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Euro-Krise: Wie Europa seine Banken retten könnte
EC/Eureka SlideDürfen Europas Geldhäuser unter den Rettungsschirm schlüpfen, ohne dass die nationalen Regierungen im Gegenzug Auflagen akzeptieren müssen? Fachleute halten das für möglich - sogar ohne Zustimmung der Parlamente.
http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...836524,00.html
- #220 03.06.2012 07:57 von
Auf Verstaatlichung der meisten Banken wird es als Perspektive hinauslaufen
Wie viele Milliarden sind bei der Stützung der Commerzbank
und der Verstaatlichung des Finanzmülls der HRE auf
Kosten der Steuerzahler angefallen
und werden noch weiter anfallen?
Ohne diese Milliarden wären auch z.B. die Deutschbanker
in Schieflage von Soll und Haben gelangt.
Banken, die unter staatliche Kontrolle von Politikern gestellt
werden, die linke politische Vorstellungen umsetzen,
wird genau so zu Lasten der Steuerzahler pleite gehen.
Die Überliquidität ist entstanden weil von linken Politikern so getan
wurde und wird, als ob Schulden völlig unwichtig seien.
Es sind Sie nicht und das sehen Sie derzeit so deutlich wie selten zuvor.
"Es gibt kein schlüssiges Modell für die Steuerung einer
Volkswirtschaft und jeder VWL Experte, der behauptet,
dass es so etwas gäbe, lügt.
Und so dreht sich die volkswirtschaftliche Abwärtspirale
mit inzwischen immer schnelleren Umdrehungen nach unten weiter. - #221 03.06.2012 08:55 von
Genau!
Heiner Flassbeck hat das in einem Vortrag für Laien verständlich dargestellt:
Wege aus der Euro-Krise - Prof. Dr. H. Flassbeck - YouTube
Ich bin der Meinung, dass die EZB nach Ausbruch der Krise hätte für alle Staatsanleihen garantieren müssen, also auf dem Primärmarkt hätte tätig werden müssen - natürlich auch unter strengen Auflagen. Das hätte die Staaten vom Finanzmarkt abgekoppelt und die Spekulation auf Staatsanleihen SOFORT beendet.
Es wäre sehr viel billiger gewesen, als die durch die Brust ins Auge-Taktik, die letztlich das gleiche ist, nur über den teuren Umweg über Geschäftsbanken.
Man hätte sich die Rettungspakete, EFSF und ESM sparen können - die hätte man nicht gebraucht. Außerdem wäre damit die Umverteilung von Volkseinkommen auf die Finanzindustrie beendet gewesen.
Man hätte das Kaputtsparen der Staaten vermieden und einen Anpassungsprozess über eine Dekade vornnehmen können.
Denn die Ungleichgewichte sind ja in den letzten 10 Jahren kumuliert - das in 1 oder 2 Jahren zurück führen zu wollen, ist absoluter Wahnsinn - wie wir ja besichtigen können. Die Folgen sind nämlich sehr unstabile politische Verhältnisse, Regierungswechsel überall, Einsetzen von Technokraten, soziale Verwerfungen und Unruhen.
Die Eurobonds, die immer wieder diskutiert werden, hätte man auch nicht gebraucht oder am Ende des Prozesses einführen können. In dieser Dekade hätte man auch die Zeit gehabt, Harmomisierungen in aller Ruhe vorzubereiten.
Jetzt sagen die Kritiker, diese Maßnahme führe zu Inflation.
1. Haben wir auch jetzt eine höhere Inflation.
2. USA, Japan und GB, die das so machen, stehen trotz erheblich höherer Verschuldung wesentlich besser da, oder?
Das hat man aus ideologischen Gründen nicht gemacht - und auch deshalb nicht, weil man die Finanz-und Wirtschaftsoligarchie pämpern wollte. Das Ergebnis ist eine einziges Desaster.
"Schlamassel" ist dafür ein eher sehr niedlicher Ausdruck, der mit der Realität nichts zu tun hat! - #222 03.06.2012 09:45 von
Naja,
da muss ich leider wiedersprechen. Die LINKE hat die Einführung des Euro abgelehnt - als einzige Partei, weil sie genau die Folgen vorausgesehen hat, die nun eingetroffen sind.
Gysi hat das im Bundestag gesagt: "Wir wollten den Euro SO nicht, aber jetzt haben wir ihn und müssen damit irgendwie klar kommen".
