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Euro-Krise: Wie Europa seine Banken retten könnte

EC/Eureka SlideDürfen Europas Geldhäuser unter den Rettungsschirm schlüpfen, ohne dass die nationalen Regierungen im Gegenzug Auflagen akzeptieren müssen? Fachleute halten das für möglich - sogar ohne Zustimmung der Parlamente.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...836524,00.html
  1. #160

    Zitat von c++ Beitrag anzeigen
    Wie viel denn? Was sind Millionen im Vergleich zu Milliarden am Umsätzen? Das sind doch lächerliche Argumente. Die Wechselkurskosten waren noch nie ein großes Problem. Das ist nicht nichts im Vergleich zu den Schäden, die der Euro angerichtet hat und den Folgekosten des Euro für die Bürger dieses Landes. Unter dem Strich bleibt der Euro die schwerste politische Fehlentscheidung nach dem Kriege.


    Der Außenhandel hat vor Einführung des Euro wunderbar funktioniert. Nur ziemlich abenteuerliche Zeitgenossen glauben noch diese Euro-Propaganda, nach der der Euro hauptsächlich deshalb eingeführt wurde, um den Außenhandel zu erleichtern.
    Jetzt fehlt noch das alberne Argument, dass das Reisen besser geworden ist durch den Euro.
    Oder das lächerliche Argument, dass es seit Einführung des Euro keinen Krieg mehr zwischen den Euro-Staaten gegeben hat.
    Eigentlich findet man kaum noch Zeitgenossen, die diesen Argumenten aufsitzen und sie glauben.


    Es besteht überhaupt kein Zusammenhang zwischen Gemeinschaftswährung und Zöllen.
    Ach ja, auch hier wieder die Weltverschwörung und Propaganda. Jau, mein Beispiel war Achtung, jetzt kommts, ein Beispiel! Außenhandel hat vorher auch funktioniert? Was wollen Sie mit dieser Aussage bezwecken? PISA Ergebnisse verdeutlichen? Das Außenhandel ohne gemeinsame Währung nicht klappt. Aber mit, bringts halt ein paar % Wirtschaftswachstum und damit Milliarden.
  2. #161

    Zitat von gegenpressing Beitrag anzeigen
    Und nur um mal ein Beispiel zu bringen: Der EURO hat vielen Unternehmen Millionen an Wechselkursrisiken gespart. Und nur ziemlich abenteuerliche Zeitgenossen würden behaupten, dass unterschiedliche Währungen für den Außenhandel besser sind, als eine gemeinsame Währung.
    Aber wahrscheinlich sind auch Zölle eigentlich Außenhandelsbooster!
    Also offensichtlich haben Sie noch nie international
    gearbeitet.

    Fakt ist, dass diese Wechselkursrisiken ein absolut
    in der Praxis unwichtiger Punkt sind, die erst dann,
    wenn der Vertrag schon lange unter Dach und Fach ist,
    von der Finanzabteilung gehandelt wird, ohne jeglichen
    Einfluss auf den Vertrag.

    Sie machen so, als ob die Wechselkursrisiken ein furchtbar
    wichtiger Punkt seien, dies stimmt absolut nicht, da auch
    noch zu DM-Zeiten, die Kosten des Wechselkursrisikos
    bei max. 2% lagen und es genug Absicherungsmaßnahmen
    gab und gibt.

    Diese Millionen sind also absolut vernachläsigbar.

    Aber, oh Wunder, auch die Währung, der Kurs der Währung
    spielt nur eine untergeordnete Rolle.
    China hat z.B. zu DM-Zeiten Topmaschinen zu Höchstpreisen von Deutschland bezogen, ca. 20-30% teurer als die
    Konkurrenz und solche Maschinen sind auch jetzt, zu Euro
    Zeiten immer noch 20-30% teurer als die Konkurrenz.
    Aber sie werden gekauft, weil die Qualität, der Service. usw.
    stimmen.

    Sehen Sie außer den nebulösen Vorteilen und Gewinnen
    durch den Euro mal auch die Risiken, die Haftung, die
    Garantien, Target 2, usw. und dann fangen Sie mal an
    zu denken.

