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Euro-Krise: Warum eine höhere Inflation normal wird

DPADie Debatte über eine höhere Inflation in Deutschland führt in die Irre. Sie verschleiert das Ausmaß der echten Probleme - und legt der Politik falsche Schlüsse nahe. Die eigentlichen Knackpunkte liegen vor allem bei steigenden Immobilienpreisen und wachsenden Schulden in der Privatwirtschaft.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...833024,00.html
  1. #1

    Es kommt alles wieder

    Dann gehen wir mit einem Waschkorb voller Geld zum Bäcker und bekommen dafür ein Brötchen , wenn überhaupt.
    Aber das hatten wir ja alles in Deutschland schon mal (1927).
  2. #2

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die Debatte über eine höhere Inflation in Deutschland führt in die Irre. Sie verschleiert das Ausmaß der echten Probleme - und legt der Politik falsche Schlüsse nahe. Die eigentlichen Knackpunkte liegen vor allem bei steigenden Immobilienpreisen und wachsenden Schulden in der Privatwirtschaft.

    Warum die Inflation unaufhaltsam ist - SPIEGEL ONLINE
    Man kann es nicht oft genug sagen, die Mechanismen sind bekannt und die Politiker rennen - mit den Banken zusammen in die selben Fallen, in denen sie sich schon einmal verfangen hatten.

    Das ist nun etwa 80 Jahre her.
    Das Problem ist von Mieses im Boom und Bust Zyklus schon lange herausgearbeitet und verstanden.
    Nur hat niemand auf Ackermann gehört, als er zwei entscheidende Sätze sagte.
    Der eine was "Das Deleveraging wird entsetzlich sein".
    Und der andere "Wenn die Monoliner wackeln, wackeln die Banken".
    Für beide Probleme kann Politik keine einfache Lösung anbieten. Die Banken auch nicht.

    Die Fehler sind gemacht und das Kind liegt im Brunnen. Die Aufarbeitung von Schattenbilanzen und der Vertrauensverlust wird sich über eine ähnliche Zeitperiode ziehen wie in Japan und das wird die europäische Einigung mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht vertragen.

    Wozu der dann anfangende Protektionismus führt, haben wir schon einmal erlebt.
  3. #3

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die Debatte über eine höhere Inflation in Deutschland führt in die Irre. Sie verschleiert das Ausmaß der echten Probleme - und legt der Politik falsche Schlüsse nahe. Die eigentlichen Knackpunkte liegen vor allem bei steigenden Immobilienpreisen und wachsenden Schulden in der Privatwirtschaft.

    Warum die Inflation unaufhaltsam ist - SPIEGEL ONLINE
    Eine gute und nachvollziehbare Analyse der Situation. Was allerdings fehlt ist der Ausweg aus dem Dilemma. Folgt man der Argumentation Müllers kann der eigentlich nur in einem Austritt Deutschlands aus dem Euro liegen.
    Ergänzend zu dem Thema gibt es heute auch einen sehr guten Beitrag in der "Welt".
    Kritik an Merkel: "Wir werden einen unvorstellbar hohen Preis zahlen" - Nachrichten Politik - Ausland - WELT ONLINE
  4. #4

    1923

    Zitat von pförtner Beitrag anzeigen
    Dann gehen wir mit einem Waschkorb voller Geld zum Bäcker und bekommen dafür ein Brötchen , wenn überhaupt.
    Aber das hatten wir ja alles in Deutschland schon mal (1927).
    1923, um genau zu sein.

    Aber natürlich könnte es wieder so kommen. Der kleine Mann macht nur zu gerne nach, was ihm die Politiker und Staaten vorleben: auch wer kein Geld hat, kann lustig auf Pump konsumieren. Sparen ist uncool.
    Die Wähler betrafen ja auch konsequent jede Partei, die "Sparen" auch nur ansatzweise erwähnt.
    Lieber lustig "weiter so". Zahlen tun wir ein andermal (also nie).

    Das wird alles noch böse enden.
  5. #5

    ...

