Euro-Krise: Warum die EU Großbritannien dringend braucht

Premier Cameron und Kanzlerin Merkel liegen im Streit - und wieder tönt es vor allem von deutscher Seite:*Sollen die Briten doch austreten aus der EU. Doch nichts wäre fataler, sagt der Politologe Christoph Meyer. Sie sind trotz aller Probleme ein verlässlicher Partner.

http://www.spiegel.de/politik/auslan...798666,00.html
  1. #120

    Lustige Widersprüche

    Ist ja süß der Artikel, leider aber auch so durchschaubar. Also halten wir als erstes Mal fest was gesagt werden muss: Auslöser der schweren Finanzkrise 2008, die sich bis heute hinzieht und immer mehr Länder und Bereich erfasst, ist und bleibt die Finanzwirtschaft. Die jahrelange Deregulierung der Finanzmärkte zerstört nun zunehmend die Existenzgrundlagen der Realwirtschaft. Herr Cameron wird ja noch mehr manipuliert von seinen Banken als Frau Merkel von unseren, also darf es natürlich am Finanzstandort London auf keinen Fall eine Transaktionssteuer geben.

    Deshalb geht es auch gar nicht darum, dass irgendwer den Briten den Stuhl vor die Tür stellen möchte. Als ernsthafte Forderunge habe ich das wirklich noch nie gehört. Das tatsächliche Problem ist, dass die jeweiligen britischen Regierungen sich von den britischen anti-europäisch eingestellten Stammtischen und Boulevardblättern fortwährend treiben lassen und nicht den Mut aufbringen, der Bevölkerung dort mal die Vorteile einer weiteren europäischen Integration zu verdeutlichen. Stattdessen versucht man die nationalistische Karte in der EU zu spielen, was immer wieder notwendige Reformen verhindert. So ist es insbesondere GB, welches lieber alles in den Hinterzimmern der Ministerräte verhandeln will anstatt endlich mehr Demokratie und Transparenz in der EU zuzulassen und das Europäische Parlament zu stärken.

    Und was wirklich wirklich super lustig an diesem Artikel ist, ist das Argument mit den Direktinvestitionen in Infrastruktur. Na, demnach müsste Griechenland ja der wichtigste Partner in der EU überhaupt sein, denn dort wurde am meisten öffentliches Eigentum an deutsche Firmen privatisiert - speziell an die Telekom und Siemens.
  2. #121

    Brennen tun deren Vorstädte ja bereits schon...

    Ueber 9 Jahre GB zeigt mir die Arroganz und Hinterlist des Landes. Und die Panzer/Krauts/Mob/-Bezeichnungen sind expressiv verbis oder direkt vorhanden.Besonders dieser Tage.
    Ich kann nur sagen: So scheinheilig,ignorant, besonders gegueber ihrer eigenen dunklen Geschichte sind in D. hoechstens die NPDler. Geschichte existiert auf dieser Insel lediglich zwischen 1914 und 1945. Gehen Sie mal in eine oeefentlich Bibliothek. Von 10 Metern Geschichte sind 9,5 Meter WWI und WWII. Eigene Geschichte existier nur am Rande.
    Sind Sie sich eines bewusst. Der Brite versteht es genial andere ueber seine wahren Intentionen im Unklaren zu lassen.[/QUOTE]

    Dem kann ich nur zustimmen. 4 Jahre lang habe ich es dort ausgehalten. Die öffentliche Wahrnehmung der Briten schwankt zwischen Bewunderung für Deutschlands wirtschaftlicher Stärke und den Erfahrungen der zwei Weltkriege. Wirtschaftlich ist Deutschland den Briten schon immer ein Dorn im Auge gewesen und entsprechend hat man dort sabotiert und letztlich auch den WWI mit zu verantworten Dessen Ausgang führte dann als logische Konsequenz zu WWII. Erzählen Sie das mal einem Briten. Die Obssession mit den Kriegen ist allgegenwärtig und zeigt nur wie unterlegen sich die Briten eigentlich fühlen. Mittlerweile nähert sich das Land Zuständen an, die man sonst nur von Entwicklungsländern erwartet. Ein nie überwundenes Klassendenken und der Abbau von Industrie hat zu diesen Zuständen geführt. Brennen tun deren Vorstädte ja bereits schon.
    Traditionell hat man immer ein starkes Europa abgelehnt und politischen Unfrieden gestiftet. Nun möchte man ja in Europa bleiben, denn nur so kann man mit dieser Politik weitermachen.
    Glücklicherweise lebe ich seid zwei Jahren nicht mehr dort. Der unterschwellige Rassismus der Briten unter dem Deckmantel des politisch Korrekten ging mir dann auch gewaltig auf den Sack. Bin da doch lieber ein Freund von ehrlichen Ansagen...nur kann man die von Briten halt nie zu erwarten. Von mir aus sollten die politisch in der EU isoliert werden, denn dann wachen die vielleicht mal auf und werden ein wenig kooperationsbereiter...
  3. #122

    Zum Sachverstand !

