Forum


 

Euro-Krise: Spanien will Geld für Banken zusammenkratzen

REUTERSDie Bürger müssen sparen, die Geldhäuser dagegen bekommen wohl frische Milliarden: In Spanien deutet sich eine Lösung der Bankenkrise an. Ministerpräsident Rajoy will einzelne Institute notfalls mit Steuergeldern vor dem Crash retten - das dürfte wütende Proteste provozieren.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...831836,00.html
  1. #1

    Zu schön ...

    und das Geld , daß durch diese Maßnahme gerettet bw. erwirtschaftet wird, verleihen dann wiederum die Banken für horrende Zinszahlungen an den Staat.
    Endergebnis - nicht endende Staatsverschuldung.

    Auch eine Form der Freiheit - wenn sich der Todeskandidat seine Mordwaffe selber konstruieren bzw. aussuchen kann.
    Und so ist es ja nicht nur in Spanien - überall in den modernen ach so hoch gebildeten Staaten mit sogenannter westl. Demokratie (insbesondere Deutschland, Frankreich usw.) ist das die vorherrschende Herangehensweise bzw. der Versuch zur Problembewältigung.
    Bloß kann dieses Problem so, schon rein aus math. Sicht, nie gelöst werden.
    Aber gegen Logik, denn nichts anderes ist Mathematik, ist die Gier schon immer beratungsresistent.
  2. #2

    Natürlich wäre die Zwangsrefinanzierung der Banken

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die Bürger müssen sparen, die Geldhäuser dagegen bekommen wohl frische Milliarden: In Spanien deutet sich eine Lösung der Bankenkrise an. Ministerpräsident Rajoy will einzelne Institute notfalls mit Steuergeldern vor dem Crash retten - das dürfte wütende Proteste provozieren.

    Spanien könnte Banken mit Steuergeldern retten - SPIEGEL ONLINE
    eine nationale Aufgabe, wollte man diese nicht in die Pleite schlittern lassen, was der marktgerechtere Weg wäre.

    Hätte man zu Beginn der Krise bereits in USA und folgend im Rest der Welt den Mut zu marktgerechten Lösungen gehabt, wäre es zwar recht teuer und auch schwer geworden, aber aktuell wären wir alle aus dem Gröbsten heraus. Und der Euro wäre ebenfalls längst rückabgewickelt. Was wärer das wohl herrlich!

    Nun also wird der einstige Markteingriff manipulativ fortgesetzt werden müssen, der Logik folgend, die aus einem Fehler die weitern wachsen läßt.

    Natürlich möchte Ackermännchen für seine lieben Banken keine staatliche Zwangsrefi mit dem üblichen Druck auf Vorstand, Aktionäre und andere Geldgeber und andererseits dem Schutz des kleinen Sparers.
    Dan wäre es vorbei mit Bonus, Millionengehalt und Fettlebe. Wer will das schon?

    Besser wäre für ihn und die Kollegen, daß ein überstaatlicher Bankenrettungsfond - von allen Ländern mit weiteren Milliarden ausgestattet oder der EZB - ganz vorsichtig aktionärsschonend mit Steuergeld aushilft.

    Woher hat Ackenmann nur die Erfahrung, daß mit Politikern alles zu machen ist, solange sie nur über Steuergelder verfügen dürfen?
    Offenbar hält er diese allesamt für total verwirrt, unterbelichtet, dumm, ignorant und vielleicht noch gutgläubig - oder?
  3. #3

    Wie wäre es

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die Bürger müssen sparen, die Geldhäuser dagegen bekommen wohl frische Milliarden: In Spanien deutet sich eine Lösung der Bankenkrise an. Ministerpräsident Rajoy will einzelne Institute notfalls mit Steuergeldern vor dem Crash retten - das dürfte wütende Proteste provozieren.

