REUTERSNeuer Schlag für Spanien: Die Ratingagentur Standard & Poor's hat die Kreditwürdigkeit des gebeutelten Landes um zwei Stufen herabgesetzt. Sie begründet den Schritt mit den hohen Staatsschulden - der Ausblick sei negativ. Damit wird der Kampf der Regierung gegen die Krise weiter erschwert.
Euro-Krise: Rating-Agentur S&P stuft Spanien zwei Noten herunter - SPIEGEL ONLINE
wissen, dass die Euroeinführung in Staaten mit so unterschiedlicher Wirtschaftskraft ein gravierender Fehler war. Jetzt, wo das so offensichtlich ist, wird an den Symptomen herumgedoktort, obwohl auc h jeder weiß, dass das alles nichts hilft. Bin mal gespannt, welches Land zuerst zusammenbricht u. den Euroladen insgesamt platzen lassen wird.
Genau. Weil Spanien geht es ja so toll. ;-)
Spanien hält den Fiskalpakt ja dieses und nächstes Jahr ein. ;-)
Das Defizit fällt ja nicht auf 6,2% statt wie geplant 5,3%, und es wird ja nicht weiter fallen wegen verschlechterter wirtschaftlicher Situation. ;-)
Die Banken sind ja wegen der Abschreibungen im Immosektor in ihrer Solvenz überhaupt nicht bedroht. ;-)
Und die Regierung soll ja überhaupt nicht dazu gedrängt werden, für die Banken einzuspringen. ;-)
Die Arbeitslosigkeit steigt ja überhaupt nicht weiter und die Quote unter den Jugendlichen wird ja überhaupt nicht deutlich über 50% steigen. ;-)
Aber hey, stufen wir doch Spanien herauf. Dann gehts Spanien bestimmt besser.
Die strategische Ausrichtung gen Pazifik ist das beherrschende Thema der amerik. Aussenpolitik. Europa dient nur noch als Selbstbedienungsladen für die Raubtierkapitalisten US-amerik. Prägung.
Die Probleme sind hausgemacht, nur die Angriffe auf die Probleme sind gezielt und ganz klar gesteuert von der Wallstreet. Der Euro wird eben schnell versaut, der Dollar bleibt Leitwährung.
Welche Überlegung muss nun angestellt werden?
Im Presseclub auf Phoenix hat einer den Vorschlag gemacht amerikanisches Kapital aus Europa zu verbannen. Eine Überlegung ist es wert. Zusätzlich muss die uneingeschränkte Solidarität mit den Amerikanern ein Ende haben und die USA müssen als finanzpolitischer Gegner empfunden werden.
Darüberhinaus stellt das amerik. Gebärden im Nahen und Fernen Osten eine erhebliche Gefahr für den Weltfrieden dar. Der Kampf um die letzten Ressourcen hat schon längst begonnen und es ist nur eine Frage der Zeit bis auf Waffengewalt zurückgegriffen wird.
Ich als Europäer möchte mich nicht von den Amis in die Sch.... reiten lassen, nur weil die nicht in der Lage sind, unter Berücksichtigung der geografischen und kulturellen Gegebenheiten auf Augenhöhe mit den Völkern vor Ort zu kommunizieren. Und wir haben ja gesehen wozu das führt, wenn einer fremden Kultur die Demokratie und ein uneingeschränkter Turbokapitalismus auf´s Auge gedrückt wird.
Ist das nicht schön, dass alle davor warnten, dass eine Umschuldung Griechenlands einen Dominoeffekt auslöst.
Wer soll denn bitte einem hochverschuldeten europäischen Land Geld leihen, wenn die Rückzahlung mit großer Wahrscheinlichkeit nicht stattfindet. Griechenland hat gezeigt, dass die Eurozone eben nicht zusammensteht.
Merkels Politik hat den Euro unwiderruflich beschädigt. Wir werden noch Jahrzehnte höhere Zinsen haben, was wir hätten verhindern können, wenn wir dieses kleine Griechenland durchgefüttert hätten.
So aber ist das Vertrauen der Anleger langfristig zerstört. Kurzfristig mag Deutschland noch profitieren, aber wenn wir bei den Investitionen und Neuregelungen nicht einen Gang hoch schalten, dann fliegt uns der Motor um die Ohren.
Auch wenn diese These oft und gerne wiederhohlt wird, es ist trotzdem Unsinn.
