Euro-Krise: Italiens Statistikbehörde droht mit Datenstreik

Premier Monti will sparen - doch Italiens Beamte widersetzen sich. Die Statistikbehörde kündigt an, keine Wirtschaftszahlen mehr zu veröffentlichen, wenn bei ihr gekürzt wird. Mitten in der Euro-Krise droht Chaos bei den Daten zu Inflation, Schulden oder Arbeitsmarkt.

http://www.spiegel.de/politik/auslan...843979,00.html
  1. #1

    da weigern sich also gutsituierte staatsdiener, ihren job zu machen.

    monti - wird nicht viel an seinem reformen durchbringen können.
    in F genauso.

    D muß schleunigst aus diesem euro-boot aussteigen
  2. #2

    Unglaublicher Vorgang

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Premier Monti will sparen - doch Italiens Beamte widersetzen sich. Die Statistikbehörde kündigt an, keine Wirtschaftszahlen mehr zu veröffentlichen, wenn bei ihr gekürzt wird. Mitten in der Euro-Krise droht Chaos bei den Daten zu Inflation, Schulden oder Arbeitsmarkt.

    Italiens Statistikamt will keine Wirtschaftsdaten mehr veröffentlichen - SPIEGEL ONLINE
    Wenn die italienische Regierung gegenüber einer solchen Herausforderung einknickt und kein Exempel statuiert, wird sie in Verwaltungsbereichen mit Drohpotenzial überhaupt nichts mehr erreichen.

    Unbeschadet der Frage nach der ausreichenden Finanzierung der Statistikbehörde kann die Regierung in einem solchen Fall nur noch die Leitung der Behörde austauschen.
  3. #3

    Beeindruckend

    Wow, eine Behörde droht der eigenen Regierung, versucht diese womöglich zu erpressen, will die Arbeit verweigern und damit dem eigenen Staat massiv schaden. Ich frage mich, wie ein Land, in dem solche Zustände herrschen, eine Rückkehr zu soliden Verhältnissen schaffen will.
  4. #4

    Arbeitsverweigerung? 30% der Bediensteten auf die Straße und gut ist, die Restlichen dürften dann wieder mit dem Arbeiten anfangen.

    Wenn nicht munter weiter machen, ist ja kein Verlust, wenn ohnehin keine Ergebnisse geliefert werden.
  5. #5

    Wir streiken

    Obwohl noch Kürzung von ca. 10% immer noch 160 Mio Euro an die Herrschaften fließen, soll nun gar keine Statisitk mehr geliefert werden. Könnte man sich vielleicht über Priorisierungen unterhalten? Nicht alles, was man in der Vergangenheit gemacht hat, muss man weiterführen.
  6. #6

    Beamte haben es gut !

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Premier Monti will sparen - doch Italiens Beamte widersetzen sich. Die Statistikbehörde kündigt an, keine Wirtschaftszahlen mehr zu veröffentlichen, wenn bei ihr gekürzt wird. Mitten in der Euro-Krise droht Chaos bei den Daten zu Inflation, Schulden oder Arbeitsmarkt.

    Italiens Statistikamt will keine Wirtschaftsdaten mehr veröffentlichen - SPIEGEL ONLINE
    In der Privatwirtschaft wären diese Angestellten jetzt weg. Ein Beamter kann selbst den Staat herausfordern - ohne was fürchten zu müssen.

    Übrigens auch in Deutschland.
  7. #7

    Erpressung

    Der Euroraum ist nur noch ein Raum in dem jeder jeden erpresst. Hervorragende Basis für Verbesserungen. Naja wir können später sagen wir waren dabei beim größten Crash aller Zeiten
  8. #8

    Zitat von gumbofroehn Beitrag anzeigen
    Wenn die italienische Regierung gegenüber einer solchen Herausforderung einknickt (...).
    wird es einen Volksaufstand in Italien geben. Die Regierung wird das durchsetzen - und wen kuemmern schon ein paar ISTAT-Daten?

    Monti ist mittlerweile durchaus anerkannt. Ueber 40% der Italiener koennen ihn sich laut Meinungsumfrage als Premier 2013 vorstellen. Bei den Beamtenkuerzungen wird er auch die nach wie vor starke Mitte-Rechts-Gruppe zaehlen koennen.
    Geändert von ( um Uhr)
    The human dream
    doesn't mean
    a shit to a tree
  9. #9

    Na klasse

    das hat Berlusconi ja super hinbekommen, wenn die Moral in einem Land schon dermaßen runter ist, dass sich sogar die Beamten eines Staates weigern einfach nur ihren Job zu machen.
    Die armen italienischen Beamten können einem wirklich Leid tun. Was genau wollen sie dann in ihren (vermutlich) gut bezahlten Freizeit sonst machen, wenn sie nicht einmal mehr irgendwelche Zahlen veröffentlichen bzw bereitstellen wollen. Da kann man nur sagen, die ganze faule Bande rauswerfen wäre ein guter Anfang.