    M.E. sind Sie ein wenig sehr stark!! den "veröffentlichten
    Pressemitteilungen" zum Opfer gefallen, so von wegen
    "sonst gibt es Krieg", "wir profitieren vom Euro", "durch den
    Euro wächst Europa zusammen", usw.

    Und wenn dies noch nicht reicht, dann lesen Sie mal
    den ESM-Vertrag mit Anhang.

    mfg
    Li
  3. #162

    gegenpressing

    Zitat von gegenpressing Beitrag anzeigen
    Weiß nicht, Bild lese ich nicht und Merkel wähle ich nicht. Aber vielleicht besuchen Sie mal ne Uni und lernen mal, worüber die im Fernsehen reden. Dann muss Ihnen Onkel Sarrazzin nicht immer die Welt erklären.
    Hehe, jetzt haben wir aber jemand beim Lügen erwischt!

    Aber egal; nur wie Sie auf die Idee kommen, dass man, um dem platten Fernsehhsprech der Talkonkels und -tanten sowie deren vollfetten, rundumversorgten Experten folgen zu können eine Uni besuchen muss, kann ich absolut nicht nachvollziehen.

    Und Onkel Sarrazin würde Ihre Thesen argumentativ im Lokus verschwinden lassen.
  4. #163

    Soso,

    Zitat von gegenpressing Beitrag anzeigen
    Weiß nicht, Bild lese ich nicht und Merkel wähle ich nicht. Aber vielleicht besuchen Sie mal ne Uni und lernen mal, worüber die im Fernsehen reden. Dann muss Ihnen Onkel Sarrazzin nicht immer die Welt erklären.
    Sie halten also die Unis mit ihren unkündbaren Elfenbeinturmbewohnern, die genau die Ökonomie lehren, die ganz Europa in die Sch..sse geritten hat, für einen Ort der Bildung, der es wert ist, diesbezüglich besucht zu werden? Und Sie halten Sarrazin, den verhinderten Genetiker, für denjenigen, der den Stein der Weisen in Händen hält?
    Er mag in manchen Dingen bezüglich der Eurokrise Recht haben, aber dass der Euro ein Desaster für die Völker Europas ist - dafür braucht es keinen Sarrazin. Und wer immer noch glaubt, dass durch irgendwelche Massnahmen, die immer nur darin bestehen, mit noch mehr Geld die Blase aufzupumpen und damit die Schulden zu erhöhen, obwohl jeder der bis drei zählen heute schon weiß, dass das nicht funktionieren kann, der leidet an Realitätsverlust. Es ist nach wie vor ein rumdoktorn an den Symptomen. Die Ursachen sind immer noch nicht erkannt, geschweige denn angegangen worden. Denn das kann niemals im Interesse der Finanz- und Wirtschaftsoligarchie sein.
    Also bleibt es dabei: weiter so! Die Verantwortlichen hoffen jetzt nur noch darauf, dass der ganze Laden erst dann zusammen fällt, wenn sie selbst keine Verantwortung mehr tragen. Dann kann man nämlich schön mit dem Finger auf andere zeigen.
  5. #164

    Rational!

    Zitat von gegenpressing Beitrag anzeigen
    Doch genau den Eindruck habe ich nicht. Hier wird hauptsächlich mit der Weltverschwörung, Panikmache und nationalen Ressentiments argumentiert. Wenig mit sachlichen Argumenten. Und der Gipfel ist dann: vor 100 Jahren mit der DM waren wir auch Exportweltmeister. Sorry, das soll sachlich sein? Angst ist ja menschlich und in Ordnung. Aber man sollte damit keine Politik machen. Das führt eben nicht zu rationalen Entscheidungen.
    Wollen Sie mal Daten sehen, die ganz rational und öffentlich zugänglich sind und das ganze Desaster offenbaren?
    Hier, bitte schön:
    Querschuesse

    Sie können jeden Artikel nehmen: die Daten, auf denen die Artikel beruhen sind öffentlich zugänglich, gelinkt und überprüfbar!
    Das hat alles mit Angst nichts zu tun. Mir aber scheint, Sie wollen die Tatsachen nicht zur Kenntnis nehmen!
  6. #165

    "Schlamassel"?

