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Euro-Krise: Sarkozy und das deutsche Märchen

dapdDeutschland, ein Vorbild für Europa? Die meisten ausländischen Kommentatoren bezweifeln, dass das Wirtschafts- und Sozialmodell von Kanzlerin Merkel die europäische Krise bändigen kann. Die portugiesische "Público" warnt gar vor einer "Rückkehr der Kolonialzeiten".

http://www.spiegel.de/politik/auslan...814360,00.html
  1. #1

    Dauerkrise

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Deutschland, ein Vorbild für Europa? Die meisten ausländischen Kommentatoren bezweifeln, dass das Wirtschafts- und Sozialmodell von Kanzlerin Merkel die europäische Krise bändigen kann. Die portugiesische "Público" warnt gar vor einer "Rückkehr der Kolonialzeiten".
    Euro-Krise: Sarkozy und das deutsche Märchen - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Politik
    Man kann diese sogenannte "Schuldenkrise" nicht mit Schulden lösen, auch nicht mit Schuldscheinen (Geld), es sei denn, mit dem vorhandenem Geld das auf deutschen Sparkonten (5 Bil.) rumliegt, da dies auch den Herrn des Geldes klar ist, kann es sich nur um einen perfiden Plan handeln, an dieses Privatvermögen ranzukommen.
  2. #2

    Die Portugiesen sind lustig

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Deutschland, ein Vorbild für Europa? Die meisten ausländischen Kommentatoren bezweifeln, dass das Wirtschafts- und Sozialmodell von Kanzlerin Merkel die europäische Krise bändigen kann. Die portugiesische "Público" warnt gar vor einer "Rückkehr der Kolonialzeiten".

    Euro-Krise: Sarkozy und das deutsche Märchen - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Politik
    Wer hatte den früher Kolonien en masse? Kleiner Tipp: Deutschland war's nicht.
  3. #3

    Knackpunkt

    Das Problem überall auf der Welt ist das Ansteigen von Finanzanlagen.

    Mit anderen Worten Arbeitnehmer erhalten zu wenig Einkommen um die Produkte zu kaufen, welche unsere Industrie doch eigentlich so gerne absetzen möchte.

    Weniger Kaufkraft -> weniger Nachfrage -> weniger Produktion -> weniger Arbeitnehmer
    Eine Teufelsspirale nach unten.
    Auf der anderen Seite werden die Vermögen und Einkommen derjenigen immer höher, die gar nicht mehr wissen wohin mit dem Geld. Das geht dann ab in den Finanzsektor, einem Spielkasino, das mit realer Wirtschaft nicht mehr viel zu tun hat.
  4. #4

    eine etwas flache Sicht der Dinge scheint mir..

    Zitat von Progressor Beitrag anzeigen
    Das Problem überall auf der Welt ist das Ansteigen von Finanzanlagen.

    Mit anderen Worten Arbeitnehmer erhalten zu wenig Einkommen um die Produkte zu kaufen, welche unsere Industrie doch eigentlich so gerne absetzen möchte.

    Weniger Kaufkraft -> weniger Nachfrage -> weniger Produktion -> weniger Arbeitnehmer
    Eine Teufelsspirale nach unten.
    Auf der anderen Seite werden die Vermögen und Einkommen derjenigen immer höher, die gar nicht mehr wissen wohin mit dem Geld. Das geht dann ab in den Finanzsektor, einem Spielkasino, das mit realer Wirtschaft nicht mehr viel zu tun hat.
    DAs Problem überall auf der Welt sind die Staatsschulden.
    Es gibt und es wird keinen Sozialismus geben - das ist ein Naturgesetz. Es kann nicht allen Menschen gut gehen - soviel Geld kann nicht erwirtschaftet werden, wenn man 50 % Empfänger und 50 % Zahler hat. Das sollten sich vor allen Dingen die BGE-Fanaftiker auf die Fahne schreiben.

    Es wird - vielleicht - irgendwann einmal allen Menschen GLEICH gehen - aber leider wird das nicht GLEICH GUT sein.
    Fortschritt, Entwicklung, Wachstum und Dynamik wird es nur bei Unterschieden geben und je größer die Unterschiede, desto größer Wachstum, Dynamik und Fortschritt. China ist hier vielleicht ein Beispiel.
    Saturierte Gesellschaften ohen Entwicklung und Wachstum sind sterbende GEsellschaften.

    Und Geld ohne Bezug zur realen Wirtschaft gibt es nur bei Monopoly.
  5. #5

    Zitat von Progressor Beitrag anzeigen
    Das Problem überall auf der Welt ist das Ansteigen von Finanzanlagen.

    Mit anderen Worten Arbeitnehmer erhalten zu wenig Einkommen um die Produkte zu kaufen, welche unsere Industrie doch eigentlich so gerne absetzen möchte.

