Endlich zeigt er mal sein wahres Gesicht. Nicht genug, dass er mit seiner angeblichen Haushaltskonsolidisierung grandios gescheitert ist und in die Geschichte eingeht als der größte Schuldenminister des Landes, nun will er auch noch andere Länder konsolidisieren - und der dumme Deutsche soll zahlen.
Steinbrück hat anscheinend immer noch nicht kapiert, wie man Politik macht. Jedenfalls nicht indem man Leuten verspricht, dass sie noch mehr zahlen sollen. Damit kommt er vielleicht bei seinen elitären Bankerkumpels gut an, schließlich leben die davon, Schulden zu verkaufen, aber gewählt wird er für sowas nicht. Aber glücklicherweise ist er genauso wenig potenzieller Kanzlerkandidat wie Steinmeier. Die Generation Schröder hat in der SPD ausgedient, sie wissen es nur noch nicht. Noch mal will die SPD nicht auf 20 Prozent stürzen. Schöne und verantwortungsvolle Politik wurde vom Wähler abgestraft, populistische Thesen der FDP wurden mit fast 20 % belohnt. Gabriel macht den Kanzler, Wowereit ist nicht konservativ genug, um in ganz Deutschland wählbar zu sein. Außerdem will die SPD sich nicht darauf einlassen, einen Wahlkampf zu machen, bei dem sie ständig in Frage gestellt wird, ob sie mit der Linken paktiert.
Gabriel hat seine Kanzlerschaft minutiös geplant. Der einzige Schönheitsfleck ist die verlorene Landtagswahl gegen Wulff (aber die kann man Schröder zuschreiben). Danach ist er wie einst Merkel ins Umweltministerium umgezogen, wo man sich wunderbar profilieren kann und keinem auf die Füße tritt. Anschließend hat er direkt nach dem Ende der Ära Schröder erstmal die Füße still gehalten und andere die Arbeit machen lassen. Die Herren Müntefering, Beck, Steinmeier, den er dann sogar als Kanzlerkandidaten empfohlen hat, weil er wusste, dass er chancenlos ist. So wie die Merkel mit Stoiber. Als Machtmensch muss man wissen, wann man zurücksteckt, um anschließend da zu sein, wenn man gerufen wird.
Schröder/Lafontaine haben Scharping vorgeschickt
Merkel hat Stoiber vorgeschickt
Gabriel hat Steinmeier vorgeschickt
Brüderle hat Rösler vorgeschickt
Solange ein Abwärtstrend anhält kann man sich in den Machtpositionen nur aufreiben, ergo wartet man bis zur Bodenbildung und tut dann so, als sei diese auf einen selber zurückzuführen.
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