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Euro-Krise: Oettinger hält Schuldenschnitt Griechenlands für zwingend

AFPEU-Kommissar Oettinger stellt sich gegen die Bundesregierung. Er hält einen Schuldenschnitt für das krisengeplagte und der Pleite nahe Griechenland für unvermeidbar. Das würde den deutschen Steuerzahler Milliarden kosten.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...-a-867769.html
  1. #1

    Ok

    Wenn wir davon ausgehen, das man Griechenland die Schulden erlässt, genau wie ja schon einmal 300000000000€ erlassen wurden, wie soll es weiter gehen?
    In ein paar Jahren ist der Schuldenberg erneut aufgetürmt und Griechenland verlangt es nach neuem Kapital.
    Ausserdem werden Portugal und Spanien das Gleiche für sich fordern.
    Man darf ja auch nicht vergessen, das keines der Geberländer einen Überschuß im Staatshaushalt hat und diese Forderungen auch wieder durch Schulden finanziert werden!
    Am Ende verdienen nur die Banken und die Bevölkerung in Europa arbeitet nur um die Schulden zu finanzieren. Es läuft einiges falsch in Europa.
  2. #2

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    EU-Kommissar Oettinger stellt sich gegen die Bundesregierung. Er hält einen Schuldenschnitt für das krisengeplagte und der Pleite nahe Griechenland für unvermeidbar. Das würde den deutschen Steuerzahler Milliarden kosten.

    EU-Kommissar Oettinger hält Schuldenschnitt Griechenlands für zwingend - SPIEGEL ONLINE
    Ich mag ihn zwar nicht, aber er hat recht. Denn auf diesen Schuldenschnitt läuft es raus. Darum ist es besser, alle Gelder sofort zu stoppen, damit nicht noch mehr Gelder verschwinden bevor das endgültige Aus kommt.

    Warum sind den die Griechen so verschuldet. Man hat ihnen Kredite eingeräumt, damit sie deutsche Waren kaufen konnten.
    Dadurch hatten wir auch Hochkonjunktur, wenig Arbeitslose und und und.

    Unsere Wirtschaft stand bestens da. Und damit das so blieb, hat man ihnen noch mehr Kredite eingeräumt, die sie natürlich gerne genommen haben. Sie konnten ihren Staatsapparat aufblähen. Es war wie im Schlaraffenland. Die Kredite liefen ja.

    Das hat in Deutschland auch schon mancher mitgemacht. Auf Pump kaufen ist ja einfach. Neue Autos, Fernseher, Handys und was es alles gibt.

    Irgendwann kommt aber die Stunde der Wahrheit. Irgendjemandem wird die Sache zu heiß. Es gibt keine neuen Kredite mehr.(ist ja ungerecht). Und wenn es ans Abbezahlen geht, wird Konkurs angemeldet. Firmen bleiben auf ihren Forderungen sitzen, Menschen werden entlassen. Und wir fangen wieder bei Null an. Mit neuen Krediten und Billiggeld vom Staat, dessen Verschuldung steigt weiter, (ist ja für einen guten Zweck und sorgt für Aufschwung). Wenn der dann da ist, wird wieder umverteilt statt abgezahlt.

    Und profitieren tut der ÖD, der ja keinen Schritt rückwärts kennt. (Besitzstandswahrung war mal ein Schlagwort). Was man sich einmal erstritten hat, wird verteidigt. Hintenrunter fällt der kleine Mann, der seine Arbeit verliert und nach einem Jahr auf H4 gestuft wird.

    Und derjenige, der noch arbeitet, muß dann höhere Steuern zahlen, damit der Staat die Kosten für H4 bezahlen kann.

    Das ist eine Schraube ohne Ende, bis zur bitteren Pleite.
  3. #3

    Veruntreuung?

    Die Frage ist, wie lange das schon absehbar war und ob diese Bailouts nicht Veruntreuung deutschen Steuergelds zugunsten von Sparern, Bankanteilseignern und last but not least einigen Griechen darstellt.

    Wenn der Schuldenschnitt kommt, dann will ich (metaphorisch!!!) Köpfe rollen sehen. Ich halte das Bundesfinanzministerium und das Bundeskanzleramt für die Schuldigen.


    Alex
  4. #4

    Wahrheiten, Lügen und Wahlen!

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    EU-Kommissar Oettinger stellt sich gegen die Bundesregierung. Er hält einen Schuldenschnitt für das krisengeplagte und der Pleite nahe Griechenland für unvermeidbar. Das würde den deutschen Steuerzahler Milliarden kosten.

    EU-Kommissar Oettinger hält Schuldenschnitt Griechenlands für zwingend - SPIEGEL ONLINE
    Man könnte es einmal kurz zusammenfassen: ökonomischen Wahrheiten und reale Gegebenheiten, politische Zwecklügen und die Bewertung der eigenen Wahlerfolgschancen.

    Die politische, die ökonomische und auch gesellschaftspolitische Lage in Griechenland steht auf der Kippe. Proteste, Streiks und Straßenschlachten haben den Verantwortlichen in Brüssel wohl mental etwas zugesetzt und das europäische Gesamtbild eingetrübt.

    Ein Verbleib Griechenlands im Euroverbund wird als politisch unabdingbar angesehen. Griechenland jedoch kann ökonomisch innerhalb des Euroverbundes nicht überleben. Es ist auf massivste finanzielle Dauertransfers und Schuldenerlasse angewiesen. Neben dem Aufbau Ost kommt nun noch der weitere Aufbau Südost oder gar noch Aufbau Südeuropas.