    Spanien könnte Banken mit Steuergeldern retten - SPIEGEL ONLINE
    zur Abwechslung mal, wenn die Banken von ihren Hypothekenzinsen runtergingen, die Tilgungsfristen verlängern um die Immobilien bezahlbar zu machen. Lieber kriegen sie garnichts und bleiben auf ihren Immobilien sitzen, die dazu auch noch vergammeln, als mit etwas weniger zufrieden zu sein. Wenn man aber diesen Zockern noch signalisiert, daß sie von denen, denen sie gerade die Immobilien abgenommen haben über Steuergelder wieder mal gerettet werden sollen, wären sie ja blöd nicht zuzugreifen. Doppelt gemoppelt hält besser. Man könnte, obwohl das auch nicht das Gelbe vom Ei wäre, anstatt den Banken das Geld zu geben, den Bürgern unter die Arme greifen und zumindest das Elend stoppen. Das Geld kriegen die Banken so oder so. Andernfalls zahlen die Bürger doppelt und dreifach. Die Banken kassieren, haben die Immobilien und schreiben Verluste ab und kassieren auch noch über Ausfallversicherungen, die der Schuldner mitfinanziert hat, und der Staat muß zusätzliche Sozialabgaben tätigen. In diesem Fall wäre eine Verstaatlichung der Immobilien mehr als gerechtfertigt.
  4. #4

    Gucken

    Zitat von Wolfes74 Beitrag anzeigen
    und das Geld , daß durch diese Maßnahme gerettet bw. erwirtschaftet wird, verleihen dann wiederum die Banken für horrende Zinszahlungen an den Staat.
    Endergebnis - nicht endende Staatsverschuldung.

    Auch eine Form der Freiheit - wenn sich der Todeskandidat seine Mordwaffe selber konstruieren bzw. aussuchen kann.
    Und so ist es ja nicht nur in Spanien - überall in den modernen ach so hoch gebildeten Staaten mit sogenannter westl. Demokratie (insbesondere Deutschland, Frankreich usw.) ist das die vorherrschende Herangehensweise bzw. der Versuch zur Problembewältigung.
    Bloß kann dieses Problem so, schon rein aus math. Sicht, nie gelöst werden.
    Aber gegen Logik, denn nichts anderes ist Mathematik, ist die Gier schon immer beratungsresistent.
    Sie doch mal, was Sie für Bundesschatzbriefe bekommen.
    Weniger als die Banken für die Refinanzierungszinsen zahlen.
    Trotzdem haben Sie teilw. recht: Je schlechter es den Banken geht, desto mehr floriert die Wirtschaft. Wichtig dabei: Unternehmenssteuern IMMER unter 25%, damit sie aus eigener Kraft finanzieren und wachsen können.
  5. #5

    Geplatzte Immobilienpreisblase!

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die Bürger müssen sparen, die Geldhäuser dagegen bekommen wohl frische Milliarden: In Spanien deutet sich eine Lösung der Bankenkrise an. Ministerpräsident Rajoy will einzelne Institute notfalls mit Steuergeldern vor dem Crash retten - das dürfte wütende Proteste provozieren.

    Spanien könnte Banken mit Steuergeldern retten - SPIEGEL ONLINE
    Die Kreditausfälle, die durch die steigende Arbeitslosigkeiten und durch das Platzen der Immobilienpreisblase angeheizt wird, sollen nunmehr durch den spanischen Steuerzahler im Sinne der Banken gerettet werden. Dies dürfte die Verschuldung und den tatsächlichen Finanzbedarf Spaniens weiter steign lassen.

    Leider wird diese Stabilisierung der spanischen Banken in erster Linie durch die EZB vorgenommen. Stichworte Target 2, LTRO, ELA.

    Spanien: Target2 bei -276,033 Mrd. Euro per Monatsende März » Querschuesse
    Querschuesse
    Spanien: extrem kritische Lage des Bankensektors » Querschuesse
  6. #6

    Der Markt muss härter werden

    Es spricht nichts grundsätzlich dagegen, dass der Staat das Finanzsystem mit Steuergeldern stabilisiert. In diesem Fall ist ein bankrottes Institut aber im klassischen Sinne zu verstaatlichen.

