Wieso waren unsere Politiker drei Jahre lang so geduldig mit den Sozialisten Papandreou und Venizelos, die bekanntlich niemals die Privatisierung der Staatsbetriebe vorangetrieben oder die Korruption innerhalb des zu 70% aus den Reihen der PASOK- Partei besetzten Staatsapparats angefasst haben? Wieso wird die Regierung ausgerechnet mit dem rechtsliberalen Samaras ungeduldig, der innerhalb von nur zwei Monate mehr Richtung Defizitabbau und Korruptionsbekämpfung als jemals sonst ein europäischer Politiker bewegt hat?
Europa erkennt nun die wahren Motive der angeblichen Solidarität: a) Zeit gewinnen, um das Finanzsystem abzusichern und b) Schaffung der rechtlichen und moralischen Voraussetzungen für die spätere „Sterbehilfe“. Rechtliche Voraussetzung war die Vereinbarung eines nach Meinung aller führenden Ökonomen (wie auch von Samaras) unrealistischen Sanierungsprogramms, so dass zu einem Vertragsbruck durch GR kommt und eher nach „Selbstmord“ aussieht. Moralische Vorrausetzung war die einseitige Unterstützung ausgerechnet der politischen Attentäter des griechischen Problems, ausgerechnet der Architekten dieses einmaligen Staatsapparats.
Das Problem unserer Populisten ist der plötzliche „Lebenswille“ der Griechen in der Person von Samaras. Frau Merkel muss nun entscheiden, ob sie die historische Verantwortung der unterlassenen Hilfe übernimmt, denn es wird definitiv nicht nach Selbstmord aussehen.
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