    Zitat von siegfriedluckner Beitrag anzeigen
    ... ist das, was hier seit geraumer Zeit abgeht. Wenn sich Spaniens oder Frankreichs Banken verzockt haben, dann müssen die jeweiligen Heimatstaaten, die schließlich auch die Bankenaufsicht inne hatten, zumindest dafür bürgen, wenn ihre Banken mit dem Steuergeld anderer Länder "rausgeboxt" werden.

    Dass man diese Selbstverständlichkeit mittlerweile sogar rechtfertigen muss, zeigt mir, welch völlig absurde Züge die seit meherern Jahren anhaltende Finanzkrise und die Reaktion der EU(dSSR) hierauf mittlerweile angenommen haben.

    Schon seit mir selbst Anfang 2009 die Augen aufgingen prophezei ich, dass das Ganze kein gutes Ende nehmen kann. Am Ende wird dieses Finanzsystem völlig zerrüttet zugrunde gehen, Massen von sich derzeit noch wohlhabend fühlenden Mittelklasse-Angehörigen in ganz Europa ein weiteres Mal völlig verarmt erwachen und erkennen, dass man den Lügen von Politikern und Bankern sowie deren willfährigen Sprachrohren in den Medien besser nicht vertraut, sondern selbst anfängt, das eigene Hirn anzuschalten.

    Ich jedenfalls bin froh, heute morgen für ein paar buntbedruckte Papiereuros noch ein Kilo Silber bekommen zu haben. Vor dem Schlamassel, der uns allen hier eingebrockt wurde und noch wird, bewahrt einen das zwar auch nicht. Wenigstens hat man anschließend hierdurch aber hoffentlich noch einen kleinen Teil seiner mühsam dem Leben abgerungenen Ersparnisse in die neue Zeit retten können.

    Ich fürchte, dass die meisten anderen das leider nicht von sich werden behaupten können.
    Ich habe etwas gegen das Wort "Schlamassel". Aus drei Gründen:

    1. Europa ist kein Schlamassel, sondern eine Hort des Friedens: "Nie wieder Krieg" riefen usnere Eltern. Mit der EU wandelte sich der Wunsch in Wahrheit und erlebtes Glück.

    2. Europa ist kein Schlamassel, sondern ein Wirtschaftswunder, besonders für uns Deutsche. Kein Land hat nämlich vom Euro so wahnsinnig profitiert wie Deutschland.

    3. Europa ist kein Schlamassel, sondern eine Schicksalsgemeinschaft, basierend auf gemeinsamen historischen Wurzeln, die auch muslimische Elemente vorsichtig miteinbeziehen.
  7. #166

    Zitat von diathermie Beitrag anzeigen
    ....wie Grimsson in Bloomberg-TV verkündet: "Es handelte sich um privatwirtschaftliche Banken und wir haben kein Geld in sie gepumpt, um sie am Leben zu erhalten. Der Staat sollte die Verantwortung für die gestrauchelten privaten Banken nicht übernehmen." Dass das die mit den Unternehmeretagen vernetzten Regierungen nicht wollen, ist klar- für 99% des dort als störend empfundenen Volkes müsste das klar wie Kloßbrühe sein.
    Die Skandinavier sind sowieso besser wenn es um das Gemeinwohl geht,
    in Schweden hat man SAAB auch nicht staatlich unterstützt als es pleite ging.

    Warum sollte man auch die Entwicklung von US-Autos mit Schwedischem Steuergeld bezahlen -sagte man sich, dafür gibt es keinen Grund. (ausser den Arbeitsplätzen -aber die sind sowieso verloren bei anhaltender Mißwirtschaft).

    Anders hier in DE, da muss GM bloss andeutungsweise mit Werksschließungen bei Opel drohen -schon drehen die Politiker durch
    - "Ohgott die Arbeitsplätze -Ohnein meine Wiederwahl ! Da müssen wir ja sofort was machen.