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Premier Cameron und Kanzlerin Merkel liegen im Streit - und wieder tönt es vor allem von deutscher Seite:*Sollen die Briten doch austreten aus der EU. Doch nichts wäre fataler, sagt der Politologe Christoph Meyer. Sie sind trotz aller Probleme ein verlässlicher Partner.

    http://www.spiegel.de/politik/auslan...798666,00.html
    Im Anschluss an die Finanzkrise und der folgenden
    Wirtschaftskrise haben die meisten Länder in Europa
    bis zu 50% ihrer Staatsschulden gemacht. Kein Land in
    Europa hat mehr Schuld an der Finanzkrise als England.
    Heiligendamm lässt grüssen. Das Angelsächsische
    Wirtschaftswunder basierte doch wesentlich auf
    Konsumentenverschuldung und jetzt bekommen sie die
    Retourkutsche und das wird noch dauern. Am Ende dieser
    Krise wird England mehr als die meisten EU Mitglieder
    verschuldet sein und hat ausser dem "Finanzplatz" London
    nicht viel aufzuweisen. Die Abwertung des Pfundes ist
    auch eine Abwertung ihrer Wirtschaftspolitik.
    Deswegen auch die "Angst" der Engländer und der USA, dass
    der Euroraum sich konsolidieren kann und dann die besseren
    Karten hätte hinsichtlich "fremder" Investitionen.
    Der Druck besonders auf D geht doch darauf hin, den
    Euroraum auch zum QE oder Gelddrucken zu zwingen.
    Genau das sollte D nicht tun sondern versuchen den
    Euroraum fiskalisch zu konsolidieren.
  4. #123

    raus damit...

    Zitat von diwoccs Beitrag anzeigen
    Ein netter Beitrag eines Anglophilen - mehr nicht.
    wenig überzeugend.
    Auch ein Anglophiler ist auf Argumente angewiesen, und die hat er meiner Meinung nach recht glaubhaft vorgetragen.

    Ihr (natürlich bewusst) leicht arrogantes Abtun mit "netter Beitrag eines Anglophilen" lässt dagegen allerdings jegliches Argument vermissen.

    Widerlegen Sie doch einfach Christoph Meyers Sicht der Dinge, dann haben wir alle was davon. Letztlich ist das doch der Sinn eines Forums wie diesem, oder?
  5. #124

    Geht nicht

    [QUOTE=eknoes;9163390
    Ihr (natürlich bewusst) leicht arrogantes Abtun mit "netter Beitrag eines Anglophilen" lässt dagegen allerdings jegliches Argument vermissen.
    Widerlegen Sie doch einfach Christoph Meyers Sicht der Dinge, dann haben wir alle was davon. Letztlich ist das doch der Sinn eines Forums wie diesem, oder?[/QUOTE]

    Geht nicht, sie können keine 'Sicht der Dinge oder Meinung' widerlegen. Sie können eine andere Sicht oder Meinung haben, was aber nicht richtig (oder falsch) sein muß.
  6. #125

    Sollen die Briten machen wie sie wollen, aber:

    Ueber 9 Jahre GB zeigt mir die Arroganz und Hinterlist des Landes. Und die Panzer/Krauts/Mob/-Bezeichnungen sind expressiv verbis oder direkt vorhanden.Besonders dieser Tage.
    Ich kann nur sagen: So scheinheilig,ignorant, besonders gegueber ihrer eigenen dunklen Geschichte sind in D. hoechstens die NPDler. Geschichte existiert auf dieser Insel lediglich zwischen 1914 und 1945. Gehen Sie mal in eine oeefentlich Bibliothek. Von 10 Metern Geschichte sind 9,5 Meter WWI und WWII. Eigene Geschichte existier nur am Rande.
    Sind Sie sich eines bewusst. Der Brite versteht es genial andere ueber seine wahren Intentionen im Unklaren zu lassen.[/QUOTE]

    Die EU und der Währungsraum sollten ein gemeinsames Werk für das "gemeinsame Haus Europa" werden. Dazu braucht es auch solidarisches und berechenbares Handeln und Wollen. Solche Pro-Stimmungen/Haltungen sind in GB -Politelite nicht zu sehen.
    OK, dann aber bitte nicht im Klub sein wollen. Das müssten die Erfinder des "Club" -Gedankens doch am besten verstehen.