Und dann hat die Linke Vorschläge gemacht. Die Eurobonds z.B. - aber, und das ist sehr wichtig - war für die Linke ein Instrument BEVOR Rettungsschirme, EFSF, etc. eingeführt wurden. Das hat Lafontaine kürzlich noch in einer Talkshow geäußert. Er sprach außerdem die Handelsungleichgewichte an und die fatale Rolle D. dabei (s. Link im vorigen Post).
Außerdem hat die Linke IMMER eine Besteuerung der großen Vermögen in GANZ Europa, eine FTA, Regulierung der Finanzmärkte und ein höheres Lohnniveau für D. gefordert. Alles Maßnahmen, die erheblich zu einer Krisenbewältigung hätte beitragen können.
Nur blöd, dass diese Vorschläge von den Linken kamen - da mussten unsere Politstrategen aus den anderen Parteien einfach ablehnen.
Es geht ja nicht darum, was hilft!! Nein, wichtig ist nur, alles anders zu machen als die Linke.
Fazit: Die LInke hatte Recht - so einfach ist das! Schade, dass diese Partei sich gerade selbst zerlegt ... - #223 03.06.2012 14:52 von
Die Banken kann man nur mit Steuergeldern retten. Woher sollte das Geld sonst kommen? Weil sich die Politiker aber nicht trauten, dies dem Volk einzugestehen, erfand man den Umweg der "Rettung" der Portugiesen, Iren, Griechen etc., die dann das Geld wieder an unsere Banken weiter leiten sollten.
"Manchmal muss man das Volk belügen" (Jean-Claude Juncker) - #224 03.06.2012 16:48 von
Definitiv nicht
Bei der Schweiz hat schon allein die Drohung, Geld zu drucken den Kurs bei 1,20 fest am Euro angeheftet.
Der hohe DM-Kurs war schon vor dem Euro kein Problem, er würde es auch nach dem Euro nicht sein.
Aber nochmals:
Der ClubMed sollte im eigenen Interesse geschlossen aus dem Euro austreten. Dann kann er auch seine Bonds feilbieten. - #225 03.06.2012 17:51 von
Ausverkauf der Demokratie durch die Hintertür!
Inzwischen hat sich herumgesprochen, daß selbst eine dezentrale Energieversorgung kostengünstiger und effizienter für einen Staat sein könnte, wenn man es nur wollte. Der Datenaustausch, die Steuerungs- und die Regelungsmöglichkeiten solcher Anlagen sind längst vorhanden.
Nur der Wille von den Politikern fehlt noch den Stromkonzernen Beine diesbezüglich zu machen. Es winken zu Gute Anschlußbeschäftigungen für Ex-Politiker.
Und zu Europa kann ich nur sagen:
Eine zentrale Führung der Staaten Europas wird bestimmt nicht für ein wirtschaftlich stärkeres Europa in der Welt sorgen. Die europäischen Schein-Eliten wollen nur endgültig die derzeitigen Demokratien zusammenschrumpfen, denn kritische Bürger sind nicht gewollt.
Das ewige Schöngerede der Medien hilft sowieso nur noch bei denjenigen die Pudding an die Wand nageln. Wenn man ein bischen mit Hirn durch die Welt geht, fällt einem schnell auf, was hier verdammt schief läuft. - #226 03.06.2012 21:12 von
Inflation Nein - Strukturprobleme Ja
Hinter allen Waehrungen der Welt ausser dem Euro steht EINE, immer nur eine Wirtschaftsregierung. Und das ist der grosse Unterschied und solange man das in Europa nicht will, bleibt der Euro ein Krisenherd, ein Blinddarm im Eingeweide der Weltwirtschaft.
Aber man muss die europaeische Geschichte mit in Kauf nehmen und den Eurostaaten ist eine Unterordnung gegenueber D einfach nicht akzeptabel. Aber D ist eben die dominierende Wirtschaftskraft, deren Groessengewicht im ganzen durch groessere Produktivitaet noch weiter hochgehebelt ist.
Inflation ist wirklich kein Problem. Man spricht heute wieder von Rezession (China und die USA schwaecheln und Euroland wankt) und das fuehrt normalerweise zur Deflation, dem Gegenteil von Inflation. Man erwartet dass Rohstoffpreise in den kommenden Monaten in US$ gerechnet um 25% sinken werden und das bringt die ganze Kostenstruktur der Welt in eine Schrumpfungsphase.
Mit dem Euro hat sich Europa das Trojanischen Pferd in die Festung gezogen. Nur grosses staatsmaennisches handeln kann kann die Lage verbessern und wie man sieht, in Griechenland kann man nicht einmal eine Kriseneinheitsregierung bilden. Die Egos der Mitspieler waeren zu gross.
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