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Euro-Krise: Merkel und Hollande lassen Griechenland zappeln

AFPAngela Merkel und François Hollande demonstrieren Einigkeit im Kampf gegen die Krise - zumindest nach außen. Gemeinsam erhöhen sie den Druck auf Griechenland. Vor allem Kanzlerin Merkel will Härte gegenüber Athen zeigen. Doch die Hellenen können trotzdem noch auf Zugeständnisse hoffen.

http://www.spiegel.de/politik/auslan...851724,00.html
  1. #1

    Stirb langsam

    Wieso waren unsere Politiker drei Jahre lang so geduldig mit den Sozialisten Papandreou und Venizelos, die bekanntlich niemals die Privatisierung der Staatsbetriebe vorangetrieben oder die Korruption innerhalb des zu 70% aus den Reihen der PASOK- Partei besetzten Staatsapparats angefasst haben? Wieso wird die Regierung ausgerechnet mit dem rechtsliberalen Samaras ungeduldig, der innerhalb von nur zwei Monate mehr Richtung Defizitabbau und Korruptionsbekämpfung als jemals sonst ein europäischer Politiker bewegt hat?
    Europa erkennt nun die wahren Motive der angeblichen Solidarität: a) Zeit gewinnen, um das Finanzsystem abzusichern und b) Schaffung der rechtlichen und moralischen Voraussetzungen für die spätere „Sterbehilfe“. Rechtliche Voraussetzung war die Vereinbarung eines nach Meinung aller führenden Ökonomen (wie auch von Samaras) unrealistischen Sanierungsprogramms, so dass zu einem Vertragsbruck durch GR kommt und eher nach „Selbstmord“ aussieht. Moralische Vorrausetzung war die einseitige Unterstützung ausgerechnet der politischen Attentäter des griechischen Problems, ausgerechnet der Architekten dieses einmaligen Staatsapparats.
    Das Problem unserer Populisten ist der plötzliche „Lebenswille“ der Griechen in der Person von Samaras. Frau Merkel muss nun entscheiden, ob sie die historische Verantwortung der unterlassenen Hilfe übernimmt, denn es wird definitiv nicht nach Selbstmord aussehen.
  2. #2

    Zugeständnisse?

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Angela Merkel und François Hollande demonstrieren Einigkeit im Kampf gegen die Krise - zumindest nach außen. Gemeinsam erhöhen sie den Druck auf Griechenland. Vor allem Kanzlerin Merkel will Härte gegenüber Athen zeigen. Doch die Hellenen können trotzdem noch auf Zugeständnisse hoffen.

    Merkel und Hollande fordern von Griechenland Festhalten an Reformen - SPIEGEL ONLINE
    Zum x-ten mal? Der EU-Süden lacht sich tot über unseren Starrsin. Das einzige, was dem Süden hilft, ist die Drachme, die Peseta, die Lira usw. und wohl auch der Franc.
  3. #3

    Frankreich vs Deutschland...

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Angela Merkel und François Hollande demonstrieren Einigkeit im Kampf gegen die Krise - zumindest nach außen. Gemeinsam erhöhen sie den Druck auf Griechenland. Vor allem Kanzlerin Merkel will Härte gegenüber Athen zeigen. Doch die Hellenen können trotzdem noch auf Zugeständnisse hoffen.

    Merkel und Hollande fordern von Griechenland Festhalten an Reformen - SPIEGEL ONLINE
    Hollande und Merkel können gemeinsam Abendessen und in die Kameras lächeln solange sie wollen. Aber allein schon die kruden Kerndaten der beiden Staaten sagen daß es angesichts der Fakten wenig Gemeinsames geben wird. Hollande ist fest entschlossen Hellas in der €Zone zu halten. Insgeheim weis auch die Kanzlerin daß das angesichts der Verflechtung der französischen Institute eine Rote Linie Hollandes ist. Berlin weis auch(wie hier oft gesagt) daß es im Lichte der Verträge keinen 'Rauswurf' der Griechen gibt und daß jedes Abenteuer in diese Richtung zu einem unkalkulierbaren Risiko wird. Die Griechen(meine Prognose) werden ihren Aufschub bekommen. Sie werden weitere Sparpakete auflegen müssen, die den Rest an Wirtschaftswachstum des Landes zerstören werden. Hellas ist der Beweis daß die bisherige Rettungspolitik gescheitert ist. Es wird meiner Ansicht zu einem großen Befreiungsschlag kommen und da der einzige dazu fähige und bereits vorhandene Akteur die EZB ist; wird es sie sein...
    Frau Merkel wird es recht sein weil sie sich vor ihrem Parlament nicht weiter wird rechtfertigen müssen. Sie schwebt auf einem Umfragehoch und sollte der Eingriff(mit Zinsobergrenzen) der EZB funktionieren, wird ihr der Sieg nächstes Jahr nicht zu nehmen sein. Hollande hingegen kennt die prekäre wirtschaftliche und finanzielle Situation des Garten Frankreich. Er braucht internationale Stärke um Zuhause in Paris manch Unannehmlichkeit durchzubringen. Keine leichte Situation. Das erklärt auch die Positionierung Frankreichs als 'Gegengewicht' zu Deutschland. Hinter den Kulissen und wenn die Kameras aus sind wird Klartext geredet...

