Forum


 

Euro-Krise: Warum 17 mal 1 nicht 17 ist

Für sich genommen sind die meisten Euro-Länder erfolgreiche Volkswirtschaften - im Gegensatz*zum gesamten Euro-Raum. Jetzt sollen die Erfolgsrezepte der einzelnen Staaten auf das große Ganze angewendet werden. Das wird die Gemeinschaftswährung aber nicht retten.

S.P.O.N. - Die Spur des Geldes: Warum 17 mal 1 nicht 17 ist - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Wirtschaft
  1. #140

    Guter Hinweis auf

    Zitat von spmc-1255014939121 Beitrag anzeigen
    Was soll dieses Geschwätz Herr Münchow? Es scheint ihnen entgangen zu sein, daß die USA ihre Überschuldung sehr wohl "externalisiert" haben, in dem sie "Subprimes" generierten, mit denen sie die Welt in den Abgrund gerissen haben. Der "romanische Gürtel der Euro-Zone" hat nachdem Deutschland - dank der Unfähigkeit von Kohl/Waigel u.a. - seine wirtschaftliche und finanzielle Schwäche durch extreme Verschuldung auf Kosten Deutschlands "externalisiert". Ohne die Währungsunion hätten diese "armen Verwandten" sich und die EU in keine solch desaströse Lage bringen können.
    den Ursprung dieser Weltfinanzkrise!!! Es waren die US-Banken, die mit aberwitzigen Kreditkonstruktionen (Subprime-Krediten, die gebündelt und weiterverkauft wurden) die Banken- und dann die Staatsschuldenkrise ausgelöst haben. Erst der Weiterverkauf der unseriösen US-Hypothekenkredite hat die Probleme weltweit werden lassen, also externalisiert. Aber warum sollte Münchau so etwas an die große Glocke hängen. Lieber schreibt man unsinnige verschleiernde Artikel im SPON und arbeitet weiter im Interesse seiner Arbeitgeber, den Banken.
  2. #141

    Externalisierung

    Zitat von spmc-1255014939121 Beitrag anzeigen
    Was soll dieses Geschwätz Herr Münchow? Es scheint ihnen entgangen zu sein, daß die USA ihre Überschuldung sehr wohl "externalisiert" haben, in dem sie "Subprimes" generierten, mit denen sie die Welt in den Abgrund gerissen haben.
    Haben die USA das absichtlich gemacht? Vermutlich steckt da wieder die vielbeschworene jüdische Lobby dahinter, oder?

    Der "romanische Gürtel der Euro-Zone" hat nachdem Deutschland - dank der Unfähigkeit von Kohl/Waigel u.a. - seine wirtschaftliche und finanzielle Schwäche durch extreme Verschuldung auf Kosten Deutschlands "externalisiert".

    Diese Aussage harrt einer Erklärung. Deutschland hat seine wirtschaftliche und finanzielle Schwäche auf Kosten Deutschlands externalisiert?

    Ohne die Währungsunion hätten diese "armen Verwandten" sich und die EU in keine solch desaströse Lage bringen können.

    Es gibt keine "desaströse Lage" - nicht so viel Münchhausen lesen! Es gibt lediglich überschuldete Staaten, wie eh und je, und, dank des Euros, gibt es die Pflicht zur Solidarität und das daraus resultierende Bemühen um eine gemeinsame Wirtschaftsregierung. Das ist alles ganz konsequent und historisch wunderbar. Bis das unvermeidliche Erfordernis einer gemeinsamen Wirtschafts- und vielleicht auch mal politischen Regierung erreicht ist werden übrigens, damit sie gleich darauf vorbereitet sind, noch viele Jahre, vielleicht Jahrzehnte vergehen. Und auch das ist ganz natürlich und nicht die Absicht böser US-Bankster.
  3. #142

    30 Jahre in der Savanne

    Zitat von silverhair Beitrag anzeigen
    Sie sollten mal aus der Denkweise eines "Jägers in der Savanne" geistig herauswachsen! Wenn sie ein Tier erkämpfen - dann ist es Tod und kann aufgefressen werden. Es ist also "ihr Nutzen dieses Tier zu erlegen".
    Aber Handel -Import /Export sind genau das Gegenteil von Kampf - sondern Kooperation - oder Müssen es sein!

