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Euro-Krise: Spaniens Industrie bricht ein

APDie spanische Wirtschaft leidet immer stärker unter der Schuldenkrise. Die Industrieproduktion schrumpft massiv, die Unternehmen stellen 8,3 Prozent weniger her als vor einem Jahr. Unionsfraktionschef Kauder drängt, das Land müsse unter den europäischen Rettungsschirm.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...837222,00.html
  1. #130

    Zitat von shazam Beitrag anzeigen
    Die Verhältnisse in Spanien sind etwas spezieller. Ursprünglich ist es eine Immobilienblase aus der eine Finanzkrise entstanden ist und mittlerweile eine Schuldenkrise hinzugekommen ist.
    Spanien hat die Finanzkrise so wie sie in D, USA und Frankreich ausgebrochen ist nie erlebt. Die spanischen Banken waren im Gegensatz zu deutschen sehr....
    ob das was spezielles im Vergleich zu US-Immoblase ist, wage ich zu bezweifeln, im Ausmass vielleicht schon, denn man verknüpfte damit die Finanzprodukte, an sich aber wurde damit die schuldenfinanzierte Konjunktur angekurbelt, eben aus Mangel an Alternativen...
  2. #131

    Zitat von fritz3 Beitrag anzeigen
    Wenn die Spanier ihren jahrzehntelangen normalen Zinssatz von 12 % bezahlt hätten, dann gäbe es keine Baudenkmäler in der spanischen Pampa, die wenige unendlich reich gemacht haben.
    Haben Sie eine Quelle für diese 12%? Mitte der 90er gab es kurzzeitig mal 12% auf spanische 10-jährige Staatsanleihen (aber zu der zeit auch 8% auf deutsche), ansonsten war der Zins und insbesodnere der Realzins durchaus niedriger.
    Und wie immer in der Mathematik muss jemand für diese viel zu niedrigen spanischen, italienischen, ... und inzwischen sogar deutschen 0-Zinsen bezahlen.
    Aha und ich dachte immer, auch ein niedriger Zins wird vom Schuldner bezahlt.
  3. #132

    Zitat von marant Beitrag anzeigen
    ob das was spezielles im Vergleich zu US-Immoblase ist, wage ich zu bezweifeln, im Ausmass vielleicht schon, denn man verknüpfte damit die Finanzprodukte, an sich aber wurde damit die schuldenfinanzierte Konjunktur angekurbelt, eben aus Mangel an Alternativen...
    Auch wenn es im Detail schwer zu trennen ist, würde ich eher sagen, Ursache und Wirkung waren genau umgekehrt: In den USA lief die Konjunktur gut, weil Häuser gebaut wurden und die Leute neue Kredite auf ihre Häuser aufgenommen haben, mit denen sie dann konsumiert haben. In Spanien boomte der Häusermarkt, weil die Konjunktur gut lief.
  4. #133

    Das Ganze sehen - politische Krise überwinden

    Zitat von realpolitiker Beitrag anzeigen
    Was hat die EU und insbesondere die Eurozone allen Bürgern bisher gebracht? Anfangs viele kleinkarierte Regelungen der Eurokraten und heute totales Chaos sowie einen Riesen-Scherbenhaufen.
    Fraglos:
    - die Entwicklungen rund um "Eurokrise" sind geeignet, große Zweifel und Frustration bzgl. der Seriosität der Politik zu wecken.

    Nichtsdestotrotz:

    - es ist interessant zu erleben, wie in verschiedenen Staaten Politik und Medien stets mit dem Finger auf die anderen zeigen
    - natürlich gibt es Ungerechtigkeiten und Fehler, teilweise auch gewaltige, bei der Umsetzung der EU Politik. In der Kriese eskaliert das.
    - es gibt aber auch eine Reihe Lobbygruppen, denen EU - Einigkeit nicht schmeckt und die daher die Dissonanzen fördern

    - EU hat mehr Vor- als Nachteile
    - Deutschland - auch im Rahmen irgendeiner Nordunion - stände vor dem Problem, eine eigene Sicherheitsstrategie fahren zu müssen, damit sind die Eliten derzeit vollständig überfordert und müssten ausgewechselt werden
  5. #134

    Zitat von muellerthomas Beitrag anzeigen
    Auch wenn es im Detail schwer zu trennen ist, würde ich eher sagen, Ursache und Wirkung waren genau umgekehrt: In den USA lief die Konjunktur gut, weil Häuser gebaut wurden und die Leute neue Kredite auf ihre Häuser aufgenommen haben, mit denen sie dann konsumiert haben. In Spanien boomte der Häusermarkt, weil die Konjunktur gut lief.
    und nachdem es nicht mehr so boomte, hörte die Konjunktur auf, zu laufen.
  6. #135

