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Euro-Krise: Willkommen in der Feuilleton-Ökonomie

Die SPD hat lange keine Antwort auf die europäische Schuldenkrise gefunden. Jetzt hat Parteichef Gabriel vorgeschlagen, das Heil in einer "Annäherung der Lebensverhältnisse in Europa" zu suchen. Das wäre der teuerste Weg von allen.

http://www.spiegel.de/politik/auslan...842704,00.html
  1. #70

    Zitat von dantheman77 Beitrag anzeigen
    Herr Fleischhauer, das ist wohl der Kern der Sozialdemokratie. Menschen mit mehr Geld geben etwas von ihrem Wohlstand ab damit es Menschen mit weniger Wohlstand besser geht. (Stichwort: Solidargemeinschaft)

    Was hier auf den Tisch kommt ist somit die klassische sozialdemokratische Idee, nur eben auf europäischer Ebene.
    Sozialdemokraten muss dieses Konzept nicht bewusst werden, es sollte der Grund sein weshalb sie sozialdemokratisch wählen!
    Da kann man nur hoffen dass möglichst Wenige bei der nächsten Wahl sozialdemokratisch wählen. Ansonsten wird es teuer für Deutschland. Auch und gerade für die, die heute schon wenig haben. Wenn die Hartz IV Bezieher ihre Leistungen mit dem Rest von Europa teilen müssen wird es schmerzhaft.
  2. #71

    Zitat von benes83 Beitrag anzeigen
    Naja dafür müsste in besagten Ländern erst mal etwas produziert werden, was der deutsche Arbeitnehmer kaufen will....

    Ferraris vielleicht, aber dann müsste das allgemeine Lohnniveau doch sehr stark steigen, um Italien hier wirklich zu helfen...

    Aber hier läuft in diesem Fall auf der Angebotsseite etwas falsch, und eine Stimulation der deutschen Nachfrage, würde den Krisenländern wohl kaum helfen. Für den deutschen Arbeitnehmer wäre es trotzdem schön, wohl aber nicht unbedingt förderlich für die Wettbewerbsfähigkeit.
    Ach, wahrscheinlich meint der Siggi, dass die Deutschen Ihren Lohn zum Teil in den ESM stecken, damit die Griechen wieder satt Felaki zahlen können und bei jedem Hühnerauge eine Computertompgraphie bekommen, mit 55 in Rente gehen und der Beamtenapparat aus gutbezahlten Phantomen weiter ausgebaut wird (nennt der 'Bekämpfung der Armut in Griechenland') und zum Teil in Schafskäse, Oliven und Büffelmozarella ausgezahlt wird. Damit wir nicht verhungern und weiter malochen können, für die 'Armen' Südeuropas. Das versteht der nämlich unter europäischer sozialer Gerechtigkeit. Der deutsche Arbeitnehmer ist nicht mehr seine Klientel, da ja 'reich' und somit zu vernichten. Sein Herz schlägt für die Armen. Der gute Siggi! Und der Helmut Schmid sekundiert und meint, die Deutschen (NICHT die ARMEN Griechen), sollen Verzicht üben. Die deutsche Mentalität scheint derart masochistisch geprägt zu sein, dass dem guten Siggi für seine Vernichtungspläne auch noch Applaus zukommt, man liebt hierzulande Hollande, der auch das deutsche Geld liebt und den Rest Deutschlands ansonsten fast so hasst wie die Griechen. Laut Unfragen liegt Rot-Grün vorne, man wird ihn wohl 2013 wählen. Der Deutsche sehnt sich offenbar dannach, verachtet, betrogen und verar.....t zu werden. Hauptsache die Franzosen können mit 60 in Rente gehen, egal ob dann noch was für deutsche Renten übrigbleibt. Die französischen Rentner sind nämlich ARME, die deutschen Renter, da deutsch, reiche Säcke, die brauchen keine Rente. Vive la France!
  3. #72

    Zitat von Emil Peisker Beitrag anzeigen
    Fleischhauer muss sich ja nicht wenden, er war schon immer so. Ganz anders als der Prof. aus München. Der ganz nervös wurde, als dieser Diskurs an ihm vorbeilief.

    In diesem Punkt hat Fleischhauer also Rückgrat, er ist nicht auf einen populistischen Zug aufgesprungen, er sitzt da immer schon drin.

