Forum


 

Euro-Krise: Warum die EU Großbritannien dringend braucht

Premier Cameron und Kanzlerin Merkel liegen im Streit - und wieder tönt es vor allem von deutscher Seite:*Sollen die Briten doch austreten aus der EU. Doch nichts wäre fataler, sagt der Politologe Christoph Meyer. Sie sind trotz aller Probleme ein verlässlicher Partner.

http://www.spiegel.de/politik/auslan...798666,00.html
  1. #80

    Spaltpilz Euro

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Premier Cameron und Kanzlerin Merkel liegen im Streit - und wieder tönt es vor allem von deutscher Seite:*Sollen die Briten doch austreten aus der EU. Doch nichts wäre fataler, sagt der Politologe Christoph Meyer. Sie sind trotz aller Probleme ein verlässlicher Partner.

    http://www.spiegel.de/politik/auslan...798666,00.html
    Es wird Zeit, sich vom Spaltpilz Euro zu verabschieden. Abgesehen davon, dass - wie von Experten vorhergesagt - eine Währungsunion mit so verschiedenen Volkswirtschaften nicht funktioniert, haben sich die Teilnehmerstaaten gegenseitig belogen und betrogen und nach und nach die vereinbarten Regeln gebrochen, eine Transferunion geschaffen und die EZB zu einer Bad Bank degradiert, was sie heute peinlicherweise auch noch als Errungenschaft darstellen.

    Wenn die Politik nicht endlich einsieht, dass ein gemeinsamen Europa nicht mit, sondern nur ohne den Euro möglich ist, wird sie bald von den Realitäten eines besseren belehrt werden.
  2. #81

    die bösen Amis, die bösen Briten

    GB ist das faule Ei, dass uns vom Kuckuck (USA) ins Nest Europas gelegt wurde. Also sollten wir dieses faule Ei schnellstmöglich loswerden. Ich habe absolut keine Lust, mir dieses Europa von irgendwem kaputtmachen zu lassen, auch nicht von den Briten resp Amis.[/QUOTE]

    Ihr erster Beitrag, werter Mitforist, und gleich richtig daneben gelangt. Dummerweise ist Deutschland darauf angewiesen, dass uns die Briten und die Vereinigten Staaten den Krimskrams, den wir hier so zusammenbasteln, abkaufen. Sonst ist nämlich wirtschaftlich in D ganz schnell Schicht im Schacht. Außerdem sind mir die Menschen beider Länder oft lieber als so mancher klugscheißender Deutscher.
  3. #82

    GB -Splendid Isolation war splendid

    Zitat von ric1992 Beitrag anzeigen
    Ich denke, an dieser Stelle muessen wir zuerst einmal die Geschichte GB betrachten. Da GB geografisch von dem Rest Europas abgetrennt ist, hat sich GB frueher nicht um Europa gescherrt; sie lebten "isoliert".

    Nur hat auch GB erkannt, dass diese Isolierung, vor allem zu Zeiten der Globalisierung, nicht foerderlich ist. Deswegen sind sie nun verstaerkt in europaeischen Fragen involviert.

    Sicherlich koennte man meinen, dass GB sich staendig querstellt und sturr ist. Nur denke ich, dass eben eine Vielfaeltigkeit von Meinungen, die oftmals verschieden sind, im Endeffekt dazu fuehren, dass ein Kompromiss gefunden wird. Desto mehr Laender daran teilhaben, desto schwieriger wird es natuerlich. In Notsituationen gehe ich davon aus, dass auch GB bereit ist, Kompromisse einzugehen.

    GB ist kein "leichter" Partner, aber schon ein sehr wichtiger!
    Die Briten fuehlen sich in ihrer Isolierung wohl und traten der EU aus Notwendigkeit spaeter bei, und blieben aus dem Euro aus Notwendigkeit raus.

    Ausserdem gehen sie nach dem Motto - langsamer ist besser.
    Das Konzept eines Vereinten Europas ist ihnen vollkommen fremd, ebenso wie das Konzept die eigene Souveraenitaet in wesentlichen Teilen aufzugeben.