    Und dies muss man den Wählern in Deutschland noch vor der Wahl verkaufen. Da wird sich der ehemalige Nachrichtensprecher und jetzige Regierungskommunikator wohl sehr viel Mühe geben müssen. Die geschlossene Unterstützung der gesamten Opposition ist der Regierung sicher, da alles alternativlos gerettet werden muss.

    Nach der Wahl kommt für uns alle wieder einmal eine schöne Rechnung. Deutschland muss sparen, Deutschland lebt über seine Verhältnisse, Deutschland gibt zuviel aus, Deutschland braucht mehr Europa, Deutschland muss mehr für seine Zukunft tun, Deutschland profitiert alternativlos, Deutschland muss sich mehr anstrengen, Deutschland muss flexibler werden, Deutschland sollte mehr Verantwortung übernehmen, Deutschland muss solidarischer werden.

    Slogans, die so wohl kaum noch einer glauben mag. Wahrheiten, politische Zwecklügen und anstehende Wahlen.

    Dazu einige volkswirtschaftliche Fakten:

    Denkfabrik: Die Euro-Zone muss verkleinert werden - Europa - Politik - Wirtschaftswoche
    Währungsexperte Hankel: "Der Euro droht zum Transfer-Rubel zu werden" - Europa - Politik - Wirtschaftswoche
  5. #5

    Welche Kosten?

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    EU-Kommissar Oettinger stellt sich gegen die Bundesregierung. Er hält einen Schuldenschnitt für das krisengeplagte und der Pleite nahe Griechenland für unvermeidbar. Das würde den deutschen Steuerzahler Milliarden kosten.

    EU-Kommissar Oettinger hält Schuldenschnitt Griechenlands für zwingend - SPIEGEL ONLINE
    Das sind nur virtuelle Kosten, denn Griechenland wird seine Schulden nie zurückzahlen. Bei einer ordentlichen Buchführung wären Forderungen ggü. Griechenland längst abgeschrieben worden. Dann würden bei einem Schuldenschnitt keine Buchverluste mehr anfallen. Wir werden doch systematisch getäuscht.
  6. #6

    Altschuldentilgungsfonds bzw. Vermögensfonds Vereintes Europa

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    EU-Kommissar Oettinger stellt sich gegen die Bundesregierung. Er hält einen Schuldenschnitt für das krisengeplagte und der Pleite nahe Griechenland für unvermeidbar. Das würde den deutschen Steuerzahler Milliarden kosten.

    EU-Kommissar Oettinger hält Schuldenschnitt Griechenlands für zwingend - SPIEGEL ONLINE
    Einen Schuldenschnitt bekommen wir weder vor noch nach der Bundestagswahl. Es ist doch längst entschieden, daß sich die Eurozone dem Vorschlag des deutschen Sachverständigenrates anschließt und einen Altschuldentilgungsfonds einrichtet. Natürlich wird der so nicht benannt werden, sondern etwa "Vermögensfonds Vereintes Europa". Angesiedelt wird er bei der EZB. Von daher ist ausreichende Liquidität dauerhaft gewährleistet. Einfacher geht´s nimmer.
  7. #7

    Zitat von Artikel Beitrag anzeigen
    Die Bundesregierung erneuerte hingegen ihre Absage an einen Schuldenschnitt zu Lasten staatlicher Gläubiger. Er sei rechtlich nicht durchführbar. Dem deutschen Steuerzahler würde damit erstmals eine Rechnung aus der Euro-Krise präsentiert - und zwar in Höhe von 17,5 Milliarden Euro. Das dürfte der Regierungskoalition im Wahljahr äußert ungelegen kommen.
    Der letzte Satz ist die Kernaussage. Bis nächsten Herbst geht das Theater noch, es werden noch ein paar Tranchen ausgezahlt und nach der Wahl wird GR fallengelassen wie die sprichwörtliche heiße Kartoffel. Danach ist alles möglich.
  8. #8

    Larifari

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    EU-Kommissar Oettinger stellt sich gegen die Bundesregierung. Er hält einen Schuldenschnitt für das krisengeplagte und der Pleite nahe Griechenland für unvermeidbar. Das würde den deutschen Steuerzahler Milliarden kosten.

    EU-Kommissar Oettinger hält Schuldenschnitt Griechenlands für zwingend - SPIEGEL ONLINE
    Merkel wird versuchen, diese unausweicliche Konsequenz aus dem griechischen Dilemma bis nach der BuTa Wahl auszusitzen - sonst passt der Konsenz zwischen Stammtisch und Regierung nicht mehr und auch Muttis bekannte Kampfpresse müsste dem Mob reinen Wein einschenken. Könnte dann in spontanen Liebesverlust für die Betontante umschlagen. Ein Horrorgedanke für diese begnadete Staatsschauspilerin und ihrem Lullikollektiv.
    Politik(er)? Pfui Deibel aber auch....
  9. #9

    Da läuft ganz schön was schief

    Herr Oettinger sollte endlich dafür sorgen, dass der Handlungsdruck auf diejenigen, die an der Verschuldung verdient haben und die Griechen, die ihre Gelder unversteuert ins Ausland geschafft haben, erhöhen. Vor allem diese Griechen sollten aus Solidarität zu ihren Landsleuten ihr Geld wieder in griechischen Banken deponieren, damit diese es wieder im Land ausleihen können.

    Das Recht ist für alle gleich. Alle verschuldeten Deutschen, die dadurch große Schwierigkeiten haben, sollten einen Antrag bei der Bundesregierung auf Schuldenerlass stellen.








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