dapdEin zentrales Vorhaben der Euro-Retter wird konkret: Das "Wall Street Journal" berichtet über Details der neuen europäischen Bankenaufsicht. Sie soll die 25 größten Geldinstitute der Euro-Zone kontrollieren, der Europäischen Zentralbank in Frankfurt unterstellt werden - ihren Sitz aber in Brüssel haben.
http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...843332,00.html
Natürlich gibt es wieder gut bezahlte (steuerfreie) Posten nach EU-Recht mit großzügigen Urlaubsregelungen. Hätte gerne auch so einen;-).
Die Frage ist, nach welchen volkswirtschaftlich-betriebswirtschaflichen Faktoren, nach welchen rechtlichen Vorgaben erfolgt die Aufsicht über diese größeren Finanzinstitute? Eine der Problemstellung ist die sehr komplexe Aufstellung dieser großen Institute, die mit sehr vielschichtigen Finanzproduktionen Märkte beeinflussen und steuern können. Weiterhin sind die Schwierigkeiten bei den internationalen Bilanzierungsstandards zu berücksichtigen, die oft mehr Intransparenz geschaffen haben, gerade bei Banken. Zudem müssen die Vorschriften aus den Basel III Abkommen berücksichtigt werden, hier kam es schon im Vorfeld zu einigen Verzögerungen und Umsetzungsschwierigkeiten.
Die Rekapitalisierung von Finanzinstituten, deren möglicher Abschreibungsbedarf kann bis heute noch nicht abschließend eingeschätzt werden.
Bilanzierung: Paradigmenwechsel in der Bilanzanalyse - Wirtschaft - FAZ
Der Irrweg der IFRS DERBETRIEBSWIRT - Wirtschaft - FAZ
http://www.bis.org/publ/bcbs188_de.pdf
http://www.kpmg.de/docs/KPMG_Basel_3_FRM_2011web.pdf
diese Worte eines ex Schweizer Notenbankdirektors:
"Oekonomenstreit - wer hat recht?
Zunächst natürlich beide — das heisst: Sowohl die 170 Professoren um Hans-Werner Sinn als auch die 15 Unterzeichner um Jan Krahnen und Martin Hellwig. Beide Gruppen sehen die Gefahren einer europäischen Bankenunion in voller Schärfe. Der Unterschied liegt im Vertrauen in die Wirksamkeit von Vereinbarungen, welche verhindern sollen, dass die Bankenunion zur reinen Bankensubvention wird.
Hier stehen wir (wie im TA-Online ausgeführt) auf der Seite der Pessimisten (Sinn & Co.). Die EU hat wiederholt bewiesen: Erst fliesst das Geld; die dabei vereinbarten Regeln sind nicht das Papier wert sind, auf dem sie gedruckt sind. Genau wie dann am Ende das Geld."
Urs Birchler und Monika Bütler, www.batz.ch
Was bitteschön, hat eine Bankenaufsicht mit der Frage nach Demokratie zu tun?
Wollen Sie auch noch den Polizisten, der Ihnen ein Knöllchen verpaßt demokratisch wählen??
Sie vergewaltigen hier den Demokratiebegriff
Hohheitliche Institutionen werden nie demokratisch gewählt, sind aber an demokratisch zustande gekommene Gesetze (Ermächtigungsgrundlage) gebunden.