    Wenn Bruessel entscheidet wie krumme ein Wurst sein darf, dann ist es OK. Wenn Bruessel entscheiden will wie man die eigene Wirtschaft organisiert, dann ist das nicht OK.

    Also, die Kanzlerin hat eine EU wie sie ist und ich glaube es gibt genug andere EU Mitglieder die ebenso auf der langsamen Fahrbahn sind.

    Leider ist das Europrojekt dringend und GB und andere bieten keine Hilfe an. Sich ueber eine Steuer streiten die moeglicherweise in 2013 wirkbar wird hilft im Dezember 2011 niemand. Loesungen muss man finden welche kurz und mittelfristig Hilfe bieten ohne die Hilfegeber selbst in den Bankrott zu reissen.

    Der erste Loesungschritt ist gemacht - die meisten Pleitestaaten haben nun realbewusste Regierungen.
    Der zweite muss sich noch beweisen - naemlich sind diese Regierungen handlungsfaehig.
    Dann kommt Nr 3 und das ist erste grosse Test der Kanzlerin: Wieviel Hilfe kann man geben ohne selbst nicht mitgerissen zu werden.
    Und dann kommt der staatsmaennische Test: Was kann Deutschland tun um die interne Balanze im Euroraum stabiler zu halten und dazu gehoert die eigene Schuldendisziplin die heute fehlt.

    Und erst dann kann man sich ueber die Finanztransaktionssteuer streiten.
  4. #83

    Dieser Artikel ist einseitig

    -Kein Wort über die von Maggy Thatcher ausgehandelten Sonderbedingungen
    -Kein Wort über die Schädlichkeit des Finanzplatzes London-
    -Einseitige Sicherheitsargumentation...ja England hat im Irak, Lybienkrieg usw.eingegriffen, will jetzt auch den IRan angreifen usw. aber sind das die Sicherheitsinteressen von Europa
    -England hat keine Industrieproduktion und auch ansonsten wenige Proktionsstätten für Güter....daher ist es klar das andere diese herstellen müssen, entweder durch hereinlassen von Firmen oder durch Zukäufe von außen...d.h. solange England dies nicht selbst in die Hand nimmt wird sie immer von Außenstehenden abhängig sein. Dies im übrigen erst recht wenn es nicht mehr in der EU wäre dann müßten sie nämlich noch mehr für die Waren bezahlen als jetzt. England braucht also den Euro eigentlich mehr als das Pfund.


    All dies ist im Artikel nicht erwähnt. England braucht die EU mehr als umgekehrt und wird daher sicherlich nicht aus der EU austreten. Oder anders formuliert: England wäre Pleite wenn es aus der EU austritt.
  5. #84

    Das ist nicht "zugespitzt", das ist feindselig

    Zitat von Igelnatz Beitrag anzeigen
    Sie gehen auf den Foristen joshek los, wie ein Stier auf das rote Tuch. die Meinungsäußerung ist mit Vokabeln wie "verlogenes Volk" für meinen Geschmack etwas zu krass und zugespitzt, rechtfertigt doch wie ich finde nicht Ihre Bekämpfungs- und Unheilrethorik. Lösen sie das Ganze doch positiv auf, indem Sie z.B. "joshek" fragen wie er zu seinem zugespitzten krassen Urteil kommt. Sonst befinden wir uns in diesem forum auch in einer Spirale der zugespitzten Rhetorik, wo nur Meinungen "herausgespien" werden, aber nicht zugehört und verstanden wird...
    Ich finde nicht, dass die von "Nihil novi" an "joshek" geäußerte Kritik überzogen ist. Was "joshek" schreibt (alle Engländer hassen die Deutschen, alle Engländer lügen usw.) ist nun mal Unsinn. Wie "joshek" zu seinem Urteil kommt (obwohl er zehn Jahre in GB gelebt hat) ist dabei doch nachrangig. Wenn eine Aussage unterhalb einer gewissen Dumpfheitsgrenze geäußert wird, dann muss man nicht unbedingt danach fragen, "wie er zu seinem zugespitzten krassen Urteil kommt". Dass man nicht die ganze Bevölkerung eines Landes über einen Kamm scheren kann, muss man doch nicht immer wieder aufs Neue diskutieren.
  6. #85

