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Euro-Rettung: EU muss Gipfel zur Schuldenkrise verschieben

Die Zeit drängt, die Märkte sind nervös - aber die Führung der EU findet kein Rezept gegen die Euro-Krise. Ein für kommende Woche geplanter Krisengipfel ist nun kurzerhand verschoben worden. Angeblich steckt ein Streit zwischen Berlin und Paris dahinter, aber beide Seiten dementieren das.

http://www.spiegel.de/politik/auslan...790992,00.html
  1. #40

    Was tun sprach Zeus........

    Frau Merkel,
    hauen Sie Herrn Sarkozy auf die Finger,wenn er Gelder für die wackligen französischen Banken aus dem bereits aufgespannten
    Rettungsschirm fordert.

    Erst soll der eigene Staat helfen.

    Er versucht jetzt den Spiess umzudrehen,und zwar zu Lasten der ganzen EU.

    Wenn das so weitergeht, landen wir alle in der Pleite!!!
  2. #41

    hallo

    Zitat von ger-rulez Beitrag anzeigen
    Was ist der Kern des Problems?
    Nicolas Sarkozy will, dass sofort für seine Banken EFSF-Mittel
    bereit gestellt werden; was nichts anderes bedeutet, dass auch
    Deutschland für notleidende franz. Banken haftet.
    Allein diese franz. Forderung ist, freundlich ausgedrückt,
    etwas frech.
    Angela Merkel sollte sich darauf auf keinen Fall einlassen;
    außerdem hat sie für ein solches Zugeständnis kein Mandat
    des Bundestages.
    Kurzer historischer Rückblick.
    Die deutsch-französichen Beziehungen waren, was Währungsfragen
    anbelangt nie konfliktfrei.
    In den 1970iger Jahren, wurde die DM einige Male aufgewertet,
    nur weil die franz. Regieung zu stolz war, um ihren
    schwächelnden Franc abzuwerten.
    Auch wurde, und davon bin ich überzeugt, die deutsche Einheit
    nur mit der Aufgabe der starken DM erkauft.
    Also hart bleiben Angela Merkel und nicht gleich
    einknicken, wie es Helmut Kohl getan hat.

    Ps die Artikelüberschriften des Spiegels werden langsamer
    etwas ausgewogener und nicht mehr so plump regierungs-
    unfreundlich. Vor Wochen hätte die Schlagzeile beim
    Spielgel noch gelautet:"Merkel isoliert sich in Europa"
    "Merkel beginnt Streit mit Frankreich"
    die Merkel und nicht einknicken,was ist denn das was diese
    Frau vom Bundespolitbüro täglich macht,Kür oder was ???
    Jetzt hört doch alles auf,nein ich begreif dass nicht....
  3. #42

    Bänker Rettung steht noch nicht

    Klar, die Bänker müssen von den Bürger wieder gerettet werden, das alte Spiel.

    Gewinne werden privatisiert, die Verluste darf der Steuerzahler übernehmen.

    Das muss Frau Bänker Merkel noch mit Ackermann klären, die Bänker brauchen mehr Zeit, um der EZB/Steuerzahlern ihre restlichen Schrottpapiere zu verkaufen. Deswegen wir der Gipfen verschoben.

    Die CDU rettet wieder die Bänker, CDU - Bänker wählen uns!
  4. #43

    Deutsche Hybris

    Zitat von jps-mm Beitrag anzeigen
    Ein Fehler Merkels bestand darin, die Hilfen für Griechenland so lange hinauszuzögern, dass die internationalen Finanzmärkte in Aufruhr gerieten.
    Man reibt sich verwundert die Augen - ist Angelika I. die Kaiserin des Hl.römischen Reiches deutscher Nation.
    Ich dachte immer sie wäre Bundeskanzlerin. Aber daß sie auch über Griechenland, Portugal, Spanien, Italien, Frankreich und weitere 12 Eurostaaten regiert, wer hätte das gedacht.
    Da hat wohl Polens Kaczynski Recht mit dem 4.Reich und wer nicht will, dem schickt man Steinbrücks Kavallerie.
  5. #44

    Zweifel am Zusammenhatl Europas?