    Weniger Kaufkraft -> weniger Nachfrage -> weniger Produktion -> weniger Arbeitnehmer
    Eine Teufelsspirale nach unten.
    Die Nachfrage, vor allem in den Schwellenländern, wächst und wächst. Ihre angebliche Teufelsspirale existiert nicht. Wäre dem so, würden wir eine deutlich geringere Inflation haben.
  6. #6

    Automatisierung

    Zitat von Progressor Beitrag anzeigen
    Weniger Kaufkraft -> weniger Nachfrage -> weniger Produktion -> weniger Arbeitnehmer
    Eine Teufelsspirale nach unten.
    Dies sollte aber seit der immer weiter zunehmenden Automatisierung bekannt sein. Dies wird in Zukunft noch schlimmer werden da diese immer weiter fortschreitet und nicht halt machen wird.
    Wenn immer weniger immer mehr erledigen können dann bedarf es eines neuen Systems für die Gesellschaft ansonsten endet dies in Chaos und Krieg. Ein Wirschaftssystem das nicht mehr auf Gewinn , sondern auf jährlich steigende Gewinne ausgelegt ist muss irgendwann kollabieren , das liegt in der natur der Sache.
    Dauerhaft den Konsum immer weiter nach oben zu drücken , um ja am bestehenden System festzuhalten , ist angesichts begrenzter Rohstoffe und stetig steigender Rohstoffpreise infantil und würde höchstens kurze Zeit funktionieren.

    Wir benötigen dringend ein neues Wirtschaftsystem , ausgelegt auf Nachhaltigkeit und massive staatliche Forschung in Zukunftstechnologien mit dem Ziel ganze Wirtschaftsbereiche wie den fossile Energie- und Erdölsektor zu beenden da von privaten Unternehmen wohl kaum Fortschritte zu erwarten welche deren eigenne Milliardenmarkt zunichte macht.
    Fortschritte gibt es nur noch wenn man sie teurer als zuvor verkaufen kann , und Patente werden teilweise gezielt eingesetzt um zu verhindern das dieser Fortschritt kommt.
    Nur eine staatliche Forschung kann sicherstellen das erforschte Technologien eingesetzt werden und das keiner aus dem privaten Sekotor diese aufkaufen kann um sie zu 'verhindern'.
  7. #7

    Kein Titel ist schön.

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Deutschland, ein Vorbild für Europa? Die meisten ausländischen Kommentatoren bezweifeln, dass das Wirtschafts- und Sozialmodell von Kanzlerin Merkel die europäische Krise bändigen kann. Die portugiesische "Público" warnt gar vor einer "Rückkehr der Kolonialzeiten".

    Euro-Krise: Sarkozy und das deutsche Märchen - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Politik
    Da muß man eher den Schweden glauben, denn die haben schon in den 90er Jahren ihren Sozialstaat umgebaut, mit größerem Erfolg als Deutschland. Der Sozialstaat wurde weitgehend erhalten, das geht also und man ist trotzdem wettbewerbsfähig.
    Was aber immer garnicht diskutiert wird: nur weil Deutschland an seinem Industriesektor festgehalten hat, ist es jetzt so stark. Da wird England den Bach runtergehen.
    Die Lohnstückkosten in D sind außerdem die niedrigsten in Euroland. Usw.
    Nur sparen wird es nicht bringen, aber erstmal muß man ja sehen, ob der Süden auch aufgewacht ist.
    Das wird schon klappen alles.
    Merkels anfängliche Verweigerung und immer mal wieder Verweigerung, um es dann doch zu tun, erweist sich als wirklich kluge Taktik. Wie jetzt wieder mit dem Sparkommissar und dem Sperrkonto. Erstmal die Knute zeigen und dann sind die Politiker im Süden, die ihre Länder in die Sch. geritten haben, handzahm.
    Weiter so, das wird schon.
  8. #8

    Zitat von tumatsch Beitrag anzeigen
    nur weil Deutschland an seinem Industriesektor festgehalten hat, ist es jetzt so stark. Da wird England den Bach runtergehen.
    Kein Problem, die können wir ja auch gleich noch retten. Vor allem in England selbst wird man darüber hocherfreut sein. In diesem Zug kann man noch ein paar Fliegen mit einer Klappe schlagen: 1) Einführung des Euro auf der Insel, 2) Abschaffung des Briten-Rabatts, 3) Rückumbenennung des englischen Königshauses in Sachsen-Coburg. Dafür zeigen wir den Briten, wie man wieder produziert und sie müssen sich nicht mehr gegenseitig die Haare schneiden und windige Finanzprodukte verkaufen.
  9. #9

    Nein

    Zitat von rl1972 Beitrag anzeigen
    Dies sollte aber seit der immer weiter zunehmenden Automatisierung bekannt sein. Dies wird in Zukunft noch schlimmer werden da diese immer weiter fortschreitet und nicht halt machen wird.
    ...
    Ihr Vorhalt ist zwar richtig, aber nur ein Teilaspekt. Sie können die schönsten Zukunftstechnologien produzieren wie Sie wollen, das wird nichts nützen wenn nicht das nötige Geld da ist um sie zu kaufen.








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