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Euro-Krise: Italiens Wirtschaft bricht massiv ein

APGerade erst haben die EU-Partner Spanien Milliardenhilfe zugesagt, nun rückt auch Italien in den Fokus. Die Wirtschaft dort ist im ersten Quartal deutlich geschrumpft, das Land steckt mitten in der Rezession. "Ein Hilfsantrag Italiens könnte nur eine Frage der Zeit sein", sagt ein Ökonom.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...838112,00.html
  1. #90

    Es ist schon wunderbar mit anzusehen

    wie die "internationalen Finanzmärkte" aka USA den Euro erst durch die Bewertungsinstitute zusammenschießen, dann die Schwachpunkte aka Griechenland, Irland und Portugal angreifen um letztlich zum Speck, also Spanien und Italien zu gelangen.
    Das Ziel eine Konkurrenzwährung zum Dollar zu etablieren ist gescheitert. Die USA haben gewonnen.
  2. #91

    ts,ts,ts, - das sind doch alles Länder, die für die Rettungsschirme bürgen....

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Gerade erst haben die EU-Partner Spanien Milliardenhilfe zugesagt, nun rückt auch Italien in den Fokus. Die Wirtschaft dort ist im ersten Quartal deutlich geschrumpft, das Land steckt mitten in der Rezession. "Ein Hilfsantrag Italiens könnte nur eine Frage der Zeit sein", sagt ein Ökonom.

    Rezession in Italien verschärft sich - SPIEGEL ONLINE
    und für diesen Schwachsinn sollen wir unsere Demokratie unwiederrufbar verschenken ?

    Stop den ESM !
  3. #92

    .

    Zitat von juergw. Beitrag anzeigen
    ...
    Hoffendlich muß man diese Länder nicht wochendlang bitten,doch diese Gelder bitte,bitte zu nehmen.Unter dem Motto:darf es noch eine Milliarde mehr sein ??!
    Man zählt mittlerweile in Billionen, nicht Milliarden. Abartig und unvorstellbar diese Summen. Es kommt wie die Unken riefen, ein Dominostein nach dem anderen fällt um, bis zum letzten (deutschen ?)...und was passiert dann ?
  4. #93

    Italien wäre ein anderes Kaliber

    Schon Spanien hat einen Anteil am ESM von 12, 75 %, aber Italien 19,18 %. Das sind zusammen fast 32 %. Zudem ist Italien einer der größten Nettozahler für den EU-Haushalt.
    Italien kann sich nur mit eigener Hilfe retten. Da die italienischen Bürger im Durchschnitt recht vermögend sind, müsste sich da doch ein Weg finden lassen.
  5. #94

    Zitat von doytom Beitrag anzeigen
    Der Euro verhält sich wie der Hexenbesen der vom Zauberlehrling verhext wurde und den er nicht mehr stoppen kann weil ihm das Wissen des Zaubermeisters fehlt. Wieviele Länder sind es nochmal die in irgendeiner Form Hilfsgelder vom ESM oder sonstigen Fonds bekommen:

    Griechenland
    Irland
    Portugal
    Spanien

    und in Zukunft kommen noch hinzu:

    Italien
    Zypern
    Frankreich
    Belgien
    Holland?

    Deutschland muss schon ein megareiches Land sein dass sich all diese Länder leisten kann? Vielleicht wird es an der Zeit über Euro-Bonds nachzudenken, denn dann kann kein einziges Land Ziel von Spekulanten werden
    Spanien ist bereits im "Schirm-light", Italien kommt dazu, damit sind die Mittel des ESM aufgebraucht. Sie müssen beim nächsten Hüsteln der Weltkonjunktur also aufgestockt werden, was Frankreich überfordern wird. Das wiederum lässt die anderen Straucheln, Holland kommt also definitiv dazu, ohne Fragezeichen. Nicht wegen übermässiger Staatsverschuldung, sondern wegen der Verschuldung seiner Bürger. Muss das Land wegen dieser unsäglichen Retterei die Belastung seiner Bürger erhöhen, besteht die reale Gefahr, dass die Kreditwirtschaft dort zusammenbricht. Holland ist also kein Fels in der Brandung, wenn es ernst wird, fällt es als Zahler weg und könnte die Krise so sogar in eine neue Dimension heben - sofern das dann überhaupt noch möglich ist.

    Wie auch immer, viel Interessanter ist jedenfalls die Frage, wer dann eigentlich noch über bleibt. Ich zähle:

    Deutschland
    Österreich
    Finnland
    Estland
    Slowakei
    Slowenien
    Luxemburg

    Ich hoffe, ich habe niemanden vergessen. Da haben wir also noch ganze 6 absolute Wirtschaftssupermächte hinter uns, die uns mit Sicherheit raushauen werden. Wie Steiner damals .. ach, lassen wir das.
  6. #95