    Ziehen sie mal den Lendenschurz des Steinzeitjägers aus - und schalten ihren Verstand ein - sollte ja nach ein paar Mio Jahren auch mal benuitzt werden!
    Fuer japanische, deutsche, schweizer, britische, norwegische und US Firmen im Import und Export.
    Sie haben recht, es gab Koalitionen Deutsch- Norwegisch, Deutschland - Australien, Japan - Deutschland sogar. Aber immer muss der Teilnehmer fuer seinen Auftrag und den Auftrag der Koalition kaempfen.
    Verfolgen sie bitte den Auftrag fuer den Eurofighter in Indien und dann sollte ihnen klar werden wie das laufen wird.
    Wer versagt, verliert und meistens sind es die Arbeiter, Angestellen die verlieren.
    Die Weltwirtschaft ist nicht die Arbeiterwohlfahrt und wer je einmal ueber einen Grossauftrag verhandelt hat weiss dass die Gewinnner lachen und die Verlierer die Wunden lecken.

    Hier noch ein Kommentar - Frankreich hat eine ander Philosophie - die Regierung und die franzoesischen Firmen halten zusammen.

    Ein weiterer Vorschlag. Schauen sie sich die 100 groessten Firmen der Welt an. Vier davon sind Deutsch und keine einzige von diesen vier hat ein leichte Stellung wie z B Oel bohren oder dei Weltfinanz zu regieren.

    Alles was aus Deutschland ausgefuehrt wird muss konkurranzfaehig sein rein um den Rentnerturismus, die Computersoftware und das Benzin fuer die Autos zu bezahlen.

    Zusammenfassend: Manch einer in der Spiegelredaktion und im Forum hat von tuten und blasen keine Ahnung.
  4. #143

    Die unbekämpfbare Macht der Natur!

    Zitat von hadroncollider Beitrag anzeigen
    Das ist aber ein kurzes Weltbild! Sie haben vergessen hinzuzufügen, dass "die Politik" - also die Bankster und deren Regierungsmarionetten - das mit voller Absicht macht, weil sie ja darauf brennt, die Gesamtbevölkerung zu verhartzen und in das Elend zu stürzen. Ich verrate Ihnen auch, warum: Das ist ein ganz raffinierter Trick der Chef-Bankster, damit sich auch die mittleren Chargen des "Finanzsystems" beim Anblick all des Massenelends noch wie die Könige fühlen und loyal bleiben...

    Ansonsten könnte man natürlich denken, dass die - nicht gesteuerte und mangels Weltregierung auch nicht steuerbare - Globalisierung, also das Abdriften "der Wirtschaft" in die Dritte Welt es ist, was die "Verhandlungsmacht" des deutschen Arbeiters schwächt.
    Sie sind immer der Dritte im Forum, der mangels Verständnis für einfachste Zusammenhänge auf andere Foristen mit lächerlicher Polemik reagiert, anstatt seine eigenen, doch so stechenden Argumente zu liefern.
    Nee, Kollege, die Bevölkerung soll selbst nicht "verharzt" werden, daran können selbst "Bankster" kein Interesse haben.
    Hartz 4 ist aber eingeführt worden, um Unternehmen Arbeitskräfte zu jedem noch so niedrigen Preis ans Messer liefern zu können, zum Löhnen die, wenn man Glück hat, knapp über dem Hartz4- Satz liegen, wie der Forist, den Sie offenbar nicht verstehen, völlig richtig geschrieben hat.

    Noch rühriger ist ihr Standardgequatsche von "der Globalisierung".
    Gegen die Neoliberalen lobt man sich ja die Pfaffen des Mittelalters.
    Die haben wenigstens eine hohe Macht vorgeschoben, um ihre dreisten Ansprüche durchsetzen zu können.
    Jetzt ist es also "die Globalisierung".
    Wie schön. In welchem naturwissenschaftlichen Lehrwerk und in welchem Fach kommt denn "die Globalisierung" vor?

    Diese ist kein Naturgesetz, wie ihr Beitrag postuliert, sondern Mensch gemacht. Ausgerechnet die "Dritte Welt" vorzuschieben, die unter dieser noch schlimmer leidet als wir, ist entweder eine ausgemachte Thorheit oder triefender Zynismus.

    Die Verhurung der Menschen an die Konzerne ist eine Folge politischer Entscheidungen, die auch anders hätten getroffen werden können.

    Aber das TINA- Prinzip ist eben schöner, da muss man keine Argumente liefern.
  5. #144

    ... globale Wettbewerbsfähigkeit ...