    Und als Nachkriegsgeborener wende ich mich kompromisslos gegen jedweden Versuch in irgendeine Sippenhaft genommen zu werden. Selbst der Anschein einer solchen weckt in mir Antistimmungen.
    Selbstverständlich ist damit nicht ein Übergehen zur Tagesordnung darüber, was unseren üblen Vorfahren im "Tausenjährigen Reich" anderen Menschen/Völkern angetan haben, gemeint. Nur: wie ich damit umgehe, werde ich mir von jemanden der sog. Siegermächte nur sehr ungern vorschreiben lassen. Und ewige Schuld zum Zahlen empfinde ich nicht im geringsten! Staaten haben keine Freunschaften zueinander, sondern Interessen und das ist gut so.
  7. #126

    Das bezweifle ich

    Zitat von Bhigr Beitrag anzeigen
    denn das Ziel Großßbritanniens ist ein vereinigtes Europa mit aller Macht zu verhindern.
    Die wollen nur nicht eine EU um jeden Preis!
    Sie wollen nicht diese Chimäre, die uns ohne jede Zustimmung oktroyiert wurde.
  8. #127

    Einfaxch nachlesen!

    Zitat von plleus Beitrag anzeigen
    Was wäre denn da für Europa der Verlust? Und inwiefern entgehen dem Haushalt der EU dadurch 15 Milliarden?
    Sollte jeder Pappnase auffallen, hauptsächlich unserem Finanz-Minister. Im EU-Budget sind von Britanien etwa 15 Milliarden brutto ausgewiesen, netto verbleiben immer noch etwa 5 Milliarden. Selbst wenn Schäuble rumtönt gegen die Britain wie ein Rumpelstielzchen, könnte er das nicht ersetzen.
  9. #128

    nicht ganz

    Zitat von Notion Beitrag anzeigen
    Ist ja süß der Artikel, leider aber auch so durchschaubar. Also halten wir als erstes Mal fest was gesagt werden muss: Auslöser der schweren Finanzkrise 2008, die sich bis heute hinzieht und immer mehr Länder und Bereich erfasst, ist und bleibt die Finanzwirtschaft. Die jahrelange Deregulierung der Finanzmärkte zerstört nun zunehmend die Existenzgrundlagen der Realwirtschaft. Herr Cameron wird ja noch mehr manipuliert von seinen Banken als Frau Merkel von unseren, also darf es natürlich am Finanzstandort London auf keinen Fall eine Transaktionssteuer geben.
    Nicht ganz.

    Die jetztige Krise wurde auch durch die spaete Einsicht verursacht, dass nicht alle Schulden der unterschiedlichen der Euro-Staaten gleich zu bewerten sind, dass einige doch riskanter als andere seien. Die Deregulierung der Finanzwirtschaft hat die Schulden der Girechen usw. nicht verursacht, eher die Politiker, die nichts unternommen haben, ihre Wirtschaft konkurrenzfaehig zu machen usw.

    Eine Transaktionssteuer nur in Europa ist sinnlos. Deswegen will man die hier nicht, es sei denn, alle anderen machen auch mit. Die Schweden haben es mal im Alleingang gemacht, und keine Krone mehr an Steuer eingenommen, weil die Geschaefte woanders abgewickelt wurden.
  10. #129

    QE vor lauter Kraft !

    Zitat von Porky Beitrag anzeigen
    Die jetztige Krise wurde auch durch die spaete Einsicht verursacht, dass nicht alle Schulden der unterschiedlichen der Euro-Staaten gleich zu bewerten sind, dass einige doch riskanter als andere seien. Die Deregulierung der Finanzwirtschaft hat die Schulden der Girechen usw. nicht verursacht, eher die Politiker, die nichts unternommen haben, ihre Wirtschaft konkurrenzfaehig zu machen usw.
    Ja die jetzige Krise wurde auch verursacht weil Schulden
    nicht gleich Schulden sind. Aber viele dieser Schulden
    haben die Finanzkrise zum Anlass. Ja, das Euroraum
    Problem wäre gekommen, aber nicht so plötzlich und mit
    solcher Wucht. Da wird sicher auch versucht Druck
    auszuüben, damit D die EZB veranlasst, ganz gegen die Statuten QE oder Gelddrucken zu erlauben.
    England und die USA können nicht anderes tun, sozusagen
    vor lauter Kraft, wenn Sie verstehen.