    Zitat von jps-mm Beitrag anzeigen
    Ein Fehler Merkels bestand darin, die Hilfen für Griechenland so lange hinauszuzögern, dass die internationalen Finanzmärkte in Aufruhr gerieten. Dieses Zögern wird heute damit begründet, dass es anders nicht möglich gewesen wäre, die Griechen auf einen Konsolidierungskurs zu bringen, doch das ist ein Eingeständnis mangelnder politischer Kreativität. Damals jedenfalls wurden Zweifel am Zusammenhalt der Europäer gesät und der Grundstein für die Vertrauenskrise gelegt, die sich seither mit der Präzision eines Uhrwerks entfaltet und auf immer mehr Länder übergreift.

    Der Glaube, der Schuldenschnitt bei Griechenland würde die Probleme des Währungsraums lösen, ist naiv. Die Wahrheit ist: Er schafft nur neue. Die Milliarden, die jetzt in die Banken fließen, sind der Preis für die Zögerlichkeit der Merkel bei der Staatenrettung. Er wird immer weiter steigen, wenn die Europäer ihre Krise nicht lösen.

    http://www.zeit.de/wirtschaft/2011-1...rettung-fehler
    Es gibt (oder gab?) die Verträge von Maastricht. Darin wurde vereinbart, dass kein Land für die Schulden eines anderen Landes gerade steht.
    Ob da nun Merkel oder sonstwer zögert ist eingentlich belanglos. Aber gut, wir haben wenigstens einen Schuldigen.

    Sie sind also der Meinung, wenn der Steuerzahler aus DE, AT usw. nur genug Milliarden in den Club-Med schiebt, sind die Probleme behoben?
    Den Grundstein für die Vertrauenskrise haben all die Politker gelegt (egal welche Farbe) die ein Ausufern der Staatsverschuldungen zugelassen haben.
  6. #45

    Weil erst der Euro..

    Zitat von enni3 Beitrag anzeigen
    1.) Es ist so. Deutschland wurde erst mit dem Euro zum Exportweltmeister.
    .. die interne Abwertung der Währung durch Lohndumping möglich machte. Und das war ja auch der Grund, warum Industrie und Finanzmafia so eifrig für den Euro getrommelt haben.2000 lag die Lohnquote noch bei 70 Prozent, dank des Euros ist si nun auf 65 gesunken. Und wer hat verdient? Na, wer dafür getrommelt hat, Leistung muß sich eben lohnen - vor allem auf Kosten anderer.
  7. #46

    ...

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die Zeit drängt, die Märkte sind nervös - aber die Führung der EU findet kein Rezept gegen die Euro-Krise. Ein für kommende Woche geplanter Krisengipfel ist nun kurzerhand verschoben worden. Angeblich steckt ein Streit zwischen Berlin und Paris dahinter, aber beide Seiten dementieren das.

    http://www.spiegel.de/politik/auslan...790992,00.html
    Hihihi, die EU wird kein Rezept finde. Es gibt keine Lösung.
    Unsere Politiker kommen mir vor wie kleine Kinder am Meer, die Dämme gegen die kommende Flut bauen.
  8. #47

    Eine Lösung wäre

    Eine Lösung, mit der wohl alle zufrieden wären, wäre:

    Deutschland teilt sich wieder, führt die DM wieder ein und lässt Ostdeutschland sich selbst zu einem souveränen Staat entwickeln.

    Damit wären die Befürchtungen unserer Freunde vor einem wieder erstarkenden Deutschland beseitigt und es bestünde kein Grund mehr für die Einbindung Deutschlands in den Euro.
  9. #48

    Regeln

    Zitat von jps-mm Beitrag anzeigen
    Ein Fehler Merkels bestand darin, die Hilfen für Griechenland so lange hinauszuzögern, dass die internationalen Finanzmärkte in Aufruhr gerieten. Dieses Zögern wird heute damit begründet, dass es anders nicht möglich gewesen wäre, die Griechen auf einen Konsolidierungskurs zu bringen, doch das ist ein Eingeständnis mangelnder politischer Kreativität. Damals jedenfalls wurden Zweifel am Zusammenhalt der Europäer gesät und der Grundstein für die Vertrauenskrise gelegt, die sich seither mit der Präzision eines Uhrwerks entfaltet und auf immer mehr Länder übergreift.