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Unter den Bedingungen der Euro-Zone passt die einheitliche Geldpolitik der EZB nicht mehr für den Euro-Raum als ganzes. Entsprechend werden zunehmend nationale Instrumente eingeführt: Die Notenbanken der Problemländer dürfen seit einigen Wochen selbst festlegen, welche Papiere sie als Sicherheiten von ihren Banken noch annehmen.
    Seit einigen Wochen ???


    Der Artikel ist vom 06.06.2011

    EZB: Zweifelhafte Werte - SPIEGEL ONLINE

    Die EZB betont, dass diese nicht marktfähigen Sicherheiten genauso streng bewertet werden müssen wie andere Papiere auch. Doch geprüft und bewertet werden diese Papiere von den jeweils zuständigen nationalen Notenbanken. Und die dürften vor allem ein Interesse daran haben, dass die Banken ihres Landes, denen es an Sicherheiten mangelt, nicht zusammenkrachen. Eine solche Praxis lädt zum Schummeln geradezu ein.
  6. #6

    Die Waschkörbe sind heute aus Plastik

    Zitat von pförtner Beitrag anzeigen
    Dann gehen wir mit einem Waschkorb voller Geld zum Bäcker und bekommen dafür ein Brötchen , wenn überhaupt.
    Aber das hatten wir ja alles in Deutschland schon mal (1927).
    also unsere und die haben so große Löcher. Wir könnten schon mal neue, großformatigere Scheine einführen?
  7. #7

    Ich persönlich finde Autos viel zu teuer. Da werden die Preise (in Deutschland) schon immer künstlich viel zu hoch gehalten. Keine Ahnung warum das funktioniert. Diese Blase sollte mal platzen. Aber bevpr das passiert gibt's vermutlich wieder so'ne lustige Abwrack-Prämie.
  8. #8

    Falsches Jahr, i. ü. richtig...

    Zitat von pförtner Beitrag anzeigen
    Dann gehen wir mit einem Waschkorb voller Geld zum Bäcker und bekommen dafür ein Brötchen , wenn überhaupt.
    Aber das hatten wir ja alles in Deutschland schon mal (1927).
    Die Milliarden-Brötchenpreise gab es 1923, bis Kanzler Stresemann einen gewissen Herrn Schacht am 15. November 1923 mit einer Währungsreform eingreifen ließ. Da war aber das in Geld bzw. Geldäquivalent (Rentenpapiere, Versicherungen usw.) gesparte Vermögen bereits vernichtet.

    Heute: wie blöd sind wir eigentlich? Wir lassen uns jahrelang vollquatschen: sparen, fürs Alter vorsorgen, so daß sich sogar Niedriglöhner einen "Riestervertrag" zulegen. Das freut doch nur Maschmeyer, wie es aussieht. Gleichzeitig bekommen wir nämlich serviert, daß unser Erspartes leider, leider, zum Wohle Großeuropas und der Machtspielchen u. a. des Herrn S. aus Baden schneller abgeschmolzen wird, als wir bei den miesen Guthabenzinsen was drauflegen könnten.

    Na gut, wer sich immer noch diesen Finanzanlageprodukte-Zertifikatsmist zulegt, dem ist wahrscheinlich sowieso nicht zu helfen.
  9. #9

    Überschrift

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die Debatte über eine höhere Inflation in Deutschland führt in die Irre. Sie verschleiert das Ausmaß der echten Probleme - und legt der Politik falsche Schlüsse nahe. Die eigentlichen Knackpunkte liegen vor allem bei steigenden Immobilienpreisen und wachsenden Schulden in der Privatwirtschaft.

    Warum die Inflation unaufhaltsam ist - SPIEGEL ONLINE
    Die Inflation hat nur 2 Quellen:
    EInmal das unsägliche EEG, mit den nutzloser Photovoltaik-Strom von Reichen Hausbesitzern erzeugt und dann von armen Schluckern bezahlt wird.
    Einmal das Erdöl, dessen Preis von Investmentbankern in ruinöse Höhen getrieben wird.
    Ansonsten gibt es hier keine Inflationsgefahr, eine Knappheit von Gütern ist ausgeschlossen - mit Ausnahme des EEG, nach dem es sinnvoller ist, aus Mais Strom statt Popcorn zu machen.


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