    Und Fleischhauers Meinung über Solidarität, diese fürchterliche Eigenschaft von Sozialisten, die den Eliten das Ersparte nehmen, kennt man auch schon seit geraumer Zeit.:-)
    Sagen wir so: Die SPD glaubt allen Ernstes an die Vereinigten Staaten von Europa. Die machen jetzt schon Europawahlkampf. Die 'Eliten', die geschröpft und enteignet werden sollen, sind die Deutschen als Gesamtheit.
  4. #73

    Das

    Zitat von medium07 Beitrag anzeigen
    Aber zur Sache: The Party is over, Freunde, Kollegen und Nachbarn. So oder so. Wir haben weit über unsere Verhältnisse gelebt, tun es noch, und verschulden uns für unsere fragwürdige Bequemlichkeit bei der Erde, unseren Vorfahren, unseren Kindern und Nachkommen, bei der Biosphäre...
    sage ich ja auch immer. Für die (hier) Lebenden kann es nur darum gehen, das real existierende Schlaraffenland so lange wie möglich zu erhalten. Übrigens wirklich "koste es, was es wolle", denn danach sieht's für geraume Zeit ohnehin so düster aus, dass es da auf ein bißchen mehr schlimme Hinterlassenschaften auch nicht ankommt.
  5. #74

    Chuck Norris kann den Euro retten

    Zitat von Baerliner73 Beitrag anzeigen
    Ich schätze Herrn Fleischhauer wird die ganze, ihm völlig unbekannte, Zustimmung der letzten Wochen ziemlich unheimlich sein. Vom meist gehassten Autor bei SPON zum beliebtesten.... Erstaunlich :)
    Wieso erstaunlich? Wenn es an den eigenen Geldbeutel geht, kann sogar der gemeine SPON Leser Vernunft annehmen.
  6. #75

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    hat Parteichef Gabriel vorgeschlagen, das Heil in einer "Annäherung der Lebensverhältnisse in Europa" zu suchen. Das wäre der teuerste Weg von allen.
    Hallo Herr Fleischhauer, hier ein noch teuerer Weg:
    Das kapitalistische Wirtschaftssystem ist den staatlichen und sozialen Lebensinteressen des deutschen Volkes nicht gerecht geworden. Nach dem furchtbaren politischen, wirtschaftlichen und sozialen Zusammenbruch als Folge einer verbrecherischen Machtpolitik kann nur eine Neuordnung von Grund aus erfolgen. Inhalt und Ziel dieser sozialen und wirtschaftlichen Neuordnung kann nicht mehr als das kapitalistische Gewinn- und Machtstreben, sondern nur das Wohlergehen unseres Volkes sein. Durch eine gemeinwirtschaftliche Ordnung soll das deutsche Volk eine Wirtschafts- und Sozialverfassung erhalten, die dem Recht und der Würde des Menschen entspricht, dem geistigen und materiellen Aufbau unseres Volkes dient und den inneren und äußeren Frieden sichert.
    Nein, das war nicht die SPD, es entstammt den Überlegungen einer ehemaligen Volkspartei - der CDU (Ahlener Programm).
    Wie sich die Zeiten doch ändern, das war damals schwarze Politik!!
  7. #76

    Gabriels Meinung

    Eurobonds und die Vereinigten Staaten von Europa sind Meinungen des Vorsitzenden, aber nicht der SPD. Leider ist Gabriel oft nicht zu bremsen, in dem, was er von sich gibt. Das heißt aber nicht, dass das Linie der Partei ist. Wir sind in letzter Zeit viel für die Zustimmung zum ESM geprügelt worden. Aber ohne ESM keine Transaktionssteuer und auch keine Einsparungen in den anderen Ländern. Über die neuen Brüsseler Beschlüsse wurde nicht abgestimmt und die werden sicher auch nicht von unserer Partei abgenickt werden.
  8. #77

    zahlen bitte

    wäre schön, wenn Herr Fleischhauer seine wohlformulierten Sticheleien auch mal mit ein paar Zahlen untermauern würde, wenn er sich schon mit seinem ökonomischen Fachwissen brüstet. Dieses lebt meines Wissens nach von Zahlen, Rechnungen, etc.
  9. #78

    @Cemi

    Zitat von cemi Beitrag anzeigen
    ... Erst wenn der deutsche Arbeitnehmer wieder mehr Kohle in der Tasche hat, kann Deutschland auch wieder Konjunturlokomotive werden. Das sind makro-ökonomische Binsenweisheiten, ... , da kann man auch mal von allein drauf kommen.
    Ihre makroökonomischen Binsenweisheiten sind absoluter Nonsens, da makroökonomische Größen aggregierte Größen sind und somit kein qualitativer Rückschluss auf der mikroökonomischen Ebene zulässt. Darüber hinaus haben auch Sie wie viele andere auch das System nicht verstanden. Ferner vielen Ihnen auch Kenntnisse bezüglich der einfachsten ökonomischen Fachkenntnissen. Lesen Sie diesen und meine anderen Beiträge zu diesem Thema und Sie werden die Ökonomie mit anderen Augen sehen.