    Ade Rettungsschirm

    Kein Schirm der Welt kann das Elend retten, was da vor uns liegt. Die freien Finanziers, im Banker Blue, haben das System der Profitmaximierung ad absurdum geführt. Die Politik hat dazu die Rahmenbedingungen gegeben, ein verheerender flop. Nun ist er also da, der Scherbenhaufen der freien Unternehmen, in den freien Märkten, die alles -per se- regeln. - Wird es eine Währungsreform geben, wie `46? Oder die ersten freien Wahlen zu den "Vereinigten Staaten von Europa"? Oder wird es nur eine EU-Zentral-Wirtschafts-regierung in Brüssel geben? Wie auch immer, das "weiter so" Gewurstel hat wohl sein Ende gefunden. Eine historische Zäsur steht uns allen also bevor. Wohl dem, der sein Schäfchen im Trockenen hat.
  7. #96

    Systemrelevant

    ist das neue Schlagwort. Nach einer von mir durchgeführten privaten Umfrage konnten von 50 Personren darunter Handwerker - Schüler - Studenten aber auch Akademiker 37 Befragte mit diesem Begriff nichts anfangen.
    Wenn die Poltik zulässt das es solche Institutionen gibt muß sie auch dafür Sorge tragen das diese gigantischen Firmen- und Bankengeflechte auf das peinlichste und genaueste ( durch unabhängige Prüfer ) ständig kontrolliert werden. Es müssen Gesetze geschaffen werden die den Vorständen und Managern drakonische Strafen androhen wenn sie - in Zockermentalität - ganze Volkswirtschaften an den Rand oder in den Abgrund treiben.
    Das selbe sollte auch für Politiker gelten und hier denke ich insbesondere an Schäuble und Merkel. Beide können nicht ernsthaft glauben, dass Griechenland - Portugal - Irland oder Spanien jemals Schulden tilgen werden.
    ( können ) Das gilt auch für Italien.
    Also: Hände weg von Milliarden Hilfen für notleidende Länder und das machen was alle Gläubiger tun. Zahlung verlangen oder die Pleite in Kauf nehmen.
    (Siehe Schlecker)
  8. #97

    Ist doch keine Überraschung

    Nachdem Spanien nun (direkt und indirekt) durch Steuergelder gerettet wurde, ist doch klar dass die Macht des großen Geldes sich ihr nächstes Opfer, nun Italien, vornimmt. Dabei ist es genau genommen nicht einmal ein Diktat der Banken (von den ja einige ziemlich wackeln), sondern ein Diktat des großen (privaten) Geldes, wie bereits die Beschwörung des Marktes zum Ausdruck bringt. Denn nur wer über genügend Kleingeld verfügt um seine Gier nach immer noch mehr zu befriedigen, kann dort Angebote machen, wo eine lukrative Nachfrage besteht, die notfalls und aus vollem Herzen besonders die deutsche Regierung gerne befriedigt (und mit Druck durchsetzt). Und wenn es nicht ums Geld geht, geht es um die Macht mit Geld alles Demokratische und Soziale in eine leere Hülle ohne Inhalt zu verwandeln. Erst wenn da ein großes Stück aus den schweißnassen Händen derjenige genommen wird, die einfach viel zu viel haben, um damit etwas Sinnvolles anzufangen, wird sich an dieser Erpressungspolitik etwas ändern können.
  9. #98

    gern nicht

    Zitat von Nevermeind Beitrag anzeigen
    Was Ökonomen nicht so alles sagen.

    Fakt ist doch, dass es bislang keinen Hilfsantrag gibt

    Und ich prognostiziere, der kommt auch nicht! Italien hat gerade jetzt, wo Erdbeben versucht haben (und weiter versuchen werden, die geophysikalischen Prozesse sind noch in Gang), der Wirtschaft den Gnadenschuss zu geben, die Chance, zu zeigen, was in dem Land steckt. Und ich sage mal, Italien ist nicht Spanien.

    Kann es sein, dass bestimmte Kreise gerne haetten, dass Italien einen Hilfsantrag stellte?
    aber ich kenne es aus dem Fussball (habe jahrelang selber in einem italienischen Emigrantenclub gespielt).
    Kaum werden die Italiener berührt, fallen sie um (analog Erdbeben).
    Die Chance wäre es, aufzustehen und weiterzuspielen.
    Aber gerufen wird nach der Mutter (Fussball) und nach der Mutter (Angela) Wirtschaft.
    Garantiert!

    Alles andere wäre wirklich mal eine positive Überraschung
  10. #99

    ...

    Zitat von pablo1 Beitrag anzeigen
    Sind schon toll, diese Realisten, die immer wissen, dass alles in einer Katastropeh enden muss. Ich bin Optimist: Die Realisten werden lange warten müssen, bis die Katastrophe kommt. Sie haben eh kein Konzept, wie es nach der angeblichen Katastrophe weitergehen soll. Immer nur zu sagen, alles bricht zusammen, kann jeder x-beliebige Strohkopf..
    Nur weil Sie sich nach dem Motto "denn es kann nicht sein, was nicht sein darf" die Ohren so feste zuhalten wie möglich, wenn es an die Lösung des Grundproblems geht, also die Abschaffung des Euro, heißt das nicht, dass diejenigen, die nicht dem idealistischen, ideologischen und im Endeffekt zutiefst nationalistischen Eurowahn verfallen sind, keine Lösungen anzubieten haben.


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