    Schian Gruaß...
  4. #4

    Bitte,

    Zitat von glücklicher südtiroler Beitrag anzeigen
    i

    Schian Gruaß...
    Was heißt Schian Gruaß?
  5. #5

    Gehts noch ?

    Die griechischen Politiker lassen, immer mit den gleichen Playern, aber in unterschiedlicher Besetzung, ja wohl ihre Gläubiger zappeln. Die Erpressungsversuche stinken zum Himmel. Doch jetzt dürften die deutschen und französischen Banken raus sein aus dem Spiel ( ok, die HRE Bad Bank mal ausgenommen). Jetzt könnte man Griechenland auflaufen und sich auf E und I konzentrieren.
  6. #6

    Zustimmung, glücklicher südtiroler!

    Gut recherchiert und gut analysiert. Ich denke auch, daß die Griechen letztendlich doch ihren Aufschub bekommen. Mit EZB und ESM sollte dies schon irgendwie machbar sein. Selbst wenn angesichts der vielfältigen Probleme in den anderen Südländern das Gelddrucken unausweichlich scheint, hätten wir vielleicht (!) einen etwas schwächeren Euro und dies sicher auch nur vorübergehend zu verkraften. Im Endergebnis bliebe der Euro uns jedoch erhalten und die Verschwörungstheorien und -theoretiker um das Scheitern des € hätten sich selbst entlarvt. Natürlich kann dies nur gelingen, wenn die Problemländer notwendige Reformen durchführen und nicht auf den Rücken der Nordländer z.B. ihr Renteneintrittsalter herabsetzen. Wenn Solidarität erwartet wird, darf man sie nicht gleichzeitig mit Füßen treten! Europa kann mit dem EURO nur glücklich werden, wenn jeweilige nationale Interessen nicht gegeneinander durchgesetzt werden. Als "Selbstbedienungsladen" wird Europa scheitern müssen, als straff geführtes und ökonomisch veratwortungsvoll handelndes Europa hätten wir alle Chancen dieser Welt. Meiner Meinung nach müßte Brüssel mehr Kompetenzen erhalten. So könnte auch die internationale Wettbewerbsfähigkeit der heute schwächelnden Länder schneller wieder hergestellt werden. Jedoch vorzeitig die Flinte ins Korn werfen ist keine Lösung, zumal ein Austritt Griechenlands unkalkulierbar ist und wohl eher der Anfang vom Ende ist. Was Rösler und Söder diesbezüglich so von sich geben, hat mit einem prosperierenden und einheitlichen Europa wohl eher wenig zu tun. Nur gut das einer wenigstens noch den Überblick behält: Herr Junker, für mich, der wahre Europäer.
  7. #7

    Unseriöses Theaterstück

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Angela Merkel und François Hollande demonstrieren Einigkeit im Kampf gegen die Krise - zumindest nach außen. Gemeinsam erhöhen sie den Druck auf Griechenland. Vor allem Kanzlerin Merkel will Härte gegenüber Athen zeigen. Doch die Hellenen können trotzdem noch auf Zugeständnisse hoffen.

    Merkel und Hollande fordern von Griechenland Festhalten an Reformen - SPIEGEL ONLINE
    Unseriöses Theaterstück. Dieses unwürdige Ritual hat sich unzählige Male wiederholt. Wir wissen schon alle wie es weiter geht. Um bei der Öffentlichkeit zu punkten und wiedergewählt zu werden, wird unsere Kanzlerin Tausend mal nein sagen, aber letztendlich die Almosen an die Griechen doch auszahlen. Und so geht es weiter, ad nauseam...
  8. #8

    France vs. Alemania

    Meiner Ansicht nach verstehen viele aus den beiden Ländern nicht, weshalb eine gemeinsame Handlungspolitik der beiden (Hollande, Merkel) nötigt ist!
    Deutschland kann ohne Frankreich weder diese WK unbeschadet überstehen und Frankreich auch nicht!
    Frankreich ist die zweitgrößte Euro Nation, wenn sie scheitert wird auch Deutschland scheitern!
    Es gibt im diesem Fall tatsächlich: "Keine Alternative!"
    Ich wünsche uns allen Glück!
  9. #9

    Nichts Neues unter der Sonne

    Mal wieder einer der zahlreichen Artikel von SPON zur Eurokrise, der (wie leider in den meisten Fällen) keinerlei Neuigkeiten enthält, abgesehen von den trivialen und nicht gerade spannenden Äußerungen zweier Spitzenpolitiker auf einer Pressekonferenz. Der große Rest ist Spekulation. Falls Griechenland nächstens wieder seine eigene Währung einführt (wahrscheinlich) oder gar der ganze Euroraum auseinanderplatzt (derzeit noch nicht sehr wahrscheinlich), dann wird das ja wohl mehr oder weniger über Nacht passieren und die Pressekonferenz erst nach vollendeten Tatsachen kommen. Aber immerhin hat dann SPON vorher alles ganz genau gewusst und sogar das Gras wachsen hören. Oder eben auch nicht. Gute Nacht!


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