    Der Glaube, der Schuldenschnitt bei Griechenland würde die Probleme des Währungsraums lösen, ist naiv. Die Wahrheit ist: Er schafft nur neue. Die Milliarden, die jetzt in die Banken fließen, sind der Preis für die Zögerlichkeit der Merkel bei der Staatenrettung. Er wird immer weiter steigen, wenn die Europäer ihre Krise nicht lösen.

    http://www.zeit.de/wirtschaft/2011-1...rettung-fehler
    Nur wie soll das funktionieren und welche Erfolge hat man damit?
    Es gibt überhaupt keine Handhabe gegen Sünder in der EU.
    Wenn ohne Auflagen Unmengen an Geld vergeben wird, warum soll dann ein Land sich überhaupt noch anstrengen?
    Einfach so weiter machen und die anderen zahlen. Es fehlen ganz klare Regeln für Länder wie Griechenland, Portugal, Italien u. a. und die einzigen Regeln, die man hatte (no bailout Klausel) wurden kurzerhand außer Kraft gesetzt.
  10. #49

    Es ist doch gar nicht mehr die Frage.....

    .... OB dieses ganze Finanzsystem crasht, sondern nur noch WANN !

    Wie ist denn die Situation ?

    Die Politik, die jetzt von einem Termin zum anderen hetzt, regiert doch ernsthaft schon lange nicht mehr. Regieren tut "der Markt". Was unsere Politik zu Wege bringt, ist doch nur noch Reaktion (und noch nicht einmal das...) und ein banges Schauen, wie auf das eine oder andere "die Märkte", ersatzweise die Rating-Agenturen,reagieren".

    Mit anderen Worten:
    Das ganze System hat, über alles gesehen, versagt und gehört nicht durch "rumdoktorerei" am Leben gehalten, sondern endlich auf den Müllplatz der Geschichte.

    Ich sehe die Protestaktionen, wie sie jetzt in Amerika begonnen haben ("Besetzt die Wall-Street") als einen Anfang - ich bin schon länger der Meinung, es ist nur noch eine Frage der Zeit, wie lange sich "die 99 %" noch die grenzenlose Gier "der Märkte" gefallen lassen - das wird auch Europa erfassen. Es erfüllt mich mit Sorge, wenn "die Straße" das erledigen muss, was die Politik nicht schafft.

    Was mich besonders erbost, aber wahrscheinlich bei Politikerhirnen gar nicht anders geht, ist dieses "scheibchenweise" Verkünden von Dingen, die ehrliche und kluge Menschen schon lange genau so vorhersagen- Beispiel Staatspleite Griechenland". Diese Meinung wird erst als Unsinn abgetan, dann als Möglichkeit "eingeräumt" - und nun schon als unabwendbar zur Kenntnis genommen.

    Für wie dumm hält die Politik eigentlich den Souverän ?

    Hier hilft nur noch ein brutaler "Schnitt", was aber nicht nur als der Schuldenschnitt für Griechenland zu verstehen sein soll - sondern das ganze System gehört hinterfragt. Es kann und darf nicht so weitergehen, dass eine Finanzbranche die ganze Welt in Geiselhaft nimmt, um ihre Profite zu sichern und sich Verluste vom Steuerzahler ausgleichen zu lassen.

    Die Finanzbranche ist nicht "gottgegeben"; und alle haben für ihr Wohlergehen zu kämpfen - ich sehe es umgekehrt.

    Am lächerlichsten an allem finde ich in dem Artikel den Hinweis, dass "die EU-Verträge" geändert werden sollen. Na dann viel Spass - 27 Mitgliedsländer, dann stellt mal schön Einstimmigkeit her !

    Eine Anleihe bei der Informatik: In der alten "DOS-Welt" -ältere werden sich erinnern- gab es, wenn ein Vorgang total verfahren war, den Befehl "del *.*" Manchmal wünsche ich mir, das würde bei der EU genauso gehen. Und dann ein neues Europa anfangen (keineswegs bin ich gegen "Europa"), aber weg mit diesen egoistischen Staatslenkern, die nur für Europa sind, wenn es etwas zu kassieren gibt.

    Mit anderen Worten: Die EU gehört nicht "kaputtreformiert", sondern von Grund auf neu aufgebaut - leicht gesagt, ist mir klar.








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