    :{[

    Die Schuldenkrise wäre schon längst vorbei, wenn die Schuldenstaaten ihre Inseln o.ä. verkaufen würden.
  7. #136

    Zitat von muellerthomas Beitrag anzeigen
    Haben Sie eine Quelle für diese 12%? Mitte der 90er gab es kurzzeitig mal 12% auf spanische 10-jährige Staatsanleihen (aber zu der zeit auch 8% auf deutsche), ansonsten war der Zins und insbesodnere der Realzins durchaus niedriger.
    Die Zinsen für Spanien, Griechenland, Italien, Zypern, Portugal, ...
    waren durchweg darmatisch höher als heute. Bis, ja bis die gesamtschuldnerische Haftung von EURO-Land Mitte der 90er beschlossen wurde.
    Und dann beannn die Party: Die Finanzierungskosten nahmen ab und das Spielgeld, das gerade Europa ruiniert, kam in Umlauf.
    Und dieses Geld fiel eben nicht billig vom Himmel, sondern es muss von irgendjemandem bezahlt werden

    Zitat von muellerthomas Beitrag anzeigen
    Aha und ich dachte immer, auch ein niedriger Zins wird vom Schuldner bezahlt.
    Der Zins wird vom Schuldner bezahlt - richtig. Und das sind inzwischen die Menschen in einigen wenigen Nordländer.
    Die Deutschen bezahlen beispielsweise mit 19% Mehrwertsteuer, Sozialabbau und der letzten Bildungsoffensive, die Gymnasialausbildung um ein Jahr reduzierte und deutsche Studienabschlüsse zeitlich und inhaltlich auf europäisches Niveau abschmolz.
    Mit der Explosion der Staatsverschuldung und mit der Privatisierung der Energieversorgung.


    Es bleibt immer ein Nullsummenspiel in einer Währungsunion.
  8. #137

    Titel

    Zitat von levitian Beitrag anzeigen
    ................
    Spaß beiseite: wenn die Chinesen ihre Dollars auf den Markt werfen, ist Schluß mit Weltwährung. Der Dollar ist durch nichts anderes gedeckt als durch den Glauben an ihn bzw. die Chinesen. Das kann sich sofort ändern.
    Quatsch. 65% aller weltweiten Kontrakte lauten auf USD. Im Rohstoffbereich noch wesentlich mehr.

    Der entsprechende EUR-Anteil liegt bei knapp 25%. Tendenz zurückgehend wg der Währungsrisiken.
    Im Chinageschäft gibt es seit einiger Zeit die Möglichkeit in CNY abzurechnen. Vorteilhaft für chin Importunternehmen.

    Sonst sind noch GBP und CHF im Spiel.
  9. #138

    Casa

    Zitat von hajueberlin Beitrag anzeigen
    Was ist das? Mir fallen dazu nur Tourismus, Obst/Gemüse(das man nicht kaufen soll,weil es minderwertig ist) und SEAT(VW) ein. Vielleicht gibt es noch andere Produzenten, die in Spanien produzieren lassen.
    Zu Spanien fällt mir noch ein, daß sie es in Jahrhunderten nicht geschafft haben, die Wälder, die sie für die Armada abgeholzt haben, wieder aufzuforsten, um ihrer Landwirtschaft zu helfen. Einfach immer wieder ein paar Bäume pflanzen. Wachsen tun sie von allein. Das sagt mir alles, über deren Mentalität. Nur nicht an Morgen denken. "Manjana" halt.
    Nun haben sie Probleme und der Aufschrei ist riesengroß. Die kleinen Leute tun mir leid. .
    Es gibt auch noch die CASA und durchaus ein paar andere Spezialisten von Rang. Insgesamt ist das aber sehr wenig, die Schweiz hat 10 mal mehr KnowHow zu bieten als Spanien.

    Spanien steht leider immer noch in der Siesta-Tradition.
  10. #139

    Zitat von marant Beitrag anzeigen
    und nachdem es nicht mehr so boomte, hörte die Konjunktur auf, zu laufen.
    Sicher gibt es auch gewisse Gemeinsamkeiten, klar, wenn bei zwei Immobilienblasen und zwei Leistungsbilanzdefiziten. Due Hauspreise begannen in den USA jedoch bereits 2006 zu sinken, die Baubeginne sanken sogar schon seit 2005, die Rezession begann aber erst 2008. In Spanien hingegen fallen Spitze der Hauspreise und Beginn der Rezession fast genau zusammen.


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