    #111 Gestern 18:48 von E.Cartman ZITAT "...
    ... gegen die anderen kann man maximal den Totalverlust der eigenen Auslandsforderungen "gewinnen" ...
    ... solange in Deutschland keine entsprechende Nachfrage für Importe besteht ...
    ... wunderbar. Dann können wir hier ja den Konsum ankurbeln, ohne dass irgendjemand seine Wettbewerbsfähigkeit verliert ...
    ... entspricht unsere positive Leistungsbilanz in etwa dem Kapitalexport ... " ZITAT ENDE

    Das wären gute Argumente, wenn wir in einem isolierten Euroraum wirtschaften würden und 100% unserer Exporte/Importe darin abgewickelt würden.
    Dann wären wir wirklich "zu wettbewerbsfähig gegenüber den Mittelmeerländern".

    1. Aber: Im globalen Handel, der über 50% unserer Exporte betrifft, ist es anders, daher sind lediglich bestimmte EU-Länder sind "zu wenig wettbewerbsfähig",
    Also muss deren Wettbewerbsfähigkeit gesteigert werden, und es wäre falsch diejenige der Niederlande, Deutschlands usw. zu senken.
    Denn in letzteren Falle würde die globale Leistungsbilanz der Gesamtheit der EU Länder ja noch weiter leiden, und EU Bürger könnten in China nicht die ganzen schönen Konsumgüter kaufen,
    weil die Asiaten immer weniger unserer guten Investitionsgüter kaufen.
    Also gleicht Deutschland (und NL und andere) Schwächen der GIIPS Länder aus, sorgt für ein bessere Gleichgewicht EU-zu-"Rest der Welt",
    und eine gewisses (begrenztes!) innereuropäisches Opfer, das E.Cartman und andere immer wieder nennen (Rettungspakete, Haircut), ist so vorübergehend gerechtfertigt.

    2. Oder wie sollen wir unsere Exportwirtschaft für EU Exporte behindern, ohne die Asien Exporte zu schädigen?
    In einer Planwirtschaft vom UDSSR Typ könnte man sagen, bei Arbeitsstunden für Export-Produkte nach Griechenland müssen die Löhne rauf, damit die weniger von den teurer gewordenen Waren importieren; und wenn wir nach S-Korea liefern sind die derzeitigen Löhne richtig, damit der Export nicht einbricht. Man könnte ja 2 Fabriken mit unterschiedlichen Tariflöhnen für die gleichen Produkte bauen.
    Und unseren Konsumenten (Bürgern) würde verordnet, weniger Flachbildschirme oder Smartphones aus Asien, zu kaufen (oder es würden die Zölle darauf drastisch erhöht), denn die Leute sollen statt dessen Olivenöl aus Griechenland kaufen, wegen der Handelsbilanz.
    Im Ernst: Mehr Olivenöl und Feta Käse, mehr Urlaubsreisen nach Spanien, Italien wollen die Leute doch nicht.

    Mein Fazit: Alle EU Länder müssen möglichst wettbewerbsfähig werden. das wird ein harter, langer, aber lohnender Weg.
  6. #145

    Mhh,

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Für sich genommen sind die meisten Euro-Länder erfolgreiche Volkswirtschaften - im Gegensatz*zum gesamten Euro-Raum. Jetzt sollen die Erfolgsrezepte der einzelnen Staaten auf das große Ganze angewendet werden. Das wird die Gemeinschaftswährung aber nicht retten.

    S.P.O.N. - Die Spur des Geldes: Warum 17 mal 1 nicht 17 ist - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Wirtschaft
    für mich folgt daraus ein Glass-Steagell-Act: ein Trennbankensystem, ein Kreditsystem wie es seinerzeit Roosevelt in Amerika eingeführt hat - auf der Grundlage von Hamilton.
    Das würde die gesamte Eurozone in einen Boom führen, die Finanzoligarchie wäre entmachtet und die Politik hätte wieder das Sagen.
    Ein "New Deal". Aber leider hört ja keiner auf mich ...
  7. #146

    the way of life

    Zitat von marcaurel1957 Beitrag anzeigen
    Ich kann ja nicht überall sein, Sie werden doch mal ein paar Stunden ohne mich auskommen, oder?
    Ja, mit Sicherheit ...

    Vor allem wenn Sie ständig behaupten, nur ein "Vereintes Europa" hätte eine Chance, sich dem amerikanischen Lebensstill zu widersetzen.
    Warum gelingt das aber Staaten wie zB. Norwegen, Schweden? Und die Schweiz?
    Sie werben für ein Konstrukt, das Sie selber nicht kennen. Die Geschichte (auch in den 90-Jahren) hat doch gezeigt, dass Staatsgebilden wie UdSSR, Warschauer Pakt zerfallen. Auch Jugoslavien. Auch Tschechoslovakei.

    Welche Rückschlüsse kann man daraus ziehen?
  8. #147

    Wo haben denn die Reichen dass Geld her ?

