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Euro-Krise: Kurz vor dem Kollaps

REUTERSMuss nach Spaniens Banken bald auch Italien unter den europäischen Rettungsschirm? Die Hilfen würden bei weitem nicht reichen - der Euro-Zone droht der Kollaps. Wie würde ein Zusammenbruch ablaufen?

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...838581,00.html
  1. #100

    Unkalkulierbar

    Zitat von steintor Beitrag anzeigen
    laßt den Euro zusammenbrechen mit allen Konsequenzen...ich kann es nicht mehr hören und lesen!!! Für ein Europa der Vaterländer, mit ihren Eigenheiten und jeweils eigenen Schulden!
    Das System ist einfach zu instabil. Sogar demokratische Wahlen in den Staaten werden zur Gefahr des Systems. Das ist und bleibt unkalkulierbar. Deshalb stimme ich Ihnen zu, den Euro zusammenbrechen zu lassen. Aber vorher bitte die Verantwortlichen für das Desaster vor Gericht stellen !!
  2. #101

    Wer hat's bestritten?

    Zitat von Duisburg2005 Beitrag anzeigen
    Verluste aus target2????? Wurde das bisher nicht immer bestritten????
    Wenn Sie nur auf Propheten wie Herrn Bofinger und Herrn Storbeck gehört haben, müssen Sie das wohl so sehen. Es gab und gibt aber andere Ökonomen, die Herrn Sinns Warnungen von Anfang an ernst genommen haben.
  3. #102

    Es wird ohnehin Eurobonds geben, auf die eine oder andere Weise; daran führt kein "vernünftiger" Weg mehr vorbei. Die Märkte devidieren die Zone auseinander und wer da Schuld hat und wer nicht, ist völlig irrelevant. Ich weiss nicht wie die Eurobonds bewertet würden, jedenfalls würden die Argumente entfallen, dass wegen des auseinanderdividierens der Märkte die Zinsen steigen. Sie steigen nicht wegen der Schulden, die sind eher zweitrangig. Es geht nur noch um eine sich sich selbst erfüllende Vorhersage, Wette und das hat sich rein stimmungsmässig aufgeschaukelt und lässt sich nicht mehr beruhigen.
  4. #103

    Schadenfreude

    "Wenn man erfolgreich ist, dann überschlagen sich die Freunde, aber erst wenn man einen Misserfolg hat, dann freuen sie sich wirklich."

    Nicht von mir, von US-Präs. Truman

    "Man" freut sich nicht wirklich in der Schweiz und wer solche Artikel liest macht sich allergrösste Sorgen. Der Zusammenbruch der Eurozone würde in der Schweiz gigantische Narben hinterlassen und zwar bei den Renten und Arbeitsplätzen der kleinen Leute!

    Zitat von t_tschan Beitrag anzeigen
    Tja, solche Artikel liest man bei uns sehr gerne. Die grosse, stolze EU scheint arg angeschlagen zu sein. Trotz aller Versuche, die kleinen Abtrünnigen, wie die Schweiz, an allen Fronten zu bekämpfen, können wir der Krise (und der EU) trotzen, während die EU immer stärker in Schieflage gerät.
  5. #104

    Konsequenz!

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Muss nach Spaniens Banken bald auch Italien unter den europäischen Rettungsschirm? Die Hilfen würden bei weitem nicht reichen - der Euro-Zone droht der Kollaps. Wie würde ein Zusammenbruch ablaufen?

    Euro-Krise: Der Euro-Zone droht der Kollaps - SPIEGEL ONLINE
    Schöner Artikel, den man fast vollständig unterschreiben kann, natürlich ist der Hinweis auf die politische Union im Angesicht des Euro-Desasters und einer ganz sicherlichen Ablehung einer in keinster Weise demokratisch legitimierten EU-Diktatur in weiten Bereich der Bevölkerung etwas "merkwürdig". Fehlt mir jedoch NUR noch die "entscheidende" Konsequenz, die Forderung nach dem Rücktritt der "Ursache allen Übels". Schön jedenfalls mitzuerleben wie Merkel mittlerweile die "Rache" ihres eigenen Handels zum massivsten Schaden des deutschen Volkes zu spüren bekommt, wenn man dies bei ihre letzten öffentlichen Auftritten z.B. beim Wirtschaftsrat der CDU, den sie ziemlich ratlos zurückgelassen haben muss, wie man einem Kommentar bei der FAZ entnehmen konnte oder beim Morgenmagazin, mitbekommen konnte. Köstlich auch der Merkel-Adlatus im heutigen Morgenmagazin, so einsilbig und wortkarg, mit sehr gedämpfter Stimme hat man den jedenfalls noch gar nie erlebt.
  6. #105