    Wenn die Nachfrage kleiner ist als das Angebot sinkt der Preis für die Arbeit. Der wesentliche Grund für die Entwicklung der Arbeitsentgelte in vielen Bereichen ist das Resultat der Zunahme von un-/qualifizierten Arbeitskräften aus dem Bereich der Zuwanderung sowie der Zunahme von un-/qualifizierten unter den Eingeborenen. Ein weiterer Grund ist die geringe Kaufkraft vieler Personen sowie das preissensitive Verhalten der großen Mehrheit der Konsumenten (es ist nicht möglich Discountpreise mit Premiumlöhnen zu verbinden). Ein weiterer Grund ist die exportorientierte Ausrichtung der deutschen Volkswirtschaft. Deshalb werden u. a. in der Metall- und Elektroindustrie die Tarifverträge mit Leiharbeit umgangen. Ob es Ihnen gefällt oder nicht, je mehr China Hightech-Produkte (und je weniger Ramsch- und verseuchte Güter) produzieren kann desto mehr ist die deutsche Wirtschaft gezwungen sich den neuen Konkurrenten anzupassen, um nicht Gefahr zu laufen seine gesunden Wirtschaftsstrukturen zerstören zu lassen (Güter werden in D fast nur noch zusammengesetzt). Dieser Prozess -ausgelöst durch die Agenda 2010 und verstärkt durch die Euroeinführung- ist ein zentraler Aspekt für den ökonomischen Erfolg D gegenüber den anderen Euro-Staaten. Steigt nun wie von Ihnen gefordert der Preis für die Arbeit findet eine Substitution der Produktionsfaktoren Arbeit durch Kapital statt bzw. wird die Entwicklung neuer Technologien gefördert, mit dem Ziel der Einsparung von Arbeit (vgl. doppelt negative Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt durch Zuwanderung (Kosten für Sozialstaat)). Des Weiteren sollten Sie beachten, dass jeder Arbeitnehmer zwar primär ein Erfolgsfaktor für jedes Unternehmen ist jedoch gleichzeitig durch die Arbeitsentgelte auch ein Kostenfaktor (aus dem Blickwinkel von Rechnungswesen sind Löhne/Gehälter=Aufwand). Wenn Sie jetzt die Arbeitsentgelte erhöhen, steigt lediglich der Aufwand jedes Unternehmens ohne dass eine Erhöhung des Umsatzes folgt. Bei den vielfach sehr dünnen Gewinnmargen führen diese Einschnitte zu existenzielle Situationen für die Unternehmen, die nur durch die Substitution von Arbeit durch Kapital, Erhöhung der Arbeitszeit, Abbau von Sozialleistungen oder Verlagerung der Produktion kompensiert werden kann. Außerdem sollten Sie berücksichtigen, dass dies zu einer sofortigen Anpassung der Verbraucherpreise führen wird (=>Status quo). Des Weiteren entsprechen das Humankapital sowie die allgemeine Leistungsfähigkeit/-bereitschaft vieler Personen nicht dem Niveau der Hauptkonkurrenten der Unternehmen im Ausland (vor allem China und Indien). Darüber hinaus ist die Nachfrage nur endlich möglich (die Konsumentwicklung kann auch sehr gut mit dem Gesetz des abnehmenden Grenzertrages erklärt werden.).
  10. #79

    Sehr schön

    ein völlig zutreffender Beitrag, Vorschlag meinerseits: schicken Sie ihn an die jeweiligen SPD/Grüne/CSU Landesstrukturen zur Lektion.
    Gabriel spricht einer europ. ausgerichteten Polit-Mafia das Wort. Ob da frühere einflussreiche SPD Granden ein Wort mitgeredet haben ?. Ob Hombach und Co. Gabriel was flüstern ?








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