch den Bach runtergeht, ist zu befürchten.
  5. #264

    Sparkommissar, Sonderkonto für Griechenland - diese Ideen gefallen den Deutschen!

    Zitat von Illoinen Beitrag anzeigen
    .... Man muss den Hedgefonds-Manager und Multimilliardär ...nicht gerade
    für eine moralische Instanz halten,
    .... aber ökonomischen Sachverstand kann man ihm nicht absprechen.
    .... Seitdem Merkel den Sparkommisar in Europa gibt, steigen
    in Deutschland die Umfrage Werte der Kanzlerin!
    Die EU-Staaten haben einen Sparpakt (Fiskalpakt)
    für mehr Haushaltsdisziplin vereinbart -
    allerdings mit den Ausnahmen Großbritannien und
    Tschechien. Das ist ein echter politischer Erfolg für Frau Merkel.
    Es macht keinen Sinn, dass die PIIGS Staaten wie Melkmaschinen
    Kapital aus Kontinentaleuropa absaugen und nach London und
    New York umverteilen.

    Leider sollen die anderen Maßnahmen wie die Rettungsschirme
    in Wirklichkeit nicht den Euro retten, sondern riesige Massen Geld zu den Banken, den Konzernen und den dahinter stehenden Superreichen
    scheffeln.

    Wenn die Leute in Deutschland das an ihrem Geldbeutel erst mal
    deutlich merken und spüren werden, dann wird Frau Merkel
    nicht mehr so beliebt sein wie heute.
  6. #265

    Um

    Zitat von Röntgen Beitrag anzeigen
    Oder doch?

    In der letzten Krise in Deutschland schwang sich der Staat als Großnachfrager auf, um die Wirtschaft am zu starken Schrumpfen zu hindern. Mit Erfolg. Derzeit wird in Griechenland das Gegenteil zelebriert. Je größer die eingeforderten Sparanstrenungen sind, desto größer werden die Defizite, die ausgeglichen werden müssen.
    Der deutsche Michel denkt in solchen Situationen pragmatisch betriebswirtschaftlich und fordert Einsparungen als Mittel der Wahl. Die richtige Betrachtung wäre hingegen die volkswirtschaftliche: Förderung der Wirtschaft, Förderprogramme für Investoren etc. und last not least: Entwicklungshilfe bei der Etablierung eines funktionierenden Steuer(einzug)-Systems.
    Was könnte mit diesen vielen Rettungsschirm-Milliarden alles bewegt werden!
    erst mal ein solches Fundament (für Großnachfragen) aufzubauen, bedarf es jedoch entsprechender "kontrollierender Führung" der notwendigen Geldflüsse.
    Hätte dieses Land nur ein Teil deutscher Strukturen, auf denen der deutsche Staat in der Krise durch Investitionen, aber auch durch Reformen und arbeitsmarktpolit. Maßnahmen (z.B. Teilzeit statt Entlassung) der Wirtschaft auf die Beine helfen konnte!
    Da es jedoch schon an Grundstrukturen fehlt, weshalb dieses Land auch nach Milliarden-Hilfen weiter Schulden aufbaute, ohne dass sich reformerisch od. strukturell irgend etwas zum Besseren änderte, taugt der Vergleich mit den Maßnahmen in Deutschland für GR für Wirtschaftsbelebungen nicht mal ansatzweise.

    Der deutsche Michel fordert gar nichts.
    Er möchte nur seine erarbeiteten Steuergelder nicht in einem Fass ohne Boden zur weiteren Wohlstandsfinanzierung auf Pump verschwinden sehen, während im eigenen Land die Sparschrauben selbst für Bildung, Soziales und Infrastrukturerhalt weiter angezogen werden.

    Ein "stolzes" griech. Volk (und seine Regierung), das so auf seine Souveränität pocht, d.h. sich jedes "Dreinreden" anderer Staaten hinsichtlich der Geldflüsse verbittet, insb. die Hauptgeldgeber beschimpft, wohl aber deren Geld gerne nimmt, muss endlich auf sich alleine gestellt werden, damit es sich auf seine Kräfte besinnt und entsprechend zukunftsorientiert handelt.

    Den Rest von Werten und Möglichkeiten (z.B. Tourismus) noch kaputt zu streiken, abzufackeln und gegen Menschen gewalttätig zu werden, gehört nicht dazu.
  7. #266

    .