    Definition Wahnsinn

    Immer das Gleiche tun und trotzdem ein anderes Ergebnis erwarten...
  7. #106

    Zitat von wir_sind_das_volk Beitrag anzeigen
    Statt einen Herrn Issing zu kritisieren,...
    Issings Problem ist meiner Ansicht weniger die Analyse sondern vielmehr daß er überhaupt keine Vorschläge macht wie man wieder da rauskommt; es fehlen komplett Lösungsmodelle...
    Solche Vorschläge findet man eher hier im Forum(verweise nochmal an eine interessante Diskussion zweier Mitforisten hier; Link siehe einige Post zuvor) als in den Medien. Brauchen tut es eine Neuausrichtung und eine Reform sowie Integration der Vertragswerke. Eine Reform geht nur im Konsens und die einzige Möglichkeit daß die Franzosen(Hollande hat gewonnen und der ist eigentlich ein Gegner des Fiskalpakts) den Fiskalpakt nur schlucken wenn im Gegenzug sich bei den französischen Wünschen(EZB mit mehr Kompetenzen, Bankenunion, ESM mit mehr Kompetenzen und letztendlich €Bonds) etwas tut. Kommen wird meiner Ansicht höchstwahrscheinlich ein strengerer Fiskalpakt plus den Wünschen der Franzosen. Die Entscheidungskompetenzen sollen laut Medien an ein neu geschaffenes mächtiges Gremium gehen das sich aus den Finanzministern der EU und der €Zone zusammensetzt...
    Unter den Überlegungen sticht ein Projekt heraus: aus der bestehenden Euro-Gruppe ein neues Machtorgan zu bilden...
    "Beim zentralen Gremium, der heutigen Euro-Gruppe, müssten künftig alle Euro-Länder ihre Finanzwünsche anmelden.
    Dort würde dann gemeinsam entschieden, welches Land in welcher Höhe neue Schulden machen darf.
    Im Gegenzug würden gemeinsame Euro-Anleihen ausgegeben, um mit diesen neue Schulden zu finanzieren.
    Kontrolliert werden soll die Runde von Vertretern, die aus den nationalen Parlamenten entsandt werden.
    Alternativ kursiert auch ein abgespecktes Modell - neue Schulden müssten erst dann genehmigt werden, wenn die Neuverschuldung über drei Prozent der jährlichen Wirtschaftsleistung liegt."
    EU-Experten suchen in Brüssel nach Weg aus der Euro-Krise - SPIEGEL ONLINE
    Die demokratische Grundlage mit mehr Macht für das EU Parlament muß später auch kommen; ansonsten fehlt das und wäre nicht gut für Demokratie und Zusammenhalt. Und machen wir uns nichts vor. Abgesehen vom Netz ist der Widerstand gegen den ESM in Deutschland eher gering. Die Petitionen die beim BT aufliegen haben meines Wissens nur wenige Tausend Unterzeichner. Es ist fast wie eine arrangierte Hochzeit; weil unterm Strich alle Beteiligten bei einem Scheitern mehr zu verlieren als zu gewinnen haben. Auch in Südtirol interessiert der ESM leider Keinem. Aber wir befinden uns in einer historischen Phase ohne daß es Vielen bewußt ist.
    PS:
    Die FAZ war gestern Prof. Issing dran; heute ist ein Artikel mit einer ganz anderen Meinung dran...
    Schuldenkrise: Wie man aus Schulden einen Staat macht - Europas Schuldenkrise - FAZ
    Richtungswechsel?

    Schian Gruaß...
  8. #107

    Nein, das nicht!

    Zitat von Duisburg2005 Beitrag anzeigen
    Verluste aus target2????? Wurde das bisher nicht immer bestritten????
    Es wurde immer gesagt (zumindest von Foristen hier, also Leuten, die Ahnung haben :-)), dass die Forderungen der BuBa an das EZB-System von knapp 700 MRD. Euro nichtig werden, wenn der Euro eingestampft wird oder ein Land die Eurozone verlässt. In diesem Fall können die target-Schulden des betreffenden Landes nicht mehr eingefordert werden. Jens Weidmann hat das immer negiert, weil er die Möglichkeit eines Zusammenbruchs des Euros immer als absurd bezeichnet hat - weil nicht sein kann was nicht sein darf. Das ist auch eine Möglichkeit der Realitätsverweigerung ...
  9. #108

    wahrscheinlich...

    ...liegt die neue Deutsche Mark schon klammheimlich gedruckt in den Tresorkellern der Bundesbank. Erinnert sich noch jemand an den Bericht auf SPON von vor einigen Monaten, wo es auch um ein solches Notgeld ging?

    Dieser "EU"-Wahnsinn konnte doch auch gar nicht klappen. Nicht nur, weil er nichtdemokratisch ist, sondern weil die Länder & Mentalitäten viel zu inhomogen sind. Also weg mir dem Müll, den 45.000 EU-Sesselbegasern die Einkünfte streichen, Glühbirnen wieder erlauben, & stattdessen auf "Intelligente" Stromzähler & ähnlichen Blödsinn verzichten. Es wird schon!
  10. #109

    Szenario

    Mich würde Münchaus Meinung zu folgendem Szenario interessieren:

    Deutschland kündet den Austritt aus dem Euro (und damit aus der EU) an. Es bietet Finnland, Estland, Österreich, den Niederlanden, Belgien, der Slowakei und Frankreich eine neue Währungsunion an. Polen, die anderen baltischen Staaten und Schweden werden ebenfalls eingeladen.

    Das Ganze läuft über eine verfassungsgebende Versammlung mit der Vorgabe, dass diese neue EU viel demokratischer und viel integrierter sein muss. Am Ende muss der Gründungsvertrag von allen Bürgern der obigen Staaten in gleicher Wahl genehmigt werden. Der ganze Verein bekommt einen frei gewählten Präsidenten. Vieles an Rechtssetzung kann einfach von der EU übernommen werden, z.B. der Binnenmarkt oder Schengen.

    Die neue Währung würde aufwerten, aber der gemeinsame Wirtschaftsraum ist gross genug für die Industrie. Der Süden fällt ja als Kunde sowieso langsam aus.

    Damit hätte man einen europäischen "Staat", der politisch und wirtschaftlich glaubhaft ist. Der Rest Europas wird zur Freihandelsperipherie mit eigenen Währungen, die abwerten können.


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