    " I want my money back!" (M. Thatcher)

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Premier Cameron und Kanzlerin Merkel liegen im Streit - und wieder tönt es vor allem von deutscher Seite:*Sollen die Briten doch austreten aus der EU. Doch nichts wäre fataler, sagt der Politologe Christoph Meyer. Sie sind trotz aller Probleme ein verlässlicher Partner.

    http://www.spiegel.de/politik/auslan...798666,00.html

    "Und ich auch!" (bigpeng)

    Die Aussagekraft dieses Artikels ist nicht der Rede wert.
    WARUM kommt hier wieder ein Politologe und nicht ein
    Fachmann zu Wort? Bilaterale Beziehungen müßen immer
    auch bidirektional betrachtet und in beiden Richtungen
    richtig gewichtet werden.
    (Dies gilt erst recht für multilaterale Beziehungen)
    Womöglich wurde dieser Artikel auch noch vom SPIEGEL
    bezahlt? I want my money back...
  7. #86

    Der Britische Finanzmarkt braucht vor allem die EU

    London ist das Europäische Finanzzentrum. Dort haben sich auch sehr viele Ausländische Finanzfirmen angesiedelt, um auch Geschäfte mit Kontinentaleuropa zu machen. Da GB sich innrhalb des EU Binnanmarktes befindet, gibt es auch keine Probleme damit. Wenn GB aus der EU aussteigt, könnte es hier Probleme geben. Die EU kann ohne weiteres vorschreiben, wer in der EU zockt, muss auch in der EU einen Sitz haben. Dann müssten viele Finanzarbeitsplätze von London nach Paris oder Frankfurt verlagert werden.
  8. #87

    Klugscheisserei ist auch eine Kunst...

    Zitat von catalina67 Beitrag anzeigen
    GB ist das faule Ei...
    Ihr erster Beitrag, werter Mitforist, und gleich richtig daneben gelangt. Dummerweise ist Deutschland darauf angewiesen, dass uns die Briten und die Vereinigten Staaten den Krimskrams, den wir hier so zusammenbasteln, abkaufen. Sonst ist nämlich wirtschaftlich in D ganz schnell Schicht im Schacht. Außerdem sind mir die Menschen beider Länder oft lieber als so mancher klugscheißender Deutscher.
    ...die aber nicht Jede/r perfekt beherrscht.
    Sie scheinen nicht viel von Wirtschaft/en zu verstehen, wenn Sie wirtschaftliche-unproduktive Ödländer wie GB oder die USA - und das auch noch aus eigenem totalen Unvermögen! - zu Ihren persönlichen Favoriten zählen.
    Statt dessen könnte ich Sie mit einem Wirtschaftsteil verlinken, der darlegt, weshalb sich "Made in G." auch in der Krise relatv gut WELTWEIT verkauft. U.a. deshalb:
    Märkte ändern sich, Gewichtungen verschieben sich, Mächte gehen auf und wieder unter.
    Seit tausenden vón Jahren schon.
    Heute noch viel globaler/radikaler als früher.
    Und immrer noch nichts verstanden?
    Leben Sie denn auf einem Eiland?
  9. #88

    Man wollte die Wirtschaftsmacht Deutschland brechen und hat es (noch) nicht geschafft