    Zitat von E.Cartman Beitrag anzeigen
    Deshalb leben jetzt auch alle anderen Länder auf dem Niveau der Steinzeit, weil wir uns seit dem Mittelalter auf deren Kosten bereichert haben. Meine Güte...
    Man kann nur auf Kosten anderer reich werden, ob die nun im eigenen Land sitzen oder woanders. Mit Arbeit, jedenfalls, kann man nicht reich werden, nur in dem man andere übervorteilt.

    Wenn Sie es so viel besser wissen, wie kann man denn aufgrund eigener Leistung reich werden, ohne andere abzuzocken ?

    Lassen Sie uns mal an Ihrem Wissen teilhaben, ich bin wirklich mal gespannt, wie sie das anstellen wollen. Auch Geschäftleute die fair agieren werden so gut wie nie wirklich reich.
    Wenn sie schon in die Geschichte zurückgehen, welchem ehemaligen Kolonialreich, das nicht mit enormen Rohstoffvorkommen gesegnet ist geht es denn besser, als in der Steinzeit (relativ gesehen) ?
  9. #148

    ...

    Zitat von Fricklerzzz Beitrag anzeigen
    Man kann nur auf Kosten anderer reich werden, ob die nun im eigenen Land sitzen oder woanders. Mit Arbeit, jedenfalls, kann man nicht reich werden, nur in dem man andere übervorteilt.

    Wenn Sie es so viel besser wissen, wie kann ....
    Warum relativ gesehen? Damit sagen Sie doch bereits, dass jetzt wundersamerweise einfach mehr da ist, und Volkswirtschaft und Handel eben kein Nullsummenspiel.
  10. #149

    Fehlende Kooperation

    Zitat von hadroncollider Beitrag anzeigen
    ...

    Es gibt keine "desaströse Lage" - nicht so viel Münchhausen lesen! Es gibt lediglich überschuldete Staaten, wie eh und je, und, dank des Euros, gibt es die Pflicht zur Solidarität und das daraus resultierende Bemühen um eine gemeinsame Wirtschaftsregierung. Das ist alles ganz konsequent und historisch wunderbar. Bis das unvermeidliche Erfordernis einer gemeinsamen Wirtschafts- und vielleicht auch mal politischen Regierung erreicht ist werden übrigens, damit sie gleich darauf vorbereitet sind, noch viele Jahre, vielleicht Jahrzehnte vergehen. Und auch das ist ganz natürlich und nicht die Absicht böser US-Bankster.
    Diese Wirtschaftsregierung und Kaiserin Merkel oder Kommunistischer Kommissar Merkel können sie einfach vergessen!
    Das Problem sind nicht die Schulden - es ist das Wirtschaftsystem und die Banken btw. das Geld!
    In Deutschland werden so wie überall bald Post zugestellt werden von den Lebens, PKV, Riester, Kapitalanlagen und Sparkassen - denen fliegen nämlich die "Zinszahlungen" um die Ohren - die fallen demnächst aus!

    Auch fliegen längst den Staaten wie Frankreich ihre "Kunden" um die Ohren - deren "Kundschaft" sind nämlich Spanien, Italien, Portugal, Griechenland - und wenn diese nichts mehr "Importieren" dann hat auch Frankreich keinen Grund mehr irgendwas aus Deutschland zu importieren - der dt. Export bricht zur Zeit langsam aber sicher zusammen!

    Hinzu kommt das die Banken keineswegs irgendwie gerettet sind - noch nicht mal das Buchgeld hinter dem alle so her sind kann mit den 500 Mrd. der EZB ausgezahlt werden - also wird die EZB bis zu 5 vielleicht auch 10 Bio Euro "nachschießen" müssen!

    Und das alles verkraftet dieses System nicht mehr - es basiert auf Illusionen und letztlich mit seinem "Konkurrenzkampf" auf Selbstvernichtung!

    Wenn Merkel von "gleicher Rente und gleichem Urlaub redet" - dann hat sie letztlich den Kommunismus im Kopf - wohl auch nicht die Lösung für eine Wirtschaft - Zentralregierungen funktionieren einfach nicht , weil sie zwangsweise eine massive Planwirtschaft haben müssen - und ob das irgendwas verbessert ist mehr als zweifelhaft!

    Stellen sie sich lieber auf eine massive Rezession ein, für den gesamten Europaraum - auch für Deutschland - den ohne Kunden hat auch Deutschland nix mehr zu exportieren - und das wird jede Kooperation unter den Regierungen schlichtweg unmöglich machen!


TOP



TOP