    Die Führung ist zu entlassen und automatisch ein Verfahren wegen ungetreuer Geschäftsführung zu eröffnen. Aktionäre müssen selbstredend leer ausgehen und direkte Anleihen an das Institut nur nach richterlichem Entscheid ausreichend abgeschrieben zurückgezahlt werden.

    Bei einer allfälligen Reprivatisierung muss das investierte Geld mit überdurchschnittlicher Verzinsung (z.B. Ackermann's 25% Renditeziel) amortisieren. Finden sich bei diesem Preis keine Käufer bleibt das Institut im Staatsbesitz. Es liegt damit an der Industrie sich nicht selber abzuschaffen.

    Als flankierende Massnahme soll ein gesetzliches Rückgriffsrecht auf bereits ausbezahlte, aber nachweisbar überhöhte Managerbezüge geschaffen werden.
  7. #7

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die Bürger müssen sparen, die Geldhäuser dagegen bekommen wohl frische Milliarden: In Spanien deutet sich eine Lösung der Bankenkrise an. Ministerpräsident Rajoy will einzelne Institute notfalls mit Steuergeldern vor dem Crash retten - das dürfte wütende Proteste provozieren.

    Spanien könnte Banken mit Steuergeldern retten - SPIEGEL ONLINE
    Vor ein paar Monaten berichtete "Monitor" oder "Panorama" darüber, das englische und amerikanische Pleitespekulanten schon längst auf den Untergang Spaniens und Irlands gewettet haben. Ich denke, daß diese Geier schon das Ende bestimmt haben.
    Oder glaubt irgendwer, daß DIE nicht gewinnen? Die warten nur auf unser Rettungsgeld!
  8. #8

    Endlich

    werden die Karten auf den Tisch gelegt. Es geht und ging immer um Banken, die sich verzockt haben, erst in der Immo-Krise in Amerika und Spanien und dann durch Staatsanleihen an die weniger wettberbsfähigen Südstaaten in Europa, dem grundsätzlichen Konstruktionsfehler des EURO. Diese Helfershelfer von Banken werden nicht eher ruhen, bis auch noch das letzte Sozialsystem und der letzte Tarifvertrag geschliffen wurde - es sei denn, die Völker Europas stoppen sie. Banken können Regierungen erpressen, aber nicht die Bevölkerung.
  9. #9

    Bin absolut Ihrer Meinung ...

    Zitat von werimmer Beitrag anzeigen
    Es spricht nichts grundsätzlich dagegen, dass der Staat das Finanzsystem mit Steuergeldern stabilisiert. In diesem Fall ist ein bankrottes Institut aber im klassischen Sinne zu verstaatlichen.

    Die Führung ist zu entlassen und automatisch ein Verfahren wegen ungetreuer Geschäftsführung zu eröffnen. Aktionäre müssen selbstredend leer ausgehen und direkte Anleihen an das Institut nur nach richterlichem Entscheid ausreichend abgeschrieben zurückgezahlt werden.

    Bei einer allfälligen Reprivatisierung muss das investierte Geld mit überdurchschnittlicher Verzinsung (z.B. Ackermann's 25% Renditeziel) amortisieren. Finden sich bei diesem Preis keine Käufer bleibt das Institut im Staatsbesitz. Es liegt damit an der Industrie sich nicht selber abzuschaffen.

    Als flankierende Massnahme soll ein gesetzliches Rückgriffsrecht auf bereits ausbezahlte, aber nachweisbar überhöhte Managerbezüge geschaffen werden.
    Bin absolut Ihrer Meinung, wird aber das letzte sein was passieren wird, denn das würde der Finanzindustrie und den Geldeliten weh tun. Unsere objektiven Meinungsmacher würden dafür sorgen, dass den Politikern und Parteien die dies in die Wege leiten würden, die Krippen entzogen werden.
    Wer hungert schon gern?


TOP



TOP