    Zitat von Hardliner 1 Beitrag anzeigen
    Ich wünschte mir, Deutschland würde eine ähnlich "lockere Mitgliedschaft" in der EU haben wie die Briten. Kein Euro und zwei Drittel der Zahlungen fließen ins eigene Land zurück. Deutschland zahlt rund 17 Prozent des gestern Nacht beschlossenen EU-Haushalts von 133 Milliarden Euro, hat in der Kommisssion wenig zu melden, und im EU-Parlament ist Deutschland stark unterrepräsentiert. Ich denke, nicht die Vertiefung der EU mit mehr Kompetenzen in Brüssel kann die Zukunft sein, sondern eine Art EWG II mit freiem Handel. Soziale Standards oder Haushalts- und Finanzpolitik lassen sich in der EU nicht auf ein gleiches Niveau bringen.
    Eigentlich ein Treppenwitz der Geschichte: Es wird ja immer behauptet, Deutschland hätte die DM zugunsten des Euro aufgeben müssen, als Preis für die Wiedervereinigung. Man hatte Angst, dass das größere Deutschland zu mächtig würde.

    Heute lobt man den (alternativlosen) Euro und behauptet, Deutschland würde am meisten davon profitieren und soll jetzt gefälligst nicht so geizig sein. Dieser angebliche Vorteil war also "der Preis", den wir für die Wiedervereinigung zahlen mussten - interessante Logik!

    Und heute dürfen wir Milliardenbeträge in das Fass ohne Boden werfen und müssen uns dann noch von Juncker die hohe Verschuldung vorwerfen lassen.

    Wir sollten die Konsequenzen ziehen, aus dem Euro austreten und ansonsten unsere eigenen Schulden abbauen, statt neue Schulden zu machen, um die Schulden anderer Länder zu tilgen.
  10. #89

    Interessante Meinungen im demokratischen Europa

    Wenn ich mir hier manche(nicht alle) Kommentare durchlese, so stelle ich doch ein gerüttelt Maß an Feindschaft fest gegenüber den Engländern. Auch mit den Franzosen haben die Deutschen meist nicht so viel gemein.

    Es liegt aber auch ganz einfach daran, dass alle Nationen in Europa eigene Mentalitäten haben und sich ein wenig unterscheiden in ihren Ansichten und Lebensweisen.

    Anstatt nun diese Vielfalt zu akzeptieren und die Unterschiede zu tolerieren, sind erstaunlich oft unterschwellig feindselige Töne zu hören.

    Bevor wieder die Deutschen als atomare Habenichtse die Klappe zu weit aufreissen, sollten sie sich vorher adäquat bewaffnen, damit sie(meinetwegen heimlich wie Israel) im Ernstfall ein Bedrohungspotential haben wie andere auch. Ansonsten wäre Schweigen gesünder, allegemein gesprochen.

    Die schönen Zeiten der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft, dem Europa der Vaterländer, wo jeder den anderen respektierte und froh war, dass kein Krieg mehr geführt wird, ist vorbei und es gewinnen wieder die Feindschaftsproduzenten anscheinend die Oberhand. Das mag möglicherweise in anderen EU-Ländern nicht anders sein, weiss ich nicht. Schade ist es auf jeden Fall und besonders schlau ist es auch nicht.

    Die grössten Versager des Kontinentes hiessen doch Kohl, Mitterand und Thatcher, welche die Schrottwährung eingeführt haben, letztere einführen wollte, ihr Volk war schlauer.

    Die Euroautisten haben den Spaltpils in diesen Kontinent gebracht und der europäischen Idee mehr Schaden zugefügt und unglaubliche Kosten aufgehalst, als sonst irgendwer.

    Nun sitzen die Politnachfolger in Berlin und Paris und die Engländer mischen sich zwischendurch auch mal ein aus Sorge um die eigene Konjunktur und hinter den Kulissen rumorts ganz schön.

    Ich empfehle: Weg mit der Schrottwährung, Rückführung nationaler Währungen und die Wahrung von Ruhe und Frieden in Europa und die Beendigung dieser Feindgebabbel von Leuten, welche noch offensicht noch keine Kriege erlebt haben, kann aber nochmal passieren, wenn so weitergeschwätzt wird in den einzelnen Ländern.


TOP



TOP