    Dies ist genau das Problem, das ständige hineinpfuschen in Wirtschaftliche Abläufe macht alles erst zur Katastrophe.
    Die Banken rechnen die Unterstützung durch den Staat schon von Anfang an in ihre Planungen mit ein.
  8. #167

    Zitat von markus54321 Beitrag anzeigen
    Glauben sie alles was man ihnen erzählt? "wir profitieren am meisten vom EURO" es nützt nichts Waren an Pleiteländer zu verkaufen wenn wir dann deren Schulden abzahlen. Das ist VERSCHENKEN!
    Nein. Wenn dieselben die Waren bezahlen würden, die sie verkaufen, dann wäre das Euroverbrechen sinnlos.
    Die einen verkaufen (z.B. die deutsche Rüstungsindustrie) und die Menschen in Deutschland bezahlen.


    Es ist ja kein Zufall, dass Frau Merkel und der IWF den Menschen in Griechenland die Butter vom Brot nehmen - aber gleichzeitig erlauben, dass der Verteidungsetat als einziger Haushaltsposten 2012 erhöht wurde. Das bringt Schwung ins Umverteilungsroulette. Und nennt sich marktkonformes Sparen.

    Publik-Forum


    "Der griechische Haushaltsetat für 2012 sieht vor, dass der Sozialhaushalt um weitere neun Prozent schrumpfen soll. Die laufenden Ausgaben des Verteidigungshaushaltes sollen hingegen um zweihundert Millionen auf insgesamt 1,3 Milliarden Euro steigen: ein Zuwachs von 18,2 Prozent."
  9. #168

    optional

    Wenn man sich das Interview mit R. von Hohenhau, Präsident des Europäischen Steuerzahlerbundes (TAE), im Merkur, "Der ESM-Vertrag ist sittenwidrig", vom 13.03.12, durchliest, schnürt es einem die Kehle zu. "Die Deutsche Bundesbank gehört den deutschen Staatsbürgern – und durch Target 2 haben die Steuerzahler nur eine Papierforderung gegenüber der EZB in den Händen. Das ist ein gigantischer Verzehr deutschen Volksvermögens zu Gunsten der Krisenländer. Ein unglaublicher Vorgang. Hätte man Griechenland vor zwei Jahren aus dem Euro gelassen, wäre das Risiko bei etwa 78 Milliarden Euro gelegen – das wäre durchaus verkraftbar gewesen. Heute stehen insgesamt Billionen-Summen auf dem Spiel. Mein Gefühl ist, dass die Politik aus Unwissenheit und Ohnmacht erstarrt, während die Bundesbank immer mehr ausblutet." "Sie sagen,der ESM sei eine Bank, doch dazu braucht es doch eine Banklizenz.Die will die Kanzlerin verweigern."
    Antwort: "Von dieser Lizenz hat sich der ESM laut Vertrag selbst befreit. Der ESM kann sich per Beschluss direkt über die Länder refinanzieren, er kauft Staatsanleihen, vergibt Kredite – er macht alles, was eine tatsächliche Bank auch macht. Geführt wird diese Bank von einem Gouverneursrat, dessen Mitglieder dazu gar nicht qualifiziert sein müssen und nach derzeitigem Stand Immunität genießen – also für Fehlentscheidungen nicht zur Rechenschaft gezogen werden können.Außerdem handeln sie autark und können Gehalt und Steuern selbst festlegen.Damit hat eine kleine Gruppe von Menschen die Lufthoheit über die größte Bank in Europa."
    Dazu auch dieses Interview:
    wiwo.de/politik/europa/waehrungsexperte-hankel-der-euro-droht-zum-transfer-rubel-zu-werden/6365064.html
  10. #169

    optional

    Den Griechen würde man die Finanzhilfen am liebsten ganz streichen, weil sie nicht mehr nach den Regeln spielen wollen, aber den Banken, die wohl den größten Anteil an dem Dilemma haben und gleichzeitig nicht viel an ihren Geschäftspraktien geändert haben, will man dieses Geld wieder in den Rachen werfen. Die Staaten und deren Steuerzahler überlässt man im schlimmsten Fall sich selbst. Hauptsache die Banken werden gerettet, mit europäischen Steuergeldern und die Parlamente schauen zu. Shame on you!


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