Auch in anderen Ländern gibt es regional gravierende Unterschiede in der Wirtschaftskraft. Nur erfolgt dort die Zahlungsabwicklung direkt über die Banken. Keiner käme auf die Idee, zur Abwicklung von Zahlungen zwischen Alabama und Kalifornien den Umweg über die FED zu nehmen. In Europa erfolgt eine Zahlung von der Bank des Griechen oder Spaniers über seine jeweilig Zentralbank von dort zur Zentralbank des Empfängers, also z.B. die Bundesbank und von dort weiter zur Bank des Empfängers. Eine Konsequenz sind die Target-2 Salden der BuBa. Die zweite besteht darin, das dieser Umweg das Kreditrisiko, was sich sonst über höhere Zinsen in GR von selbst regeln würde, verdeckt und bei der Zentralbank in Form der Target-2 Salden angehäuft wird. Würde der Zahlungsverkehr wie in jedem anderen Währungsraum zwischen den Banken direkt laufen, hätten z.B. deutsche Banken beim Blick auf ihre Daten höhere Zinsen für Kreditlinien an z.b. griechische Banken gefordert. Mit der Folge, das Kredite auch für den Griechen bei seiner Bank, lange bevor es zu einer Währungskrise gekommen wäre, teuer genug geworden wären um die Schuldenexzesse rechtzeitig abzuwürgen.
Es ist wie damals in Griechenland: Es läuft eine Kampagne gegen Anleihen eines Staates, die seine Situation nur noch verschärft, weil sich die normalen Anleger noch schneller zurückziehen, sodass auf den Auktionen der Staatsanleihe die dort akkreditierten Banken immer früher von extrem renditeorientierten "Investoren" (Spekulanten) abhängig werden, die ihnen überzogene Zinsziele für die Auktion vorgeben.
Der überschuldete Staat muss diese Forderungen akzeptieren, weil er ja das Geld braucht, und hat immer weniger Zeit zu konsolidieren. Haben diese Investoren dem Staat rechtzeitig signalisiert, dass es ohne Konsolidierung beim nächsten Mal keinen Kredit mehr gibt ? Das wäre der konstruktive Weg gewesen. Aber ihnen ging es ja mehr um die Rendite.
Durch Sparen werden die betroffenen Staaten aus der - durch das Zins-Zinseszins-System und die daraus resultierende (übrigens auch umweltfeindliche) Wachstumsideologie befeuerten - Verschuldung leider genauso wenig herauskommen wie durch Konjunkturprogramme, die ja zwangsläufig schuldenfinanziert wären.
Die Option eines Schuldenschnitts entfällt, wenn das System ausnutzende Spekulanten sich mit CDS absichern und dieser Schnitt deshalb nur die Falschen treffen würde, nämlich die Anleger, welche die Staatsanleihe schon länger besitzen und welche diese überdies zu moderatem Zins gekauft haben. Diese kämen nämlich nie wieder.
Eurobonds sind vor allem deshalb keine Lösung, weil sie den Spekulanten nur ein neues Renditefeld eröffnen würden.
Es muss deshalb endlich damit begonnen werden, die Finanzmärkte ernsthaft zu regulieren und die Staatseinnahmen zulasten derer zu verbessern, die Jahrzehnte lang in Sachen Steuern "entlastet" worden sind (und das ihnen so geschenkte Geld in immer grösseren Stil dem Kreislauf der Realwirtschaft vorenthalten).
Warum nicht die CDS verbieten ? Sie laden zum Missbrauch ein, weil über sie die Ausfallswahrscheinlichkeit der Staatsanleihe erhöht werden kann, und sind deshalb eigentlich rechtswidrig. Es wundert schon etwas, dass die Euro-Staaten das alles hinnehmen. Fürchten sie, dass sie beim Verbot von CDS nicht mehr genügend Kapital bekommen könnten ?
Ausserdem muss mindestens in der Eurozone eine angemessene Finanztransaktionssteuer eingeführt werden. Dabei muss man damit rechnen, dass von den durch Autonomie und Bankgeheimnis (und wem noch ?) geschützten Steueroasen aus grosse Posten von Eurostaatsanleihen auf den Markt geworfen werden, um deren Kurs zu drücken und den jeweiligen Staat einzuschüchtern. Dass das denkbar ist, sieht man daran, dass es auf den Staatsanleihen-Auktionen, die in den letzten Jahren die Krise beschleunigt haben, oft nur um eine einstellige Milliardensumme gegangen ist, während in den Steueroasen zweistellige Billionenwerte schlummern.