    Zitat von MiniDragon Beitrag anzeigen
    Soros dagegen hat bewiesen, dass er seinen Job versteht und dass er in der Beurteilung wirtschaftlicher Zusammenhänge bereits mehrfach richtig lag.
    Sein Job als rücksichtsloser Finanzgangster, oder was meinen Sie?

    Wenn Herr Soros Vorschläge macht, dann hat er nicht das Wohl der Bürger im Auge, sondern das Wohlergehen seiner Milliarden. Und das ist etwas völlig anderes. Und für die Mehrung der Milliarden von Soros ist Frau Merkel nicht zuständig.
  8. #267

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    George Soros hält überhaupt nichts vom Krisenmanagement der deutschen Kanzlerin. Sie zeige Führungsstärke, führe Europa aber in die falsche Richtung, sagte der Multimilliardär dem SPIEGEL. Statt Sparmaßnahmen bräuchten die klammen Länder Finanzspritzen. "Das versteht Angela Merkel einfach nicht".

    Euro-Rettung: Finanz-Guru*Soros attackiert Merkels Krisenpolitik - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Wirtschaft
    Wenn Herr Soros wowas von sich gibt, sollte man gut überlegen, wo sein Vorteil dabei ist. Selbstlos handelt und spricht dieser Absahner mit Sicherheit nicht.
  9. #268

    Griechenland könnte

    Zitat von zicke-zacke Beitrag anzeigen
    ...aber wo der Mann recht hat, hat er recht! Alle, die gegen "weitere Kredite " an Griechenland wettern, realisieren nicht, dass es ein einfaches Mittel gibt: Zweckgebundene Finanzhilfe. Griechenland erhält projektgebunden finanzielle Unterstützung zum Schaffen neuer Industriestrukturen, in denen die Geldgeber Aktionäre sind und die Betriebe beaufsichtigen (Aufsichtsrat). Sobald das .....
    Aber warum hat es wohl nicht, sondern die Jahre seiner €uro-Mitgliedschaft lediglich dazu "genutzt", sich einen absolut unverdienten Wohlstand auf Pump mit billigem €uro-Geld und EU-Subventionen im Milliardenbereich zu gewähren?

    Die Griechen haben doch sehr "überzeugend" dargestellt, dass sie von einer "zweckgebundenen" Finanzhilfe nichts halten.
    Eine solche Bevormundung des stolzen Volkes ist unzumutbar.
    Das ist angesichts der vielfältigen Betrügereien quer durch alle Schichten, vom ermogelten €uro-Beitritt bis zu den verjubelten EU-Subentionsgeldern nachvollziehbar.

    Die listigen Griechen wollen offensichtlich das bisherige Leben auf Kosten anderer Staaten und Steuerzahler weiterführen.

    Denn nicht mal als die Pleite (Anfang 2010) unübersehbar wurde, die ersten Tranchen erfolgten, haben sie irgend etwas in ihrem Lebensalltag geändert - außer üb. 10 Milliarden €uros von den griech. Konten abgehoben und ins Ausland geschafft, gestreikt und gegen die Geldgeber (insb. DEU) geschimpft, Fahnen verbrannt und Gewalt gg. Menschen und Sachen ausgeübt.
  10. #269

    Zitat von heldenmut Beitrag anzeigen
    Ich frage Sie, was haben die Griechen mit den 100 Milliarden Euros gemacht, die sie seit Eintritt in die EU aus EU/Euro-Töpfen bekommen haben? Leider haben EU-Beamte den Einsatz und Verbleib des Geldes nicht kontrolliert. Verkonsumiert haben das die Griechen! Sich ein schönes Leben gemacht, statt in Infrastruktuermaßnahmen , in neue Industriezweige , in den Tourismussektor zu investieren.

    Merke, gutes Geld sollte man schlechtem niemals hinterherwerfen.
    Ich wäre mal ein wenig vorsichtiger mit solchen Verallgemeinerungen, wenn ein anderer Forist dieses erschütternde Bild zeichnet!
    Ich glaube nicht, dass sich der kleine Grieche die letzten Jahre ein schönes Leben auf unsere Kosten gemacht hat. Griechenland ist derzeit richtig arm dran! Ein wenig Respekt für deren drastische Kürzungen und vielleicht ein Schippchen Demut stünden uns allen gut zu Gesicht - wenn Sie schon kein Interesse daran haben, sich diesem Thema fachlich zu nähern.








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